Fly in Air - New Generation

von Mirisu
GeschichteAllgemein / P18
09.11.2015
01.04.2019
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Vorwort:
Bevor ihr diese Story anfangt zu lesen, solltet ihr den ersten Teil schon gelesen haben: http://www.fanfiktion.de/s/555385130004be6b30c5c399/1/Fly-in-Air

Prolog

Seren saß deprimiert auf dem Sofa und redete kaum bis überhaupt nicht mit irgendjemanden. Es war schon eine Woche her, nachdem Jin endgültig erloschen und fort war.
Dies nahm alle sehr mit und auch Daria, gab sich die Schuld daran, dass sie ihn nicht retten konnte. Eigentlich hätten Jins Freunde und Familie ihn vergessen sollen, nachdem er erlischt, jedoch war es diesmal seltsamerweise nicht der Fall.
Die junge Flame Haze setzte sich zu Seren und legte vorsichtig ihre Hand auf Serens Schoß.
„Tut mir echt leid…, ich hab es voll vermasselt, ich dachte, ich hätte damals das Problem endgültig gelöst, sodass er schon gar nicht mehr verschwinden kann.“, murmelte Daria.
Seren blickte die Schwarzhaarige mit einem tränenerfüllten Blick an. „Hör auf, dir die Schuld daran zu geben…“, murmelte die Blauhaarige.
Daria konnte darauf nur einen Seufzer von sich geben.
„Ihr solltet auch mal was essen.“, mischte sich Mizuki ein, „Ihr esst ja kaum bis gar nichts…“
„Keinen Hunger.“, erwiderten die zwei jungen Frauen im Chor.
Die Kurzhaarige kratzte sich seufzend am Kopf. „Wenigstens ein bisschen was.“
„Wenn es sein muss…“, gab die Blauhaarige schließlich nach und stand, wie Daria auch, vom Sofa auf und folgten der Rosarothaarigen ins Esszimmer.
Briec hatte mittlerweile schon alles vorbereitet, sodass er und seine Mitbewohner gleich etwas essen konnten.
Es traf alle sehr, was mit Jin geschah, vor allem, weil keiner damit jemals gerechnet hatte.

Dieser Ort war angenehm warm, dennoch fühlte sich alles ziemlich leer an. Er sah sich um, feststellend, dass er nicht auf festem Boden stand, sondern einfach in der Luft schwebte. Wo war er hier nur gelandet? Er kannte diesen Ort nicht, aber er wusste, dass ihm etwas fehlte. Nur fiel ihm nicht sofort ein, wer oder was ihm fehlte.
Auf einmal riss er seine Augen auf und er musste feststellen, dass er wohl von der Welt gegangen sein muss – erloschen ist.
Jetzt auf einmal kam ihm alles wieder in den Sinn, er ist tot, er musste zumindest tot sein, aber was suche er dann an diesen Ort, fragte er sich.
Der Schwarzhaarige erblickte ein Licht, von dort aus auch kurz darauf eine Stimme ertönte.
„Hast du, Mystes Jin, Interesse, diese Welt zu befreien? Die Tomogara in eine andere Welt zu schicken und ihnen diese zu schenken? Jedoch muss man dafür den Preis bezahlen, dass die Erde vermutlich dafür blechen muss.“, kam es von der Stimme.
„Werden dann alle in Frieden leben können?“, wollte Jin nur von dem Unbekannten wissen.
„Natürlich, sogar Tomogara werden ihren Frieden finden und auch mit den Anderen friedlich zusammenleben können. Ich will ein Paradies schaffen und du könntest mir helfen. So könntest du auch weiterleben und ich bewahre dich vor dem Erlöschen.“, argumentierte der Unbekannte.
„Kann ich dann meine Familie wiedersehen?“, fragte der Schwarzhaarige.
„Natürlich kannst du das.“, antwortete die Stimme.
Jin stimmte dem Mitglied von Bal Masque zu. Er wurde daraufhin von Licht umhüllt und Jin fand sich kurz darauf in einem riesigen, etwas königlich aussehenden Gebäude wieder.
Der Schwarzhaarige lief durchs Gebäude und begutachtete erstmal alles. Daraufhin stieß er auf Sydonay, dem Gestaltenwandler. Es war schon ziemlich lange her, als Jin den älteren Herren das letzte Mal sah.
Der Grauhaarige kniete sich vor ihm nieder und verbeugte sich leicht. „Willkommen, Meister, was kann ich für Euch tun?“
Jin überlegte kurz, bis er schließlich sagte: „Ich würde gerne auf die Erde wollen…, ein paar Freunde besuchen.“
Sydonay stand wieder vom Boden auf und erklärte dem Schwarzhaarigen, wie er dort hin gelang.
Jin verstand und machte sich daraufhin auf den Weg.

