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Digimon Frontier/ Der Wächter der Spirits

von suchan89
GeschichteFreundschaft / P12
Izumi Orimoto/Zoe Ayamoto Koichi Kimura Koji Minamoto OC (Own Character) Takuya Kanbara Tomoki "Tommy" Himi
01.11.2015
07.06.2020
22
52.850
7
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29 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
 
01.11.2015 2.580
 
Hey ^^ Ich wollte nur noch einmal kurz sagen, dass sich die Geschichte nur etwas von dem Original abwandelt und das die Digiritter nicht zwischen 11-12 Jahren sein werden, sondern um die 14-15 Jahre sind.

Viel Spaß beim Lesen ^^
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Ein neuer Morgen brach an und die ersten Sonnenstrahlen fielen durch die türkisen Vorhänge, direkt auf ein Bett in einem kleinen Zimmer. Nur ganz leicht bewegte sich die Decke darauf, denn jemand schien noch fest zu schlafen. Kurz darauf ertönte der Wecker auf dem Nachtisch neben dem Bett, der aber mit einem gekonnten Wink mit einer Hand schnell wieder zum Schweigen gebracht wurde. Ein liebliches Murren war zu hören, doch an aufstehen war immer noch nicht zu denken. Ein zweiter greller Ton erklang vom Schreibtisch und ein Mädchen schreckte aus dem Bett auf. Das helle Sonnenlicht, welches ihr Gesicht traf, ließ sie aufstöhnen und blendete sie so, dass sie sich die Augen mit einer Hand zu hielt. Der Kampf mit der Müdigkeit groß, doch sie stand missmutig auf, um auch ihren zweiten Wecker endlich ausschalten zu können. Das braunhaarige Mädchen atmete tief ein und sah sich verschlafen um. Es war nur ein kleiner Raum in dem sie lebte, doch dieser war es sehr gemütlich eingerichtet.
"Und wieder beginnt ein neuer Tag.", fluchte sie fast leise  vor sich hin und begann ihr Bett herzurichten. Im selben Moment klopfte es an ihrer Zimmertür.
"Miyue, bist du wach?", fragte eine freundliche Stimme davor. "
Ja. Ich bin wach!", entgegnete das Mädchen immer noch etwas mürrisch.
"Das freut mich, dann sehen wir uns unten. Denk bitte daran deine neue Uniform für die Mittelstufe anzuziehen."
Das Mädchen warf einen Blick auf ihren Kleiderschrank an dem eine süße schwarze Matrosen Uniform hing.
"Ja. Mach ich nicht.", sagte sie kurz.
"Dann bis gleich." Die Stimme verschwand vor ihrer Tür und man konnte, hören wie sie noch jemand anderem im Flur versuchte zu wecken. Erneut seufzte sie auf.
"Wieder ein Schulwechsel.", sagte sie leise. "Doch was soll`s, da muss ich wohl durch." Sie motivierte sich etwas und begann sich fertig zu machen. Das junge Mädchen ging in einen Nebenraum, um sich in einem kleinen Bad zu waschen und sich anzukleiden. An der Kleidung konnte man erkennen, da die neue Schule keine normale war, sondern ein sehr hohes Niveau besaß. Bevor sie ihr Zimmer verließ, um Frühstücken zu gehen, flechte sie ihren Pony  und band ihre langen braunen Haare zu einem Pferdeschwanz zusammen.
"So, dann kann der neue Tag beginnen.", sagte sie leise und betrachtete sich noch einmal in ihrem Spiegel. "Ich darf ihn dieses Mal nicht enttäuschen." Dann ging sie schnellen Schrittes aus ihrem Zimmer, schnappte sich noch ihre schwarz Schultasche und lief den Flur entlang zum Frühstücksraum.  

