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Hotelschulden sind Ehrenschulden

GeschichteAbenteuer, Humor / P6 / Gen
Elwood Blues Joliet Jake Blues
14.11.2015
14.11.2015
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Jake Blues war in der Dunkelheit nahezu nicht zu erkennen. Wie ein Camouflage-Muster passte sich sein schwarzer Anzug, der schwarze Hut und die dunkle Sonnenbrille der Nacht an und ließ ihn fast gänzlich darin verschwinden. Nur das Glimmen des Zigarettenstummels in seinem Mundwinkel verriet, dass jemand vor der kleinen Baumreihe stand und seine Umgebung schweigend beobachtete.
Ein verräterisches Knacken zu seiner Linken kündigte Gesellschaft an.
„Du hast lange gebraucht“, stellte Jake kühl fest und nahm einen weiteren Zug von seiner Zigarette.

„Ich bin größer als du“, antwortete Elwood grinsend und strich sein Jackett glatt. „In meine Blase passt mehr rein als in deine.“

Jake warf seinem Bruder einen vielsagenden Blick zu, der allerdings aufgrund der Sonnenbrille seine Wirkung verfehlte. „Lass uns gehen!“

Nur wenige Meter entfernt war der schwarze Cadillac geparkt, auf dessen Seite in weißen Lettern die Aufschrift `Bluesmobile´ zu lesen war. Das Schlagen der Türen und das Heulen des Motors klangen unnatürlich laut in der Dunkelheit, als die beiden einstiegen und Elwood den Wagen zurück auf die Interstate-Straße lenkte.

„Wo fahren wir jetzt hin?“, fragte er und rückte seine Sonnenbrille zurecht, die er trotz der Dunkelheit nicht abzunehmen gedachte. „Direkt nach Chicago? Die Band ist sicherlich schon da. Murphy  hat ein Hotelzimmer organisiert. Wir könnten sicher bei ihm mit unterkommen.“

Jake sah aus dem geöffneten Fenster, blies eine Rauchwolke in die Nacht hinaus und schwieg einen Moment. „Nein“, gab er schließlich zurück. „Wir können es uns nicht leisten, noch ein Hotelzimmer zu verwüsten. Das gestern Abend hat gereicht. Wahrscheinlich haben sie Halls  Mageninhalt noch immer nicht aus dem Teppich raus bekommen.“

Elwood verzog die Mundwinkel zu einer halbwegs reumütigen Grimasse. „Wo fahren wir dann hin?“

„In ein paar Meilen kommt eine Tankstelle“, antwortete der Ältere.

„Wir müssen noch nicht tanken“, meinte Elwood und lehnte sich gemütlich in seinem Sitz zurück.

Jake schüttelte den Kopf und schnippte seinen Zigarettenstummel aus dem Fenster. „Wir werden auch nicht tanken.“

Verständnislos sah Elwood seinen Bruder an. „Was wollen wir dann da? Dein Zigarettenvorrat auf der Rücksitzbank reicht von Los Angeles nach New York und wieder zurück. Der Caddy hat deswegen hinten schon eine Achslast zu schieben, die so manchen Stoßdämpfer zum Weinen bringen könnte.“

„Liegt bestimmt an unseren schweren Instrumenten“, meinte Jake abweisend und angelte nach der Schachtel in der Innentasche seines Jacketts.

Der Fahrer warf ihm einen misstrauischen Blick zu. „Jake, du bist Sänger und ich spiele Mundharmonika.“

Ein Lächeln zuckte um die Mundwinkel seines Bruders. „Fahr einfach zur Tankstelle!“

Für ein paar Meilen saßen die beiden schweigend nebeneinander, während der Cadillac über die Interstate fuhr und die kühle Nachtluft durch die offenen Fenster zog.

„Du willst den Laden doch wohl nicht ausnehmen ?“, fragte Elwood schließlich in die Stille hinein, ohne seinen Blick von der Straße zu nehmen.

