Just another Lovestory

GeschichteAbenteuer, Romanze / P18
Hitsugaya Toushirou OC (Own Character)
13.11.2015
22.09.2019
31
56947
9
Alle Kapitel
18 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 Datenschutzinfo
 
 
Hallo und einen fröhlichen Freitag den 13. euch allen!

hier ist meine neue FF (mal wieder mit Toshiro) die momentan noch den Arbeitstitel "Just another Lovestory" trägt.
Ich hoffe sehr, dass euch das erste Kapitel gefallen wird und ihr mir vielleicht den ein oder anderen Review da lasst :3

Viel Spaß beim lesen!

LG
Kuraiko
__________________________________________________________________________________________

Just another Lovestory

Es war eine stürmische Nacht, in der sie das Licht der Welt erblickte. Kaum, dass sie auf der Welt war, klärte sich der Himmel wie durch ein Wunder, die Wolken verzogen sich und die Sonne ging strahlend über Seireitei auf.
Ihre Eltern nannten sie daher Sora.
Das Mädchen wurde in die Takatsukasa Familie hinein geboren als zweites Kind von Rin und Daisuke Takatsukasa.
Die Familie gehörte zu den hoch angesehenen, alten Adelsfamilien und folgte in ihrem Rang direkt auf die großen vier Häuser.

