The truth about Varia and Eve Part 8 - Die finale Schlacht

GeschichteDrama, Angst / P18 Slash
13.11.2015
15.08.2017
8
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Disclaimer: Alle Charaktere aus XWP gehören MCA/ Universal & Ren Pics, ich habe nicht vor mit dieser Geschichte irgendein Copyright zu verletzen, geschweige denn, das Ansehen der Darsteller oder der Charaktere. Dies ist eine rein erfundene Geschichte, welche lediglich die Fantasie der Leser beflügeln soll.
Sexwarning: In dieser Geschichte gibt es graphisch, detaillierten Sex zwischen zwei Frauen d. h. sie sollte nicht unter 18 Jahren gelesen werden.
Violence/Gewalt: Ist hier sehr wohl vorhanden und wird graphisch angedeutet, deshalb wird der Bereich ebenfalls ab 18 eingestuft!!
Anmerkung der Autorin: Sehr viel Zeit ist vergangen, seit Teil 7 on ging. Nachdem ich mich über zwei Jahre mit anderen Projekten beschäftigt habe, wird es nun Zeit, meine geliebte Serie endlich zu Ende zu schreiben. Teil 8 wird das lang erwartete Finale sein und ich verspreche, dass alle Fragen geklärt werden. Ich bitte alle Leser um Verzeihung, weil es SO lange gedauert hat.

Eure Blue
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The truth about Varia and Eve Part 8 –  Die finale Schlacht


*Rückkehr nach Higuchi*



„Eve...
Dich sandte mir das Schicksal, unsere Seelen waren verknüpft, lange bevor ich die Wahrheit kannte. Ich war gefangen, umhüllt von Hass und getrieben von Wut. Du kamst und hast gekämpft, du kamst und hast meine Seele gerettet... hast uns gerettet. Doch das Schicksal hat uns ein zweites Mal entzweit, dich mir entrissen... um dich dem Tode zu weihen...
Beim Aufgang der Sonne und bei ihrem Untergang erinnere ich mich an dich. Beim Wehen des Windes höre ich dich nach mir rufen und die Kälte der Einsamkeit erfasst mein Herz. Mein Glück ist fort, tief verborgen an einem düsteren Ort...“

Varia


Rückblick:

Thaires, die mit der Hilfe des Ares, Königin der Unterirdischen wurde, ließ Varia entführen, damit diese den Standort der weißen Statue nicht preisgeben konnte. Der Gott des Krieges nahm ihr, getarnt als alter Mann, auf ewig die Stimme. Thaires lockte Eve in eine Falle, um sich ihrer endgültig zu entledigen, jedoch ohne ihre Rechnung mit Gabrielle und Sahlia gemacht zu haben. In einer dramatischen Rettungsaktion gelang es Varia Eve aus der Höhle der Bestien zu befreien, doch Eve bezahlte einen hohen Preis dafür. Verschleppt von Ares für einen tödlichen Tausch bleibt Varia, Gabrielle und Sahlia keine Wahl, als ins Land der aufgehenden Sonne zu reisen, dorthin wo für Gabrielle vor Jahren alles endete... dorthin wo die letzte Schlacht um Xenas und Eves Seele geschlagen wird... deren Ausgang niemand erahnen kann...

(xxx)

Wütend und ruhelos lief Gabrielle vor Sahlia und Varia auf und ab. In ihrem Kopf hämmerte es, Fassungslosigkeit und Verzweiflung schienen einen übermächtigen Kampf um die Vorherrschaft in ihr zu führen und ließen sie innerlich bluten. All die Zeit war Ares ein unsichtbarer Gegner gewesen, der lauernd und planend, getarnt in Gestalt eines alten Mannes, die Fäden für einen bösartigen Plan geschmiedet hatte. Nun kannte sie zumindest diese Antwort, jetzt ergab alles einen Sinn. Er war es gewesen, der vor langer Zeit die Statuen an Sahlias Vater weitergegeben hatte, damit dieser sich an den Amazonen rächen konnte. Er hatte Varia zu einer blutrünstigen Bestie gemacht, die Eve fast getötet und das eigene Volk ausgelöscht hätte...

Nur warum gab er die Macht der Unterirdischen an Thaires weiter? Er hätte Eve jederzeit selbst entführen können, so wie er es an den Klippen getan hatte. Warum machte er sich die Mühe, Varia die Stimme zu nehmen und mit Thaires ein Bündnis einzugehen? Fragen aus denen Gabrielle nicht schlau wurde...