Jake legte den Kopf etwas schief. „So würde ich das nicht nennen“, begann er, wurde jedoch von seinem Bruder unterbrochen: „Vergiss es, Junge! Das können wir nicht machen!“

Beschwichtigend legte Jake seinem Bruder die Hand auf die Schulter. „Keine Panik, ich gehe nur rein und borge mir ein bisschen was aus der Kasse. Je nachdem wie gut der Tag gelaufen ist, wird es vielleicht gar nicht auffallen.“

Elwood sah mit gequältem Gesichtsausdruck nach rechts. „Ich weiß nicht. Wir können doch das Geld nehmen, das wir bei unserem letzten Auftritt verdient haben. Wir haben es immer noch nicht an die Band verteilt .“ Er atmete einmal tief ein und aus. „Der Pinguin  hat uns nicht zu Dieben erzogen, Jake. Und was ist mit Curtis ? Denk mal an ihn! Er würde sicher nicht wollen, dass wir Geld stehlen.“

„Wer sagt denn was von stehlen?“, meinte Jake fürsorglich und verstärkte seinen Griff um Elwoods Schulter. „Ich habe gesagt, ich borge mir etwas. Nach unserem Auftritt übermorgen Abend bringen wir das Geld wieder zurück und alles ist gut. Das, was wir letzte Woche verdient haben, reicht sowieso hinten und vorne nicht, um für letzte Nacht aufzukommen.“

Wirklich überzeugt sah der jüngere der beiden Brüder nicht aus, doch er gab ein brummendes Geräusch von sich, das sein Gesprächspartner als Zustimmung wertete.

„Entspann dich“, meinte Jake und nahm einen weiteren Zug an seiner Zigarette. „Alles was du zu tun hast, ist den Wagen in der Nähe des Eingangs abzustellen und den Motor laufen zu lassen. Sobald ich komme, hauen wir ab und die Sache ist gelaufen.“

Elwood zog die Schultern hoch und veranlasste seinen Bruder damit, ihn loszulassen. „Ich weiß nicht“, wiederholte er. „Es fühlt sich nicht richtig an, sowas zu tun. Ich meine, wir müssen auch an unser Seelenheil  denken, weißt du.“

Jakes übertriebenes Augenrollen wurde von der Sonnenbrille verdeckt. „Jesus Christus, was ist denn mit dir auf einmal los? Seelenheil? Sowas hab ich ja noch nie von dir gehört.“

Elwood zuckte schon fast entschuldigend mit den Schultern. „Naja, ich meine, der Pinguin hat uns ja immer gepredigt, dass wir uns rechtens verhalten sollen, um unsere Seele für die Ewigkeit vorzumerken. Ehrlichkeit und Gerechtigkeit und sowas.“

„Aber genau darum geht es ja“, erklärte Jake mit übertriebenem Enthusiasmus und hob die Hände, um seine Worte zu unterstreichen. „Es ist nicht gerecht, dass das Hotel Unkosten hat, weil wir es uns gestern ein bisschen zu gut haben gehen lassen. Wir sind es dem Hotel schuldig, für den Schaden aufzukommen, den wir verursacht haben. Und nach dem Auftritt haben wir das Geld ehrlich verdient, geben es zurück und alle sind glücklich.“ Mit entschlossenem Blick sah er Elwood an. „Alles klar?“

„Alles klar“, bestätigte dieser nach einem Moment des Zögerns.

Zufrieden lehnte Jake sich wieder zurück, sah aus dem Fenster und blies Rauch in die dunkle Nacht. Er hatte von Anfang an gewusst, dass Elwood die Sache mit ihm durchziehen würde. Denn genauso wie er für seinen Bruder durchs Feuer gehen würde, tat dieser das auch. So war es schon immer gewesen.

Sobald besagte Tankstelle in Sicht kam, verlangsamte Elwood das Tempo und rollte schließlich auf einen Parkplatz, der etwas abseits der Zapfsäulen stand. Er parkte den Wagen rückwärts an einen weißen Chevrolet, bereit so schnell wie möglich wieder verschwinden zu können.