Kapitel 1: Das Privileg des Adels

„Ich will aber!“, das Mädchen stampfte auf, schob ihre Unterlippe so weit vor, wie sie es eben schaffte und verschränkte böse dreinblickend die Arme: „Rukia-Sama durfte Shinigami werden!“
Streng setzte ihr Vater an: „Sora Kyoko Takatsukasa, was glaubst du eigentlich, mit wem du hier sprichst? Ich bin dein Vater, nicht dein Diener.“
„Aber Vater!“, sie warf ihre ebenholzfarbenen Locken zurück, die ungebändigt über ihre Schultern fielen. Ihr Haar erinnerte ihn immer sehr an das seiner verhassten Schwester- die Locken waren eindeutig kein Kuchiki-Erbe. Genau wie ihre feurigen, gelben Augen. Sie war das zweite Kind von ihm und seiner Frau Rin, die ihrerseits eine geborene Kuchiki und Tochter von Ginrei war.
Natürlich war Sora für die Familie eigentlich unwichtig- wenn sie Glück hätten, würden sie es schaffen, das bockige Mädchen mit einem angesehenen Adelssohn zu verheiraten und daraus Profit schlagen. Aber dennoch bedeutete sie ihrem Vater etwas... zumindest mehr, als in einer solchen Familie normal gewesen wäre, immerhin zählte nur der männliche Erbe.
„Es tut mir leid, Prinzessin, aber das ist viel zu gefährlich“, sanft tätschelte er ihre Schulter und ihr blasses, puppenhaftes Gesicht wurde weicher: „Aber Vater, Sie müssen sich doch keine Sorgen um mich machen! Ich würde natürlich zu Byakuya-Sama gehen und er würde mich sicherlich niemals einer Gefahr aussetzen, immerhin ist er doch mein Cousin....bitte?“
Das Mädchen gab sich Mühe, möglichst süß und hinreißend mit den Wimpern zu klimpern, weshalb er sich mit einem Seufzen ergab: „Ich frag Frau Mama, in Ordnung? Und wenn sie ja sagt, dann musst du eh erst einmal einen Test bestehen. Wenn du nämlich nicht genug Reiatsu hast, wird daraus gar nichts.“
„Super, Danke! Sie sind der beste Vater der Welt!“, überglücklich warf sie sich an den Hals des Mannes, wobei sie seinen sorgsam drapierten Kimono ins Rutschen brachte. Vorsichtig, damit er nicht noch mehr Schaden anrichtete, erwiderte Daisuke die überschwängliche Umarmung: „Na, der bin ich erst, wenn ich Frau Mama davon überzeugen konnte.“
„Nein, das sind Sie schon, weil Sie Frau Mutter überhaupt fragen“, entgegnete das Mädchen, während es von dem Brünetten abließ und zupfte ihren pastelrosanen Kimono wieder zurecht, wobei die Glöckchen an ihrem Blumenhaarschmuck aneinander stießen und leise erklangen.
„Aber jetzt musst du lernen gehen“, forderte er seine Tochter sanft auf: „Das muss man als Shinigami auch. Besonders am Anfang in der Akademie.“
Eifrig nickte die Kleine.
Flausen, schoss es ihm noch durch den Kopf, als er ihr nachsah, nichts als Flausen, aber sie hält das sowieso nicht lange aus, an der Akademie.
Sie war inzwischen 127 Jahre alt und damit hatte sie bald das optimale Alter zum heiraten, bis dahin musste diese Shinigamiphase vorbei sein. Also nahm er sich ein Herz und stürzte sich ins Wortgefecht mit seiner Frau.
Keine zwei Tage später stand Sora in ihrem Einzelzimmer in der Akademie und dirigierte die Diener wie ein gut zusammenspielendes Orchester. Am nächsten Tag würde das neue Schuljahr beginnen.
„Das bitte da drüben hin- oh vorsichtig damit! Das ist zerbrechlich“, durch das Wirrwarr entdeckte sie ihren Vater: „Oh, Vater!“, erfreut bahnte sie sich seinen Weg zu ihm und grinste ihn an: „Ich bin schon ganz aufgeregt!“
„Ich weiß, Prinzessin“, er sah sich um. Der Raum war der größte, den die Akademie zu Verfügung stellen konnte, aber er fand ihn dennoch klein.
„Und du bist dir ganz sicher, dass du hier wohnen willst? Ohne Diener?“, hakte Daisuke noch einmal nach, aber das Mädchen winkte fröhlich ab: „Wozu hab ich denn Kochen gelernt, wenn nicht hierfür? Ich werde das schon meistern, Vater. Ich denke, ich werde sogar einige Teezeremonien ausrichten, immerhin sind auch andere junge Adlige an der Schule und es wäre eine wunderbare Gelegenheit, die Beziehungen zu den einzelnen Anwärtern zu vertiefen.“
