Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

The truth about Varia and Eve Part 8 - Die finale Schlacht

GeschichteDrama, Angst / P18 / MaleSlash
13.11.2015
15.08.2017
8
19.001
8
Alle Kapitel
35 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
06.06.2017 2.691
 
Hallo liebe Leser,

hier erstmals ein kleiner Link am Ende dieses Kapitels, um dieses zu unterstreichen. Videos dieser Art sind sehr rar, doch ich bewundere Ana Sullivan dafür. Es sollte zusätzlich Freude an dieser Geschichte bereiten. Wer mag schaue es sich gern an :o)

Liebe Grüße

Eure Blue

O===)=================>


Im Tempel der Aphrodite...


„Dieser verfluchte Hund...“, zischte Xena, kaum ausgesprochen flog einer der Tonkrüge quer durch den Raum und zersplitterte laut an der Wand, „...Aphrodite, erkläre mir eines. Wenn er so kurz vor dem Ziel war und Eve schon fast hatte, warum arrangierte Ares den Unfall Varias an den Klippen? Sie hätte sterben können. Immerhin war es doch ihre Seele, die Eve stärkte.“

„Nein, hätte sie nicht...“

„Ich weiß nicht, ob ich noch mehr hören kann...“, wie ein wildes Tier lief Xena auf und ab.

„Xena, beruhige dich.“, kraftlos hob die Kriegerin die Arme und setzte sich erneut, wartend ruhten ihre Augen auf Aphrodite, „...Ares war ungeduldig, vereinte Seelen die verwandt sind benötigen lange Zeit um stark zu werden. Also beschleunigte er den Prozess. Wieder missbrauchte er meine Unwissenheit. Eines Tages tauchte er bei mir auf und fing ein Gespräch mit mir an. Er war sehr zuvorkommend und schmeichelte mir. Er sagte, dass er stolz auf mich sei und mich dafür bewundere meine Kräfte für die Liebe und den Erhalt dieser Welt zu nutzen. Er tat mir leid, war er doch gebunden, seine dunkle, göttliche Seite aufgrund des Abkommens mit all den anderen Göttern, zu zügeln. Er fragte mich wie ich das alles bewältigen würde und ich erzählte ihm unwissend über meine neueste Erfindung. Ich erschuf zu derzeit einen sehr starken Liebestrank, ein Aphrodisiakum feinster Sorte. Natürlich geblendet von seinen Worten verriet ich ihm dessen einzigartige Wirkung. Ich bemerkte zu spät, dass er heimlich einen davon gestohlen hatte, um ihn...“

„An Thaires weiterzugeben...“

„Genau. Er missbrauchte die Liebe der Königin zu Varia, die der den Trank untermischen sollte. So wollte er erreichen, dass Eves Seele unendlichen Qualen ausgesetzt wurde.“

„ Indem Thaires Varia für immer an sich binden würde...“

„Hätte sie das geschafft, wären die Seelen der Beiden für immer getrennt und verloren gewesen. Doch ich bekam seinen Verrat mit und nutzte meine Kraft.“

„Du warst es, die bewirkte, dass Elaya sich in Thaires verliebte, oder?“

„Das stimmt. Dass Gabrielle und Eve zu diesem Zeitpunkt mit deiner Urne unterwegs nach Amphipolis waren, kam ihm mehr als nur gelegen, dennoch hatte ich meine Hände mit im Spiel und manipulierte Elaya, in der Hoffnung sie würde Thaires davon abhalten, doch auch hier bekam Ares Wind davon. Er sorgte dafür, das Elaya Thaires List mitbekam. Diese vertauschte die Krüge und tat das Gift hinein, sie selbst behielt den Krug mit meinem Trank und benutzte ihn gegen Thaires. Elaya gab Varia das Gift, welches schnell wirkte. Ares selbst schlug den Baum an, der auf den Weg stürzte und Varias Pferd zu Fall brachte. Dass Sahlia und Kara dort waren und den schrecklichen Unfall mitansahen, war mehr als Ares erwartet hatte. Ein Glücksfall für ihn. Nun musste er nur warten, doch er war kein Narr und hielt sich zwei Möglichkeiten offen. Er tat das was er am Besten konnte...Verderben säen ohne dass es jemandem auffiel. Als Varia den Wasserfall herabstürzte, war es Ares, der ihren Fall bremste. Er rettete sie und ließ es wie einen Unfall aussehen, sodass man Varia nackt und mit gebrochenem Bein am Ufer des Flusses fand. Doch vorher nahm er ihr das Gedächtnis.“

