The Night Shift - Liebe geht durch die Hölle

GeschichteDrama / P18 Slash
Dr. Drew Alister Rick Lincoln
07.11.2015
20.02.2017
14
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Drew ist noch immer geschockt von dem Brief den Rick ihm geschickt hat, in dem stand es ist AUS. Ein Brief? Was sollte das. Hätte er es ihm nicht wenigstens ins Gesicht sagen können? Aber was hatte er erwartet, nachdem 0r vor einigen Wochen nach ihrem Streit ausgezogen ist? Er leert sein Glas und winkt Bill herbei damit er ihm das Glas auffüllt. “Mensch, Drew, das war der 12te. Du hast genug. Geh nach Hause,” meint Bill, der gutmütige Barkeeper.
“Hab ich dich nach deiner Meinung gefragt?” schnautzt Drew und bereut es im gleichen Moment. Bill war nicht der Feind, das war er schon selbst, denkt er und deutet wieder auf sein leeres Glas.
“Wie du willst.” Bill zuckt die Schultern und füllt nach. Doch Drew sieht, wie er den Kopf schüttelt als er weg geht.
“Na gut, wenn du meinst dann geh ich nach diesem,” nuschelt Drew und knallt ein paar Scheine auf den Tresen. Als er sich dann erhebt merkt er wie der Boden anfängt gefährlich zu schwanken. Er kann sich gerade noch an einem Stuhl festhalten bevor er auf die Nase fällt. Dreizehn doppelte Whiskey in einer guten Stunde war keine so gute Idee. Zumal er ja sonst so gut wie keinen Alkohol trinkt, aber heute ist ihm alles egal, er will nur noch vergessen und schlafen.
Rick ist weg. Was soll das alles noch? Schlafen und vergessen klingt nach einem ausgezeichneten Plan.
“Stop!” Bill stellt sich ihm in den Weg als er nach seinen Autoschlüsseln sucht und Drew schaut auf, verwirrt.
“Was?” faucht er. Bill kommt um seinen Tresen herum und hält die Hand auf.
“Autoschlüssel. Sofort! In dem Zustand lass ich dich nicht fahren.”
“Was geht dich das an?” giftet Drew aber Bill geht ihm nicht aus dem Weg.
“Freiwillig oder ich ruf TC an”, droht Bill und endlich gibt Drew auf und händigt ihm die Schlüssel aus. Widerwillig. Also macht sich Drew zu Fuß, heftig torkelnd, auf den langen Weg nach Hause. Die frische Luft ernüchtert ihn wieder ein bisschen und so ist er nicht mehr ganz so unsicher auf den Füßen als er die Auffahrt zum Haus hinauf wankt.
Doch kaum hat er die Türe aufgesperrt springt ihm sofort Buddy, ihr Hund, entgegen. Der Pittbull war den ganzen Tag drinnen gewesen und fordert nun laut kläffend sein Recht ein, welches Drew genervt zur Kenntnis nimmt. So schnell wie es nur geht flitzt Buddy in den Garten und taucht nur wenige Minuten später wieder zufrieden auf.
Buddy ist völlig unbeeindruckt von Drews schlechter Laune. Er kläfft ihn an und will Aufmerksamkeit. Jetzt. Und da Rick nicht mehr da ist um sich um den Hund zu kümmern bleibt es an ihm hängen. Er nimmt einen Ball und wirft ihn im hohen Bogen weg.  ‘Ach Buddy, wenn ich dir doch nur klar machen könnte, dass Rick nicht mehr da ist’, denkt Drew bei sich und wischt sich die Tränen aus den Augen, als der Hund auch schon wieder vor ihm sitzt und weiter bespaßt werden will. So geht das noch eine ganze Weile hin und her, bis Buddy genug hat und ins Haus trottet. “Naa, endlich fertig, du verdammter Köter.” Auch Drew geht ins Haus, gibt dem Tier sein Fressen und marschiert dann direkt ins Schlafzimmmer, lässt sich voll bekleidet auf das Bett fallen und schläft auch sofort ein.


Es ist dunkel draußen als ein nerviges Geräusch Drew aufweckt. Er braucht einige Minuten um zu realisieren, dass es sein Wecker ist. Stöhnend versucht er, das Geräusch abzustellen aber er schafft es nur, den Wecker vom Nachttisch auf den Boden zu befördern. Leise fluchend klettert er über das Bett - Ricks Seite - um endlich den verfluchten Wecker zum Schweigen zu bringen. Allerdings fühlt sich auch Buddy genervt vom Klingeln und bellt und jault wie ein Verrückter vor der Türe.
“Lasst mich doch endlich in Ruhe”, stöhnt Drew und presst sich ein Kissen über den Kopf doch auch das bringt weder den Wecker noch den Hund dazu, leise zu sein. Nach einem weiteren Versuch schafft er es endlich, sich aus dem Bett zu rollen und er landet mit einem dumpfen Geräusch auf dem Teppich, angelt nach dem Wecker und stellt ihn ab.
Sein Kopf fühlt sich schwer an und er hat rasende Kopfschmerzen. Und das Gebell von Buddy macht es auch nicht besser.
“Hör endlich auf zu BELLEN, DU VERFLUCHTES MISTVIEH!!!” Flucht er und schleudert ein Buch vom Nachtschrank mit voller Wucht in Richtung Hund. Jaulend rennt Buddy davon und ist endlich still.