„Wir werden niemals rechtzeitig dort sein, selbst mit dem Schiff dauert es Wochen um dorthin zu gelangen.“

„Das weiß ich, Sahlia. Wir haben nicht viel Zeit. Ares muss, wie auch immer, einen Weg gefunden haben, Xena gegen Eve einzutauschen. Ich befürchte, Eve soll anstelle Xenas die 10.000 Seelen hüten, sie ist ihre Tochter und vom selben Blut, das Beste, dass Ares bekommen konnte. Wie dieser Tausch aussieht, geschweige denn, wie er es geschafft hat, die Götter dort überhaupt zu einem Handel zu bewegen, ich weiß es nicht. Doch ich befürchte für den Tausch das Schlimmste...“

„Das Schlimmste?! Was bedeutet das genau?“, kam es alarmiert aus dem Kristall.

„Nun Varia, Xena ist tot. Nur so war es ihr möglich, sich für die Seelen aus Higuchi zu opfern. Das war der Preis, den sie für deren ewigen Frieden gezahlt hat...“, Gabrielles Worte ließen Varia das letzte bisschen Hoffnung verlieren.

„Er wird sie töten oder, Gabrielle?“, Gabrielle brach das Herz, als sie das Leid und den Schmerz in Varias Augen erkannte.

„Ich befürchte es...“

„Wir brauchen einen Plan, es muss doch irgendwie möglich sein, schneller in dieses Land, in diese Stadt zu kommen...“, Varia trat wütend gegen das tote Holz eines knorrigen Baumes.

„Es gibt da noch jemanden... Sie ist die Einzige, die uns jetzt noch helfen kann. Ich habe sehr lange nicht mehr mit ihr gesprochen. Ich hoffe, sie erhört meine Rufe...“, Gabrielle blickte in zwei verdutzte Gesichter, „...Aphrodite? Kannst du mich hören? Bitte, ich brauche deine Hilfe!“, als sich nichts regte, wiederholte sie ihre Worte.

Minuten vergingen ohne ein Zeichen der Göttin...

„Ich glaube, sie ist übergeschnappt.“, flüsterte Sahlia ihrer Schwester zu, die Gabrielle ansah, als hätte sie den Verstand vollkommen verloren.

„Ich verstehe das nicht, normalerweise erscheint sie immer...“

„Aphrodite, die Göttin der Liebe, ist also mit dir befreundet?“, versuchte Sahlia es vorsichtig.

„Ist eine lange Geschichte...“

„Vielleicht hat Ares ihr auch etwas angetan?“

„Nein, Varia, sie ist seine Schwester, die einzige Person, die er noch hat. Wenn ihr etwas passiert wäre, würde die Liebe aufhören zu existieren, glaubt mir, ich weiß es genau. Und da Varia ihre Liebe zu Eve noch spüren kann, ebenso wie du zu Kara, ist sie zumindest im Besitz ihrer Kräfte. Und genau deshalb mache ich mir ja Sorgen...“

„Gut, wo finden wir sie? Gabrielle, ich vertraue dir, wenn du sagst, dass sie helfen kann, lass uns an den Ort gehen, wo du sie vermutest...“

„Sie hat ihren prunkvollsten Tempel, jenen den sie am meisten liebt, etwa vier Stunden von hier. Ahhh!“, Gabrielle hielt sich die Hand an die Schulter.

„Was macht die Wunde?“

„Sie ist tief und muss genäht werden. Doch wir haben weder die Mittel, noch die Zeit dazu.“

„Aber wir können zumindest die Blutung stillen“, Varia trat an einen Baum heran, mit einem Hieb ihres Schwertes, trennte sie einen der Äste ab, sofort lief ein weißer Saft den Stamm herab, „...Sahlia, nimm ein paar von den Blättern dort und beträufel sie damit. Es wird die Blutung zum Erliegen bringen und lindert gleichzeitig den Schmerz.“

„Hab Dank, Varia.“


(xxx)

Unterdessen in Yomi (Unterwelt Japans)

„Onryō? Wo seit ihr, ihr elenden Rachegeister?“

Ares Griff war eisern und Eves Arm war bereits taub an jener Stelle, wo seine starke Hand ihren Arm umklammerte. Mit Schrecken nahm sie ihre Umgebung wahr. Überall um sie herum brannten blaue Feuer an denen Körper hockten und aßen. Der Boden war gesäumt von Leibern, die langsam verrotteten. Der Gestank verwesenden Fleisches war mehr als Eve ertragen konnte.