„Wie konnte das den anderen Göttern nicht auffallen?“

„Nun, wie ich schon sagte, man kann einen Gott nicht immer bewachen und da vieles an dem Treiben auf der Erde von den Göttern als normal empfunden wurde, da der Mensch zu Verrat, Missgunst und Hass neigt, dachten sie sich nichts dabei. Im Grunde interessiert es sie nicht, was mit den Menschen außerhalb ihres eigenen Landes geschieht, lediglich das Wohl ihrer Heimat liegt ihnen am Herzen, jedoch nur, weil sie von der Gunst und den Gebeten der Menschen leben. Ohne Menschen würde es keine Götter geben. Du weißt doch selbst am Besten wie arrogant und selbstverliebt wir Götter sind. Wären wir stetig wachsam klug und unfehlbar, so wäre es vielen Helden nicht gelungen ihre Taten zu vollbringen. Denk nur allein an Prometheus. Ein Sohn des Göttergeschlechtes selbst, dessen Schützlinge die Menschen waren. Durch seinen Betrug an Zeus raubte dieser den Menschen das Feuer. Prometheus schaffte es Zeus zu täuschen und brachte die Flammen zurück zu den Sterblichen, natürlich bemerkte Zeus seine Handlung und ließ ihn leiden an einem Felsen des Kaukasusgebirges.“

„Ich kenne die Geschichte. Es war Hercules, der den Adler tötete, er täglich von Prometheus Leber fraß.“

„Sehr richtig. Doch was ich damit sagen will ist, dass die Götter bei Weitem überschätzt werden. Ares als Kriegsgott weiß das nur zu genau, diese Schwachstelle nutzte er für dieses vernichtende Vorhaben.“

„Erzähl weiter...“

„Um Yama eine würdige Seele zu präsentieren musste Ares wissen wie stark Eves Seele wirklich war. Dazu musste er sie prüfen.“

„Prüfen?“

„Ein grausamer Prozess für die Seele. Er ließ alle im Glauben, Varia wäre tot und Elaya ihren Freiraum, die an Thaires und ihrem Volk üblen Verrat ausübte. Als Eve Varias Tod mit voller Brutalität traf, begann Ares den Hass in ihr zu schüren. Gepeinigt von Leid, Schmerz und ewiger Trauer, war Eve ein leichtes Ziel.“

„Deshalb konnte sie mich nicht spüren...“

„Das ist wahr, ihre Seele war vergiftet und ließ nicht zu, dass Eve dich sehen oder spüren konnte. Wenn das geschieht und eine reine Seele von derartig mächtigen und dunklen Gefühlen regelrecht zerfressen wird, stirbt sie, da ihr Gegenstück fehlt. Da Varia zu dieser Zeit jenseits ihres Bewusstseins und ihrer Erinnerungen war, konnte Eves Seele sie nicht mehr spüren und hielt sie für tot. Ares hoffte darauf, dass die Seele sich zeigen würde und stark genug sei, doch dank Gabrielle und Sahlia fand Eve zurück und die Seele blieb, wenn auch gebrochen, in ihrer Hülle. Etwas das Ares zu spät mitbekam, weil er besessen davon war Gabrielles Seele zu besitzen, wenn du dich erinnerst?“

„Ja, das war der Preis den Elaya zahlen sollte, Gabrielle die Seele zu rauben und an Ares weiterzuleiten. Dafür würde sie die Amazonen an Thaires Seite regieren, unterstützt durch den Kriegsgott selbst. Er war erstaunt, als ich plötzlich vor ihm auftauchte...“

„Du tatest gut daran dies erst zu tun, nachdem du Gabrielle und Eve gerettet hattest. Dadurch wusste Ares, dass sein Plan mit Elaya gescheitert war. Doch verloren hatte er nicht...“

„Weil Varia nicht tot war...“, Aphrodite nickte gebrochen.

