Die Tochter der "Walküren" in Temra

GeschichteFamilie, Schmerz/Trost / P18 Slash
Angus - Mystischer Ritter der Erde Königin Maeve Rohan - Mystischer Ritter des Feuers
16.11.2015
07.05.2017
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16.11.2015 1.636
 
Hallo allerseits, ihr habt es also zum Vorwort geschafft? Nungut dann halte ich euch am besten gar nicht so lange auf. Diese Geschichte entstand schon vor ziemlich langer Zeit. Zumindestens der Prolog liegt schon einige Zeit auf meinem PC. Damals hab ich es geschrieben weil ich begreiflich machen wollte, wieso einer meiner Charakter im Rollenspiel so geworden ist, wie sie nunmal ist. Einige mögen diesen Charakter vielleicht kennen und wissen was ich meine, oder weil sie die andere Geschichte von mir gelesen haben wo sie auftaucht. Doch hier erstmal genug davon. Ich verdiene hiermit jedoch kein Geld und nur kleine Freuden im Form von Reviews, deshalb würde ich mich darüber freuen wenn der ein oder andere was schreibt. Doch nun genug der Worte.

Prolog

Es war eine ziemlich kühle Nacht im März und ein Gewitter donnerte auf das Land der Normannen dieser Gegend hernieder. Ein einzelner Krieger kämpfte sich einen Weg durch die feuchten Wege und den strömenden Regen. Ein lederner Helm, der durch Metall verstärkt wurde bedeckte sein Haupt, sodass er vor Klingen geschützt war. Eine ebenfalls lederne Rüstung schützte seinen restlichen Körper und gab nur wenig Fläche für Angriffe frei. Doch das war gar nicht nötig, denn er war jetzt schon ziemlich blutüberströmt, so als hätte er eben einen harten Kampf hinter sich gebracht. Doch seine Haltung war gesund, sodass die Vermutung stärker wurde, dass dieses Blut von seinen Feinden war und nicht von ihm selbst.

Dieser Mann war niemand anderes als Ragnar der Herrscher über dieses Volk, welches sich gerade in Kriegswirren befand. Generell war sein Volk ein ziemlich kriegerisches und er liebte den Kampf. Doch dieser spezielle Krieg hatte einen bestimmten Grund für seinen heutigen Kampfesszug. Ein feindliches Nachbarvolk hatte es gewagt und seine Frau und seinen gerade mal einjährigen Sohn in ihre Gewalt zu bringen, während diese sich auf einer reise befanden um einen Heiler aufzusuchen. Anfangs hatte Ragnar noch versucht friedlich seine Familie wiederzubekommen, aber die Entführer ließen nicht mit sich reden und nun hatten sie eine ungeheuerliche Wut bei dem König der hiesigen Normannen ausgelöst Er würde nicht eher ruhen, als bis er seine Gemahlin und seinen Sohn Lysander wieder unter seinem Dach hatte, vor allem da seine Frau Iona gerade hochschwanger war und sie ein weiteres Kind erwarteten. Noch wussten sie nicht, was für ein Geschlecht das Neugeborene haben würde und einen Namen wussten sie auch noch nicht, für den Fall dass es ein Mädchen sein würde. Sie hatten nur einen für einen Jungen überlegt. Nämlich Odin wie einer ihrer Götter.

