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The Cursed

OneshotFreundschaft / P6 / Gen
Jem Carstairs Will Herondale
26.10.2015
26.10.2015
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580
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Dieses Kapitel
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26.10.2015 580
 
Eine weitere Story in diesem Fandom von mir und ich muss sagen, siesmal weiß ich wirklich selber gar nicht, was ich davon halten soll. Ich habe mich nach längerem zögern entschieden das hier hochzuladen, geschreiben habe ich es schon im Sommer.
Ich bin gespannt, was ihr davon halten werdet!

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„Will, wie kannst du so etwas nur glauben?“ Jem war aufgesprungen und funkelte seinen Parabatai zornig an. Will bemühte sich um einen neutralen Gesichtsausdruck und hoffte, dass sich sein innerliches Zurückschrecken nicht in seinen Augen widerspiegelte. Nur selten war Jem so zornig gewesen.
Die Flammen des Kamins warfen verzerrte Schatten auf Jem und spiegelten sich feurig in seinen Augen, was ihn tatsächlich bedrohlich erscheinen ließ.
„Du liebst mich nicht“, wiederholte Will nüchtern seine vorherige Aussage und zeigte dabei keine Gefühlsregung. „Warum?“, wisperte Jem, seine Wut schien verflogen. Er wirkte nur traurig und unendliche Enttäuschung stand in seinen Augen. „Warum glaubst du das?“, wiederholte er lauter und blickte Will direkt an. Noch immer verrieten die blauen Seelenspiegel des Schwarzhaarigen keinerlei Gefühle, obwohl es ihn innerlich zerriss.
Weil du nicht tot bist, flüsterte eine Stimme in seinem Kopf. Du kannst mich nicht lieben und gleichzeitig noch am leben sein. Der Fluch macht das unmöglich. Er ignorierte die Stimme, die sich über die Jahre hinweg bereits hartnäckig in seinem Ohr eingenistet hatte.
Er konnte Jem nicht von dem Fluch erzählen. Er konnte es einfach nicht. Niemals durfte er das erfahren. Niemand durfte das. Es war sein Geheimnis.
„William“, setze Jem sanft an und ließ sich wieder neben ihn auf die Lehne des Sessels gleiten, in dem der Schwarzhaarige saß. Anschließend schwieg er. Will wusste, dass Jem ihm eine Chance geben wollte zu sprechen, falls er bereit dazu war. Stumm schüttelte Will den Kopf, als Zeichen, dass er nicht darüber reden wollte.
Jem nickte langsam; der Widerschein des Feuers verwandelte sein Haar in rötliche Flammen, die seinen Kopf wie ein blutiger Heiligenschein umgaben. Innerlich sträubte Will sich gegen diesen Gedanken. Jem war nicht blutig. Er war sanft und gutmütig und wenn jemand einen Heiligenschein verdiente, dann er. Will musste beim Gedanken an Jem mit zwei flauschigen weißen Engelsflügeln auf dem Rücken und einem leuchtenden Heiligenschein auf dem Kopf grinsen.
Jem sah ihn an und legte mit einem leichten Lächeln auf den Lippen fragend den Kopf schief. Will winkte ab. Das wollte er seinem Freund jetzt wirklich nicht erklären.
Jems Gesichtsausdruck wurde wieder ernster und er musterte Will eingehend, was dieser stumm über sich ergehen ließ. Auch in Wills Augen spiegelte sich das Feuer und verlieh den blauen Tiefen einen seltsamen rötlichen Glanz.
„Sag nie wieder, ich würde dich nicht lieben, denn das ist nicht wahr“, meinte Jem ernst und sein Blick blieb an Wills Augen hängen. Der Silberhaarige betrachtete ihn mit einer solchen Intensität, dass Will meinte, spüren zu können, wie sich sein Blick in ihn bohrte. „Vergiss das nie“, sagte Jem eindringlich und ohne den Blick abzuwenden, ja, sogar ohne zu blinzeln. „Was auch immer du für Gründe haben magst, dem zu widersprechen, es ist nicht wahr. Ich bin dein Parabatai, Will, ich könnte es nicht ertragen, dich nicht zu lieben. Denk daran.“
Mit diesen Worten erhob er sich, nickte Will kurz zu und verließ nach einem leisen „Gute Nacht“ den Raum.
Und Will blieb alleine mit dem prasselnden Kaminfeuer zurück und dachte an Jems Worte zurück. Ich könnte es nicht ertragen, dich nicht zu lieben. Und zum ersten Mal in seinem Leben kamen ihm ernsthafte Zweifel an der Wirkung des Fluchs.
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