„Wenn Ares etwas gelernt, wenn es um dich geht, dann ist es sich immer eine weitere Möglichkeit offen zu halten. Eves Seele war mehr als nur belastet und zerbrach am Ende, weil Varia sie von sich stieß, da sie sich nicht an Eve erinnerte.“

„Ich war es, die Varia Eves Leben zeigte. Trotz ihrer fehlenden Erinnerung ging sie zurück und verhinderte das Schlimmste...“

„Genau das, war Ares entscheidender Schachzug. Als Eves Inneres starb, trat die Seele für einen kurzen Augenblick aus ihrem Körper aus. Es war Varias Liebe und die volle Kraft ihrer Seele, welche Eve im letzten Moment rettete. Durch diese gewaltige Macht stärkte Varia Eve so sehr, dass ihre Seele bereit für den Tausch mit Yama war, denn nur dadurch erhielt sie die Kraft, welche nötig war.“

„Unfassbar...“

„Ares war am Ziel. Es war nur noch ein kleiner Schritt notwendig. Er kannte Thaires gut und wusste, dass sie hart von Varia bestraft werden würde, den Tod, aber nicht durch Varias Schwert wählen würde. Also blieb nur die Verbannung. Thaires verließ die Amazonen und schwor bittere Rache...“

„Bei der ihr der Bastard half...“

„Ja. Ares verwandelte sich in die Gestalt eines alten Mannes und gab Thaires die Macht der Unterirdischen, die schwarze Statue, damit sie das Volk der Amazonen unterwerfen konnte. Er versprach ihr Varia und wollte im Gegenzug Eve, worauf Thaires sich mehr als nur bereitwillig einließ.“

„Aber Varia hatte die Weiße. Warum hat sie diese nicht genutzt?“

„Du weißt es nicht?“

„Nein.“

„Als Thaires wenig später das Volk der Erddämonen auf die Amazonen losließ, entführte sie Varia, damit diese, jene von dir angesprochene Statue, nicht zur Rettung einsetzen konnte. Ares raubte Varia auf grausame Weise ihre Stimme, damit sie niemanden von dem geheimen Ort verraten konnte. Schwer bewacht durch die Wesen, hatte Varia keine Möglichkeit ihr Volk zu retten. Thaires schlug Eve einen unfairen Tausch vor. Ihr Leben gegen das von Varia. Doch wieder einmal hatten Ares und Thaires ihre Rechnung ohne Gabrielle und das gesamte Amazonenvolk gemacht. Es gelang Gabrielle und Sahlia, Eve und Varia zu befreien, doch es sollte kein gutes Ende nehmen. Als Ares seinen Plan zum Scheitern verurteilt sah, griff er ein. Dieses eine Mal zeigte er seine göttliche Kraft und mischte sich ein. Er entführte Eve, während Gabrielle und Sahlia zusammen mit Varia in ihren vermeintlichen Tod sprangen. Eine kühne Taktik gut durchdacht von Gabrielle.“

„Deshalb waren sie nicht bei den Amazonen...“

„Thaires und die Amazonen glauben bis heute, dass alle an den Klippen ihr Leben ließen. Sie ist neue Königin und regiert ihr Volk mit Angst. Als ich mitbekam, dass Ares gegen das Abkommen der Götter verstoßen hatte, wollte ich mich dorthin begeben und erfragen, warum zugelassen wurde, was geschehen ist, denn mir war bewusst, dass der Einsatz seiner Kräfte ungesehen geblieben war. An dem Tag kamen meine Jünger mit Geschenken, ich dachte mir nichts dabei und nahm sie an. Darunter war der Ring, ich legte ihn an und den Rest kennst du, so war es mir nicht möglich die Götter zu warnen. Und ich befürchte, dass die Zeit von Eve sehr, sehr bald vorbei ist. So wie ich Ares und Yama kenne, wird es schnell geschehen. Yama wird kein Risiko eingehen. Xena, Eves Seele stirbt bereits, ich kann es fühlen...dir bleiben nur wenige Tage.“

„Aphrodite, ich muss unbedingt dorthin...“

„Ich weiß...nur wüsste nicht wie...“


(xxx)

Unterdessen in Higuchi...



„Varia?“

„..........“

„Varia!“, Gabrielle schüttelte die Amazone.

