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Wie in einem Albtraum

GeschichteDrama, Schmerz/Trost / P16 Slash
Akashi Seijūro Aomine Daiki Kagami Taiga Kise Ryōta Kuroko Tetsuya Midorima Shintarō
29.10.2015
14.08.2017
14
20.085
4
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29.10.2015 2.006
 
Kuroko ging mit schnellen Schritten in das Schulgebäude, wobei sein Blick stur nach vorn gerichtet war. Er schien etwas nachdenklich als würde ihn etwas beschäftigen. Die Korridore der Schule waren komplett leer da der Unterricht schon seit einiger Zeit begonnen hatte. Es war sehr merkwürdig für den Blauhaarigen zu spät zu kommen, doch in diesem Fall hatte er keine Schuld daran.
Mit schnellen Schritten ging er zu seinem Spind und schloss diesen sogleich auf. Er holte ein paar Bücher und Hefte heraus und eilte dann sofort in Richtung Klassenzimmer.
»Entschuldigung, wegen der Verspätung. «, sagte Kuroko höflich als er den Raum betrat. Der Lehrer zuckte kurz zusammen und sah ihn erschrocken an. Er hatte wohl nicht bemerkt dass Kuroko in das Klassenzimmer gekommen war.
Nach wenigen Sekunden nickte der Sensei dem Kleineren zu, der sich dann sogleich auf den Weg in die letzte Reihe zu seinem Platz begab. Als er an Kagami vorbei ging, wurde er von diesem skeptisch gemustert. Doch der Blauhaarige ignorierte das gekonnt und ließ sich auf seinen Stuhl nieder. Dann fuhr der Lehrer mit dem Unterricht fort, dem Kuroko allerdings gedanklich nicht wirklich folgte. Sein Blick war die ganze Zeit aus dem Fenster gerichtet, der Schulhof schien so viel interessanter für ihn zu sein als der Unterricht.

Als die Schulglocke nach einer gefühlten Ewigkeit die Mittagspause verkündete, atmeten alle Schüler erleichtert aus. Sie hatte schon geglaubt die Zeit wäre stehen geblieben, so langsam wie der Unterricht verging. Es dauerte keine Minute und alle waren aus dem Zimmer gestürmt um sich in ihrer Pause erholen zu können. Nur Kuroko und Kagami blieben zurück. Der Kleine sah gedankenverloren aus dem Fenster, es schien als hätte er sogar die Schulglocke überhört und gar nicht wahr genommen dass sie nun die einzigen im Raum waren.
»Kuroko? «, fragte der Rothaarige unsicher, doch sein Freund antwortete nicht. Erst als er ihn noch drei weitere Male ansprach, zeigte er eine Regung.
»Entschuldigung, hast du etwas gesagt? «, fragte Kuroko und schien mit seinen Gedanken noch nicht gänzlich wieder hier zu sein. Er benahm sich ziemlich seltsam, einfach anders als sonst.
»Komm endlich, die Mittagspause hat schon angefangen. «, meinte Kagami genervt, worauf der Blauhaarige aufstand. Seinen Kopf hatte Kuroko gesenkt und vermied es so gut es ging den Rothaarigen anzusehen.
»Du hast doch etwas oder? «, fragte dieser prüfend, doch der Kleinere schüttelte den Kopf.
»Lass uns schnell etwas zu essen hohlen, ich habe Hunger. «, sagte er um dem Thema auszuweichen. Bevor Kagami noch etwas sagen konnte, hatte sich Kuroko schon auf den Weg gemacht. Er folgte ihm stumm, überlegte aber weiter was wohl los sein könnte.
»Sag mal, warum bist du denn heute zu spät gekommen? «, fragte der Rothaarige neugierig, als die beiden durch die Menschen gefüllten Gänge wanderten.
»Hab verschlafen. «, antwortete Kuroko knapp. Sein Tonfall verriet deutlich das er nicht weiter auf das Thema eingehen wollte.
