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Die Ungehorsame

von Silvaria
GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P16
Aris Jones Minho Newt OC (Own Character) Thomas
15.11.2015
13.02.2017
90
100.686
20
Alle Kapitel
149 Reviews
Dieses Kapitel
11 Reviews
 
 
15.11.2015 922
 
Das ist meine erste Maze-Runner-FF und ich habe viel daran herumefeilt bis das erste Kapi hochladefertig war. Seid also nicht so streng zu mir. Das erste Kapitel ist noch etwas kurz, aber es werden längere kommen, Ehrenwort!
Da ich über die ganzen namenlosen Lichter und die Geschichte der Lichtung nicht so viel rausfinden konnte, habe ich hier meine Fantasie spielen lassen. Falls ihr Verbesserungsvorschläge habt, freue ich mich sehr, sie zu lesen, ihr könnt sie ja einfach in die Reviews schreiben.
Ich widme die Story im Übrigen meinen momentanen Lieblingsautoren mazerunnernewt, Schimmersee77, Schattenglut und, natürlich, chrissy45.
Joah... ich hoffe, man liest und schreibt sich!
GGGGLG Silver


"Was für ein beklonkter Ort ist das hier?"


Sie wusste nicht, was beunruhigender war: Ohne Erinnerungen aufzuwachen oder die Tatsache, dass sie zwischen etwa dreißig Jungen lag. Eigentlich war keins von beidem besonders schön.
Sie setzte sich auf. Unter ihr befand sich eine Art weiße Metallplatte, wie eine Falltür in Extragroß. Sie schaute sich um. Die jüngsten der Jungs waren schätzungsweise um die zwölf, die Ältesten mussten etwa fünfzehn sein.
„Was zur verklonkten Hölle?“, murmelte sie und ging ein paar Schritte. Sie beschattete ihre Augen mit einer Hand und blinzelte ein paar Mal. Es machte sie nervös, dass sie sich nicht an ihren Namen, ihr Familie oder irgendetwas anderes erinnern konnte – nicht mal ihre Stimme oder ihr Gesicht – aber Panik verspürte sie nicht. Müsste sie nicht panisch sein? Kreischen, weinen, total ausrasten?
Erneut blickte sie sich um. Wo die Falltür endete, begann eine Wiese. Saftiges hellgrünes Gas, das sich so weit wie mehrere Fußballfelder erstreckte, bis zu hohen Betonmauern. Sie waren vielleicht fünfzehn bis zwanzig Meter hoch und efeubewachsen. Außerdem war da ein Wald und eine Art sehr schief zusammengebautes Gehöft, ein Stall (zumindest hielt sie ihn dafür; sie hörte Ziegen meckern und Hühner gackern) und riesige Löcher, die die Mauern durchbrachen wie Tore.
„Was für ein beklonkter Ort ist das hier?“, murmelte sie.
Neben ihr regte sich einer der Jungen. Er sah asiatisch aus und musste zwischen vierzehn und fünfzehn Jahren alt sein. Er drehte sich vom Bauch auf den Rücken, blinzelte in die Sonne und gähnte. In dem Moment, in dem sie sein Gesicht sah, machte irgendetwas Klick in ihrem Gehirn. Sie kannte diesen Jungen!
„Du bist Minho!“, rief sie aus. „Du bist mein Bruder! Ich meine, mein Adoptivbruder! Und ich hab absolut keine Ahnung, woher ich das weiß.“
Der Junge rappelte sich auf. „Und du bist Hannah“, sagte er. In dieser Sekunde erinnerte sie sich auch schon selbst an diesen Namen. Doch mehr wollte ihr nicht einfallen. Da war nichts weiter. Minhos Gesicht, zwei Namen, die Gewissheit, dass er ihr Bruder war, sonst nichts.
„Weißt du, wo wir hier sind?“, fragte Minho. Hannah schüttelte den Kopf. „Absolut keine Ahnung. Komm, wir wecken erstmal die anderen auf, und dann…“
„Einen habt ihr schon geweckt“, sagte eine Stimme hinter ihnen. Da stand ein Junge mit rotbraunen lockigen Haaren, etwa so alt wie Minho. Seine braunen Augen funkelten und er sprach mit starkem Akzent.
„Ich bin Newt“, sagte der Junge und runzelte die Stirn. „Aber… an mehr erinnere ich mich nicht. Keine verdammten Erinnerungen, kein verdammtes Garnichts!“
„Wir wissen auch nicht mehr als du“, antwortete Hannah.

Gemeinsam weckten sie die anderen. Je mehr Jungs wach waren, umso lauter wurde das Stimmgewirr auf der Lichtung, wie Hannah diesen seltsamen Ort in Gedanken getauft hatte. Irgendwann ergriff einer der älteren Jungs das Wort. Er hatte dunkelbraunes Haar und musste schon älter als sechzehn sein.
„Okay, Leute, mag sein, dass das alles voll verwirrend ist, aber von Rumschreien wird’s auch nicht besser!“
Alle verstummten. Hannah spürte Respekt für den Jungen.
„Ich bin Nick“, rief der Junge jetzt. „Und ansonsten weiß ich nichts. Scheint euch ja auch so zu gehen. Also sitzen wir alle im selben Boot.“
„Genau!“, rief ein dunkelhäutiger Junge. Hannah hatte gehört, wie er sich einem anderen als Alby vorgestellt hatte.
„Wir müssen uns zusammenreißen, ihr Neppdeppen!“, rief Alby. „Nick hat Recht, was bringt es uns zu heulen? He? Nichts!“
Viele der Jungen murmelten zustimmend oder nickten.
„Okay“, sagte Nick. „Ich schlage vor, wir teilen uns auf. Immer drei Leute, dann müssten wir zehn Gruppen haben.“
„Rechengenie!“, höhnte ein schwarzhaariger Junge neben Hannah. Er hieß Alec, wenn sie sich richtig erinnerte.
„Halt dein Klonkmaul“, knurrte sie zurück. Er musterte sie. „Heyhey, ein Mädchen!“, lachte er spöttisch. „Wer auch immer uns hergeschickt hat, immerhin hat er an Beschäftigung gedacht!“
Hannah spuckte ihm vor die Füße und drängte sich durch die ganzen Jungen, hin zu Minho und Newt.
„Ein Idiot lebt hier schonmal“, brummte sie und wies mit dem Kopf Richtung Alec. Minhos Augen verengten sich. „Was hat er gesagt?“
„War nicht so wichtig“, behauptete Hannah. Dann erhob sie die Stimme.
„Am besten, wir gehen taktisch vor. Wir müssen nach den wichtigen Sachen suchen. Ob es Essen gibt, trinken, Strom, Wasser, das alles.“
„Gute Idee“, meinte Nick. Er nickte Hannah anerkennend zu. „Ihr habt es gehört!“, rief er dann. „Zwei Gruppen suchen nach Strom, zwei nach Wasserleitungen, zwei nach Verpflegung. Die anderen erkunden diese Lichtung hier. Aber geht erstmal nicht weiter als bis zur Mauer. Wir wissen nicht, was dahinter liegt.“
„Wer hat dich zum Anführer ernannt?“, rief Alec. Nick sah ihn ernst an. „Keiner.“
„Doch!“, widersprach Alby. „Ich!“
„Ich auch“, sagte Hannah sofort.
„Ich auch“, stimmte Minho zu.  Newt und fast alle andere Jungen stimmten ebenfalls zu. Nur Alec und sieben andere blieben übrig.
„Klarer Fall von überstimmt“, meinte Nick, immer noch seelenruhig. „Okay, dann los!“

Music: Outer Space - Antonio Pinto
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