Athelas

von yezz
GeschichteRomanze, Freundschaft / P12 Slash
Allen Walker Linali Li Rabi Tiky Mikk Yu Kanda
15.11.2015
15.04.2016
8
15494
6
Alle Kapitel
10 Reviews
Dieses Kapitel
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Guten Abend meine Lieben!

Nachdem ich nun einige Übersetzungsprojekte zu Bleach hatte, habe ich auch jemanden gefunden, der mir ihre D.Gray-man-Geschichten anvertraut. Was ich an tysunketes Werken so mag, ist, dass sie die Charaktere in eine etwas andere Welt setzt, die man vielleicht nicht im ersten Moment so erahnt hätte. Aber seht selbst!

Ich warne euch direkt einmal vor: Im Gegensatz zu meinen anderen Projekten, wird es hier kein regelmäßiges Update geben. Das nächste Kapitel kommt online, wenn es fertig ist. Hintergrund ist eben der, dass beide Bleach-Geschichten mich noch ziemlich einspannen. Aber keine Angst, ihr werdet kein Jahr aufs nächste Kapitel warten müssen. ;)

Also von meiner Seite aus bleibt jetzt nur noch, euch viel Spaß zu wünschen. Ich freue mich, wenn euch die Geschichte ähnlich gut gefällt, wie mir.

LG
yezz

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I want to thank tysunkete again. Thank you very much for your confidence and for giving me your permission.

- Posted originally on the Archive of Our Own by tysunkete -
Series: Athelas

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Der Frühling ging langsam in den Sommer über und in den letzten Wochen zeigte das Thermometer 20 oder mehr Grad. Lavi rollte seine Ärmel bis zu den Ellbogen hinauf, legte dabei die Tattoos frei, die seine Armen hinunter bis zu den Gelenken gingen. Er wedelte sich selbst abwesend Luft zu, während er in dem Raum umherging. Der Boden war mit Parkett ausgelegt, doch er beäugte die Wand. Sie war etwas eingerissen und gelb, doch es war nichts, was man nicht mit Farbe hinbekommen könnte. Der Boden brauchte eine Politur und weniger überladenes Licht, wie von diesem gotischen Kronleuchter, der von der Decke hing. Aber es war nicht schlecht. Vor allem, wenn man die letzten 7 Objekte bedachte, die sie gesehen hatten.

„Es ist ein wenig kostspieliger, meine Herren, aber ich versichere ihnen, dass sie nichts ähnliches in dieser Größe in dieser hervorragenden Lage finden werden“, sagte der Makler und gestikulierte umher.

Das stimmte. Das Objekt lag in einer schönen Gegend. Covent Garden. Doch es lag auch in einer ruhigeren Nebenstraße mit wenig Fußgängerverkehr. Dennoch war es relativ preiswert in einer solch angenehmen Gegend.

Lavi sah die möglichen Vorteile daran, hier den Laden zu eröffnen. Ein Tattoostudio mit seinem Freund und Tätowierer Tyki Mikk. Während Lavi seine Arme und Beine tätowiert, doch seinen Rumpf unberührt gelassen hatte war es bei Tyki genau das Gegenteil. Es war eine lustige Geschichte, wie die beiden entschieden hatten, sich zusammenzutun. Tyki war von einer Familie voller renommierter Tattookünstler unterrichtet worden, den NOAH. Lavi hingegen hatte die Kunst von seinem Onkel gelernt. Codename Bookman. Irgendwie war es dann dazu gekommen, dass sie sich gegenseitig tätowiert hatten und sich regelmäßig im jeweils anderen Studio besucht hatten. Beide Gruppen waren aufgrund ihrer Expertise sehr bekannt gewesen. Nach einigen Besuchen und Gesprächen während der letzten Jahre, inkl. ihren Ambitionen das Nest zu verlassen, hatten sie sich entschieden, sich selbst einen Namen zu verschaffen. Auch wenn ihre Familien ein wenig deswegen gemurrt hatten.

Aber zuerst mussten sie sich einen Standort suchen. Und das taten sie bereits seit 2 Monaten.

„Was denkst du Mikk?“, Lavi legte seinen Kopf schief und schaute den anderen an.

