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The truth about Varia and Eve Part 8 - Die finale Schlacht

GeschichteDrama, Angst / P18 / MaleSlash
13.11.2015
15.08.2017
8
19.001
8
Alle Kapitel
35 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
19.10.2016 1.819
 
Hallo liebe Leser,

viel Zeit ist vergangen, seit ich hier etwas on gestellt habe. Eine andere Serie, die leider nun auch beendet wurde, hatte über drei Jahre meine volle Aufmerksamkeit. Sehr zum Leidwesen der Varia/Eve Reihe. Oft schrieben mir Leser, ob es hier jemals weitergehen würde, bzw. ob ich sonst verraten könnte, wie das Ende ausgeht. Erst vor Kurzem bekam ich eine weitere Mail und dachte „ Mensch, so kann das alles hier nicht enden.“

Wenn ich überlege, wie viele Jahre ich an den sieben Teilen geschrieben habe...

Varia und Eve waren immer meine Lieblinge, Xena und Gabrielle ausgenommen. Schon damals suchte ich nach ähnlichen Fanfics, fand diese jedoch nur bedingt und dann im englischen Raum.
Ich habe wirklich viel Herzblut hier hinein gelegt und habe beschlossen, es nicht so enden zu lassen. Genau deshalb werde ich sie jetzt beenden, ich bin es nicht nur euch schuldig, sondern auch mir und der Serie, die ich immer noch liebe und nie vergessen habe. Es wird endlich Zeit, meine geliebten Amazonen zurück ins Leben zu rufen...

Da viel Zeit vergangen ist, empfehle ich, die ersten zwei Kapitel noch einmal zu lesen. Das sollte den Einstieg erheblich erleichtern. Also...

Wenn Ihr noch da draußen seid, auch wenn Ihr stumm lest, ich hoffe Ihr habt Freude an dem neuen Kapitel.

LG Blue
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(Unterdessen bei den Amazonen)

„Wie ich sehe seid Ihr nicht dumm, Nairobe.“, Thaires Blick ruhte auf der Königin die ihr kniend das Schwert Varias anbot. Auch Zyane und Amalia hatten diese Position eingenommen. Vor Thaires ging das gesamte Amazonenvolk auf die Knie, jede Frau hatte ihr Haupt tief in Angst gesenkt, während die Kreaturen um sie herumschlichen.

„Wir erkennen eine Niederlage, Thaires und wissen, dass es ein leichtes für euch wäre, uns alle zu vernichten. Mir und den anderen Königinnen liegt unser Volk sehr am Herzen. So bitten wir euch darum Gnade walten zu lassen und das Schwert anzunehmen.“

Mit einem Ruck sprang Thaires von der riesigen Bestie und stellte sich in die Mitte des Platzes.

„Hört mich an, Ihr Amazonen! Ab jetzt wird dieses Volk nur eine Königin haben - mich!!!“, nicht eine der Frauen wagte es, Thaires direkt anzusehen, „...Eure Angst den Wesen gegenüber ist unbegründet denn ich allein befehle sie. Solange Ihr tut was ich sage, wird niemand zu Schaden kommen. Ihr alle werdet mir bedingungslos gehorchen, dafür stelle ich unserem Volk eine Armee zur Verfügung, die die Amazonen auf ewig vor jedem Feind schützen wird. Doch wer es wagt mich zu belügen, Verrat sät oder versucht mich zu töten, wird einen grausamen Tod sterben.“

Plötzlich stand eine der älteren Frauen auf. Zornig die Hände zu Fäusten geballt, sah sie Thaires mutig in die Augen.

„Ihr seid nicht Königin...“, sie blickte in die Runde, „...Ihr alle seid Feiglinge!! Meine Königin ist immer noch Varia!!“, mit einem grausamen Lächeln ging Thaires langsam auf die Frau zu.

„Du hast es noch immer nicht begriffen oder, alte Frau? Ihr alle sollt wissen, dass Varia, Eve, Gabrielle und Sahlia tot sind! Ich selbst habe gesehen, wie sie in den Tod sprangen. Und zwar von den Klippen nahe des Nadelwaldes!“

„Das ist nicht wahr!!!“, schrie eine junge Amazone, „...Ihr lügt! Sahlia würde sich niemals selbst umbringen.“, kaum ausgesprochen ging sie genau auf Thaires zu was die Bestien dazu veranlasste, einen Kreis um Thaires zu bilden und in Lauerstellung zu gehen.

„Kara nicht!“, Nairobe packte das Mädchen und zog es zurück auf die Knie.

„Ich weiß, dass sie lügt, Nairobe. Sahlia ist nicht tot!“, flüsterte sie unter Tränen.

„Wir wissen es nicht genau, doch ich bitte dich keinen Widerstand zu leisten, was nützt es jetzt zu sterben. Kara...“, Nairobe sah ihr tief in die Augen, „...heute leben, morgen kämpfen.“, flüsterte sie zurück.