»Wirklich? «, fragte Kagami skeptisch nach, er schien den Worten seines Freundes nicht wirklich Glauben zu schenken. Kuroko ließ ein Nicken sehen, antwortete jedoch nichts mehr darauf.
In der Cafeteria angekommen, sicherten sie sich gleich einen Sitzplatz und etwas vom heutigen Mittags Menü. Kagami verschlag es gierig, während Kuroko langsam aß und immer wieder in seinem Essen herum stocherte.
»Schmeckt es dir nicht? «
Der Blauhaarige sah mit einem leichten Lächeln zu seinem Gegenüber auf.
»Doch. Es ist sehr lecker. «, erwiderte er und aß schnell weiter, obwohl er offensichtlich keinen Appetit hatte. Dabei wurde er genau beobachtet.
»Warum kannst du nicht einmal sagen was du denkst? «, fragte Kagami genervt.
»Ich denke darüber nach ob ich mir noch mehr holen soll oder nicht. «, erklärte Kuroko ausdruckslos. Eigentlich war das eine Lüge, doch klang es sehr überzeugend.
»Das meinte ich nicht! Ich meine damit dass du dich seltsam benimmst und endlich sagen sollst warum! «, platzte es aus Kagami heraus. Der Kleinere zuckte unberührt mit den Schultern.
»Ich habe schlecht geschlafen, das ist alles. «, erwiderte er gelassen.
Kagami hatte von Natur aus nur sehr wenig Geduld und hasste es wenn man Geheimnisse hatte. Kuroko strapazierte mit seiner Verschwiegenheit seine Nerven aufs äußerste.
»Kagami-kun, ich... «, begann der Kleinere nach kurzen Schweigen, woraufhin ihn der Angesprochene erwartungsvoll ansah. Kuroko sah schließlich bedrückt zu Boden.
»Ach nichts. «, nuschelte er dann leise.
Auch wenn Kagami gerne wüsste was den Blauhaarigen bedrückte, wusste er dass es keinen Sinn hatte nachzubohren. Kuroko würde schon irgentwann von alleine sagen was los war.
Der Rest des Schultages verging nur schleppend. Als es schließlich Abend wurde und der Schultag sich dem Ende zu neigte, waren alle totmüde und erschöpft. Jeder war froh diesen Tag hinter sich zu haben.
Kagami hatte nicht mehr nachgefragt was mit seinem Freund los war, da dieser ihm sowieso keine Antwort geben würde. Er behielt ihn aber noch genau im Auge. Dabei fiel ihm etwas auf. Egal was Kuroko tat, er benutzte immer seine linke Hand. Die rechte ließ er unbenutzt am Tisch liegen oder sie hing schlapp neben ihm. Außerdem bewegte er sie so gut wie nicht, fast so als würde sie ihm Schmerzen bereiten. Es klingt vielleicht seltsam dass Kagami darauf achtete. Aber er kannte den Blauhaarigen mittlerweile so gut, dass ihm solche Dinge auffielen. Warum genau er sich so viele Gedanken um Kuroko machte, verstand er selbst nicht wirklich.
»Hast du vielleicht Lust noch zu Maji Burger zu gehen? «, fragte Kagami als die beiden gerade aus dem Schulgebäude kamen. Kuroko schüttelte den Kopf.
»Tut mir leid ich habe heute noch etwas zu erledigen. Lass uns das auf morgen verschieben. «, erwiderte der Blauhaarige entschuldigend. Kaum hatte er zu Ende gesprochen ging er auch schon mit einem "Auf Wiedersehen" davon.
Der Rothaarige sah ihm verwirrt hinterher. Was zum Teufel sollte das alles? Schon alleine dass Kuroko zu spät kam war seltsam, dann auch noch dieses Benehmen. Irgent etwas stimmte hier ganz und gar nicht.