Alles schien so, wie immer. In dem großen Essensraum saßen bereits viele Kinder in den verschiedensten Altersklassen. "Wer fertig ist, darf aufstehen und sich zur Schule aufmachen? Vergesst bitte nicht, dass es für die Mittelstufe eine Uniformenpflicht gibt.", sagte ein Erwachsener. Er war einer der vielen Beteuer hier in dem Haus und wohl auch einer der wenigen, der sich um das Wohl aller hier sorgt und kümmert. Als er das Mädchen in der Tür entdeckte, lächelte er sie warmherzig an. "Die Uniform steht dir gut, Miyue. Ich war heute sehr überrascht, dass du schon wach warst, als ich meine Runde machte." Sie wandte ihren Blick von ihm ab und tat genervt.
"Mir bleibt ja eh keine andere Wahl als aufzustehen oder?" Der Betreuer lachte.
"Nutze deine neue Chance einfach.", sagte er und ging eine neue Runde durch den Raum. Sie ballte ihre Hände und wusste, dass sie nur noch diese eine Möglichkeit hatte hier rauszukommen. Mit einem tiefen Atemzug beruhigte sie sich wieder und holte sich ihr Frühstück. Sie saß alleine an einem Tisch und ihr war es nicht entgangen, dass sie durch ihre neue Uniform bei vielen für neuen Gesprächsstoff sorgte.
"Sie geht jetzt auf eine Private Schule, weil die Regionalen sie wohl alle nicht haben wollen.", tuschelten einige.
"Ich habe gehört, dass jemand mit viel Geld sie aufnehmen will. Sie muss sich allerdings erst einmal beweisen.", sprach jemand anderes und lachte gehässig.
"Es ist echt mies, dass sie solche Chance bekommt und nicht wir. Ich meine, dass ist total unfair. Schließlich bringt sie ständig die Polizei hierher zurück."
Miyue versuchte, dass ganze Gerede zu überspielen, doch es war nicht einfach. Gerade als ihr die Wut drohte hoch zu kochen, hörte sie jemand nach ihr rufen.
"Miyue, hörst du nicht?" Neben dem Mädchen stand wieder ihr Betreuer und lächelte sie an. "Du wirst schon die ganze Zeit gerufen." Er zeigte auf den Eingang in dem ein Polizist stand und winkte. "Räum ab und dann geht es zur Schule, ja?" Das Mädchen nickte überrascht und brachte ihr Geschirr schnell weg. "Sie wird sogar von der Polizei zur Schule gebracht unglaublich.", tuschelte man  hinter ihrem Rücken weiter, doch die Wut über diese Sprüche waren wie weggeblasen. "
Guten Morgen,  Mi-chan!", begrüßte der Polizist in Zivil sie und lächelte. "Wenn du alles hast, würde ich dich gerne zur deiner neuen Schule bringen." Beide verließen den Raum.
"Musst du denn nicht arbeiten?", fragte das Mädchen etwas eingeschüchtert. Der Mann lachte.
"Ich habe mit meinem Chef gesprochen und ihn über mein Vorhaben unterrichtet. Er sagte, dass er mich völlig unterstützt und hilft mir die Sache etwas beschleunigen. Deswegen kann ich dich morgens auch zur Schule bringen, wenn es für dich okay ist?" Miyue nickte freundlich."Ich darf es nicht in den Sand setzen.", dachte sie sich.

Am späten Nachmittag kam das Mädchen mit einer sehr guten Laune zurück in ihr Zimmer. Sie zog sich etwas Bequemes an und warf sich auf ihr Bett. "Vielleicht wird ab jetzt wirklich alles besser.", sagte sie leise zu sich und ließ ihre Gedanken etwas schweifen. Der erste Tag verlief für sie sehr gut auf der neuen Schule und sie freute sich mit ihrem besten Freund in einer Klasse zu sein. Das junge Mädchen lag nun so friedlich da und schlief mit der Zeit ein. Es dauerte nicht lange und sie begann etwas zu träumen.

> Sie stand auf einer bunten Blumenwiese und ein warmer Sommerwind zog über das Feld. So einen wunderschönen Ort kannte sie nicht, die Blumen und die Wälder am Horizont waren ihr völlig fremd und doch fühlte sie sich geborgen. Doch plötzlich bebte die Erde unter ihr und als sich das Mädchen umsah, verschwand in der Ferne immer mehr und mehr Land. "Was ist das?", rief sie laut auf. Dann begann auch unter ihr der Boden an aufzuleuchten bis auch er verschwunden war. Sie stürzte in die Dunkelheit und schrie laut, um Hilfe. Über ihr blitzten auf einmal 10 helle Lichter auf, umkreisten das Mädchen und hielten ihren freien Fall langsam auf.
"Was geschieht hier?", fragte Miyue verunsichert. Aus den Lichtern entstanden helle Gestalten, die sie aber nicht richtig erkennen konnte. "Du brauchst vor uns keine Angst zu haben. Wir sind die Beschützer, dieser Welt und wir brauchen deine Fähigkeiten, die dir einst deine Familie hinterlassen hat. Bitte, komm zu uns." Die Lichter wurden so hell, dass sich Miyue, die Augen zu halten musste. "Komm zu uns.", hörte sie ein letztes Mal und schreckte aus ihrem Traum hoch. <

