Du, die meine Welt mit Farbe durchtränkt.

von JCypher
GeschichteAbenteuer, Romanze / P18
Inu-Yasha Kagome Kikyou Miroku Sango Sesshoumaru
25.10.2015
14.06.2019
25
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Kagome betrat die Bibliothek, schloss lautlos die Türe hinter sich.

"Versteckst du dich vor irgendwem?".

Die Youkai wandte sich überraschen um, sah Sesshomaru aber nur grinsend eine Augenbraue heben. Sie schnaufte leise, trat an dem Tisch vorbei, an dem er saß, und fragte "So wie du?".

Ihre Finger glitten über die Dokumente und Bücher, während er in ihrem Rücken widersprach "Ich verstecke mich nicht. Aber ich halte es nur bedingt mit Inuyasha und dieser Gruppe aus".

Sie nickte leicht von sich hin. Er war schon immer so. Seine Zeit hatte er am liebsten allein verbracht. Es war schon fast ein Wunder, dass er noch immer mit ihm reiste, obwohl seine Augen wieder gesund waren.

"Wonach suchst du?"

Sie stockte. Sie war sich sicher, sie sollte es ihm nicht sagen, aber er wusste vielleicht mehr und wenn sie hypothetisch Fragen würde, war es wohl kaum so, als würde sie Sango verraten.

Sie wusste ja nicht einmal, ob ihre Freundin wirklich - diesen Wunsch hegte. Vielleicht war es tatsächlich nur Neugier oder eine kurze Idee.

"Ok, rein theoretisch", begann die Youkai und wandte sich ihm zu, überlegte, wie sie am besten vorgehen sollte.

"Weißt du, dass es ein Ritual gibt, mit dem man einen Menschen in einen Youkai verwandeln kann?", fragte sie, ohne zu viel Preis zu geben.

So sollte es funktionieren.

Der Daiyoukai hob eine Augenbraue, nickte dann knapp. Natürlich wusste er es.

"Was hältst du davon?"
"Gar nichts".

Kagome rollte mit den Augen und wandte sich seufzend wieder den Büchern zu. Das hätte sie sich ja denken können.

Er begann leise zu lachen, erhob sich und lehnte sich neben sie an die Regale, hob eine Augenbraue und fragte "Wieso?".

Sie sah nicht zu ihm, suchte nur weiter nach Dokumenten und seufzte leise, während sie zugab "Ich hatte ein merkwürdiges Gespräch mit Sango".

Der Daiyoukai zog seine Augenbrauen etwas kraus, musterte sie fragend. Ihre Hand stoppte, ihr Kopf lehnte sich an das Regal.

"Du denkst, sie will eine Youkai werden?".
"So hat es sich angehört", es war für sie eigentlich ziemlich klar. Nachdem sie erstmal den Tonus des Gesprächs verstanden hatte, was wirklich eine Weile dauerte, war sie ziemlich schnell ernst geworden.

Theoretische Fragen waren das Eine, aber wirklich ein Wunsch etwas anderes.

"Sie fragte mich, ob ich dieses Band für einen Menschen eingehen würde".
"Und du hast gesagt?"
"Dass ich es nicht ausschließe".

Sesshomaru schüttelte seufzend den Kopf. Er lehnte ihn ebenfalls an das Regal, musterte sie wieder und schlussfolgerte "Und jetzt willst du dich informieren!?".

Sie sah ihm aussagekräftig in die Augen und durchblätterte die Papiere. Sie wusste, dass es Aufzeichnungen davon hier gab. Sie wusste nur nicht wo.

"Kagome, so ein Band ist wirklich gefährlich". Sie stoppte, sah sofort zu ihm und fragte "Du weißt mehr darüber?".

Er stockte, wandte seinen Blick ab und seufzte aufgebend "Ja, aber du solltest dich von sowas fern halten. Ein Mensch ist nicht dafür gemacht, ein Youkai zu sein".

"Und eine Frau ist nicht dafür gemacht, eine Himmelsrichtung zu leiten".

Voll erwischt. Er grinste leicht, nickte ihr anerkennend zu. Eins für sie, Null für ihn.

"Erzähl mir etwas darüber", bat sie und verschränkte ihre Arme. Sie wusste selbst einiges, aber vielleicht gab es etwas, was er wusste, was für sie völlig unbekannt war.

Er wollte nicht. Er wollte nicht, dass sie sich mit diesen Dingen befasste, dass sie sowas in Erwägung zog. Wie lang kannte sie Sango? 2 Jahre? 3? Es war nicht genug Zeit um sich selbst dafür zu opfern.