Tyki brummte. „Zumindest besser, als der Rest. Aber wenn man bedenkt, dass wir hier komplett renovieren müssen und neues Equipment brauchen… Das geht schon ziemlich ins Geld.“

Das war wahr. Lavi seufzte. „Wann müssen wir uns entscheiden?“, fragte er.

„So schnell wie möglich“, lächelte der Makler. „Dieses Gebiet ist sehr beliebt, also wäre ich nicht überrascht, wenn sich schnell jemand findet.“

„Ja, aber es ist nicht besonders optimal für Laufkundschaft“, entgegnete Tyki und blickte aus der Fensterfront. „Es ist Samstag, richtig? Ich habe niemanden die Straße runterkommen sehen, seit wir hier sind.“

„Guter Punkt“, nickte der Makler. „Aber mit einem Kundenstamm ist das kein Problem. Nehmen sie den Florist nebenan als Beispiel.“

„Florist?“

„Zugegeben, ihm gehört auch das Gebäude, aber er ist bereits seit 4 Jahren im Geschäft. Ziemlich gut sogar, würde ich sagen.“

Der Makler ließ sie überlegen, während sie langsam umhergingen. Dann blickte er auf seine Uhr. „Nun ja, es tut mir leid, aber ich habe noch einen anderen Termin“, sagte er bedauernd, als er sie aus dem Gebäude führte, um abzuschließen. „Ich werde die Augen nach anderen Objekten offen halten. Rufen sie mich an oder ich werde es tun, wenn ich was anderes gefunden habe.“

„Danke“, Lavi nickte verabschiedete sich, bevor der Makler ging.

Gemeinsam standen sie vor dem Gebäude und Tyki suchte seufzend in seinen Taschen nach einer Zigarette. Der bittere Geruch von Teer erfüllte die Luft und Lavi hustete, wedelte mit seiner Hand vor seinem Gesicht.

„Junge, guck in die andere Richtung.“

Der andere grinste, gab jedoch nach, atmete den Rauch in die andere Richtung aus. „So, was denkst du, Bookman.“

„Es ist Covent Garden, Mann“, zuckte er mit den Achseln und drehte sich zum potenziellen, neuen Laden um. „Es ist viel schöner, als der Rest, den wir gesehen haben.“

„Das ist auch der Grund für einen astronomischen Preis“, sagte Tyki. „Wir sollten in Camden weiter schauen, nicht hier.“

„Aber ich möchte nicht in der Nähe vom alten Mann oder seiner eigenartigen Familie sein“, schmollte Lavi. „Wir wollen uns für längere Zeit niederlassen, Mikk. Du möchtest nicht in einem schäbigen und heruntergekommenen Schuppen arbeiten, oder?“

„Die Veränderung ist nett, das gebe ich zu“, Tyki nahm einen weiteren Zug an seiner Zigarette und beobachtet die ruhige Straße. „Aber ich weiß nicht, ob es das Geld wert ist.“

„Wir könnten etwas weniger modernisieren. Ich meine, vielleicht einfach ein bisschen Wachs für den Flur, einfarbig nachlack…“

„Und unsere Ausrüstung? Teures Equipment“, erinnerte Tyki ihn.

Lavi seufzte. „Ja, ich weiß. Ich sag es ja nur. Wie auch immer, ich schau mir mal die Gegend an. Es ist verdammt ruhig.“

„Ein großer Unterschied zu Camden“, Tyki drehte sich achselzuckend in die andere Richtung. „Huh. Ich schau mir mal den Hinterhof an.“

„Zünde die Bude bloß nicht an“, rief ihm Lavi hinterher und grinste, als Tyki nur träge seine Hand hob, während er sich entfernte.

Lavi drehte sich zum Floristen zu seiner rechten um. Er war tatsächlich unglaublich neugierig, seit der Makler ihn erwähnt hatte. Es war nicht besonders auffällig, wenn man es zuerst betrachtete. Doch was es besonders interessant machte, war die Tatsache, dass dem Ladenbesitzer auch das Gebäude gehörte. Lavi fragte sich, welche Art von Florist sich so etwas leisten konnte. Vielleicht war es ein alter Mann, der seine reichhaltige Pension so ausgab. Als er draußen an den aufreihten Blumen entlanggeht, fiel ihn förmlich der frische Geruch an. Er war süß, aber nicht zu süß. Er entspannte sich unbewusst.