Dort erblickte Ragnar seine Feinde, die ihm seine Gemahlin und seinen Erben gestohlen hatten. Seine Hand glitt zu einer recht schlichten Klinge welche an seiner Seite hing und ziemlich scharf  erschien. Obwohl es so schlicht war, zeigten die wenigen Verzierungen, dass dieses Schwert nicht nur ein gewöhnliches Schwert war. Es war nichts anderes, als das Herrscherschwert seines Volkes und gebührte nur dem Anführer oder dessen Erben. Mit steinerner Miene beobachtete der Normanne die Feinde, welche sich wohl auf einen Kampf gegen ihn bereitmachten. Sie schienen ihn ziemlich zu unterschätzen, weil er ganz alleine hier aufgetaucht war. Doch das würden sie wohl schon ziemlich bald verfluchen. „Gebt mir meine Gemahlin wieder und meinen Sohn und ihr werdet diese Nacht überleben, weigert euch weiterhin und es wird euer Untergang sein!“ schrie er noch eine letzte Warnung hinüber, während er sein Schwert zum Kampf gehoben hatte. Es waren vielleicht 25 Recken die sich ihm entgegenstellen würden, aber Ragnar verspürte keinerlei Furcht. Er war ein Sohn des Kampfes und wusste sich auch gegen eine größere Menge zu wehren. Nicht umsonst hatte er schließlich den Spitznamen, Ragnar der Schlächter, den er sich im Laufe der Jahre erkämpft hatte. Seine Schwertkünste waren in dem Lande legendär und gefürchtet. Kaum einer wagte es noch sich gegen ihn aufzulehnen, da sie dann meistens den Tod zu fürchten hatten..

Ein Blitz erhellte das Kampfessfeld und genau diesen Augenblick nutzte der Angreifende um den Kampf zu eröffnen. Mit hohen Tempo näherte er sich der kleinen Gruppe Recken, sein Schwert hoch über seinen Kopf gehoben und sein Umfeld genau im Blick habend. Wie ein Sturm wütete der König unter den Bewaffneten und kaum eine Klinge schien ihn selbst zu treffen. Seine Bewegungen waren geschwind, ziemlich geschickt und vor allem traf seine Klinge jedes Ziel das er sich auserkoren hatte. Mit jedem Augenblick der verging, fiel ein weiterer Recke zu Boden vor den Füßen von Ragnar. Doch langsam zierten auch mehrere Verletzungen den Körper des Kriegers, doch er gab nicht auf und kämpfte sich weiter voran. Als nur noch ein einzelner Mann stand, sah der Schlächter sich schon am siegen, doch ein stechender Schmerz breitete sich urplötzlich von seinem Rücken aus und als er hinunterblickte, ragte ein Pfeil direkt aus seiner Schulter. Ragnar erschauerte und seine Schritte entwickelten sich zu einen stolpern. Sein Gegner sah darin eine Chance, doch auch ihn ereilte der Tod, bevor Ragnar entkräftet zu Boden sank. Sein Blick war gegen den Himmel gerichtet und den Pfeil hatte er am Schaft abgebrochen, soweit es ihm möglich war. Sollte dies jetzt wirklich sein Ende sein? Seine Sicht flackerte und er spürte Dunkelheit nach sich greifen und verlor schließlich seine Sinne.

„Rag---nar... Ragnar wach auf....Wach auf junger König“ erklang eine liebliche Stimme und holte ihn aus seiner Bewusstlosigkeit. Stöhnend hob er seinen Blick, nur um vor schierer Überraschung die Luft anzuhalten und sprachlos auf die Gestalt zu blicken, welche wenige Schritte neben ihm stand in prächtiger silberner Rüstung. Diverse Verzierungen schmückten das Metall der fein gearbeiteten Rüstung von der Frau, doch dass was seinem Blick wirklich gefangen hielt, war der geflügelte Helm. Zwei kleine Flügel an den Seiten des Helmes, welche in die Luft wiesen. Es gab der Gestalt etwas göttliches und der Krieger brauchte nicht lange um zu realisieren, wem er da eigentlich gerade gegenüberstand. „Freyja Göttin der Liebe und Herrscherin über die Walküren...“ murmelte er ehrfürchtig und hob leicht seine blutverschmierte Hand.
Er konnte es nicht glauben, dass eine Göttin ihm mit ihren Antlitz beehrte. Aber warum tauchte sie hier auf? War sie da um ihn nach Walhalla  zu holen? Dem Ort wo gefallene Krieger hingingen, wenn sie ihren letzten Kampf bestritten hatten.