„Gefällt es dir, Eve? Willkommen hier im Reich der Toten, jener düsteren Unterwelt im Reich der aufgehenden Sonne.“

„Du Bastard! Was hast du vor?“

„Du hast es noch nicht verstanden, oder? Was will ich wohl hier? Ganz einfach, ich werde dich tauschen, wollen wir hoffen, das dein Blut genauso stark ist, wie das deiner Mutter.“

„Was zum...“, Eves Stimme erstickte im Keim, als sie die Kreaturen sah, die direkt auf sie und Ares zu krochen.

„Seid gegrüßt, Gott des Krieges...“, grüßte eines der Wesen, „...Yama wird erfreut sein über eurer Geschenk... gebt sie uns...“, er streckte seine blutenden Hand vor und wollte nach Eve greifen, Ares zog sie jedoch zurück.

„Woher weiß ich, dass er Wort hält?“

Die Kreatur brach in schallendes Gelächter aus...

„Gott des Krieges, keiner weiß ob Yama sein Wort hält, doch euer Handel hat sein Interesse geweckt. Versteht, hier bei uns läuft die Zeit anders, als in eurer Welt...“, zischte es belustigt, was Ares knurren ließ, „...ihr wolltet diesen Tausch. Yama unterbreitete euch dieses Angebot, doch er muss sie erst prüfen. Nur wenn ihr Blut fähig ist, dann wird der Handel vollendet.“

„Wie lange wird das dauern?“

„Nun... Yama ist immer gewillt Izanami und seine Gemahlin Izanagi zu täuschen. Diese Frau, die Kriegerin, die ihr wollt, hat einen Pakt mit Beiden geschlossen, sie gab ihr Leben, ihre Seele für all die 10.000 Opfer Higuchis. So gelang es Izanami, jene Toten davor zu bewahren, hier in Yamas Reich auf ewig zu verwesen, etwas das Yama bis heute nicht verzeihen kann. Ihm fehlen diese Seelen, er wird sich mit der Prüfung beeilen, seid dessen gewiss...“

„Das ist es? Du willst mich, meine Seele für die meiner Mutter opfern. Warum, Ares?“

„Liegt das nicht auf der Hand? Ich liebte Xena vom ersten Moment an, du warst nur ein Zeitvertreib und nie so gut wie sie. Ich vergehe vor Langeweile, keine Schlacht ist gut, wenn Xena nicht versucht, sie zu verhindern. Mir fehlen die kleinen Spielchen zwischen uns, ihre Anwesenheit auf irdischem Terrain, ihr Humor und ihre Kampfeslust. Oft saß ich oben auf dem Olymp oder besser in den Ruinen von dem, was noch übrig war und habe euch beobachtet, dich, Varia, Gabrielle und alle anderen. Lieber weiß ich dich hier unten und Xena bei mir, als das ich jemals auf sie verzichten werde... ich werde nie aufgeben, Eve. Xena erneut zu mir zu holen, egal ob es Gabrielle gibt, oder nicht...“

„Du bist wahnsinnig!!!“

„Wenn die Prüfung vollendet ist, wird Xena ins Jetzt zurückgeholt, sie aber wird bleiben, Yama wird den Tausch vollziehen, ohne das Izanagie und Izanami etwas merken, dann wird er Eves Seele töten und somit die anderen 10.000 auf ewig hierher holen. Dies gelingt nur, wenn ihr Blut stark ist. Gebt sie mir!“, fordernd griff die rot verschmierte Hand nach Eve, Ares ließ sie einfach los...

„Nein, NEIN!!!!!!!“, Eves Schrei hallte von den Wänden wider, bevor die Dunkelheit sie verschluckte...

(xxx)

(4 Stunden später)

„Dort ist er!“, Gabrielle wies auf das Gebäude wenige Meter vor ihnen.

„Das ist der prunkvolle Tempel der Aphrodite?!“, Sahlia verzog skeptisch das Gesicht, der Anblick, der sich den Frauen bot, war nicht sehr vielversprechend. Die Statuen der Göttin schienen der Witterung erlegen zu sein. Überall sah man Risse im Stein, wilde Pflanzen überwucherten die einst wunderschönen Körper. Hier und da fehlten Gliedmaßen, die neben den Podesten auf dem Boden lagen, kaum zu erkennen unter all der Erde. Auf den Stufen verstreut lagen etliche Scherben zerbrochener Weinkrüge und Reste diverser Tierexkremente.