„Entschuldige...“

„Du denkst über den alten Mann nach, oder?“

„Trotz dessen, dass er mich nicht sehen konnte...“, Varia begann an ihrer Unterlippe zu kauen, „...ich weiß nicht, Gabrielle. Er war so unsagbar aufgeregt, so als hätte er nur auf mich gewartet. Ich würde zu gerne erfahren, was er gesagt hat.“

„Ich auch...“

„Vielleicht bekommen wir dort antworten...“, Sahlia zeigte auf mehrere Stände an denen Fisch angeboten wurde.

Es brauchte einige Minuten, bis die drei Frauen an den Ständen waren, an denen jeweils zwei Männer emsig mit scharfen Beilen auf die Fische einschlugen und ihnen die Köpfe vom Rumpf trennten. Wieder andere nahmen die vielen Körper, entschuppten diese und leerten das Innere, das in große Eimer geworfen wurde. Varia hatte Mühe den Gestank zu ertragen, während Sahlia angeekelt die Nase rümpfte, als ein kleines Mädchen beherzt in den blutigen Eimer fasste, etwas von dem Gedärm herauszog und in ihren Mund steckte. Schmatzend blickte sie Sahlia an und verschwand kurz darauf in der Menge.

„Wo ist denn nun dieser Tadashi?“, fragte sie mit einem flauen Gefühl im Magen. Kaum ausgesprochen hoben mehrere Männer die Köpfe und blickten sie düster an.

„あなたは誰ですか”, rief einer der Männer. Trotz dessen, dass sie ihn nicht verstanden, konnte man Wut in seiner Stimme erkennen.

„Wir sprechen Eure Sprache nicht, wir suchen einen Mann namens Tadashi.“, versuchte es Gabrielle.

„あなたは誰ですか”, wiederholte er.

„Es hat keinen Sinn...“

„Er fragt, wer Ihr seid. Was wollt Ihr von Tadashi?“, ein kräftiger Mann mit langem, schwarzen Haar, dessen Arme und Gesicht merkwürdig bemalt waren, trat aus einem großen Zelt hervor und musterte sie misstrauisch, die Hand an sein langes Schwert gelegt. Mit Sicherheit ein Krieger, wie Varia vermutete.

„Wir kommen aus einen fernen Land. Hanaku schickt uns damit.“, Gabrielle trat vor und steckte die Hand in ihre Tasche. Sofort zog der Mann die lange, dünne Klinge hervor.

Als er das Kästchen sah, starrte er wie gelähmt darauf...

„Ihr kommt von Hanaku?“, fragte er mit brüchiger Stimme.

„Ja...“, Varia trat vor und stellte sich schützend vor Gabrielle und Sahlia. Die Schwertspitze ruhte genau an ihrer Kehle.

„Ihr seid mutig...Amazone.“, verblüfft blickte Varia ihn an, was ihn schmunzeln ließ, bevor er die Waffe sinken ließ, „...dann hat es also begonnen.“, er wandte sich ab.

„Was hat begonnen?“, rief Varia ihm nach.

„Kommt mit, oder wollt Ihr dort stehen bleiben?“, hörten sie seine tiefe Stimme aus dem Inneren.

(xxx)


Als sie das Zelt betraten, staunten sie über die vielen Männer, die auf dem Boden saßen oder lagen. Jeder trug die Bemalung an verschiedenen Stellen des Körpers, einige schliefen, andere schärften ihre Schwerter. Als sie die Frauen erblickten, senkten sie die Köpfe.

„Warum wird ein einfacher Fischer derart bewacht?“, flüsterte Sahlia.

„Wartet hier...“, der Krieger schob ein paar schwere Vorhänge zur Seite, wenig später hörten sie aufgeregtes Getuschel, „...Ihr könnt eintreten.“

Vorsichtig traten sie ein. Vor ihnen, im Licht es Feuers, saß auf dem Boden ein Mann, dessen weißer Bart so lang war, dass er bis zur Mitte des Raumes reichte. Sein Körper war verhüllt durch helle Seide an der Varia mehrere schwarze Schriftzeichen erkennen konnte. Sein Kopf war nach unten gerichtet, verborgen unter einem großen dreieckigen Schilfhut. In seinen Händen ruhte das Kästchen Hanakus.