„Du bist Kara, nicht wahr?“, Thaires ging zu ihr begleitet von etlichen der Wesen. Doch die Amazone blickte nicht zu ihr auf, „..sieh mich an, ansonsten sehe diese Geste als ungehorsam an!“

Langsam sah das Mädchen auf, Thaires erkannte die Tränen in ihren Augen.

„Ich stellte Gabrielle, Sahlia und Eve, denen es tatsächlich gelungen war, mich und meine Lieblinge zu überlisten und Varia zu befreien, direkt an den Klippen. Glaub es oder nicht...“, Thaires Fußspitze hakte sich unter Karas Kinn und zwang sie so, sie anzusehen, „...Gabrielle stieß beide in den Tod. Danach sprang sie ihnen hinterher.“, unmerklich zuckte Kara zusammen.

„Was ist mit Eve?“, fragte sie mit brüchiger Stimme. Thaires packte sie an den Haaren, zog sie an sich hoch und blickte ihr funkelnd in die Augen.

„Eve ist tot...“, dann ließ sie los und das Mädchen sackte gebrochen zu Boden.

„Glaubt Ihr wirklich, ich hätte sie am Leben gelassen?“, rief sie wütend gegen den Wind. Etliche der Frauen weinten leise, wagten aber kein Widerwort.

„Ich werde eine solch grausame Frau wie Euch niemals als meine Königin anerkennen!!“, rief die ältere Frau erneut. Thaires gab zwei der Kreaturen ein Zeichen...

In Windeseile hatten sie die Frau gepackt und schleiften sie zu der blonden Königin.

„Ist das Euer letztes Wort?“, grinste sie diabolisch.

„Lieber sterbe ich, als mich Euch und diesen widerlichen Bestien zu unterwerfen!“

„Wie Ihr wollt...“

Es brauchte nur einen Wink ihrer Hand...

Beide der bleichen Wesen schlugen fauchend ihre Klauen in das Fleisch der Frau, deren Schmerzensschreie die Luft erfüllten.

„Noch habt Ihr die Möglichkeit mir Treue zu schwören...“

„Fahrt in den Tartaros, Thaires...“, spuckte sie ihre Worte verachtend auf den Boden, während ihr das Blut aus den Mundwinkeln lief.

Mit Entsetzen sahen all die Amazonen, wie die Frau in Sekundenbruchteilen in zwei Hälften gerissen wurde. Jedes der Wesen griff sich eine und verschwand damit in einem Loch, nur die Spur des Blutes auf dem sandigen Boden zeugte noch von dem feigen Mord.

„Noch irgendjemand?!“, schrie Thaires wahnsinnig in die Runde.

(Stille)

„Dachte ich mir...“, fauchte sie wütend.


(xxx)

„Man findet es überall, in jedem Winkel der Erde. Es hat Form und doch keine Farbe. Und dennoch vermag das Auge es zu sehen, es wiegt nichts, doch jeder Gegenstand wird damit leichter...“, wiederholte Gabrielle das gestellte Rätsel der Nereiden.

„Gibt es eine Begrenzung der Zeit?“, fragte Varia.

„Nein, Sterbliche. Doch die erste Antwort ist bindend, also wählt weise.“, Agaue nickte ihr zu.

„Es wiegt nichts...“, murmelte Sahlia, die am Strand auf und ab lief.

Plötzlich spürte sie etwas fremdes unter ihren Schuhen, es drückte leicht, was Sahlia veranlasste, ihren Fuß kaum merklich anzuheben. Darunter konnte sie das Stück eines alten Fischernetzes erkennen.

„Das Auge vermag es zu sehen...Form und doch keine Farbe...es wiegt nichts...jeder Gegenstand wird damit leichter...“, flüsterte sie, während sie die Maschen des Netzes begutachtete, „... das ist es!“, hauchte sie.

„Wirklich ein gutes Rätsel.“, sprach Gabrielle anerkennend.

„Es ist noch keinem Sterblichen gelungen, es zu lösen...“, sprach Aktaia traurig, denn sie hatte Mitleid mit den Menschen.

„Ich möchte das Rätsel nun lösen!“, rief Sahlia und erntete entsetzte Blicke von Gabrielle und Varia.

„Bist du dir vollkommen sicher?“, fragte Varia panisch, „...denn wenn du es nicht bist, haben wir keine Chance mehr, Eve zu retten.“

„Die Antwort ist - ein Loch!“, sprach Sahlia sicher, „...man findet es überall, jeder kann es sehen, es wiegt nichts, hat keine Farbe, alles wird damit leichter. Es kann nur ein Loch sein!“

Erstaunt blickten sich Agaue, Aktaia und Amphitrite an...

„Das ist wahr, Sterbliche...“, fand Agaue als Erste die Stimme wieder.