„Hier stimmt etwas ganz und gar nicht...“, Varia griff sich einen größeren Ast vom Boden.

„Ich verstehe das nicht...“, Gabrielle griff nach ihren Sais, „...sie muss ihre Kräfte noch besitzen, doch warum lässt sie ihren Tempel so verwahrlosen?“

„Finden wir es heraus..“, Varia ging an Gabrielle und Sahlia vorbei, geschickt umging sie die scharfen Tonscherben und stemmte sich gegen die massive Holztür, „...sie bewegt sich nicht, es scheint, als wäre sie von innen versperrt!“

„Das Ganze wird immer merkwürdiger...“, gemeinsam versuchten sie die Tür zu öffnen.

„Das bringt gar nichts...“, seufzte Sahlia.

„Vielleicht hilft klopfen.“, Varia schlug mit der Faust ein paar mal zu. Gabrielle legte das Ohr ans Holz und lauschte. Sehr leise konnte sie Schritte vernehmen, die sich näherten. Plötzlich wurde es wieder still.

„Aphrodite?“, nichts, kein Ton war zu hören, „...ich weiß, dass du da bist, bitte öffne die Tür! Das ist ein Notfall!“

„Vielleicht ist sie schüchtern?“, Sahlia legte den Kopf schief.

„Wohl eher nicht. Hallo!! Aphrodite.“, jetzt war es Gabrielles Hand, die ungeduldig auf die Tür ein trommelte.

„Geht weg!! Ich gewähre keine Gebete mehr! Geht, oder spürt den Zorn der Liebesgöttin!“, erklang es aus dem Inneren. Varia hob die Augenbraue und blickte Gabrielle genervt an.

„Na ja, sie ist nicht einfach...“, versuchte sie sich mit einem schiefen Lächeln zu entschuldigen, „...Aphrodite, ich bin es, Gabrielle.“

„Gabrielle?!“, es klang leicht schrill, „...bist du es wirklich?“

„Ja, bitte öffne die Tür!“

„Beweise es!“

„Was soll das nun wieder?!“, zischte Varia ungeduldig.

„Varia, bitte.“ mahnte Gabrielle sie zur Ruhe. „...gut... ahm...“, Gabrielle versuchte sich zu sammeln, „...Ja, dass ist es. Aphrodite, erinnerst du dich an die Sache mit Caligula? Damals benutzte er dich, um sich deiner Göttlichkeit zu bemächtigen, Xena gab sich als Saba aus und wir versuchten dich und Ares zu befreien. Du warst vollkommen in Trance, als ich dich, während der Feier zur Seite nahm, um mit dir zu reden, da hast du mich geküsst...“

„Sie hat was?!“, entwich es Sahlia laut.

„Shhh Sahlia! Wir waren damals alleine, niemand hat diesen Kuss gesehen...“

Es vergingen einige Sekunden. Endlich wurde etwas Schweres zur Seite gezogen und fiel dumpf auf den Boden. Ächzend öffnete sich der Eingang. Im Tempel schien die Luft zu stehen, Gabrielle sah sich um, konnte ihre Freundin jedoch nicht entdecken.

„Wo ist sie denn nun?“

Gabrielle wollte gerade ein zweites Mal rufen, als sie eine Bewegung im Schatten, einer der großen Säule ausmachte.

„Du bist es wirklich...“, es war nur ein schwaches Flüstern, endlich trat die Göttin der Liebe ins Licht und musterte die drei Frauen. Sie sah unverändert aus, ihr blondes, lockiges Haar ruhte auf ihren schlanken Schultern und der wenige, rosafarbenen Stoff, der ihren Körper umgab, verhüllte nur das Nötigste.

„Schön dich zu sehen...“, Gabrielle breitete die Arme aus, eine Geste, die Aphrodite gerne annahm.

„Bist du gekommen um mir zu helfen?“

„Ich verstehe nicht...“

„Wir sind gekommen, um deine Hilfe zu erbitten.“, Sahlia ging ein Stück auf die Göttin zu und verneigte sich.

„Ihr seid Amazonen, nicht wahr?“

„Das sind wir.“

„Ich bin überrascht, dass es nach Artemis Tod überhaupt noch welche gibt.“

„Meine Name ist Sahlia, das ist meine Schwester, Varia.“

„Du bist die legendäre Amazonenkönigin?“, Aphrodite kniff die Augen zusammen. Varia nickte nur.