Das Ladenschild sagte „Infinity Flowers“. Nicht wirklich einfallsreich. Die Tür war offen und Lavi trat ein, freute sich über die klimatisierte Luft. Im Inneren waren nur Reihen von Pflanzen, aufgereiht nach ihren Farbtönen. Er war nie besonders in Blumen interessiert, aber diese waren wohl die Faszinierendsten, die er jemals gesehen hat. Er erkannte kaum eine Blume. Natürlich hatte er bereits Narzissen, Rosen und Tulpen in seinem Leben gesehen, aber nicht in solchen Massen und Ausführungen.

Seltsamerweise war in der Mitte des Ladens ein relativ großes Becken. Es war bis zum Rand mit Wasser gefüllt und beherbergte beeindruckend große Lotusblätter. Da war außerdem auch eine geschlossene Blüte, die nur darauf zu warten schien, zu erblühen. Das sanfte Pink und Weiß…

„Fass das nicht an.“

Lavi machte einen Satz nach hinten und zog seine Hand schuldbewusst zurück. „Entschuldigung.“

Und dann sah er ihn.

Auch wenn Lavi einige Sprachen fließend beherrschte, konnte er in diesem Moment keine Wörter zu einem Satz zusammensetzen. Das erste, was er bemerkte, war die Haut. Gott, diese Haut. Er hatte einen blassen Teint, aber nicht zu blass. Sie war weich, makel- und fehlerlos. Sie war praktisch die perfekte Leinwand mit genau dem richtigen Ton und genau dem richtigen Glanz. Lavis Finger zuckten. Er konnte sich Millionen Muster und Bilder vorstellen, die er liebendgerne auf den Nacken tätowiert hätte. Oder auf einen dieser definierten Arme, die vor seiner Brust verschränkt waren. Die anderen Besonderheiten rückten erst nach und nach in den Vordergrund. Die dunkelblauen Augen, der scharfe Schnitt des Gesichts und die asiatischen Merkmale. Das unglaublich lange, tiefschwarze Haar und diese Statur.

Er fühlte, wie sein Mund trocken wurde.

Scheiße.

Scheiße.

Verdammte Scheiße.

„Wonach suchst du?“, fragte der andere ungeduldig, die Arme immer noch verschränkt.

„Huh?“, Lavi blinzelte und versuchte, wieder in die Realität zurückzukehren. Er war ein einem Blumengeschäft. Mit einem unglaublich schönen Floristen. Er musste ihn unbedingt tätowieren, diese… „Oh, I-Ich… Ich habe… mich nur umgeschaut.“

Der Florist starrte ihn noch einen Augenblick an. Lavi hatte natürlich den abschätzenden Blick auf seine tattooübersähten Arme mitbekommen. Dann die gepiercten Ohren oder vielleicht seine roten Haare oder das eine Auge, bevor er sich umdrehte und sich ins Innere seines Ladens zurückziehen wollte.

"W-warte!", platzte es aus Lavi heraus, bevor er es verhindern konnte. "Ähm. Ähm. Ähm", er geriet leicht in Panik, als es wieder still im Laden wurde. "Ich... Ich möchte eine Blume."

Zum Glück verlor der Florist kein Wort über seine merkwürdige Aussage. "Was für ein Anlass?"

"Uh. Ähm...", seine Gedanken rasten, um etwas Plausibles zu finden. „Ein Freund hat geheiratet. Also... Ein Gratulationsstrauß vielleicht?“

„Budget?“

„Unter 20?“

„Irgendwelche Allergien?“

„Nicht, dass ich davon wüsste.“

Es schien nach dem perfekten und schlüssigen Anschluss, denn der Florist drehte sich wieder um. Doch dieses Mal schritt er die Reihen der Blumen ab, bevor er stoppte und einige aus einem Bündel zog. Lavi beobachtete ruhig, wie der langhaarige Mann sich bewegte, als wüsste er bereits ganz genau, was er benötigte. In wenigen Minuten kehrte er zum Ladentisch zurück, wo sofort geschickte Finger kunstvoll die Blumen arrangierte. Danach zog er etwas weißes Einschlagpapier heraus und band es schnell in einen adretten Strauß. Die Farben, die er ausgesucht hatte waren gedeckt, nicht das, was Lavi erwartet hatte. Doch irgendwie fühlte er sich beim Anblick des Verlaufs von Weiß zu sanften Pastelltönen seltsam glücklich.