„Das fürchte ich“, murmelte er mehr zu sich selbst und zu seinem Glück überhörte Sora ihn tatsächlich- sie war viel zu sehr damit beschäftigt, sich ein zu richten. Eigentlich wollte er seine Kleine noch nicht verheiraten, aber seine Frau sah das ganz anders. Schon jetzt feilschte sie mit anderen Familien und versuchte Sora mit dem neuen Oberhaupt des Shihōin-Clans zu vermählen- sicher, es wäre eine gute Partie und würde ihre Tochter in einen noch besseren gesellschaftlichen Status heben und der Familie selbst einen weiteren Zugang zu den großen vier Häusern geben- aber er wollte seine Prinzessin nicht in eine ebenso lieblose Ehe schicken, wie seine es war.
Die Dienerschar löste sich nach und nach auf und er setzte sich an den großen Schreibtisch, um von dort aus seine Tochter zu betrachten. Sora war noch klein, genauer gesagt sehr klein, vielleicht inzwischen an die 1,20m groß. Ihre Gestalt war zierlich und grazil, fast schon elfenhaft. In der rot-weißen Uniform der Akademie schien sie regelrecht unter zu gehen. Gerade streckte sie sich, um ihren Hakamastapel in eines der oberen Schrankfächer zu stopfen, erreichte dieses aber nicht. Mit einem Seufzen fragte der Mann: „Sora, was tust du da? Stapel die Hakama doch zusammen mit den Oberteilen, die oberen Fächer des Schrankes kannst du doch gar nicht benutzen.“
Sie warf ihm einen beleidigten Blick über die Schulter zu, folgte jedoch seinem Rat mit einem unglücklichen: „Ja, Vater.“
Dann schlug sie die Türen zu, drehte sich zu ihm und lächelte verlegen: „Vater, wie Sie wissen, fängt der Unterricht morgen an. Ich würde gerne bereits in den Büchern lesen, würden Sie mich in die Bibliothek begleiten?“
Sanft erwiderte er das Lächeln: „Tut mir leid, das darf ich nicht. Aber ich begleite dich gerne soweit ich kann.“
Hinter ihnen schloss das Mädchen die Tür ab und sie schlenderten über das Gelände der Akademie. Einige Schüler begegneten ihnen auf dem Weg und sahen die beiden schräg an. Vor der Bibliothek verabschiedeten sie sich schließlich voneinander.
Mit einem unguten Gefühl betrat Sora das große Gebäude. Es war fast leer, sie konnte nur zwei Schüler ausmachen. Das Mädchen sah auf, ihr Haar war abrasiert und eine lange Narbe zog sich über ihr Gesicht. Kurz begegneten sich ihre Blicke, dann widmete sich die Schülerin wieder ihrer Lektüre- soweit Sora es erkennen konnte hieß das Buch „Leseübungen für Anfänger“. Verwirrt ging sie vorbei und spielte nervös an ihrem Haar.
Flüchtig überflog sie die Titel der Bücher in dem Regal, an dem sie gerade vorbeiging, bis ihr eines auffiel: „Grundlagen für Shinigami“. Vorsichtig zog sie das Buch heraus und las das Inhaltsverzeichnis, es hörte sich nach genau dem an, was sie brauchte. Noch während sie da stand und las, rempelte sie plötzlich jemand an. Sora stolperte, fiel und landete auf den Knien.
„Hey, pass doch auf, Püppchen“, knurrte ein blonder Junge, der nun von oben verächtlich auf sie herab sah: „Kleinkinder sind hier doch gar nicht erlaubt.“
Wütend schnaubte sie: „Was fällt dir ein, dich derart anmaßend zu verhalten!“
Der Junge zog die Augenbrauen hoch: „Ach, du glaubst vielleicht, dass du was besonderes bist, Adelspüppchen, aber ich sag dir jetzt mal was, die Akademie gehört dir nicht.“
Sora rappelte sich auf und wandte sich mit hochrotem Kopf um, nur um zu sehen, dass das Mädchen mit der Narbe gegen das Regal lehnte und sie verächtlich ansah.
„Lass  mich durch“, forderte die Braunhaarige mit strenger Stimme und machte sich gerade, aber die Schülerin machte keine Anstalten sich zu bewegen, sie lächelte nur spöttisch und fragte: „Vielleicht kann dein Papi dir ja kaufen, dass ich dich durchlasse.“