"Kagome, so eine Verbindung ist gefährlich", und er klang nicht so, als würde er darüber noch groß reden wollen. Für die Youkai war es eindeutig, dass er das Thema damit beendete.

Aber sie war nicht dumm, er hatte Recht. Sie wusste nichts über Sangos wirklichen Motive, sich jetzt zu informieren und darüber nachzudenken, war vielleicht wirklich übertrieben.

Also seufzte sie leise und nickte dann. Sie lenkte ein.

Der Daiyoukai lächelte zufrieden, ehe er nach den Blumen in ihrem Haar griff und den Kranz leicht betrachtete. Es stand ihr, genau so sehr wie ihr Schwert. Egal was sie tat, selbst wenn sie in alten Fetzen auf dem Markt arbeiten würde, sie sähe mit Sicherheit noch immer umwerfend aus.

Ohne wirklich darüber nachzudenken, griff Kagome nach einen seiner Haarsträhnen und fuhr mit ihren Fingern dadurch. Sie waren wirklich weich, rochen so unfassbar gut. Es gab selten ein Mann, der immer gepflegt war, aber gut, es wurde ihm in die Wiege gelegt.

"Woran denkst du, kleine Youkai?", sie lächelte etwas, als sie seine leise Stimme vernahm. Er hatte sie schon eine ganze Weile nicht mehr so genannt.

"An dich", er schluckte. Ihre Ehrlichkeit traf ihn unverhofft und überrumpelte ihn.
"Woran genau?", er sprach leise, der Blick auf sie gerichtet, während sie nur auf seine Haare in ihren Fingern sah.

"Wie schön du bist".

Sesshomaru schloss seine Augen, sein Gedanken rasten zu allem, was ihn davon abhielt, sich dem Verlangen gleich hier hinzugeben.
Die alte Kaede, Kikyou, Inuyashas Manieren beim Essen, es funktionierte. Sein Herz blieb ruhig, sein Biest zog sich angewidert zurück.

Er umgriff ihre Finger, lehnte sich zu ihr runter und raunte ihr ins Ohr "Tu das nicht. Du willst doch nicht, dass jeder, der den Raum betritt es riecht". Ihre Mundwinkel zuckten, sie biss sich leicht auf die Unterlippe und gab doch neckend zurück "Seid wann stört dich das?".

Sein Grinsen verstärkte sich etwas, während sein Gesicht noch an ihrem Ohr lag. Er öffnete seinen Mund und strich ihr mit der Zunge kurz darüber, hinterließ eine heiße Spur über ihren Hals.

Sie knurrte leise, allerdings entzog sie sich ihm dennoch und seufzte "Du hast Recht. Wir sollten es nicht tun".

Fassungslos sah er ihr nach, sein Biest brüllte tief in ihm. Scheiß drauf. Scheiß verdammt nochmal drauf.

Er raste auf sie zu, schlug die geöffnete Türe wieder ins Schloss und wandte sie zu sich um. Ihre Augenbrauen hatten sich etwas gehoben, doch er umgriff bereits ihre Hüfte, hob sie hoch und setzte sie auf dem Tisch ab.

Hmpf. Kagome hatte genug. Es wurde Zeit, dass sie sein Spiel gegen ihn verwendete. Dass sie ihm etwas von seiner eigenen Medizin zu schmecken gab und ihm zeigte, dass sie reihenweise Männer haben könnte, sie sich aber für ihn entschied.

Zumindest vorerst. Was das körperliche anging.

Ihre Mundwinkel hoben sich spöttisch, ihr Kopf legte sich leicht in den Nacken und ihr Blick glitt in seine Augen, während sie nach seinem Obi griff und feste an ihre Mitte zog, die Beine gespreizt.

Sesshomaru knurrte auf, als er die Hitze durch seinen Körper rasen spürte. Was zur - Hölle war plötzlich los mit ihr? Wie konnte sie ihn einfach so um den Finger wickeln und die Oberhand gewinnen?

Ihr Mund öffnete sich leicht, ihre Zunge fuhr ihr über die Unterlippe und sie bemerkte zufrieden, wie sein Blick diesem Vorgang folgte.

Wie ein hungriges, wildes Tier sah er aus, presse seinen heißen Atem stoßweise hevor und spürte, wie sich seine Männlichkeit aufstellte, ohne dass sie ihn berühren musste.

Sie griff abermals nach ihm, doch diesmal war er schneller. Er fing ihre Hände ab, drückte sie auf die Tischplatte und lehnte sich über sie, raunte ein dunkles "Sag mir, dass du mich willst".