„Ich grüße Euch, Fremde aus Griechenland, mein Name ist Tadashi“, sprach er in solch klaren Worten, als wäre er selbst unter Apollons Sonne geboren worden, „...Ihr seid sicher müde, bitte setzt Euch.“, er wies vor sich.

Noch immer mit unwohlem Gefühl taten Gabrielle, Sahila und Varia worum er bat, „...Eure Reise war sicherlich beschwerlich.“, er klatschte in die Hände. Augenblicklich erschienen drei Frauen und verneigten sich tief, „...bringt den Fremden etwas zu Essen.“, sie sagten etwas in ihrer Sprache, verbeugten sich erneut und gingen.

„Wir danken Euch für Eure Gastfreundschaft. Mein Name ist Gabrielle und das sind Varia und Sahlia“, sprach Gabrielle würdevoll. Zum ersten Mal blickte er auf. In seinen Augen spiegelten sich unendliche Weisheit und auch Neugier wider.

„Wenn Ihr von Hanaku und Senkensha kommt, haben wir nicht mehr viel Zeit. Hingegen meines Bruders Harukata verfüge ich nicht über die Gabe der Geistertötung, ich sehe lediglich in die Seele der Menschen selbst.“

„Haru...kata...“, Gabrielle versagte die Stimme.

„Niemand wusste von mir, glaubt Ihr wirklich, Gabrielle, Ihr wärt zufällig hier? Nein, Kriegerinnen der Artemis, Ihr seid hier, weil es Euer Schicksal ist. Doch nur die Eine von Euch verfügt über die Macht der Rettung aller Verdammten.“

„Aller Verdammten?“, Varia atmete tief ein und aus.

In dem Moment betraten die Dienerinnen den Raum. In ihren Händen trugen sie herrlich duftende Köstlichkeiten, deren Wohlgeruch Sahlias Magen dazu veranlasste laut zu knurren. Vor ihnen breiteten sie dutzende kleine Schüsselchen aus, gefüllt mit Fleisch, Gemüse und anderen Dingen, die Sahlia unbekannt waren.

„Bitte, seid meine Gäste.“

„Was ist das?“, fragte Sahlia ihn höflich, als sie zwei längliche, dünne Hölzchen hochhielt.

„Damit wird in unserem Lande gespeist...“, er lächelte weise, als er in Sahlias ratloses Gesicht blickte, „...ich zeige es Euch.“, geübt nahm er sie zwischen die Finger. Sahlia bekam den Mund vor Staunen nicht zu als er mehrere der Speisen damit aufnahm und in seinen Mund steckte.

Es dauerte etwas bis Gabrielle und Sahlia das nötige Geschick aufwiesen, um nicht alles auf dem Boden zu verteilen. Amüsiert beobachtete Tadashi das Vorgehen.

„Köstlich...“, Sahlia nahm ein weiteres Stück auf und ließ es zwischen ihren Lippen verschwinden.

„Ihr esst nicht?“, Tadashis Blick galt Varia, die stumm ins Feuer starrte.

„Verzeiht mir, ich möchte nicht unhöflich sein, doch...ahh!“, Varia krümmte sich vor Schmerz zusammen.

„Varia!“, Gabrielle legte der Amazone den Arm um die Taille, damit sie nicht zur Seite weg sackte.

„Hm...“, Tadashi erhob sich, nahm die Schüsseln beiseite und setzte sich genau vor Varia. Seine Hand legte sich unter ihr Kinn. Als sie einander tief in die Augen sahen...

„Euer Weg war kein leichter...so schwer, so voller Leid und Gefahr. Ich muss sicher sein...“

„Sicher...sein?“, röchelte Varia gepeinigt.

„Lasst mich in Eure Seele sehen, zeigt mir Euren schweren Weg.“, er legte die Hand auf Varias Kopf und schloss die Augen. Kaum hatte er dies getan, begann diese seltsam blau zu leuchten, „...zeigt mir die besondere Seele welche ihr so behütet...zeigt mir...was Euch verbindet...offenbart mir Euer Innerstes...“, hörte Varia ihn noch dumpf, bevor etwas ihre Sinne vernebelte...

https://www.youtube.com/watch?v=DDwN9Y7kewo
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast