Ich glaube nicht, dass du dumm bist

von kweenron
GeschichteRomanze / P16
OC (Own Character) Puma D. Ace / Gol D. Ace
28.10.2015
28.10.2015
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Hallöchen alle miteinander,
oder sollte ich lieber gute Nacht sagen? Eigentlich sollte ich schon längst schlafen, Ferien sind schließlich Mangelware. Aber ich? Ich bin eine gute Autorin und schenke euch diesen One Shot, sozusagen als Gute Nacht Geschichte.
@Fabi: Der ist der, von dem ich dir erzählt habe, Schatz-Itzel. Ich wünsche dir viel Spaß
Wenn es euch gefällt, dürft ihr gerne ein Sternchen und ein Review da lassen.
~Ronja

PS: Wer findet das wörtliche Zitat aus dem Manga?

Ich glaube nicht, dass du dumm bist.


„Ich glaube nicht, dass du dumm bist.“ mein Nachhilfe-, Englisch- und Mathelehrer sah mich eindringlich an „Ich glaube, du willst nur nichts lernen.“
„Genau.“ sagte ich und schlug entrüstet mein Deutschheft und -buch zu. „Ich sehe es einfach nicht ein, dass ich mir von einem Englisch- und ich betone Englisch -lehrer Deutschunterricht geben lasse, weil so eine egoistische, fette -“
„Wir werden keine Schimpfwörter nutzen!“ unterbrach er mich mit erhobenem Zeigefinger.
„Ist Lehrerin Beleidigung zu viel?“ fragte ich tonlos und er lachte. Ein schönes Lachen, doch im Moment konnte es mich nicht positiv stimmen:
„Ich mein, ich gehe zu ihr – wie Sie es mir gesagt haben, nett und freundlich – und die schnauzt mich an, dass ich das Erfragte wissen müsse und wir es doch schon tausend Mal besprochen haben. Und wenn ich es nicht kapiere, dass solle ich doch meine Gruppe fragen – aber da die ja keine Ahnung hat, geht das leider nicht!“ Er beobachtete mein aufgebrachtes herum wedelt aufmerksam mit seinen dunklen Augen und schmunzelte.
„Bis auf das 'die' nach dem Lob an mich, hast du einwandfreies Deutsch geredet. Ich glaube das ist ein Anfang.“
„Kommen Sie mir jetzt nicht mit der Ich-versuche-meine-Schülerin-aufzumuntern-indem-ich-schlechte-Witze-reiße-Tour!“ Schnaubte ich und stierte ihn mit dem besten Todesblick an, den ich im Moment aufbringen konnte.
„Einspruch. Damit bin ich nicht einverstanden.“ Ich wartete nur auf den nächsten schlechten Witz, über den ich mich aufregen konnte. „Das ist die beste Methode um Leute aufzuheitern.“
„Gibt es nicht irgendjemanden, bei dem man sich über Lehrer beschweren kann?“
„Da hast du Glück, Kleine, seit heute bin ich das.“
„Dann lege ich mal los: Meine Deutschlehrerin, Frau Dormer, regt mich tierisch auf. Sie ist einfach das genaue Gegenteil von einer guten Lehrerin, die die Schüler zum lernen motiviert. Und dann ist da noch der Praktikant, Herr D. Portgas. Der nennt mich immer 'Kleine'. Das regt mich auch aus, ich empfinde das als Mobbing und Beleidigung, wegen meiner geringen Körpergröße. Bereits mehrmals bat ich ihn damit aufzuhören, aber er tut es einfach nicht.“ Er verzog den Mund zu einer Schmollmiene.
„Das empfinde ich jetzt als Mobbing.“
„Sie sagten, ich könnte mich beschweren!“
„Das war nicht ernst gemeint.“
„Ich weiß.“
„Warum tust du es dann?“
„Weil ich Lust hatte.“
„Weil du damit Deutsch aufschieben kannst.“
„Erwischt.“ Ein triumphierendes Grinsen schlich sich auf seine Lippen. „Gucken Sie nicht so, als wäre das was schlimmes. An meiner Stelle hätten sie es ganau so getan, wenn ich Lehrerin wäre und Sie Schüler. Vielleicht sollten wir das Blatt einmal wenden! Sie können bestimmt auch nicht alles.“
„Flasch! Ich kann alles, deshalb bin ich Lehrer geworden, Kleine.“ Letzteres zog er besonders in die Länge, sah mich mit seinen schwarzen Irden und seinem  charmanten Grinsen an, welches seine Sommersprossen besonders gut zur Geltung brachte. Schwarze Wellen umrahmten seine männlichen Züge und tanzten bei jeder Bewegung. Jede Frau mit auch nur dem Hauch von Geschmack hätte wohl einen Flirtversuch gestartet. Jede, wenn sie nicht gerade zu seinen Schülerinnen zählte.