„Dann kann er auch direkt Händchen halten und dir einen Platz in den Gotei 13 kaufen, so läuft das doch, oder?“, ergänzte der Junge hinter ihr und lehnte sich von hinten auf die schmächtige Gestalt, die erschrocken quietschte: „Fass mich nicht an!“
„Uh, eine Pöbelallergie?“, die Glatzköpfige packte sie unsanft am Kragen und beugte sich zu Sora herunter: „Wir wollen doch nur, dass du verstehst, dass das hier kein Spaziergang für dich wird...außer natürlich, du lässt entsprechende Scheine sprechen.“
„Wenn ihr mich nicht sofort gehen lasst schreie ich um Hilfe“, auch wenn sie versuchte fest und bestimmt zu klingen, zitterte ihre Stimme.
„Mach doch“, hauchte ihr der Junge ins Ohr: „Wir haben hier nichts zu befürchten, die Aufsicht ist gerade nicht da.“
„Du hast so schönes Haar“, setzte das Mädchen wieder an: „Ich bin ganz neidisch. Es wäre eine Schande, wenn etwas an dein Haar kommen würde, nicht wahr?“
Mit ihren dreckigen Händen packte sie eine dicke Strähne und zog daran, so dass Sora laut aufschrie, das Buch fallen ließ und verzweifelt an den Fingern der anderen kratzte: „Loslassen!“
„Fleh doch drum, Adelspüppchen“, an der Strähne zog sie sie immer weiter nach unten, bis sie wieder auf ihren Knien war und die beiden anderen sich über sie beugen mussten, um ihr ins Gesicht sehen zu können.
„Bitte lass los!“, schrie die Brünette und Tränen traten in ihre Augen.
„Ich höre nichts, hörst du was?“, fragte das Glatzenmädchen den Jungen und er sah sich um: „Ne ich hör auch nichts, war da denn was?“
„Bitte lass los!“, winselte Sora laut und die ersten Tränen liefen ihre Wangen brennend heiß runter: „Bitte , bitte, bitte!“
„Es wird wärmer“, schnurrte der Junge und die Hand des Mädchens löste sich. Schnell sprang die Adlige auf und rannte los, aber noch bevor sie dir Tür erreichte, hatten die anderen beiden sie los gelassen, der Junge wirbelte sie herum und schlug ihr mitten ins Gesicht. Blind vor Schmerz taumelte die Kleine gegen die Tür der Bibliothek und hielt sich die Nase, aus der Blut in ihren Mund lief.
„Verpiss dich und lass dich hier bloß nicht blicken, sag das auch deinen anderen Adelsfreunden“, einer der beiden, sie wusste nicht wer, spuckte ihr ins Gesicht, während ihre Hände verzweifelt nach der Klinke tasteten, sie fanden und in die Freiheit entließen. Angewidert wischte sie mit ihrem Ärmel über ihr Gesicht und schlug dann die Augen blinzelnd auf. Durch ihre Tränen war die ganze Welt verschwommen.
Bevor sie jemand so sehen konnte, rannte sie los, so schnell sie ihre Beine trugen, erreichte schließlich ihr Zimmer und schloss die Tür hinter sich direkt wieder ab, bevor sie noch immer weinend die Uniform abstreifte und sich ins Bad schleppte. Scheu sah sie in den Spiegel und schluchzte: „Ich sehe ja fürchterlich aus!“
Vorsichtig betastete sie ihre Nase, aber sie schien nicht gebrochen.
Mach die Augen auf, das ist das reale Leben, flüsterte eine Stimme hinter ihr.
Erschrocken wirbelte sie herum: „Wer ist da?!“, aber es war niemand im Zimmer. Erleichtert schüttelte sie den Kopf und lachte: „Das hab ich mir wohl nur eingebildet.“
Als ihre Nase aufgehört hatte zu bluten und sie sich gewaschen hatte, rollte sie sich auf dem Bett zusammen. Inzwischen war Sora sich nicht mehr so sicher, ob sie wirklich Shinigami werden wollte. Was war nur mit diesen Schülern gewesen?
Aber wenn sie schon vor dem Beginn des Unterrichts aufgab, was würde das über sie aussagen? Was würde wohl so eine stolze, starke Frau wie Rukia-Sama von ihr denken?
Mit einem leisen Seufzer schloss sie die Augen und versuchte sich vorzustellen, wie Rukia-Sama sie wohl ansehen würde, wenn sie jetzt schon aufgab. Unfreiwillig schweiften ihre Gedanken auch zu Byakuya-Sama und der kalte Blick ließ sie erschauern. Nein, sie konnte nicht schon vor Beginn des Schuljahres aufgeben wegen zwei Hunden aus Rukongai.