Sie sah sich um und erkannte, dass sie nur eingeschlafen war und immer noch in ihrem Zimmer war. Die Sonne tauchte die Stadt langsam in ihr Abendrot. Es war bereits kurz vor halb sechs. Miyue atmete schwer aus, denn ihr Traum war für sie ziemlich real. Sie stand auf und schaute auf ihr Handy, das sie auf ihrem Schreibtisch abgelegt hatte.
"Ich habe eine Nachricht.", sagte sie und öffnete sie schnell. "Ich hoffe, dass du einen angenehmen ersten Tag hattest. Wir sehen uns dann morgen früh wieder. Bis dann Kanata." Mit einem Lächeln auf dem Gesicht schrieb sie ihm schnell zurück und legte das Telefon wieder auf den Tisch zurück. Kaum hatte sie sich umgedreht, schon klingelte es erneut auf und eine neue Nachricht erschien auf dem Display.
"Ich kenne diese Nummer gar nicht?", sprach sie langsam und öffnete trotzdem diese.
"Willst du beginnen oder nicht?", lass sie leise vor. "Was ist soll das denn sein?", dachte sich das Mädchen, doch drückte sie  ganz automatisch auf "Okay!" und eine unbekannte Frauenstimme sprach aus ihrem Handy. "
Hina Miyue, wenn du die Wahrheit deiner Herkunft verstehen willst und um zu wissen, wer du wirklich bist. Nimm den Zug um 17.45 Uhr von Jiyugaoka nach Shibuya." Völlig verblüfft über dieses Ereignis, sah sie auf die blumenförmige Wanduhr zur ihrer rechten.
"17.28 Uhr. Ich brauche etwa 10 min von hier aus.", sagte sie zu sich und beschloss ohne weiter darüber nachzudenken einfach zugehen.

Das Mädchen nahm einen kleinen Rucksack und packe schnell noch ein paar Dinge hinein, die sie für wichtig hielt. Als sie ihr Zimmer verließ, fiel ihr ein, dass es um diese Uhrzeit nicht wirklich einfach war aus diesem Gebäude zu kommen. Sie brauchte ein paar gute Begründung, da der Ausgang nur bis 19 Uhr gestattet war oder sie musste sich wieder einmal leise hinausschleichen, was auch bei weitem viel einfacher und Zeit sparender war.
Sie kannte genau, die Schlupflöcher und wenige Minuten später lief Miyue auch schon die Straße hinunter Richtung Jiyugaoka Station. Das Mädchen holte bereits ihr Portemonnaie heraus, als der Bahnhof in Sicht war. Es musste alles schnell gehen, da die Bahn  jeden Moment einfuhr. Sie kaufte sich eine Fahrkarte und bemerkte, dass sie statt einem gleich zwei Tickets in den Händen hielt.
„Verdammt!", rief einer wütend hinter ihr auf."Ich habe gar kein Geld dabei."  Miyue erschrak förmlich, als ein Junge mit einer Mütze und Fliegerbrille neben ihr auf den Automaten einschlug. Er musste im selben Alter wie sie sein und bemerkte, dass er es ebenfalls eilig hatte.
"Hey! Entschuldige. Musst du auch nach Shibuya?",  fragte sie und der Junge nickte ohne auch nur einmal aufzusehen. "Dann hier, bitte. Ich muss auch dahin." Sie hielt ihm ein Ticket hin.
"Was?", fragte der Junge leicht verwirrt. "Bitte. Du kannst das Ticket haben. Der Automat hat mir eben zwei rausgegeben.", sagte Miyue lächelnd. Er nahm es dankend an und beide liefen schnell die Treppen hinauf, da die Bahn eben einfuhr.
Auf dem Allerletzten Drücker schafften es beide gerade noch so in die Bahn zu kommen.