Gegen die Mittagszeit lief Jin am Meer entlang, das in der Nähe seiner Heimat lag. Er musterte sich im Spiegelbild des Wassers. Seine Haare waren viel länger und zu einem Zopf geflochten. Das lag daran, dass dieses Aussehen nicht seines war, sondern das, mit dem er seinen Körper teilte. Er schloss seine Augen und konzentrierte sich. So schaffte er es, sein normales Aussehen wieder wahrzunehmen und trug auch wieder seine kurzen, schwarzen Haare.
Daraufhin lief er weiter, in die Richtung seines Zuhauses – bei seiner Familie und seinen Freunden. Natürlich hatte er nicht vor, dort zu bleiben, er wollte nur einen kurzen Besuch dort abstatten.
Nachdem er zuhause ankam und vor der Haustüre stand, klopfte er an der Tür. Als sich die Tür öffnete, erblickte Jin Daria.
Die Flame Haze sah ihn mit offenen Mund an, da sie nicht glauben konnte, wen sie vor sich stehen sah.
„D-du bist doch… erloschen…“, murmelte Daria aufgelöst.
„Das ist sogar mir ein Rätsel.“, nuschelte Alastor vor sich hin.
„Längere Geschichte.“, lächelte der Schwarzhaarige und beschwor sein Schwert Blutsauger herauf.
„Was hast du vor?“, wollte Shana von ihrem besten Freund wissen.
„Kleines Training gefällig?“, fragte er motiviert.
„Freiwilliges Training? Sehr ungewöhnlich für dich. Willst du nicht erst reinkommen…? Also damit die anderen wissen, dass du noch am Leben bist?“
„Erst das Training, dann das Vergnügen.“, lächelte er.
„Na gut.“, gab Daria schließlich nach und schloss die Haustür hinter sich.
Daria folgte ihrem besten Freund auf eine Weide, wo genügend Platz für ein Training war.
Anschließend zog sie ihr Schwert Nietono no Shana, ihre Haare und Augen färbten sich daraufhin rot. Daraufhin startete sie den ersten Angriff, den Jin ohne Problem mit seinem Schwert kontern konnte. So schlug er ihr Schwert aus der Hand und stieß Daria gegen einen Baumstamm. Als sie zu Boden ging, lief Jin geradewegs auf sie zu und nahm ihr Alastor weg, den er sich selbst um seinen Hals band. Seine Kraft war auf einmal enorm angestiegen, so stark war er zuvor noch nicht, als er vor einer guten Woche verschwand.
„Daria, lauf weg, er führt irgendwas im Schilde!“, warnte Alastor seine Partnerin.
Die Rothaarige wollte aufstehen, jedoch wurde sie von Jin gegen den Baum gedrückt. Er band ihr eine Kette um ihr Handgelenk, was ihre sämtlichen Fähigkeiten blockierte.
„Was soll das, Jin?! Du kannst doch uns nicht so in den Rücken fallen, vor allem nicht deiner Familie und auch Nitrus!“, fuhr sie ihn an und versuchte sich von ihm loszureißen, jedoch ohne Erfolg.
Jin gab darauf keine Antwort und veränderte sein Aussehen wieder. Seine Haare blieben schwarz und wurden lang. Wieder waren sie zu einem Zopf zusammengeflochten und auch seine Kleidung hatte sich Uniformmäßig verändert.
„Du kommst jetzt mit.“, sagte Jin.
Auch seine Stimme hatte sich verändert, sie klang viel tiefer und ernster.
„Nein!“, weigerte sich Daria und wollte ihm entkommen.
Jedoch war sein Griff zu fest und Daria musste feststellen, wie sie von einem Lichtkegel umhüllt wurden und sich anschließend in der Welt der Tomogara befanden.
Jin führte die Flame Haze in ein Zimmer und drückte sie aufs Bett. „Außerdem könntest du mir eine gute Hilfe sein, also bleib brav.“, lächelte er freundlich.
Als er ihr eine Umarmung schenken wollte, wurde er jedoch von Shana weggeschubst.
„Hm, auf einmal so abweisend.“, stellte er fest.
„Wundert dich das?!“, murrte Shana.
Jin zuckte nur mit den Schultern. Er verließ das Zimmer und sperrte die Tür ab, sodass Daria nicht einfach abhauen konnte.

„Er hat einfach so Alastor mitgenommen.“, seufzte Daria und musste feststellen, dass Jin ihr auch das Schwert abgenommen hatte.
So hilflos wie jetzt, fühlte sie sich zum ersten Mal. Vor allem, weil sie wusste, dass die anderen sie nicht so schnell finden würden, zudem man nicht einfach so hierher kam. Wie man in die Welt der Tomogara namens Guze gelang, wussten eigentlich nur Flame Hazes, Tomogara und vielleicht noch Mystes.
Sonst kam keiner einfach so hierher oder konnte diesen Ort auffinden. So musste wohl Daria auf Margery hoffen.
Verzweifelt ließ sie sich zurück aufs Bett fallen und legte ihren Arm auf die Stirn ab.
Nun war wohl wirklich das wahrgeworden, was nie jemand befürchtet hätte – und zwar, dass Jin zu jenen wurde, wie es sich keiner vorgestellt hätte.
Zwar wurden Kai und Mizuki in der Zukunft vor Jin gewarnt, aber dennoch gab es viele Unterschiede in der Gegenwart und in der Zukunft. Noch dazu kam, dass Jin vor einigen Jahren noch schwor, dass er nie so werden würde. Ob dies seine Absicht war? Oder lag es daran, dass er erlosch und jetzt wieder hier war? Vielleicht hatte er dadurch eine Veränderung erlitten.
Diese ganzen Fragen schwirrten Daria durch den Kopf. Sie konnte einfach nicht glauben, was hier nun geschah und verlor einige Tränen.
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