Nachdenklich ging Kagami los, er wollte keine Sekunde länger auf diesem Schulgelände stehen. Als er so die Straßen entlang ging dachte er noch über eine Erklärung nach, was heute los war. Es war ihm klar dass ihn Kurokos Angelegenheiten nichts angingen, aber er machte sich eben Sorgen.
Da er noch nicht nach Hause wollte machte Kagami ein paar Umwege, er wohnte immerhin alleine, also würde er auch keinen Ärger bekommen wenn er später ankam. Er hatte kein bestimmtes Ziel, wollte sich nur mal die Beine vertreten.
Plötzlich hörte er eine Stimme neben sich. Sie war ziemlich laut und klang wütend, allerdings konnte er nicht genau verstehen was sie sagte. Augenblicklich blieb er stehen und sah in die Richtung aus der sie kam. Dabei blickte er in eine kleine enge Gasse, in der sich zwei Personen befanden.
»Was zum Teufel? «, nuschelte Kagami fast unhörbar, als er erkannte dass einer der beiden Kuroko war. Die Person die bei Kuroko stand kannte der Rothaarige allerdings nicht. Es war ein schwarzhaariger Junge, welcher um einiges größer war als der Blauhaarige.
Mit skeptischen Gesichtsausdruck näherte sich Kagami den beiden. Er wollte nicht dass man ihn bemerkt, deshalb versteckte er sich hinter der nächsten Ecke und spickte unauffällig zu ihnen hinüber. Von hier aus konnte er ihrer Unterhaltung folgen.


»Mein lieber Tetsuya, du weißt doch ganz genau wie lieb ich dich habe. «, sagte der Fremde, er hob seine Hand und legte sie Kuroko auf die Wange. Der Kleine wich instinktiv einen Schritt zurück, stieß dabei aber auf die Wand hinter sich.
»Aber du weißt auch dass ich sehr wenig Geduld habe. «, fügte er schließlich hinzu. Der Unbekannte stützte sich mit seinen Händen links und recht von Kuroko an der Wand ab und beugte sich zu ihm hinunter. Er kam seinem Gesicht gefährlich nahe, sodass der Blauhaarige den Atem seines Gegenübers auf der Haut spüren konnte.
»Sei nicht dumm Kleiner, du solltest wissen wo dein Platz ist. «, hauchte der Fremde ihm drohend gegen die Lippen, es fehlten nur wenige Millimeter dann hätten sie sich berührt. Man konnte in Kurokos Augen deutlich die Einschüchterung und die Angst erkennen. Fast so als wäre er in unmittelbarer Gefahr und hätte Angst verletzt zu werden.
Der Schwarzhaarige entfernte sich nun wieder ein wenig von ihm und sah abwertend auf ihn herab. Er musterte Kuroko so als wäre er kein Mensch, sondern ein Gegenstand. Ein Gegenstand der ihm gehörte. Nichts in seinem Blick hatte etwas freundliches, seine grünen stechenden Augen durchbohrten Kuroko förmlich.
»Du siehst so süß aus wenn du Angst hast. «, sagte der Schwarzhaarige grinsend und betrachtete den Blauhaarigen von oben bis unten, seinem Gesichtsausdruck nach zu urteilen gefiehl ihm was er sah.
»Was... w-was hast du jetzt vor? «, fragte der Kleinere fast unhörbar.
»Was glaubst du denn? «, fragte sein Gegenüber neckend zurück.