Kagomes Grinsen wurde größer. Sie drückte ihre Mitte gegen seine, bewegte sich in leichten, kreisenden Bewegungen daran und hauchte "Ich denke eher, dass du mich willst".

Und verdammt, da hatte sie sowas von Recht!

Er vergrub seine Nase in ihrer Halsbeuge, zog ihren Geruch feste ein und knurrte "Ja. Mehr als alles andere".

Ein kalter aber angenehmer Schauer raste ihr über den Körper. Er vernebelte ihr den Verstand, dabei wollte sie einen klaren Kopf behalten und ihn dazu bringen, nach Erlösung zu keuchen.

Sie löste ihre Hand aus seinem Griff, ergriff seinen Nacken und hauchte "Ich will dich, Sesshomaru. Nur dich".

Sie hatte es geschafft, ganz ohne Zweifel. Sie hatte ihn in der Hand.

Er presste seine Lippen verlangend auf ihre, hielt es nicht aus, sich länger von ihr fern zu halten, nicht nach diesen Worten.

Er griff an ihre Seite, löste den Knoten ihres Kimonos ungeduldig und schob das störende Stück Stoff von ihrem Busen. Er biss ihr in die Unterlippe, löste sich dann von ihr und sah auf ihren entblößten Oberkörper.

Sein Blick verschwamm, sein Biest kratzte an den Zellen seines Käfigs und doch war der Daiyoukai nicht gewillt, es raus zu lassen.

Er atmete schneller, fuhr ihr mit seinen Krallen sachte über ihren Bauch, über ihre Seite höher und sah zufrieden dabei zu, wie sich eine Gänsehaut auf ihren perfekten Körper legte.

Sein Blick folgte seinen Händen, bis hin zu ihrem wohlgeformten Busen. Er umgriff eine, die perfekt in seine Hand passte, als wäre sie nur für ihn gemacht.

Während er vollkommen auf ihre Brüste fokussiert war, das schnelle heben und senken ihres Oberkörpers beobachtete, merkte er nicht, wie Kagome seinen Obi aufknöpfte und der Kimono sich öffnete.

Er griff unter sie, hob ihren Rücken hoch und presste ihren kleinen Körper an seinen. Er umgriff ihr Gesicht mit seinen großen Händen und sah ihr in die Augen, knurrte leise "Ich bin verrückt nach dir".

Sie grinste, auf ihren Wangen ein Rotschimmer. Sie drückte ihre warmen Lippen auf sein Schlüsselbein, fuhr weiter herab über seine Brust, verteilte heiße Küsse, die ihn heiser keuchen ließ.

Ihre Finger glitten herab, über die Seiten seines Körpers, bis zu seinem Hakama. Ihre Finger ergriffen den Knoten und während sie ihn öffnete, verteilte sie weiter Küsse auf seinem Oberkörper.

Seine Finger griffen in ihre Haare, lösten das Band und verkrallten sich dann in den offenen Strähnen. Sein Kopf fiel in den Nacken, er schloss seine Augen und gab sich ihren Berührungen hin.

Es machte ihn wahnsinnig. Ihre Finger, die Lippen, die Hitze, die von ihr ausging. Der Stoff seiner letzten Bekleidung fiel zu Boden und er stand hier, völlig entblößt vor ihr.

Ihre Finger zogen sich über sein Becken, zu seinen Oberschenkeln, während ihre Lippen weiter herab glitten.

Er riss seine Augen auf, zog ihren Kopf an ihren Haaren zurück und knurrte "Du spielst mit dem Fe-", er wurde unterbrochen, als sie ihn wieder zu sich zog und seine Lippen mit ihren verschloss.

Er hatte das Gefühl verrückt zu werden. Sie war anders, als zuvor. Sie war - wesentlich ungefangener, mutiger und spielte mit ihm besser, als er es je mit ihr getan hatte.

Sie löste sich von ihm, nur so viel, dass sich ihre Lippen noch immer leicht berührten, während sie hauchte "Schließ deine Augen".

Er weitete sie etwas, starrte in ihre, sah die Lust und roch sie auch.
"Vertrau mir", hauchte sie und drückte abermals einen Kuss auf seine Brust, rutschte von dem Tisch, ehe sie ihn darauf drückte.

Er knurrte lusterfüllt, spürte sie in jeden seiner Fasern. Während ihre Finger ihm über die Seiten strichen, küsste sie wieder seine Brust, seinem Bauch und er ließ aufgebend seinen Kopf in den Nacken fallen.

Er gab sich ihr hin, auch als ihre Krallen ihm über die Haut kratzen und ihre Lippen um seinen Bauchnabel herum, weiter runter.

