Fly in Air - New Generation

von Mirisu
GeschichteAllgemein / P18
09.11.2015
29.09.2019
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Zu dieser Zeit war Nory, die älteste Tochter von Jin und Seren, seit mehreren Tagen unterwegs. Die Blauhaarige war von Zuhause abgehauen, nachdem sie erfuhr, dass ihr Vater erloschen war. Irgendwie war sie wütend, weil offenbar niemand die Warnung aus der Zukunft ernst genommen hatte. Das junge Mädchen hing sehr an ihrem Vater, weshalb sie deshalb besonders betroffen war. Seit sie abgehauen war, hatte sie sich dauernd mit Anderen, hauptsächlich Chiropteran, angelegt. Durch die Kämpfe wurde das Mädchen etwas in Mitleidenschaft gezogen. Die Blauhaarige hatte zerfetzte Kleidung, sowie stark verschmutzte Haare und einige offene Wunden. Nach einer Weile setzte sich das Mädchen an einen Fluss und machte dort eine kleine Pause. Dort hob sie ihre wunden Hände in das kühle Nass, woraufhin das Wasser eine rötliche Farbe annahm. Nory betrachtete ihr stark verdünntes Blut, ehe sie mit ihren Händen etwas Wasser aus dem Fluss schöpfte und dies trank. Sie musste sich eingestehen, dass sie ihre Familie vermisste, aber dennoch wollte sie nicht zurückkehren.

Als die Blauhaarige ein Knacksen im Gebüsch wahrnahm, stand sie auf und schaute sich um.
„Wer ist da?“, schrie sie. „Zeig dich!“
Es dauerte kurz, bis aus dem Gebüsch ein mittelgroßer, weißer Wolf mit einer X-Narbe an der Brust hervor trat.
„Was willst du hier, Tsume?“, brummte das Mädchen.
„Ich bin nur auf dem Heimweg“, meinte dieser und nahm seine menschliche Form an. Nory drehte sich diesbezüglich um, da der Weißhaarige unbekleidet da stand. Sofort nahm er seine Tasche hoch und zog sich seine Boxershorts und seine Hose an.
„Und was machst du hier?“, fragte der Weißhaarige.
„Geht dir einen feuchten Dreck an!“, fauchte Nory.
„Wieso bist du nicht bei deiner Familie und warum bist du verletzt?“, wollte er von ihr wissen.
„Ich sagte eben, dass es dich nichts angeht!“, schrie das Mädchen den Jungen an. Als die Blauhaarige gehen wollte, merkte sie, wie der Junge sie am Arm fest hob.
„Lass mich sofort los!“, schrie sie ihn an.
„Nein“, meinte Tsume nur und blickte sie an.
„Du sollst mich loslassen!“, schrie sie wieder und wollte ihm eine Ohrfeige verpassen. Allerdings konnte sie seine Wange nicht erreichen, da Tsume ihre Hand abgefangen hatte und diese nun ebenfalls festhob.
„Du kannst doch mit mir reden“, meinte dieser ruhig.
„Du kannst mich mal!“, schimpfte Nory.
„Ist es wegen deinem Vater?“, fragte der Junge.
Er bemerkte, wie das Mädchen schlagartig ruhig wurde und ihn ansah.
„Also hab ich Recht?“, fragte Tsume wieder.
„Er ist doch tot“, meinte Nory.
„Stimmt nicht ganz. Denke ich. Wir könnten ja mal meine Mutter fragen“, meinte Tsume, während er sich sein Shirt wieder anzog, mit dem er seine Narbe verdeckte.
„Und dann?“, wollte die Blauhaarige wissen.
„Sehen wir ja dann“, sagte Tsume. „Wir sollten nach Hause.“
Nory dachte kurz nach, stimmte aber nach einer Weile dann doch zu. Sie sah, wie Tsume vorausging und irgendwann anhielt.
„Kommst du?“, rief er ihr zu, woraufhin Nory nickte und zu ihm lief, ehe die Beiden sich auf den Heimweg machten. Auf dem gesamten Heimweg war die Blauhaarige ruhig und wechselte mit Tsume kein einziges Wort.
„Du kannst gerne mit mir reden“, meinte Tsume mit einem leichten Seufzer, doch das Mädchen zuckte nur mit ihren Schultern.
„Du kannst mich wohl nicht leiden, oder?“, fragte der Weißhaarige, woraufhin Nory den Kopf schüttelte.
„Nory… du kannst echt mit mir reden“, seufzte der Junge nach einer Weile. „Immerhin kennen wir uns schon seit wir paar Monate alt waren.“
„Ja und?“, meinte das Mädchen leise.
„Nix ja und“, sagte Tsume und kam nach einer Weile mit ihr bei ihr zu Hause an.

Dort klingelte er an der Haustüre. Es dauerte nur kurz, ehe die Türe sich öffnete und dahinter Soren stand.
„Nory, Tsume… kommt rein“, meinte der Einarmige und ließ die beiden herein. Nory nutzte die Gelegenheit und rannte in ihr Zimmer herauf, ehe Soren sie irgendwas fragen konnte.
„Was ist mit ihr?“, fragte Soren den Weißhaarigen.
„Frag bitte lieber nicht“, meinte Tsume, ehe er zu ihr hochging.
„Hm…“, sagte Soren und gab Seren Bescheid, dass ihre Tochter wieder daheim war.
Sofort lief Seren nach oben und klopfte an der Tür, ehe sie ihr Zimmer betrat.  Sie sah, dass bereits Tsume bei ihr war und versuchte, mit ihr zu reden, er aber dennoch keine Antwort bekam.
„Nory?“, sagte Seren vorsichtig und lief zu ihr hin. Ihre Tochter drehte sich zu ihr um, sagte aber dennoch kein Wort.
„Wo warst du denn?“, meinte ihre Mutter und war den Tränen ziemlich nahe. Vorsichtig nahm sie ihre Tochter in die Arme und merkte, wie sie sich wegdrücken wollte. Allerdings hob Seren ihr Kind fester und zog sie zu sich.
„Mach mir nie wieder Sorgen!“, meinte sie, während ihr einige Tränen an ihren Wangen herunterliefen.
Die junge Blauhaarige blickte auf und sah, dass ihre Mutter weinte.
„Du bist ja verletzt“, meinte Seren nach einer Weile, als sie ihre Tochter musterte. „Geh erstmal duschen, okay?“
„Na gut“, flüsterte Nory und ging ins Badezimmer.
„Ich werde mal meine Mutter holen“, meinte Tsume und rannte in seiner Wolfsform aus dem Haus.

Nach einer Weile war Nory mit dem Duschen fertig und lief mit einem Handtuch bekleidet in ihr Zimmer. Dort wurde sie von ihrer Mutter aufs Bett gedrückt, wo sie auch ihr Handtuch abgenommen bekam.
„Mama!“, schrie das Mädchen panisch und zuckte stark zusammen, als ihre Mutter die Wunden mit Desinfektion reinigte. Danach verband Seren ihre Älteste und ging mit ihr nach unten, wo inzwischen Tsume mit seiner Mutter eingetroffen war.
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