„Perfekt, nur ein Auto. Das heißt, außer dem Verkäufer ist niemand anderes hier“, meinte Jake zufrieden. „Ich hab schon eine Idee.“ Er wandte sich noch einmal zu seinem Bruder um. „Okay, du wartest hier. Ich bin gleich wieder zurück.“

„Und was, wenn nicht?“, fragte Elwood.

„Was soll denn das heißen?“, fragte Jake und sah ihn an, als wäre er soeben beleidigt worden.

Elwood nickte in Richtung der Tankstelle. „Was ist, wenn du nicht gleich wieder zurück bist? Was ist, wenn irgendwas schief geht?“

„Dein Vertrauen ich mich ist wirklich grenzenlos“, brummte Jake und schnippte einen weiteren Zigarettenstummel aus dem Fenster. „Keine Angst, es wird nichts schief gehen.“

Und ohne einen weiteren Augenblick zu vergeuden, stieg der ältere der beiden Brüder aus, schlug die Autotür hinter sich zu, schob sich die Krawatte zurecht und marschierte zielstrebig auf das Gebäude hinter den Zapfsäulen zu. Wie abgemacht, blieb Elwood bei laufendem Motor im Cadillac sitzen und sah seinem Bruder hinterher.

Die helle Beleuchtung im Verkaufsraum blendete Jake in den Augen, obwohl er diese durch seine Ray-Ban abgedeckt hatte. Innerhalb weniger Sekunden hatte er sich einen Überblick über den Laden verschafft und festgestellt, dass der pickelige Junge hinter dem Tresen, auf dessen Shirt der Name `Greg´ zu lesen war, wohl kein allzu großes Hindernis darstellen würde. Mit etwas Glück hatte er die ganze Sache in zwei Minuten hinter sich gebracht. Er griff nach den verbliebenden beiden Stangen Chesterfield im Regal und ging voller Selbstsicherheit zu dem Verkäufer.

„Guten Abend“, grüßte er das Pickelgesicht mit übertriebener Freundlichkeit und lehnte sich betont entspannt auf den Tresen.

„Hi“, antwortete Greg unsicher und bestaunte Jakes Outfit mit großen Augen.

Dieser grinste. „Ich habe gesehen, dass nur noch zwei Stangen dieser Glimmstängel hier rumliegen. Sei doch bitte so gut und hol mir noch mal ein paar aus dem Lager, Kleiner.“

Das Pickelgesicht – er konnte kaum älter als sechszehn Jahre alt sein – nickte kurz, angelte nach einem Schlüsselbund, der an seiner Jeans befestigt war, und entriegelte damit die Tür, die allem Anschein nach zum Lager führte. Mit einem Lächeln, das freundlicher nicht hätte sein können, zeigte Jake ihm, dass er hier warten würde.

Doch sobald die Tür hinter dem jungen Verkäufer ins Schloss gefallen war, fiel seine sanftmütige Fassade. Aus dem Stand heraus sprang er über den Tresen und machte sich an der elektronischen Kasse zu schaffen. Das Klingen, mit dem sich die Schublade öffnete, klang wie ein wunderschönes Zusammenspiel einer Gitarre und Mundharmonika in seinen Ohren und das Rascheln der Scheine in seinen Händen, vollendete die Harmonie wie ein Rod Stick auf der Snare Drum.
„You can call it what you want but I call it messin´ with the kid “, summte er voller Euphorie vor sich hin und begann, sich die Scheine in die Taschen zu stopfen.

„Nicht ganz. Sie haben mich keine Sekunde an der Nase herumgeführt.“ Das Klicken eines Gewehrlaufes riss Jake aus seiner guten Laune.

Vorsichtig sah er von seiner Arbeit auf, nur um direkt in die Augen des junge Mannes zu sehen, der vor wenigen Sekunden noch im Lager verschwunden war. Die doppelläufige Schrotflinte in seiner Hand war direkt auf Jakes Brust gerichtet und zitterte leicht.

