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Im Schatten der Nacht

von Kakati
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / Gen
Hiruzen Sarutobi Kakashi Hatake OC (Own Character) Yamato (Tenzo)
03.11.2015
31.01.2017
63
198.507
122
Alle Kapitel
328 Reviews
Dieses Kapitel
14 Reviews
 
 
03.11.2015 735
 

Hallo und Herzlich Willkommen zu meiner neuen Geschichte 'Im Schatten der Nacht'.

Zuallererst möchte ich alle willkommen heißen, die den Weg von Ascherot hier her gefunden haben. Doch selbstverständlich freue ich mich auch über jeden neuen Leser! :D

Zu Beginn noch ein paar Kleinigkeiten:
Ich werde versuchen, alle sieben Tage ein neues Kapitel hochzuladen, aber vermutlich wird es auch manchmal zu kleinen Zeitverschiebungen kommen, wofür ich mich bereits im Voraus entschuldigen möchte.
Aber ich werde auf jeden Fall versuchen, jede Woche ein neues Kapitel hochzuladen.  

Außerdem möchte ich mich vorweg gerne bei Nayle fürs Betalesen bedanken. Danke, dass du dich erneut dazu bereiterklärt hast ^^

Ach ja, über Rückmeldungen aller Art würde ich mich selbstverständlich sehr freuen :)


Viel Spaß beim Lesen!




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Prolog



Leuchtend hell stand der Vollmond am Himmel und tauchte, trotz der Dunkelheit der Nacht, den Wald in ein helles, silbernes Licht. Der Mond war in dieser Nacht so deutlich zu sehen, dass einem jeder einzelne Krater auf der großen hellen Scheibe am Himmel überdeutlich ins Auge sprang, selbst die umliegenden Sterne wurden von seinem schon beinah gleißend hellen Licht überstrahlt.
Außerdem bedeckte keine Wolke den Himmel – klarer und heller hätte die Nacht nicht sein können.  

Die Blätter und Nadeln der Bäume wirkten in diesem Licht jedoch unnatürlich hart und wie gemeißelt, als wären sie aus Marmor und doch konnte man jede Blattader, jeden Stiel, jeden Ast und jeden Grashalm überdeutlich erkennen.

Und es war still.

Obwohl es für gewöhnlich in einem Wald niemals still war, obwohl immer die leisen Schritte eines Tiers, die Rufe einer Eule, das Surren eines Insekts oder einfach nur das Rascheln der Blätter zu hören war, drang in dieser Nacht kein einziges Geräusch durch die Bäume, selbst die Luft stand still und bewegte sich kein bisschen.  

Und doch lag eine unglaublich starke Spannung über allem, es wirkte, als würde ein falscher Schritt, eine falsche Bewegung oder ein überhasteter Atemzug etwas wirklich Schreckliches, etwas, das nie wieder zu reparieren sein würde, geschehen lassen.


Es hieß immer, dass jeder Tag verschieden war, keiner war gleich, doch Nächte hatten nur einen einzigen Namen. Die Nacht war die Nacht.
Aber jeder, der in diesem Moment gen Himmel und zu dem leuchtend hellen Mond blickte, spürte, dass es diesmal nicht so war, dass irgendetwas bevorstand oder gerade im Begriff war, zu geschehen.


Vielleicht hätte ein einsamer Nachtwanderer flüchtige Schemen gesehen, die sich rasend schnell zwischen den Bäumen bewegten, jedoch keinen Laut verursachten, vielleicht hätte er bloß den ein oder anderen Luftzug gespürt, so schwach, dass sie gar nicht da zu sein schienen. Und vielleicht … ja vielleicht hätte er doch hin und wieder einen Blick auf eine schwarze Maske erhascht, auf eine schwarz behandschuhte Hand, einen leichten, nur wenige Sekunden bestehenden Fußabdruck im Gras …

Es gab nur wenige Menschen, die wussten, was in dieser Nacht vor sich ging, doch diese waren gezwungen, für immer zu schweigen – entweder durch den Tod, oder durch einen, an ihr Leben gebundenen Schwur. Für sie würde diese Nacht auf ewig präsent bleiben und ihr weiteres Dasein bestimmen, heute Nacht standen sie an der Schwelle zwischen Leben und Tod.


Und schließlich färbte sich irgendwo zwischen den wie Marmor wirkenden Bäumen der Boden rot – die einzige Farbe, die im silberweißen Licht des Mondes zu erkennen war, alles andere war schwarz-weiß und grau. Doch das tiefe, dunkle Rot des Blutes, das sich zwischen den Bäumen ausbreitete, deren Stämme bespritzte, langsam im Boden zu versickern begann und den ein oder anderen schmalen und reglos daliegenden Körper umhüllte, war deutlich zu erkennen.

Heute badete man entweder aufrecht im Licht des Mondes oder liegend im eigenen Blut.


Doch so schnell wie all das aufgetaucht war, so schnell wie sich die Schatten zwischen den Bäumen bewegten, waren auch die Körper vom Boden verschwunden, so als wären sie niemals dagewesen. Das Blut jedoch blieb, würde aber bald im Boden versickert sein, oder vom Regen, dessen graue Vorboten sich bereits am Horizont auftürmten und einige Sterne verbargen, weggewaschen werden.

Es würde keine Erinnerung an das, was hier geschehen war, zurückbleiben, außer in den Köpfen derer, die dabei gewesen waren.



Immer noch drang kein Laut durch die Wälder, kein Schrei, kein Keuchen, keine Stimme zerriss die Stille. Aber wer genau hinhörte, hätte womöglich das leise Platschen von kleinen Tropfen vernommen – das Geräusch von vereinzelten Tränen, die sich zu dem Blut am Boden gesellten und in dem Rot verschwanden.

Heute hatten vier Menschen ihr Schicksal besiegelt.








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