„Sie sind noch gar kein Lehrer. Nur ein Praktikant. Sie sind noch menschlich und deshalb machen Sie auch Fehler.“
„Also ist man als Lehrer nicht mehr menschlich?“
„Natürlich nicht! Sonst würden sie von und nicht erwarten, dass wir alle Fächer beherrschen. Wenn Lehrer sich nur auf ein oder zwei Fächer spezialisieren, warum sollen wir dann alle können? Leute wie Sie studieren diese Fächer Jahre lang und wir sollen das Zeug in wenigen Wochen lernen? Ich verstehe das Lehramt nicht. Sie setzten uns völlig unter Druck und erwarten viel zu viel. Wie sollen wir bitte mit 15, 16 wissen was wir unser Leben lang machen wollen? Klar, kann man Wünsche äußern, doch das sind eben nur Wünsche – Wunschdenken wenn Sie so wollen. Im Leben passiert vieles und gerade, in diesem Moment, in dem wir hier reden, stirbt irgendwo jemand und wo anders wird jemand geboren. Irgendwo verliert jemand sein Licht und irgendwo erleuchtet ein neues.“ Als meine Worte verklungen waren kehrte Stille ein.
„Interessante Philosophie, die du da vertrittst.“ seine entspannte Miene war einer nachdenklichen gewichen. Er hatte die Stirn in Falten gelegt und seine Blicke lagen auf meinen Augen, als könnte er dort die Antwort auf eine umgestellte Frage finden. Die Stile hielt lange an. Jedoch mochte ich seine Stimme, die Art wie er Worte nutzte und - mehr oder minder - schlechte Witze riss. „Und im schönen Deutsch gesagt. Vielleicht solltest du Autorin werden. Es ist eigentlich schon schade, dass ich dir in der fünften und sechsten Klasse keine Nachhilfe geben konnte.“
„Ich habe erst seit diesem Jahr Probleme – seit dieser Lehrerin.“ entgegnete ich.
„Dann werde doch Autorin.“
„Schlagen Sie mir gerade vor die Schule zu schmeißen?“
„Was wäre wenn?“
„Dann wären Sie ein verdammt cooler Praktikant.“
„Bin ich das nicht immer?“
„Sie sind halt angehender Lehrer...“
„Ja, ich weiß.“ Er lehnte sich über den Tisch zu mit und setzte seinen Ich-könnte-dich-genau-jetzt-ausziehen-Blick auf.
„Vielsagende Worte. Das müssen Sie jetzt definieren.“ Ich beugte mich ebenfalls zu ihm, wobei ich fast aufstehen musste, da ich doch sehr klein war mit meinen zierlichen 1,60m. „Und schau mich nicht so an, als hättest du mich nackt gesehen.“
„Seid wann sind wir den beim du? Mal abgesehen davon, dass ich dich schon nackt gesehen habe. Mehrfach.“ Letzteres Wort betonte er und zog es in die Länge. Dann löste er den letzten Abstand zwischen und und drückte seine Lippen auf die meinen.
„Was machen wir eigentlich wenn ich Ferien habe? Ich kann schlecht sagen, dass ich auch in den Ferien Nachhilfe brauche.“
„Dann besuchst du eben einen Extrakurs.“
„In den Ferien?“
„In den Ferien. Und jetzt sag mir die Formel für den Flächeninhalt eines Dreieckes auf, ansonsten war dieser Kuss alles was du Heute von mir bekommst.“
„Ehm...“ Stotterte ich „Ehm.. 3*a*b?“
„Im Ernst?“
„Nein.“, ich setze mich zurück auf meinen Stuhl, „Nein, natürlich nicht.“ Meine Hand wanderte in meine Tasche um die orangefarbene Formelsammlung heraus zu ziehen. „Ich meinte...“ als ich das dünne Heft auf den Tisch gelegt hatte und es gerade aufschlagen wollte, schnappte seine Hand es mir weg. „Hey!“
„Das haben wir erst Heute wiederholt. Außerdem sollst du schon etwas lernen, sonst werde ich noch abgesetzt!“ er ließ mich gar nicht erst protestieren, sondern ging einmal um den Tisch, hockte dich auf diesen gegenüber von mich und stellte die Beine zwischen meine auf den Stuhl. Ich sah ihn von unten herab an, fühlte mich unterlegen. Seine Augen lagen auf den meinen. Er war der Dominante in unserer geheimen Beziehung, weil er mich unter Kontrolle hatte. Nach dem ersten Mal hatte ich geweint, Angst gehabt. Er hatte mich beruhigt. Gesagt, es sei in Ordnung solange es sich gut anfühlte. Es war in Ordnung, mehr als das. Es war sehr gut, fast schon perfekt. Von mir wurde nichts perverses verlangt, was man auf Hentais kennen mag, welche Schüler-Lehrer Beziehungen behandelten.