Dann verschwanden ihre Lippen. Er knurrte unzufrieden auf, nur um im nächsten Moment alle seine Muskeln rasant anzuspannen.
Er spürte ihre Lippen, die an der Spitze seines Gemächts lagen. Ihr Mund öffnete sich leicht und ihre heiße Zunge glitt heraus, umspielte sein Fleisch.

Er drückte angespannt seinen Rücken durch, keuchte auf und erzitterte, als sich ihre Zunge zurück zog und sie ihn langsam in ihrem Mund aufnahm.

Der Daiyoukai krallte seine Finger in ihre Haare, während seine zweite Hand sich bedrohlich feste um die Tischplatte legten.

Kagome grinste, noch während sie ihn tief im Mund hatte, ließ sie ihre Zunge darüber ziehen und entlockte ihm ein raues Stöhnen. Es war, als würden durch seine Töne Blitze durch ihren Körper rasen, sie wesentlich mutiger werden ließen.

Sie zog ihren Mund zurück, umspielte ihn dann wieder mit ihrer Zunge und nahm ihn tiefer als zuvor.

Sesshomaru schluckte trocken, keuchte ihren Namen dunkel und umgriff ihre Haare noch etwas fester.

Ihr Mund wurde schneller, ihre Bewegungen wurden schneller und auch Sesshomaru hatte nun begonnen, sich zu bewegen. Er stieß ihr leicht in den Mund, atmete schnell und raunte dunkel.

Er spürte, wie sie schneller wurde, spürte, wie er, komplett unvorbereitet auf diese Berührungen, auf seinen Höhepunkt zusteuerte.

Er griff nun auch mit seiner zweiten Hand nach ihren Haaren und sah zum ersten Mal zu ihr. Sie so zu sehen, die roten Wangen, die leicht geschlossenen Augen und der winzige Speichelfaden an ihrem Mundwinkel, gab ihm den Rest.

Er knurrte tief, verdrehte die Augen etwas und entlud sich vollkommen in ihr, ehe er auf dem Tisch quasi schon zusammen fiel und er viel zu schnell vor Erschöpfung atmete.

Er legte eine Hand auf seine Stirn, öffnete seine Augen leicht und sah das leicht überlegene Grinsen, während sie ihren Kopf leicht schief legte und süffisant fragte "Was? Kannst du nicht mehr-"

Er griff nach ihrem Handgelenk und riss sie auf ihn, stoppte ihre Worte und sah in ihre überraschten Augen.

Seine Hand legte sich an ihre Wange und auch wenn ihr Oberkörper noch immer freilag, konnte er nur in ihre Augen sehen. In diese tiefen, wunderschönen Augen.

"Ich brauche dich".

Ihre Augenbrauen zuckten leicht zusammen. Hatte sie ihm so zu schaffen gemacht, dass er nicht mehr klar denken konnte?

"Bleib an meiner Seite".

Sie hatte ihn ja wirklich völlig überrumpelt. Sie unterdrückte es darüber zu lachen, auch weil seine Worte - so anders waren, als sie erwartet hatte.

Sie hatte mit einer spitzen Bemerkung gerechnet aber nicht mit - dem. Ihr Herz, welches sich gerade beruhigt hatte, beschleunigte sich wieder etwas.

Sie sah ihm sprachlos in die Augen, wusste nicht wirklich, was sie sagen sollte.
Sie wusste, dass Männer nach gutem Sex plötzlich nette Dinge sagen konnte, aber er - das hatte sie nicht erwartet.

"Kagome, sei mein".

Ihre Augenbrauen zogen sich feste zusammen, sie fühlte sich wie eigefrohren. Das überrumpelte sie.

Sie hatte in ihm einiges auslösen wollen, aber das hatte sie wirklich nicht erwartet.
Ihr Herz hatte einen Moment ausgesetzt, nur um im nächsten Moment wie verrückt in ihrer Brust zu klopfen. Ihre Hände zitterten leicht, hervorgerufen von dem Geheule ihres Biests in sich.

Flucht.

Etwas, das sie nie erwogen hatte. Es lag nicht in ihrer Natur zu flüchten, aber hier und jetzt, war es das Einzige, was ihr in den Sinn kam.

Sie stieg eilig von ihm ab, stotterte ein ruhiges "I-ich werde mal nach Sango sehen" und band sich den Kimono notdürftig, ehe sie eilig aus dem Raum lief und fast schon über die Flure rannte und sich in ihrem Zimmer flüchtete.

Sie taumelte von der Tür zurück, fuhr sich an ihr Herz und dann an ihre glühenden Wangen und war wirklich froh, dass er komplett nackt gewesen war. So konnte er ihr nicht gleich folgen.