»Ich.. weiß nicht.. «, nuschelte Kuroko und drehte seinen Kopf zur Seite. Der fremde Junge zwang ihn wieder den Kopf zurück zu drehen und ihn anzusehen. Bevor Kuroko noch etwas hätte tun können, wurde er stark gegen die Wand hinter sich gedrückt und spürte wie sich zwei weiche, doch gleichzeitig raue Lippen auf die seinen legten. Seine Augen weiteten sich erschrocken und er versuchte sich aus den Griff des Schwarzhaarigen zu befreien, doch dieser drückte ihn nur noch fester nach hinten an die Wand. Einen Arm hatte er eng um die Hüfte des Kleineren geschlungen, die freie Hand ruhte dabei auf seinem Hinterkopf. Immer wenn Kuroko versuchte sich zu befreien oder versuchte den Kuss zu lösen, bohrten sich die Nägel des Schwarzhaarigen in seine Kopfhaut. Eine stumme Träne rann ihm über die Wange und er schloss ergeben die Augen und ließ es über sich ergehen. Fast schon so als wüsste er dass er keine Chance hatte. Mit verkrampften und zitternden Körper hielt er still und wartete darauf dass es vorbei war.
Es dauerte nur wenige Sekunden dann hörte man stampfende Schritte die angerannt kamen. Das veranlasste den Jungen sich von Kuroko zu lösen.
»Was zum Teufel soll das denn werden? «
Beide sahen in die Richtung aus der diese Stimme kam und erblickten Kagami.
Der Rothaarige sah zugleich wütend als auch verwirrt aus. Anscheinend hatte er damit nicht gerechnet.
»Du bist wohl dieser Freund von meinem Tetsuya. Kagami Taiga, richtig? «, fragte der Grünäugige und lächelte überraschend freundlich.
»Woher weißt du das? Ich kann mich nicht erinnern dich je getroffen zu haben. «, erwiderte Kagami mit einem abwertenden Blick. Daraufhin sah der Schwarzhaarige zu Kuroko und schlang ganz fest seine Arme um ihn.
»Ich weiß alles über meinen Kleinen. «, fuhr er dann grinsend fort und küsste ihn auf die Wange, wodurch sich Kuroko nur noch mehr verspannte.
»Könntest du mal aufhören ihn so zu bedrängen? Man sieht doch das er Angst vor dir hat. «, meinte Kagami wütend. Der Schwarzhaarige lachte leise auf und ließ von Kuroko ab.
»So besser? «, fragte er belustigt, für ihn schien das alles ein Spiel zu sein. Zumindest benahm er sich so. Kagami sagte nichts dazu und ließ ihn nicht aus den Augen, der Blick des Rothaarigen hätte töten können.
»Kagami-kun.. «, nuschelte Kuroko leise Richtung Boden.
»Kuroko, soll ich dich nach Hause bringen? «, fragte der Größere skeptisch. Der Kleinere nickte eifrig und eilte zu Kagami. Der schwarzhaarige Junge schien darüber nicht sehr glücklich, lächelte Kuroko dann aber seltsam freundlich zu. Sein Gesichtsausdruck war vielsagend.
»Wir sehen uns bald wieder Kleiner. «, sagte er, sein Tonfall klang sehr kalt und trieb Kuroko einen Schauer über seinen gesamten Körper. Er fing an zu zittern, seine Angst vor dem Jungen war nicht zu übersehen.
Ohne weitere Worte griff Kagami nach Kurokos Arm und zog ihn mit sich. Der Blauhaarige ließ dies ohne weiteres zu, sah aber weiter hinter sich zu dem Jungen. Dieser wandte sich ab und ging ebenfalls seines Weges.



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Hallo und herzlich willkommen bei meinem neuen Projekt :D
Da sich eine meiner Fanfiktions dem Ende zu neigt, dachte ich mir ich hau gleich die nächste raus :3
Wieder Mal musste Kuroko den Kopf hinhalten *seufzt* Kuroko ich hoffe du hasst mich jetzt nicht, du bist hier wieder ein kleines Opfer...tut mir leid  >.<
Ich habe das Kapitel seit über einer Woche fertig, hatte aber immer meine Zweifel es hochzuladen. Also bitte gebt mir ne Rückmeldung, damit ich sehe ob alles gut läuft :)
Ich hoffe die neue Fanfiktion gefällt euch *-*
LG  Melli <3
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