Langsam quält er sich vom Boden hoch und schafft es mit Mühe ins Badezimmer. Er vermeidet es in den Spiegel zu schauen, kann im Moment den Anblick des Typen darin  nicht ertragen. Er öffnet den Schrank, nimmt das Fläschchen mit Aspirin und schluckt drei davon mit einer handvoll Wasser bevor er in die Dusche steigt. Als Drew nach 20 Minuten  endlich mit duschen fertig ist, kommt er in die Küche und stellt fest das der Boden voller Blut ist. Buddy liegt leise wimmernd unter einem Stuhl, zuckt zusammen und schaut sein Herrchen vorwurfsvoll an. Er hatte das arme Tier voll getroffen mit dem Buch und ihn am Kopf verletzt.
“Scheiße, Buddy… das wollte ich nicht.” Drew geht vorsichtig in seine Richtung aber der Hund klemmt die Rute zwischen die Beine und winselt ängstlich. ‘Verfluchtes Arschloch’ beschimpft er sich selbst innerlich als er in die Hocke geht um nicht so bedrohlich auf Buddy zu wirken.
“Na komm, Kleiner”, lockt er vorsichtig, eine Hand ausgesgtreckt. Er muss die Wunde versorgen aber der Hund hat ganz offensichtlich Angst. “Na komm, ich tu dir nicht mehr weh,” murmelt er und langsam wagt Buddy sich unter seinem Stuhl hervor, schnüffelt an der Hand und erst als Drew einen kleinen Schritt in seine Richtung macht, lässt er sich anfassen.
Vorsichtig, um dem Tier nicht noch mehr Schmerz zuzufügen, schaut er sich die Wunde an. Zum Glück ist es nicht tief. Aber gereinigt werden muss es trotzdem.
“Komm mit, Kumpel, wir versorgen das besser mal”, sagt er und führt Buddy am Halsband ins Badezimmer. Vorsichtig nimmt er etwas Desinfektionsmittel und reinigt die Wunde.
“Buddy, es tut mir leid… er fehlt mir so sehr, und dir doch sicher auch.” Er streicht sanft über den Kopf seines vierbeinigen Kumpels. Buddy spürt die Vertrautheit und nutzt den Moment um Drew übers Gesicht zu schlecken. “Na los, machen wir dich fertig damit du dann zu Mrs. Johnson kannst.” Die alte Nachbarin passt auf den Hund auf wenn niemand zu Hause ist. Und sie füttert ihn immer mit selbst gebackenen Pasteten. Buddy liebt Mrs. Johnson und schon die Erwähnung des Namens sorgt wieder für gute Stimmung. Der Hund springt auf und rennt schwanzwedelnd zur Haustüre.
Drew geht ins Schlafzimmer um sich selbst umzuzuiehen für seine Schicht doch bevor er das Haus verlässt putzt er sich noch einmal die Zähne. Muss ja nicht gleich jeder die Fahne riechen. Vor der Tür schaut er sich verwundert um. <i>‘Wo ist mein Auto, verdammt?’</i> Bis ihm wieder einfällt, dass Bill ihm ja die Schlüssel abgenommen hat.
“Komm Buddy, heute gehen wir zu Fuß.” Verwirrt schaut der Hund ihn an, Buddy liebt es zwar zu spielen und zu toben, aber spazieren gehen, dass geht gar nicht. Entsprechend lustlos folgt er Drew die Straße runter und zu Mrs. Johnsons Haus. Aber je näher sie der Auffahrt kommen, desto aufgeregter wird der Hund. Dort wohnt sein zweitliebster Futterspender und es gibt Tennisbälle. Viele, viele Tennisbälle.
“Hallo Drew, hallo Buddy… das ist schön, dass ihr mal wieder vorbei kommt,” freut sich die alte Dame und knuddelt den Hund durch.
“Kann Buddy bei dir bleiben?”
“Na klar.” Mrs. Johnson beugt sich nach unten um den Pitbull zu kraulen und stutzt.
“Was ist da passiert?” Fragt sie und Drew weicht ihrem Blick aus.
“Ein Unfall,” lügt er und beißt sich auf die Lippen um nicht mit der Wahrheit herauszuplatzen.
“Hat er wieder nicht aufgepasst, der kleine Racker?” Drew starrt für einige Sekunden auf seine Schuhe. Doch gerade rechtzeitig wechselt Mrs. Johnson das Thema. “Hat er sich gemeldet?” Das neue Thema war auch nicht viel besser.
“Nein… tut mir leid, ich muss los.” Drew ist kurz angebunden und er weiß, dass Mrs. Johnson noch nicht fertig ist. Doch als sie den Mund öffnet um noch einmal nachzuhaken, dreht er sich schnell um. “Ich bin schon spät dran.”
“Na gut.” Mrs. Johnson nickt, holt einen ihrer Tennisbälle hervor die sie überall liegen hat seit sie ab und an auf Buddy aufpasst und wirft ihn in ihren Garten. Und der Pitbull rennt begeistert hinterher.
“Ich hol ihn morgen früh nach der Schicht wieder ab,” sagt Drew und zwingt sich zu lächeln doch er weiß das Mrs. Johnson weiß dass es nur gespielt ist.
“Ihr
solltet wirklich noch einmal reden,” sagt sie doch Drew tut so, als ob er es nicht mehr gehört hat, er ist schon halb die Auffahrt runter, die Lippen fest zusammengepresst. Nein, er würde sich nicht hier gehen lassen und er würde auch nicht offen zugeben, dass er ‘ihn’ vermisst.
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