Die Youkai zog sich in ihr eigenes Bad zurück und verschloss auch diese Tür, steckte ihre Hände in das kalte Wasser und fuhr sich dann damit über ihr Gesicht.

Sie musste sich beruhigen.
Durchatmen.
Runter kommen.
Nachdenken.

Sie strich sich durch die Haare, stockte als sie bemerkte, dass sie offen waren. Sie griff in den kleinen Korb und zog ihr rotes Band raus, ehe sie sich die Haare band und ihren Kimono richtete.

Was zur Hölle war da eben passiert?
'Sei mein', was sollte das? Sie hatten doch nicht mal geklärt, ob überhaupt Gefühle zwischen ihnen waren und jetzt, nachdem sie ihm einen guten Orgasmus verschafft hat, sollte sie 'sein' sein?

In gewissermaßen war sie es doch schon. Sie war seine beste Freundin. Er war der einzige, mit dem sie körperliches austauschte. Noch mehr 'sein' geht doch überhaupt nicht mehr. Zumindest nicht in dieser Situation.

Sie wusste auch, dass sie ihn für sich haben wollte. Sie wollte nicht, dass er eine andere Frau anfasste, hatte den Gedanken hassen gelernt, seit Senna es ihr aufgezeigt hat.

Sie wollte nicht, dass er jemand anderen in den Arm nahm, wollte nicht, dass er mit einer anderen Frau all die Dinge tat, die er mit ihr tat. Verdammt nochmal!

Kagome verließ den Raum, als sie spürte, wie er näher kam. Er konnte nicht anderweitig gehen, als an ihr vorbei, also lehnte sie sich an die geschlossene Türe und verschränkte ihre Arme abwartend.

Als er den Flur entlang ging, hörte sie ihn seufzen, ehe er sich neben sie an die geschlossene Tür lehnte und fragte "Wolltest du nicht nach Sango sehen?".

Sie atmete tief durch, öffnete ihre Tür und der Daiyoukai taumelte überrascht ins Zimmer. Kagome schloss die Türe hinter sich und sagte leise "Ich bin nicht gegangen, weil-"
"Schon gut. Kagome, ich habe deine Antwort verstanden".

Sie rollte leicht mit den Augen, als er sie unterbrach, trat auf ihn zu und umgriff seine Wangen, ehe sie leise sagte "Ich bin nicht gegangen, weil ich es abgelehnt habe".

"Du bist gegangen, weil ich dich überrascht habe"
"Oh ja".
"Und du musstest nachdenken"
"Richtig"
"Und du bist zu dem Entschluss gekommen-"

Sie unterbrach ihn, indem Sie ihre Hände auf seine Wangen legte und ihn leicht zu sich runter zog.
"Dass ich es bereits bin", beendete sie seinen Satz leise und sah, wie sich seine Augen etwas weiteten.

"Und ich will dich für mich".
Sesshomaru atmete überrascht aus, zog seine Augenbrauen zusammen und sah ihr forschend in die Augen. Meinte sie es ernst? War es wirklich so einfach?

Seine Finger ergriffen ihre, seine Lippen legten sich auf ihren Handrücken, ehe er leise sprach "Ich gehöre allein dir".

Ihre Mundwinkel hoben sich sanft, ehe sie hauchte "Wenn dein Herz eines Tages für eine Frau schlägt, dann lasse ich dich gehen. Bis dahin gehörst du zu mir".
Der Daiyoukai zog sie an sich heran. Er drückte die junge Frau gegen sich, legte seine Lippen auf ihren Kopf und gab ebenso leise zurück "Ich werde dich auch freigeben, wenn du einen anderen Mann liebst. Aber bis du mir das sagst, bist du mein".

Sie lächelte gegen seine Brust. Ihre Beziehung war von Anfang an über Freundschaft weit hinaus gegangen. Sie war verkorkst und da würde ein bisschen mehr kaum auffallen.

"Aber sei gewarnt", begann er dunkel, woraufhin er sich von ihr trennte, ihr Gesicht umgriff und leise fortfuhr "Ich werde dich auf Händen tragen".

Sie begann zu grinsen, ehe sie leise lachte, eine Hand auf seine Wange legte und spöttisch seufzte "Sesshomaru. Träum weiter", damit wandte sie sich ab und verkündete "Komm. Es ist auffällig ruhig".

Der Daiyoukai sah ihr mit leicht zitternder Augenbraue nach, ehe er ihr aufgebend folgte. Ja, sie ließ sich nicht einfach so schützen. Dafür war sie deutlich zu frech.