„Sie hat es tatsächlich erraten!“, quietschte Aktaia vergnügt

„Artemis sei Dank...“, Varia sackte auf den Boden.

„Hier nun der geforderte Gegenstand...“, die Nereiden fassten sich an den Händen und lieblicher Gesang erfüllte den Strand. Plötzlich wurde eine riesige, graue Rückenflosse sichtbar, denen ein massiger Körper folgte. Messerscharfe Zähne und dunkle Augen zeigten das Gesicht es großen Raubfisches, dessen Anblick, Varia, Gabrielle und Sahlia einen paar Schritte vom Wasser zurückweichen ließ. Er öffnete sein Maul und spukte eine Truhe direkt vor ihre Füße. Danach verschwand er...

„Öffnet sie...“, wies Agaue Sahlia an. Diese wagte nicht zu atmen, als sie den schweren Verschluss öffnete und den Deckel anhob. Im inneren der Kiste ruhte unter grünem Seetang verborgen ein silbernes Horn, an dessen Anfang sich eine verzierte Figur befand, die Sahlia bekannt vorkam. Silberne, lange, unwirkliche Arme schlangen sich bis zur Mitte des Horns und endeten an einem runden Kopf der mit bösen, funkelnden Augen verziert war.

„Ihr könnt das Horn des Ketos nur einmal benutzen. Wenn Ihr euer Ziel erreicht habt, so werft es zurück ins Meer, damit der Wächter es zurückholen kann. Blast einmal kräftig hinein und wartet, es wird nicht lange dauern bis Calypso sich zeigt. Habt keine Furcht vor ihrem schrecklichen Aussehen, sie kann dem Träger des Horns kein Leid zufügen. Calypso wird Euch in einem einzelnen Ei mit sich nehmen. Es schützt Euch vor der Kälte des Meeres, lässt Euch atmen und den gefährlichen Druck der Tiefsee ertragen. Sie wird es hinter sich herziehen. Wenn Ihr dort drinnen seid, nennt Calypso ihr Ziel. Der Rest ergibt sich von selbst. Grüßt bitte Aphrodite von mir...“, die Nereiden lächelten ihnen zu, bevor sich erneut ein gewaltiger Strudel bildete und die Meeresnymphen mit sich fortnahm...

„Also dann, Sahlia. Dir gebürt die Ehre...“, Gabrielle legte ihr zustimmend die Hand auf die Schulter. Mit wachsender Furcht legte Sahlia das Horn an die Lippen...

Der dumpfe, ohrenbetäubende Klang des Hornes, brach wie ein drohendes Unwetter über dem Meer herein. Das Wasser begann sich zu kräuseln, bevor es sich etliche Meter weit nach hinten zurückzog. Danach wurde es still...

„Und jetzt?“, flüsterte Sahlia.

Kaum ausgesprochen ertönte ein tiefes, bedrohliches Rauschen, es klang als würde das Meer ächzen vor Schmerz. Dann erblickten sie die tiefblaue Wand, die schnell auf sie zukam. Sie war so hoch, dass sie die Sonne verdeckte...

„Oh...nein...“, entwich es Gabrielle geschockt. Die Welle näherte sich rasend schnell...

Selbst Weglaufen würde nichts bringen, die Wassermassen würden sie unter sich begraben, daran hatte sie keinen Zweifel. Dann erkannte man dunkle, langgezogene Umrisse, die sich durch die gesamte Welle zogen. Urplötzlich schossen monströse, wuchtige Arme aus der schäumenden See. An einem jeden befanden sich riesige, mit mehreren Zahnreihen versehene Saugnäpfe, die größer waren, als die Räder eines Wagens. Daraufhin stoppte die Wasserwand...

Als sie sich teilte schob sich ein durchsichtiger, kolossaler Kopf hindurch. Sahlia entwich ein spitzer Schrei als das Ungetüm brüllend sein Maul öffnete. Lange Zähne umsäumten den Schlund in dem ein vogelartiger Schnabel sichtbar wurde. Zwei große Augen, in denen eine schwarze Pupille ruhte, starrten auf die drei Frauen, die sich nicht zu bewegen wagten. Eines der Tentakeln schnellte hervor, seine Spitze war um eine klare Masse gelegt.

„Ich denke, dass ist unsere Fahrkarte.“, Gabrielle schüttelte Sahlia leicht, die aus ihrer Starre erwachte und Varia an der Hand packte. Gabrielle ging zuerst, Varia und Sahlia folgten ihr schnell. Kaum hatten sie das gallertartige Gebilde betreten verschloss es sich und es wurde still. Über sich konnten sie sehen ,wie das Meer sich schloss. Instinktiv duckten sie sich, doch ihr Gefährt hielt den, in sich zusammenbrechenden Wassermassen, stand.

Ein leichter Ruck und Calypso trug sie mit sich in die Tiefe...
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