„Okay, okay, ganz ruhig bleiben“, meinte Jake, wobei nicht ganz klar war, ob er damit das Pickelgesicht oder sich selbst zu beruhigen versuchte.

„Gehen Sie da weg!“, kommandierte Greg mit leichter Hysterie in der Stimme und ließ das Gewehr kurz zur Kasse und wieder zurück zucken.

Die Geldscheine noch immer zwischen den Finger, hob Jake die Hände und trat ein paar Schritte zurück. „Alles klar, kein Problem. Ich mach was du willst, aber pass bloß auf mit diesem Ding. Die haben manchmal die Angewohnheit loszugehen und die Sauerei will dann bestimmt wieder keiner weg machen.“

Sein kläglicher Versuch, aus dieser Situation mit Humor herauszukommen, war gescheitert. Doch wenn es eine Person gab, die noch nervöser war, als Jake Blues dann war es das junge Pickelgesicht, das ohne ein weiteres Wort zu sagen, vor ihm stand. Seine Augen flackerten hastig durch den Raum und schon alleine sein stoßweißer Atem, zeigte deutlich, dass er sich hilflos überfordert fühlte.

„Hör mal, so kommen wir nicht weiter“, meinte Jake und ließ die Hände langsam sinken. „Was hältst du davon, wenn ich jetzt einfach gehe und wir so tun, als wäre das alles niemals passiert?“

Greg schüttelte den Kopf. „Die Tankstelle gehört meinem Onkel. Er vertraut darauf, dass ich hier aufpasse.“

„Dein Onkel?“, echote Jake, steckte die Geldscheine beiläufig in die Tasche und kramte abermals nach seiner Zigarettenschachtel. „Ich verstehe natürlich, dass du ihn nicht enttäuschen willst. Aber er muss ja nichts von meinem kleinen Besuch hier wissen.“ Verschwörerisch zwinkerte er Greg zu. „Willst du auch eine?“, fragte er und hob eine der Zigaretten in die Höhe.

Abermals schüttelte Greg den Kopf, den Gewehrlauf weiterhin auf sein Gegenüber gerichtet. „Ich rauche nicht.“

Jake nickte, während er sich den Glimmstängel zwischen die Lippen steckte und nach seinem Feuerzeug kramte. „Das ist gut. Rauchen gefährdet die Gesundheit.“

Als er seine Hand wieder aus der Tasche zog, hob der Greg den Lauf der Flinte automatisch ein wenig höher und begann wieder zu zittern. Mit langsamen Bewegungen zeigte Jake ihm das silberne Zippo und zündete seine Chesterfield an. „Du bist ganz schön nervös für einen Typen, der hier alleine nachts arbeitet.“

Gregs Lippen wurden schmal wie Schlitze, so fest presste er sie aufeinander bevor er antwortete. „Das ist meine erste Nachtschicht. Mein Onkel wollte, dass …“

Doch weiter kam er nicht mit seiner Erklärung. Jake hatte mit einer schnellen Bewegung, die Kasse vom Tresen gehebelt und in Richtung des jungen Mannes geworfen. Mit einem lauten Scheppern fiel diesem das Gewehr aus der Hand und landete gemeinsam mit den verbliebenen Münzen und der Geldschatulle auf dem Boden.

Erschrocken schrie Greg auf und fiel rücklings um. Jake hingegen nutzte seine Gelegenheit und schwang sich mit einer Eleganz, die man einem Mann mit seiner Statur kaum zugetraut hätte, über den Tresen. Hastig trat er die Flucht in Richtung der Tür an, allerdings nicht ohne hinter ihm noch zwei Regale umzuwerfen, um das Pickelgesicht an einer schnellen Verfolgung zu hindern.
Kaum hatte er die Tür erreicht, fiel der erste Schuss und die Scheibe neben dem Ausgang zersplitterte in tausend Einzelteile. Mit eingezogenem Kopf und glimmendem Nikotinstummel in der Hand rannte Jake förmlich um sein Leben.

