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"Das hellste Licht birgt den dunkelsten Schatten."

Kurzbeschreibung
GeschichteFamilie, Freundschaft / P12 / Gen
Baldr Hringhorni Loki Laevatein Thor Megingyoruzu
27.10.2015
27.10.2015
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27.10.2015 586
 
Das hellste aller Lichter birgt oft den dunkelsten und längsten Schatten.

Dunkelheit und Licht liegen nah beieinander.

Du musst es tun.

Er wird uns alle vernichten.

Tu es!

Für uns...

Für ihn...

Er will es!

Hilf ihm!

Du hast es versprochen....


Loki starrte auf seine Hände, er versuchte die Stimmen in seinem Kopf zu verdrängen, ein leises Schluchzen entkam ihm. Niemand bemerkte es. Er war alleine. Balder, nein, das was aus Balder geworden war...er weigerte sich anzuerkennen, dass dies sein Freund sein sollte.
Das was er töten sollte.
Töten musste.
Das was getötet werden wollte.
Von ihm.
Der Gott der Scherze kniff die Augen fest zusammen. „Ich...kann es nicht tun...i-ich...habe versprochen dich immer zu beschützen...ich wollte doch...immer bei dir sein....“.
„Und das warst du“, die ruhige Stimme ließ den Rothaarigen zusammen zucken. „Thor...“wisperte er, traute sich nicht sich zu seinem Bruder umzudrehen. Seinem Beschützer, nein, seinem und Balders Beschützer.
Er wusste es natürlich. Er wusste, dass Thor immer über sie gewacht hatte. Der stille Beobachter. Unauffälliger Schutz.
Nie hatten sie  und Balder dem anderen gedankt für alles was er für sie tat, wofür er nie Anerkennung oder Dank wollte.
Für das was für Thor wie selbstverständlich schien.

„Thor ich...ich....“. Er spürte die Wärme als der Andere seine Hand von hinten auf seiner Schulter ablegte, eine Geste der Nähe. Unaufdringlich aber beruhigend, eine Geste die ihm Kraft gab. „Du hast immer zu ihm gestanden, Loki...Balder sieht zu dir auf...Balder braucht dich“, leise klangen die Worte an das Ohr des Jüngeren. „Balder liebt dich aufrichtig, Loki...Loki er wird alles vernichten...außer du....“. Loki verkrampfte sich. „...außer ich ermorde meinen besten Freund“, flüsterte er bitter. „Mh. Ich kenne euch beide seit unserer Kindheit, Bruder. Und ich liebe euch beide, doch ihr habt ein Band das mich nicht mit einschließt“. „Thor, ich...“. „Warte...ich mache dir keinen Vorwurf, an mir lag es euch beide zu unterstützen wie ich es nur konnte, aber an dir liegt es Balders Seele zu retten...du bist der einzige der Zugang zu ihr hat. Loki, dir gehört Balders Herz. Nur dir. Möchtest du ihm wirklich seinen augenblicklich größten Wunsch verwehren? Im letzten Moment...in deine Augen zu blicken?“. Ruckartig stand der Jüngere auf und schüttelte dabei Thors Hand ab. „Und was ist mir mir? Wie soll ich mit der Schuld leben...das Leben meines besten Freundes beendet zu haben?“ Thor seufzte. „Das ist wahrscheinlich das einzige vor dem ich dich nicht beschützen kann“, flüsterte er bitter und fuhr sich durch das Haar. „Ja, Loki. Du wirst Schuld empfinden, aber du wirst seine Seele retten, das hast du schon immer.“

Kurze Zeit herrschte Stille zwischen den Brüdern, trügerisch friedlich schien diese Nacht zu sein, man mochte dem Frieden wohl glauben, wenn man nicht wusste, was gerader andernorts geschah. Doch dann hob Loki den Blick. Entschlossenheit lag in seinen Augen, die Lippen waren zu einem Lächeln verzogen. So kannte man ihn. „Thor, du hast recht. Ich werde Balder retten, wir bleiben für immer zusammen“. Thor nickte leicht. „Ja, ihr beide gehört zusammen.“ „Oh? Nein“, kam es grinsend von Loki ehe er die paar Schritte überwand die ihn und seinen Bruder trennten. „Wenn ich von uns rede meine ich uns drei“. Er deutete ein winken an. „Bis gleich, ich muss zu Balder“, damit drehte er sich um und ließ Thor, auf dessen Gesicht ein Lächeln lag, alleine.

Es mag schon stimmen, das hellste Licht birgt den dunkelsten Schatten, aber dieser kann überwunden werden.
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