If you don't fight, you die

von penitence
GeschichteDrama, Romanze / P18
Daryl Dixon Merle Dixon Negan OC (Own Character) Rick Grimes
16.11.2015
11.07.2019
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,,We can make it together.
But we can only make it together.‘‘


- Glenn Rhee -







,,Geflüstert?’’
,,…ja, geflüstert,…sie haben geflüstert…ganz leise geflüstert…’’
Rick sah zu Helen hinüber, die ebenso irritiert drein schaute, wie er sich fühlte.
Die Toten flüsterten nicht.
Sie grunzten vielleicht.
Röchelten oder gaben andere unmenschliche Laute von sich, aber sie sprachen nicht, noch weniger flüsterten sie.
,,Mark’’, versuchte Rick erneut Informationen aus dem ziemlich verwirrt erscheinenden Mann herauszubekommen, ,,versuch’ dich daran zu erinnern, was passiert ist, ok? Was ist das Erste, woran du dich erinnern kannst?’’
,,Auf einmal waren sie da’’, schien Mark es nicht wirklich zu schaffen, Ricks Bitte nachzukommen. ,,Wie aus dem nichts sind sie gekommen. Sie haben gesagt wir gehören nicht hier her…Keith hat geschrien…und sie haben geflüstert…’’
Rick seufzte schwer und fuhr sich durch sein Haar.
Aus Mark, das ahnte er, würde er heute Nacht nicht mehr viel herausbekommen.
Mark stand völlig neben sich, schien gar nicht wahrzunehmen, was überhaupt los war.
,,Ist ok, Mark. Ruh’ dich aus, ok? Wir reden noch einmal, wenn es dir besser geht.’’
,,Ok….ok.’’
Rick nickte und dann verließen er und Helen den Raum wieder.

,,Und was hat er gesagt?’’, wurde der Anführer Alexandrias keinen Augenblick später von Tara überfallen. Sie hatte wie alle anderen auf die beiden gewartet. Und sie hatte wie alle anderen so einige Fragen. ,,Was ist denn jetzt mit den beiden da draußen passiert?’’
,,Ich weiß es nicht genau’’, konnte Rick nur antworten. ,,Mark hat ziemlich wirres Zeug erzählt. Er meinte, sie wären von den Toten angegriffen worden und sie hätten dabei geredet, vielmehr geflüstert.’’
Rick konnte kaum glauben, was er da erzählte, aber das waren nun einmal die einzigen Informationen, die er bekommen hatte.
,,Wie bitte?’’ Tara schien über seine Erklärungen ebenso verwirrt wie er zu sein. ,,Was soll das heißen: Sie haben geflüstert?’’
,,Wenn ich das wüsste’’, seufzte Rick, denn dann wäre er selbst erheblich schlauer.
Er wusste selbst nicht, was er von Marks Erklärungen halten sollte.
,,Ok, und was machen wir jetzt?’’
Sie würden das tun, was sie immer taten, wenn Dinge geschahen, die außerhalb des Regulären geschahen: Sie würden zusammenhalten und der Sache gemeinsam auf den Grund gehen.


                                                                       ~~~*~~~


,,Glaubst du, er hat selbst was mit der Sache zu tun?’’, fragte Rick Helen nach ihrer Meinung, nachdem sich der Rat zu später Stunde wieder aufgelöst hatte.
Rick und Helen waren gerade wieder dabei unter ihre Decke zu schlüpfen, um noch ein paar Stunden Schlaf zu ergattern.
,,Wer? Mark?’’
,,Hmhm.’’
Helen kannte Mark noch aus dem Sanctuary.
Er war der Mann gewesen, den Negan damals vor ihren Augen gebrandmarkt hatte.
Allzu viel hatte Helen mit ihm nicht zu tun gehabt. Aber im Allgemeinen war Mark ihr eher wie jemand vorgekommen, der sich den Saviors nur angeschlossen hatte, weil ihm ein Leben unter Negans Herrschaft, im Vergleich zu dem, was ihn draußen in der Welt erwartet hätte, als das erträglichere Übel erschienen war. Er schien jedoch, anders als manch anderer, dieses Leben nicht sonderlich genossen zu haben.
,,Nein, das kann ich mir nicht vorstellen. Und ich glaube auch nicht, dass er das vorhin geschauspielert hat. Er hatte Todesangst, Rick. Ich weiß zwar nicht wovor, aber ich habe selten jemand so Verängstigten gesehen.’’
Dem konnte Rick nur zustimmen.
Was immer auch dort draußen geschehen war, es hatte Mark in Todesangst versetzt und nun blieb ihnen nur noch die Möglichkeit, herauszufinden, welche Art von Bedrohung es tatsächlich war und inwieweit sie in Zukunft selbst davon betroffen sein könnten.


                                                                    ~~~*~~~


Um sieben Uhr morgens — ein durchaus normaler Tagesbeginn in Alexandria —, hatte sich das kleine Grüppchen an Menschen versammelt, das sich in der Nacht zuvor dazu bereit erklärt hatte, den unbekannten Geschehnissen außerhalb ihrer Mauern auf den Grund zu gehen.
Die Pferde waren gesattelt, die Menschen bewaffnet und die groben Abläufe geklärt.
Es würde nur ein kleines Grüppchen von Menschen gehen; diejenigen, die an den Kampf dort draußen gewöhnt waren, wie Michonne, Daryl, Rick und Helen. Und auch wenn es noch viele andere gab, die in Frage gekommen wären, sollte die Gruppe in einem überschaubaren Rahmen gehalten werden, um nicht mehr Aufmerksamkeit zu erregen, als es unbedingt nötig wäre.
Nach einem Ritt, der nur eine, durchaus Besorgnis erregende Stunde in Anspruch genommen hatte, kamen die vier Überlebenden am Schauplatz des Verbrechens an, von dem Mark, nachdem sich Rick am nächsten Tag noch einmal mit ihm unterhalten hatte, berichtet hatte.
Hier, so hatte er es ihm erklärt, waren Mark und Keith auf die flüsternden Walker getroffen.
Daryl suchte die Gegend nach möglichen Spuren ab, konnte jedoch nichts wirklich zufrieden stellendes entdecken.
Ziemlich frische Blutspuren, das fanden sie, jedoch keinen Körper oder irgendeine Spur für Keiths Verbleiben. Es war, als wäre er wie vom Erdboden verschluckt. Als hätte es ihn nie gegeben. Als wäre seine Existenz einfach ausradiert worden.
,,Bist du sicher, dass es hier war, Rick?’’, meldete sich Michonne nach geraumer Zeit zu Wort, während sie alle wiederum eine geraume Zeit damit verbracht hatten die Gegend zu erkunden.
,,Ganz sicher.’’
So sicher, wie er sich da eben sein konnte.
Mark hatte von einem Friedhof gesprochen und das hier war der einzige, den er damit gemeint haben konnte.
Aber hier gab es nichts.
Nichts, außer den Geräuschen des Waldes.
Und den fernen Lauten der Toten.
Die Toten…
,,Die Toten haben geflüstert…sie haben uns angegriffen und sie haben dabei geflüstert...’’
,,Wir folgen ihnen’’, kam es wie aus heiterem Himmel aus Ricks Richtung.
,,Wem?’’, fragte Michonne nach.
,,Den Toten. Wir folgen den Beißern.’’
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