„Ich hoffe du bist gerade dabei die Antwort auf meine Frage zu finden.“ wurde ich aus meinen Gedanken gerissen.
„Ja, klar.“ entgegnete ich und begann nun ernsthaft darüber nachzudenken. „Ich komm nicht drauf.“ war mein ernüchtertes Ergebnis. „Wenn ich noch weiter nachdenke bekomme ich noch Fieber.“
„Streng dich an.“
„Tu ich doch!“ Ich fragte mich, ob ich wohl die einzige war, die so schlimme Stimmungsschwankungen in der Pubertät hatte.
„Du musst auch etwas lernen, Kleine. Ansonsten schreibst du doch schlechte Noten und dann werden deine Eltern einen neuen Nachhilfelehrer für dich suchen. Wer weiß was der dann mit die anstellt...“
„Wow. Halte mir bitte keine Moralpredigt.“
„Ich bin immer noch Lehrer, Moralpredigten gehören fast schon zu meinen Pflichten.“
„Du bist ein dämlicher Praktikant.“
„Ein Lehrer-Praktikant.“
„Aber nur ein Praktikant.“
„Mach mich nicht schlechter als ich bin!“ schnaubte er und verschränkte die Arme. Er war unglaublich süß wenn er trotzig war.
„Schau mich nicht so an, als hätte ich etwas verbrochen.“
„Du hast aber etwas verbrochen, Kleine. Dafür sollte man dich eigentlich bestrafen.“ Ich nickte, schaute ihn erwartungsvoll an. „Allerdings hast du meine Frage immer noch nicht beantwortet.“
„3*x*irgendwas.“ murrte ich und erntete dafür ein Lob:
„Das ist fast richtig.“ Sein Gesicht näherte sich dem meinen und er drückte mir einen Kuss auf die Stirn. „Du hast es noch in deinem Kopf abgespeichert. Was haben wir gemacht, als ich dich auf die letzte Stunde vorbereitet habe?“
„Du willst nicht wirklich, dass ich das beantworte, oder?“ Ein Grinsen wanderte auf seine Lippen. „Dazu werde ich mich nicht äußern!“
„Wenn ich es aber will?“ Ich schüttelte den Kopf. „Wenn ich es mir wünsche?“ Erneutes Kopfschütteln. „Und wenn ich dafür meine Flächeninhalts-Frage vergessen würde?“
„Wir haben interessante Dinge gemacht.“ antwortete ich nach kurzem Stutzen „Dinge, die wohl eher in den Bereich der Biologie fallen.“
„Erzähl mir mehr, davon was du mit deinem Nachhilfelehrer anstellst. Ich will Details.“
„Es ist eher das, was er mit mir anstellt.“ korrigierte ich ihn „Aber ich habe einen echt heißen Lehrer, der würde wahrscheinlich sogar Magma verbrennen.“
„Er spielt also mit dem Feuer?“
„Wenn Sie 'Feuer' als ein Synonym für mich setzten...“
„Würde ich schon. Ich denke nicht, dass dein gutaussehender Nachhilfelehrer keinen Geschmack hat, schließlich bist du nicht ganz unattraktiv!“
„Das haben Sie jetzt nett gesagt, Herr D. Portgas.“
„Bei so einer netten Schülerin...“
„Persönliche Komplimente gegenüber Schülerinnen sind eigentlich nicht ganz legal, ist Ihnen das bewusst?“
„Na und?“ Er zog mich zu sich hoch und drückte mir einen langen Kuss auf die Lippen, während dem er mit seiner Hand über meine Schulter in den Nacken wanderte, bevor er begann durch meine Haare zu fahren. „Du hast meine Frage zwar immer noch nicht beantwortet-“
„Du bist vom Thema abgewichen!“
„Während des Unterrichts redet man nicht. Das gilt auch für den Nachhilfeunterricht.“
Er küsste mich erneut, dieses Mal stürmischer.
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