Miyue stolperte förmlich hinein und verlor ihr Gleichgewicht. Sie erwartete, dass sie gleich auf den harten Boden aufkommen würde, doch dem war nicht so. Im Gegenteil. Ein starker Arm packte sie und hielt sie von hinten fest. Das junge Mädchen schaute irritiert nach oben. Ein Junge mit langen schwarzen Haaren, die zu einen Zopf gebunden waren und ein blaues Kopftuch trug, hatte sie vor dem Stürz bewahrt. Miyue war sehr überrascht und wurde knallrot, als er leicht zu ihr nach unten sah.  Er war wirklich gut aussehend.
"Ein Mädchen, das sich kaum auf ihren eigenen Beinen halten kann, sollte nicht so schnell laufen. Es kommen sonst noch andere Personen zu Schaden.", sagte er ganz trocken. Die eben noch empfundene Sympathie war mit einem Schlag verflogen. Er ließ sie vorsichtig auf die Knie sinken und richtete sich seufzend wieder auf. Innerlich kämpfte Miyue mit ihrer Verwunderung und der Wut.
"Wie bitte?!", fragte sie.
"Und wenn du weiter so ein Gesicht ziehst, bleibt es irgendwann noch so."  Damit ging er so weit.
"Was bildest du dir eigentlich!", zischte sie jetzt wütend.
"Oh, das tollpatschige Kätzchen hat ihre Stimme gefunden und fährt die Krallen aus.", lachte er leicht und dreht ihr den Rücken zu. Miyue kochte jetzt vor Wut. Sie stand auf, drehte sich ebenfalls um und stampfte davon.
"Er ist ziemlich arrogant, aber macht dir nichts daraus.", sagte der Junge mit der Fliegerbrille, der ihr folgt war.
"Solch Typen, können mir echt den Rücken runterrutschen. Die denken, dass sie etwas besseres sind.", knurrte Miyue noch leicht.  
"Ich bin übrigens Kanbara Takuya. Hast du auch vielleicht so eine komische Nachricht bekommen?", begann der Junge sich vorzustellen und zeigte ihr die Nachricht. Miyue sah ihn überrascht an und nickte. "Kanbara?", wiederholte sie leise nachdenklich und lächelte ihn gleich wieder an.
"Ich bin Hina Miyue. Du hast also auch diese seltsame Nachricht bekommen? Dann sind wir ja schon mal nicht alleine." Im nächsten Moment klingelten erneut ihre Handys und eine weitere Nachricht, die ihnen sagte, dass sie in Shibuya noch einmal umsteigen müssen, erschien. Also kaum waren sie am ersten Ziel Bahnhof angekommen, mussten beide sich auch schon wieder beeilen und sich durch die Massen von Menschen kämpfen, um schnell voran zu kommen.
"Sieh mal, er scheint es auf eilig zu haben. Er will zum Fahrstuhl." Takuya zeigte ihr die Richtung, wo der schwarzhaarige Junge von vorhin mit schnellen Schritten entlang ging.
"Komm. Er will bestimmt nach unten und da müssen wir auch hin." Beide Kinder liefen ihm nach und erreichten ebenfalls nur knapp ihr Ziel.
"Mi-chan!" Bevor sich die Türen, des Fahrstuhles sich restlos schlossen, hörte sie jemanden ihren Namen rufen. Doch es war bereits zu spät sich umzudrehen, da dieser sich langsam in Bewegung setzte.
"Geht es dir gut, Takuya?" Miyue reichte dem Jungen die Hand, um ihm auf zu helfen. Ein kurzes Lachen kam von dem schwarzhaarigen Jungen, der sich gleich danach wieder umdrehte. Das Mädchen warf ihm einen bösen Blick zu und im nächsten Moment rüttelte der Fahrstuhl heftig und alle bemerkten, dass sie eigentlich tiefer fahren, als es möglich war.
"Was passiert denn hier nur?", rief Takuya nervös. Mit einem Ruck hielt der Fahrstuhl und die Türen öffneten sich.

Vor ihnen sahen die Kinder einen seltsam aussehenden unterirdischen Bahnhof.
"Es liegt nun in eurer Hand? Wollt ihr weitermachen? Es ist eure eigene Entscheidung." Wieder erklang die weibliche Stimme und jeder schaute auf sein Handy in der Hand. Ohne groß zu zögern lief der schwarzhaarige Junge zu einen der Züge hinunter.
"Er ist wohl auf der Suche nach irgendetwas. Er scheint wohl fest entschlossen zu sein.", dachte sich das Mädchen und sah ihm kurz nach. Es gab ihr wohl Mut und trat auf dem Fahrstuhl und drehte sich um.
Ich gehe auch. Kommst du mit?" Takuya sah sie überrascht an. Auf einmal ertönte eine laute Glocke und die Türen der vielen Züge schlossen sich nacheinander. Das Mädchen lief los und gefolgt von Takuya schafften sie es in letzter Sekunde es auf den hinteren Wagon eines Zuges aufzuspringen.  
"Das war ganz schön knapp.", sagte Takuya außer Atem.
"Das scheint wohl auch unser Ding zu sein.", lachte Miyue und beide betraten das Innere.  
"Ob noch andere mit uns fahren?", fragte der Junge und öffnete eine neue Tür. Vor ihnen saßen drei weitere Kinder. Ein blondes Mädchen mit einer lilanen Mütze, einen etwas kräftigerer Jungen in einem blauen Overall und einem kleinen Jungen mit einer Ballonmütze.
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