Als wüsste die Göttin was der Mann dachte, schüttelte sie ihr liebliches Antlitz verneinend und meinte noch dazu „Nein Ragnar, ich bin nicht hier um dich nach Walhalla zu holen. Denn du hast noch viel zu tun. Deine Familie braucht dich noch und du musst eine Kriegerin ausbilden, die meines Namens würdig ist. Euer Ungeborenes Kind wird ein Mädchen sein, dass noch eine große Bestimmung im Rad des Schicksals spielen wird. Ich helfe dir deine Wunden zu besiegen, aber im Gegenzug benennt ihr eure Tochter Freya und bildet sie zu einer Kämpferin aus, die einer eures Volkes würdig ist. Genau wie du, wird sie sich einen Namen erkämpfen wenn sie erst mal alt genug ist. Sie wird viel herumreisen und wenn sie sechzehn Sommer zählt, wirst du ihr diese Waffe überlassen und ihr erlauben die Heimatlichen Gefilde zu verlassen. Sie hat eine Große Aufgabe zu bewältigen in der Zukunft, deshalb muss sie vorbereitetet sein“ erklärte die liebliche Stimme , während sie eine runde Klinge neben dem Mann sinken ließ. Es war nichts anderes als ein Chakram, eine Waffe die wenn man sie richtig führte jederzeit zurückkommen konnte zu dem Besitzer. Der Mann konnte nicht anders als ehrfürchtig sein Haupt zu neigen und seine Zustimmung zu murmeln. „Ja hohe Göttin, ich werde meine Tochter Freya nennen um euch zu ehren und gleichzeitig zu danken, dass ihr mir geholfen habt“ wisperte er voller Inbrunst und schien seine Wunden vergessen zu haben, so als wären sie nicht mal vorhanden.


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Mittlerweile waren drei Monate vergangen und es war der sechste Juni des gleichen Jahres. Ragnar hatte überlebt und seine Gemahlin und seinen Sohn wiederbekommen und genau in jenem Augenblick sollte seine Tochter das Licht der Welt erblicken. Er hatte seinen Schwur der Herrscherin der Walküren gegenüber niemals vergessen und er war fest entschlossen, seine Tochter zu großer Stärke zu erziehen. Kurz glitt sein Blick zu der runden Klinge welche er in der kleinen Truhe in seinen Räumen für seine Erbin aufbewahrte. Doch dann hörte er es. Hörte den ersten Schrei seines neugeborenen Kindes. Seiner kleinen Tochter, welche er nach einer Göttin benannte, die gleichfalls auch eine ziemlich starke Kriegerin war.

Ein Lächeln glitt über seine Züge, während er zu seiner Frau ins Geburtszimmer lief und mit stolzen Augen auf das kleine Geschöpf blickte, welche in den Armen seiner Gemahlin ruhte und sich mit strahlend blauen Augen umblickte und ihre kleinen Finger herumtasten ließ. „Willkommen im Antlitz der Sonne, meine kleine Freya“ wisperte der Mann und fuhr über den kleinen Kopf des Babys. Man konnte Ärger in den Augen der Mutter sehen, aber sie schwieg über ihre Zweifel. Sie wusste sie verdankte der Göttin überhaupt erst das ihr Mann noch immer lebte,aber ihr behagte es nicht, dass ihre Tochter zu einer Kriegerin herangezogen werden sollte. Aber Iona hatte da nicht groß etwas zu sagen in dieser Sache.

Mit warmen Blick beobachtete sie das kleine Geschöpf, auf ihrer Brust und lächelte ihren erstgeborenen an, welcher neben ihr lag und neugierig nach seiner Schwester griff. Er war nur ein Jahr älter aber hing sehr an Iona. Ob es ihr gelingen würde, ihr jüngstes Kind ebenfalls davon zu bewahren den Krieger weg zu gehen? Denn genau das wollte sie eigentlich für ihre beiden Kinder. Wenngleich ihr bewusst war, dass zu mindestens Lys zu einem Krieger ausgebildet werden würde, wenn er erst mal alt genug war. Er war schließlich der einzige männliche Nachkomme in ihrer Linie und somit der Nachfolger von Ragnar, sollte dieser im Kampf fallen. Der gleiche Weg würde wohl Freya blühen, wenn sie erst mal laufen konnte und in der Lage war, eine Waffe zu halten und sei es auch nur ein einfacher Kampfstab.
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