Am nächsten Tag betrat das Mädchen erhobenen Hauptes ihr Klassenzimmer.
Das Glatzköpfige Mädchen und den Jungen hatte sie bisher nicht noch einmal gesehen, aber in den Reihen ihrer Mitschüler entdeckte sie tröstender Weise eine bekannte Gestalt. Ein schmaler, unauffälliger Junge in der zweiten Reihe war aus der Feng-Familie und der jüngste Brüder des momentanen Oberhauptes Sui-Feng-Sama. Sein Name war Long. Er sah auf, begegnete ihrem Blick und lächelte leicht- er erinnerte sich also auch an sie. Bei einem Treffen von Sui-Feng und ihrer Mutter Rin waren sie einander vorgestellt worden. Eine Heirat war nicht ausgeschlossen, aber auch noch nicht vereinbart.  Der Junge musste erst einmal ein Shinigami werden, denn sonst würde er möglicherweise aus der Familie Feng verbannt. Mit einem breiten Lächeln ließ sie sich neben ihm auf den Klappstuhl sinken: „Guten Morgen, Long-Feng-Sama.“
„Guten Morgen, Takatsukasa-Sama, Sie sehen bezaubernd aus in der Uniform“, er fing leise an zu lachen und fuhr sich durch sein dunkles, schwarzblaues Haar: „Na, war das formal genug?“
Kichernd erwiderte sie: „Vorbildich, Long.“
Ihre Mutter und Sui-Feng-Sama hatten die beiden damals alleine im Garten spazieren gehen lassen und die beiden waren übereingekommen, dass das adlige Theater nicht sein musste.
„Hey, ich wusste gar nicht, dass du auch auf die Akademie geschickt wurdest, ich dachte deine Mutter hat was dagegen“, er fixierte sie mit seinen fast schwarzen Augen und lächelte verlegen: „Mit dir hätte ich echt nicht gerechnet.“
„Nah, ich bin doch meines Vaters kleine Prinzessin, der er keine Bitte abschlagen kann. Er hat meine Mutter irgendwie überzeugen können“, triumphierend grinste das Mädchen und ließ dann den Blick schweifen: „Kennst du sonst schon jemanden?“
„Ne“, er seufzte: „Aber ich weiß, dass einige aus unserer Klasse aus Adelshäusern stammen, die nicht so eine hohe Position inne haben. Siehst du den brünetten da vorne? Das ist ein Ukitake. Und wir haben auch eine aus der verfluchten Ise-Familie, da vorne die, mit dem schwarzen, hochgesteckten Haaren und der Brille. Die Sehschwäche scheint auch in der Familie zu liegen.“
Die Kleine reckte sich, um die Personen sehen zu können und nickte dann: „Könnte gut sein, hey, ist das da vorne nicht einer von den, ach wie hießen sie nochmal, eh, Kira-Clan ist es glaub ich.“
„Kann sein, wir werden es merken, wenn der Sensei die Schüler aufruft“, wie aufs Stichwort, kam in dem Moment der Lehrer ins Zimmer. Es war ein großgewachsener, schlanker Shinigami. Seine Haut war so dunkel, wie das der Shihōin und sein kurzes, schwarzes Haar stand in alle Richtungen ab. Kühle, braune Augen glitten über die Reihen der Schüler und er donnerte seine Tasche auf das Pult: „Guten Morgen und willkommen an der Akademie, mein Name ist Kuroiwa Kano.“