Auch Elwood hatte inzwischen bemerkt, dass der Plan seines Bruders nicht aufgegangen war und fuhr ihm mit quietschenden Reifen entgegen, während zwei weitere Schüsse fielen, die noch mehr Glas zu Bruch gehen ließen.

„Tritt drauf!“, schrie Jake schon beim Öffnen der Tür, warf die Zigarette hinter sich und ließ sich in den Sitz fallen. Die Tür schlug automatisch hinter ihm zu, als Elwood eine scharfe Wendung durchführte und den Cadillac wieder auf die Interstate lenkte.
Der Motor des weißen Chevrolets heulte hinter ihnen auf und nach einem kurzen Blick in den Rückspiegel wussten die beiden Brüder, dass Greg die Verfolgung aufgenommen hatte.

„Was zur Hölle ist passiert?“, wollte Elwood wissen und trieb die Tachonadel in die Höhe. „Ich dachte, es wird nichts schief gehen.“

Jake atmete keuchend aus. „Konnte ja keiner wissen, dass der junge Kerl meint, zu Tex Avery mutieren zu müssen. Eigentlich …“

Ein lauter Knall unterbrach seine Erzählung. Das Innere des Wagens wurde für einen Moment in hellen Orangetönen ausgeleuchtet und eine Welle warmer Luft schob sich über den Cadillac hinweg. Dunkle Rauchwolken stiegen aus den Flammen empor und züngelten über dem Gebäude, in dem Jake und Greg sich vor wenigen Augenblicken noch gegenüber gestanden waren.

Der Chevrolet hinter ihnen kam mit quietschenden Reifen auf der Straße zum Stehen und die beiden Brüder wussten sofort, dass die Verfolgungsjagd hiermit beendet war. Das Pickelgesicht namens Greg hatte jetzt ganz andere Probleme, als einen flüchtigen Ladendieb zu erwischen, der die Interstate entlang raste.

„Hast du etwa …?“, fragte Elwood mit ruhiger Stimme.

„Ja“, antwortete Jake sofort und starrte mit emotionsloser Miene geradeaus.

Einen Moment schwiegen die beiden und fuhren mit hundert Meilen pro Stunde die Straße entlang. „Rauchen an Tankstellen ist verboten“, informierte Elwood seinen Bruder schließlich unnötigerweise.

„Die gesetzliche Höchstgeschwindigkeit zu überschreiten auch“, gab Jake trocken zurück, woraufhin Elwood etwas vom Gas ging und die Tachonadel nach unten wanderte.

„Hast du es geschafft?“, wollte der Fahrer schließlich nach einem Moment des Schweigens wissen.

Mit einem dicken Grinsen im Gesicht holte Jake demonstrativ die Geldscheine aus der Tasche seines Jacketts und ließ sie wie einzelne Schneeflocken vor sich in den Fußraum fallen.

Auch Elwood schmunzelte. „Na, dann hat sich die Aktion ja doch gelohnt. Obwohl …“

„Obwohl was?“, fragte Jake argwöhnisch nach und hob eine Augenbraue.

„Wenn wir mit dem Geld von der Tankstelle das Hotel bezahlen und mit dem Geld vom nächsten Auftritt die Band …“, begann Elwood und kratzte sich nachdenklich am Kopf. „Mit welchem Geld zahlen wir dann den Schaden an der Tankstelle?“

Jake stöhnte. „Mit gar keinem. Das war ein Unfall. Der Laden ist sicherlich versichert und wird von Grund auf neu aufgebaut. Wahrscheinlich sieht die Tankstelle hinterher besser aus als vorher.“

Ein breites Grinsen umspielte die Lippen seines Bruders, als er zynisch antwortete. „Du weißt doch, Jake. Es geht mir nur um unser Seelenheil.“

Mit ausdrucksloser Miene sah Jake seinen kleinen Bruder an. „Weißt du was? Manchmal hast du eine Art, dass man laufend kotzen könnte.“
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