„18 Pfund.“

Schon etwas teuer für die Größe, dachte Lavi. Doch er war ja auch nicht gerade ein Experte was Blumen anging. Er griff in seine Tasche und holte Portemonnaie hervor, nur um festzustellen, dass ihm die Scheine ausgegangen waren.

„Ah, akzeptierst du auch Karte?“

Mit einer gelangweilten Geste deutete der Schwarzhaarige auf den Kartenleser und Lavi steckte ohne zu zögern die Karte hinein. Dabei verschwendete er keinen Gedanken darin, dass er das Geld definitiv von seinen Lebensmitteleinkäufen für nächste Woche abziehen musste. Während er auf das Gerät wartete, blickte er wieder den Floristen an. Sein Blick glitt weiter zu dessen Hand, die ungeduldig auf dem Tisch tippte. Gott, sogar seine Finger sind lang und wunderschön. Und die Venen auf dem Handrücken...

„Wie heißt du?“, fragte er, bevor er sich selbst zurückhalten konnte. Doch machte sofort wieder einen Rückzieher. „Ich meine, diese Blumen sind toll und vielleicht kann ich noch einmal kommen, wenn ich wieder welche möchte?“

Der andere hob eine Augenbraue und deutete mit dem Daumen auf einen Stapel Visitenkarten, die vorne auf dem Ladentisch auslagen.

Er nahm sich hastig eine. „In Ordnung, danke.“

Doch bevor er noch einen Blick auf die Karte werfen konnte, war die Transaktion erledigt und ihm wurden die Blumen in die Hand gedrückt, bevor er überhaupt realisiert hatte, was passierte.

„Schönen Tag“, sagte der andere ohne viel Emotion.

„D-danke“, nickte er und nahm die Blumen fest in seinen Arm.

Lavi wollte noch bleiben, doch er wusste, dass es seltsam wäre. Also blickte er den Florist noch einmal an, doch dieser hatte sich bereits umgedreht und beschäftigte sich mit etwas anderem. Seine Finger schlossen sich fest um die Karte, während er hinausging. Die Hitze schlug ihm entgegen und brachte seine Haut zum Schwitzen, doch er achtete nicht darauf. Seine Augen waren auf den Druck der Karte gerichtet.

„Was ist der Anlass?“

„Hmmm?“, Lavi schaut abrupt beim Klang der Stimme auf. Tyki stand vor ihm. „Oh. Ähm... Nichts.“

Tyki betrachtete ihn ruhig, seine Zigarette lose im Mundwinkel. Der Rothaarige hielt inne, da sein Gegenüber nichts weiter tat, als ihn abschätzend zu mustern. Daher war er nicht darauf gefasst, als dieser ihm plötzlich die Karte aus der Hand zog.

„Hey...“

„Yu Kanda“, las der Portugiese vor und blickte dann auf die Blumen, die Lavi in der Hand hielt und zog die Karte darin heraus. „'Herzlichen Glückwunsch zur Hochzeit'. Wer hat geheiratet?“

„Ähm... ein Freund?“

Tyki blinzelte. „Hast du ernsthaft einen Blumenstrauß gekauft, weil du den Floristen heiß findest?“

„Was? Nein, das hab ich nicht!“, beklagte sich Lavi entrüstet und packte die Blumen fester.