„Man, war das dröge“, Sora seufzte, packte ihre Notizen ein und stand auf.
„Das kannst du laut sagen“, Long ließ seinen Kopf kreisen und seine Wirbel knackten lautstark: „Komm, lass uns die Pause nutzen, um ein paar der anderen kennen zu lernen.“
„Gerne“, das Mädchen stand auf und bahnte sich ihren Weg nach draußen auf den Flur. Gerade wollte sie zu dem jungen Ukitake gehen, als jemand sie plötzlich packte und gegen die Wand donnerte.
„Hey Püppchen“, säuselte der große Blonde, hinter ihm stand eine ganze Gruppe von zwielichtig aussehenden Schülern.
„Lass sie sofort los“, brauste Long auf, der inzwischen die Adlige eingeholt hatte und fixierte den anderen aus zusammengekniffenen Augen. Hinter ihm tauchte auch der Junge aus dem Kira-Clan aus und das Ise-Mädchen, das ihre Brille hoch schob und mit strengem Blick die Truppe von älteren Schülern betrachtete.
Aber der Typ lachte nur und knurrte Long an: „Sonst was? Du kannst mich dafür doch bezahlen, ihr habt ja schließlich genug Kohle. Ihr kleinen verwöhnten Puppen lernt lieber schnell, dass ihr hier nicht von Dienern umgeben seid. Die Sensei mögen euch vielleicht bevorzugen, aber wir machen euch fertig.“
Zustimmendes Gemurmel kam von der Gruppe hinter ihm.
Mit eiserner Hand packte der Feng den Jungen aus Rukongai und zwang ihn dazu, seine Hand von Sora zu entfernen, während er sie immer weiter verdrehte. In dem Moment stürzte sich das Glatzenmädchen vor und schlug ihm mit Wucht gegen den Kiefer. Bevor er sich fangen konnte, trat der Blonde ihm auch schon in den Bauch und der Schwarzhaarige sackte nach Luft schnappend zusammen.
„Legt euch nicht mit uns an. Ihr solltet lieber ganz brav und unauffällig Kohle rüber wachsen lassen“, ein weiterer Junge trat vor, sein Haar war dunkel und strohig, seine Augen klein und rot, mit tiefer Stimme fuhr er fort: „Euch gehört die Akademie schon lange nicht mehr.“
Fordernd streckte er seine Hand hin: „Wird´s bald, Puppe?“
„I-ich hab kein Bargeld bei mir“, stotterte die Brünette und drückte sich gegen die Wand, in der Angst, direkt wieder gepackt zu werden.
„Und du, Brillenschlange?“
Die Ise schüttelte den Kopf leicht.
„Hey, du, schmächtiger Kerl, wie sieht es bei dir aus“, aber auch der Blonde aus der Kira Familie schüttelte den Kopf schweigend.
In dem Moment kam der junge Ukitake, warf ein paar Scheine in die ausgestreckte Hand und wies scharf an: „Nehmt das und verschwindet.“
Mit einem Grinsen im Gesicht gingen die Älteren weiter, während Sora sich besorgt über Long beugte und leise fragte: „Alles ok?“
„Ja“, er keuchte leicht: „Halb so wild, hilf mir einfach auf.“
Sein Blick traf den des Ukitakesprößlings und er lächelte verlegen: „Danke, ich bin Long-Feng, und du?“
„Ukitake Benjiro, hey, bist du nicht der jüngste Bruder von Sui-Feng?“, der Junge fuhr sich durch sein langes, braunes Haar und lächelte sanft.
„Ja, und, wer seid ihr?“, fragte der Feng an die anderen gewandt.
„Ich bin Yoshifumi Kira“, antwortete der Blonde und fuhr sich durch sein kurzes Haar. Die grauen Augen huschten kurz zu dem Mädchen neben ihm: „Das ist Ise Kohana.“
Das großgewachsene Mädchen lächelte leicht: „Nennt mich ruhig Hana.“
„Ich bin Takatsukasa Sora“, stellte schließlich auch sie sich vor und erntete dafür erstaunte Blicke: „Takatsukasa?“
„Ja“, sie biss sich auf die Unterlippe: „Ich...meine Eltern dürfen nichts von dem hier erfahren.“
Stumm nickte Yoshifumi, Kohana schob ihre Brille erneut hoch und stellte trocken fest: „Ich dachte, die Takatsukasa halten nichts davon, ihre Sprösslinge in niederen Getier umherwandern zu lassen.“
„Tun sie auch nicht, ich habe gebettelt um her zu dürfen“, die beiden Mädchen sahen einander an und ein leichtes Lächeln schlich sich auf Hanas Gesicht: „Na dann wollen wir doch beim nächsten Mal nicht klein beigeben, sonst sind wir am Ende des Jahres pleite und können die Akademie nicht weiter besuchen.“
„Ich frage mich, wie so etwas entstehen konnte“, Benjiro sah den Rukongai-Schülern nach: „Sie sind eigentlich eine Minderheit an der Akademie. Ich glaube nur 26% der Schülerschaft hat keinen adligen oder aristokratischen Hintergrund. Obwohl, nein, circa 15% kommen glaube ich auch aus neureichen Familien.“
„Aber was machen wir dagegen?“, Long kratzte sich am Hinterkopf: „Wenn wir uns beschweren kommen wir wie verwöhnt Bälger rüber.“
„Lass das mal meine Sorge sein“, Sora lächelte verschwörerisch: „Ich glaube ich muss mal wieder meinen werten Cousin besuchen.“
„Und der wäre?“, Kira zog die Augenbrauen hoch.
„Kuchiki Byakuya“, das Mädchen warf ihre Lockenmähne zurück und grinste: „Sein Fukutaichou Abarai kann mir bestimmt behilflich sein. Und meinem Cousin sollte ich sowieso mal wieder einen Höflichkeitsbesuch abstatten, um ihm mit zu teilen, dass ich nun die Akademie besuche.“
Review schreiben