„Sie redet nicht viel, oder?“

„Aphrodite, wir brauchen deine Hilfe. Du bist eine Göttin, wir müssen ins Land der aufgehenden Sonne und das sehr schnell. Nur deine Kraft kann uns noch helfen...“

„Das ist leider nicht mehr möglich...“, die Göttin sah traurig zu Gabrielle, bevor sie sich auf den weichen Kissen niederließ.

„Aber du hast deine Kräfte noch...“

„Nein, Gabrielle...“, unterbrach Aphrodite sie, „...meine Kräfte beschränken sich nur noch auf den Erhalt der Liebe, ich bin eine Gefangene in meinem eigenen Tempel.“

„Was ist geschehen?“

Seufzend verbarg Aphrodite das Gesicht den Händen bevor sie sprach.

„Vor einiger Zeit brachten mir meine Anhänger, jene Menschen, die sich Liebe erbaten, Opfergaben. Nichts ungewöhnliches, dachte ich zumindest. Als ich mir die Krüge mit feinstem Öl, die Körbe mit Obst und die teure Seide ansah, bemerkte ich ein goldenes Kästchen. Als ich öffnete war das darin...“, sie hob die Hand und Gabrielle sah den schwarzen Ring an ihrem Finger.

„Was ist das?“, Sahlia trat näher und begutachtete das Schmuckstück.

„Es ist der Ring des Hephaistos...“, kam es matt zurück.

„Ring des Hephaistos?“

„Viele, viele Jahre vor eurer aller Geburt, schmiedete er den Ring für mich als Zeichen seiner Liebe. Er war von mir besessen und vernachlässigte seine Arbeit für Zeus. Wir ihr wisst, ist es Hephaistos, der die verheerenden Blitze des Göttervaters schmiedete. Schon damals wusste ich nicht um seine Wirkung. Hephaistos schenkte mir jenen Ring, jedoch kurz bevor er ihn an meinen Finger stecken konnte erschien Zeus persönlich und nahm ihn an sich. Er befahl mir die Schmiede der Unterwelt zu verlassen. Als ich danach zurückkehrte war Hephaistos gebrochen, Zeus musste ihn hart bestraft haben. Als ich nach dem Ring fragte, sagte er, dass dieser sich versteckt auf dem Olymp befinden würde. Erst heute, hunderte Jahre danach, weiß ich um seine Kraft...“

„Wenn du wusstest, dass es dieser Ring ist, warum hast du ihn angelegt?“

„Ich wusste es nicht. Hephaistos gravierte ein Herz in seine Oberfläche ein, dieser Ring hatte keines. Kaum hatte ich ihn angelegt, verblasste das Gold und er wurde schwarz. Ich habe alles getan um ihn abzulegen, doch dies ist unmöglich. Nun verstehe ich, warum Zeus ihn mitnahm, er wusste um seine dunkle Kraft...“

„Was genau bewirkt er?“

Aphrodite lachte laut auf.

„Der Ring erhält meine Gabe der Liebe. Er wurde so geschmiedet, dass diese nie vergeht. Ich denke so wollte Hephaistos sicher gehen, dass ihm meine Liebe immer gewiss ist. Doch er war ein eifersüchtiger Mann. Der Ring ist gleichzeitig ein Gefängnis... Er hält den Träger an einem Ort und verhindert, dass ich meine anderen Kräfte gebrauchen kann. Hier in diesen Mauern bin ich unsterblich, nur fähig der Welt Liebe zu schenken, doch ich kann mein Gefängnis nicht mehr verlassen, verstehst du jetzt, Gabrielle?“

„Ja. Hätte er es geschafft dir diesen Ring anzulegen, hätte er dich für immer in der Unterwelt halten können. Zeus und die anderen Götter hätten es nie bemerkt, denn die Liebe der Menschen wäre weiter erhalten geblieben und du wärst für ewig in der Schmiede gefangen gewesen, an seiner Seite.“

„So ist es, Gabrielle. Doch ich verstehe nicht wie dieser Ring hier her kommen konnte, er ist versteckt auf dem Olymp zu dessen Ruinen bis heute kein Sterblicher Zugang hat...“, Gabrielle atmete hörbar aus, etwas das Aphrodite fragend zur Kenntnis nahm.

„Nein... kein Sterblicher... aber ein verfluchter Gott. Aphrodite, ich denke, du solltest da etwas wissen...“