„Also gut“, grinste der andere. „Welcher deiner Freunde hat geheiratet?“

„Du sagst das so, als würdest du alle meine Freunde kennen“, schnaufte Lavi. „Was du nicht tust!“

Tyki ignorierte ihn. „Jetzt bin ich aber gewaltig neugierig. Ich muss ihn mir ansehen.“

Lavi griff hastig nach dem Arm des anderen, bevor er gehen konnte. „Was? Nein! Das wäre auffällig.“

„Also hat es was mit dem Florist zu tun“, brummte Tyki herablassend und eine leichte Röte stieg in Lavis Gesicht. „Keine Sorge, ich nehme dir deinen zukünftigen Seelenverwandten nicht.“

„Fick dich, Mikk“, grollte Lavi, doch Tyki schüttelte ihn ab und ging zum Blumengeschäft. „Mikk...!“

Der Rothaarige biss sich auf die Unterlippe und ging draußen auf und ab. Doch er achtete dabei darauf, nicht zu nah am Laden vorbeizugehen, damit man ihn nicht sehen konnte. Das hingegen zerrte an seinen Nerven, denn er wollte wissen, was Tyki machte und er den Florist gerne noch einmal sehen würde. Yu Kanda. So ein schöner Name, seufzte er träumerisch in Gedanken und blickte zu dem Blumenstrauß, den er gekauft hatte. Scheiße, was würde er nun mit den Blumen machen?

Es quälte ihn lange genug, bis Tyki endlich aus dem Laden und auf ihn zu kam. Er trug eine einzelne weiße Rose zwischen seinen Fingern und grinste viel zu breit. Als er noch ein paar Schritte näher kam, brach der Portugiese in Gelächter aus, schüttelte seinen Kopf und gab Lavi einen mitleidiges Grinsen.

Lavi blickte ihn finster an. „Was?“

„Du bist erbärmlich“, sagte Tyki immer noch grinsend.

Der Rothaarige blickte auf die weiße Rose. „Du hast auch was gekauft.“

„Er ist ziemlich heiß“, Tyki zuckte mit den Achseln und gluckste dann, als er die Anspannung seines Gegenübers merkte. „Er gehört dir, Bookman, schau mich nicht so an. Du wirst mir jetzt also sagen, dass wir den Laden hier mieten sollen, richtig?“, er hob eine Augenbraue.

„I-ich habe nie gesagt...“

Tyki blickte ihn nur ausdruckslos an. „Du wolltest es tun, das weiß ich. Du möchtest das Objekt nur wegen dem heißen Nachbarn anmieten. Nun ja, du hast einen guten Geschmack. Auch wenn seine Persönlichkeit nicht gerade entgegenkommend ist.“

„Es ist nicht wegen ihm!“, beharrte Lavi schnaubend. „Der Ort ist gut, wir können damit arbeiten. Natürlich ist es nicht der Hauptanlaufspunkt für Laufkundschaft, aber wie viele Leute gehen wirklich an einem Tattooladen vorbei und sagen sich 'Hey, ich sollte mir heute wirklich ein Tattoo stechen lassen'?“, argumentierte er. „Wir arbeiten nur mit Terminen. Es ist etwas teurer, aber die Größe ist perfekt. Denk drüber nach, Mikk. Wir werden hier einige Jahre verbringen. Es ist eine Investition.“

„Bist du sicher, dass du dich derart in jemanden verknallen solltest, den du gerade erst getroffen hast?“

„Mikk!“

Tyki schnaubte amüsiert. „Es ist süß, wie durchschaubar du manchmal bist. In Ordnung“, er seufzte und steckte seine Hände in die Tasche. „Ich stimme aber nur unter einer Bedingung zu. Kauf mir die nächsten 2 Monate Mittagessen.“

„Du verdammter Ausbeuter“, Lavi verengte die Augen.

„Also?“

Vielleicht würde er sich damit ganz schön in die Scheiße reinreiten, doch daran verschwendete er in diesem Moment kaum einen Gedanken. „Ok.“

„Hervorragend“, nickte Tyki und schlug ihn leicht auf den Arm. „Na los, lass uns den Makler anrufen. Wir wollen doch dein Schicksal mit deinem Traummann nicht verpassen.“

Lavi trat nach Tyki, dabei klemmte er sich den Blumenstrauß jedoch vorsichtig unter den Arm, als sie gemeinsam die Straße hinuntergingen.
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