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"You make me sick!"

von Miss Elmo
KurzgeschichteAllgemein / P18 / MaleSlash
Der Verrückte Hutmacher Die Grinsekatze
24.10.2015
24.10.2015
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2.127
 
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Bitte stellt euch alle Protagonisten, als Menschen vor, da es sonst echt verstörend wirken könnte...

Es war einmal ein ganz normales Mädchen namens Alice, das eines Tages, als es gelangweilt der Stimme ihrer Schwester lauschte, einen Mann sah. Es war ein ganz seltsamer Mann. Er war in einen schicken Anzug gehüllt, hielt eine goldene Taschenuhr in der Hand und lief hektisch umher mit den Worten "Ich komm' zu spät!". Das Auffälligste und wohl Seltsamste an dieser Gestalt waren aber die flauschig aussehenden Hasenohren und der kleine, wuschelige Hasenbommel. Völlig fasziniert von dem Unbekannten sprang sie auf und folgte dem kleinen Mann über die blühende Blumenwiese. Plötzlich... Bla bla bla! Gott, hing ihm diese Geschichte mittlerweile zum Hals raus! Er hatte die "Prophezeihung" schon so oft gelesen, er konnte sie fast auswendig. Aber offenbar hatte er nichts besseres zu tun, als sie jeden Tag mindestens 5 mal zu lesen. Ins Wunderland verloren sich selten Menschen, mit denen er - wie er es gerne nannte - spielen konnte. Auch Schilder verdrehen oder Wege verschwinden lassen machte nicht viel Sinn, immerhin kannten alle Bewohner des Wunderlands jeden Centimeter ihrer Welt in- und auswendig. Das hatte zur Folge, dass er den lieben langen Tag auf einem Ast saß und eben die Prophezeihung des alles verändernden Menschenwesens las.
An diesem Tag allerdings kam ihm eine Idee, die ihm durchaus früher hätte einfallen sollen. Fast schon motiviert ließ er sich von dem Baum auf den Boden gleiten, wobei sein langer, gestreifter Schal durch die Luft flatterte, und lauschte dem Zwitschern ein paar Vögel. Innerlich lachte er über den Gedanken; das hatte den Grund, dass eigentlich kein Tier hier wirklich den "Normen" der realen Welt entsprach. Die Schmetterlinge würden für Stöcke mit Toastbrot-Flügeln gehalten werden und die Wachen der Königin für lebendige Karten. Er war zwar der Ansicht, dass die Karten eigentlich einen ganz normalen Körperbau hatten, aber er lebte hier ja schon seit er denken konnte, da schien das 'Verrückte' 'normal'. Er fand es interessant, zu sehen, wie sehr sich das Wunderland von der Welt der Menschen unterschied, eins der wenigen aufregenden Dinge hier.
Er schlich einen regenbogen-farbigen Weg entlang, folgte den Schildern, bis er den gezackten Pfeil mit der Aufschrift "Hutmacher" erblickte. Die Katze verschnellerte ihr Tempo und stand wenige Sekunden später vor einem großen, metallenen Tor, das graziös von hohen, bunten Hecken umzäunt wurde. Von der anderen Seite hörte man schon das fröhliche Klappern von Porzellan und das Dampfen aufgewärmten Tees; alles vertraute Geräusche. Er hatte seinen Freund, den Hutmacher, viel zu lange - wirklich so etwas, wie ein Zeitgefühl oder eine Uhr, besaß der junge Mann nicht - nicht besucht. Zufrieden schnurrend atmete er den Duft von Früchtetee ein und entschied sich, ohne seinen Besuch mit einem Klopfen oder ähnliches anzukündigen, einzutreten. Er drückte das Gartentor auf, darauf bedacht, nicht zu viel Lärm zu verursachen, und schritt auf dem von Moss bedeckten Weg hinter das bunte Anwesen des Hutmachers. Von der Rückseite drang gedämpft Lachen an sein Ohr, also musste sein Freund dort sein.
Der Garten und der große Tisch waren festlich geschmückt, Lampions erhellten das Grün der Wiese, wildes Geklapper und Gesang erfüllte das Blumenparadies.
"Hallo Grinsekatze!", begrüßte der Hutmacher seinen Gast überschwänglich und drückte ihm sofort eine Tasse Tee in die Hand.
Seine dunklen Haare hingen ihm wirr und strähnig ins Gesicht, ein großer, dunkelroter Hut verdeckte den wahrscheinlich unordentlichen Scheitel und die gleichfarbige Weste zierte Teeflecken. Seine Krawatte mit dem Kartenemblem war locker gebunden und er bedachte ihn mit einem Blick, der einerseits Freude, aber auch... Vorahnung ausstrahlte.
"Sing doch ein bisschen mit uns!"
Er lächelte; der Hutmacher war immer noch derselbe. Während er sich also auf einem der Gartenstühle niederließ - nicht ohne die bunten Farben zu bewundern - und genießerisch an dem dampfenden Früchtetee nippte, stimmte Mad Hatter ein fröhliches Lied an. Die Stimme seines Freundes klang so melodisch in seinen Ohren, weshalb er die Augen schloss und die Abwechslung genoss.
Auf einmal vernahm er ein lautes Kreischen, was von niemand anderem stammen konnte, als der Maus. Er öffnete sein rechtes Auge und sah, wie sich die Frau mit den Öhrchen in ihrem knappen Rock bückte, um wahrscheinlich - sie war die Tollpatschigkeit in Person - Scherben aufzusammeln. Es hatte sich wirklich kaum was verändert! Der Hutmacher saß währenddessen summend am schmalen Ende des Tisches und schenkte der Maus fast keine Aufmerksamkeit.
"E-es tut mir so leid!", stotterte sie halb stöhnend, als sie sich mit den kaputten Tassen in der Hand aufrichtete und zupfte aufreizend an dem Saum ihrer Schürze.
Dafür, dass ein (fast noch) Kind ins Wunderland sollte, waren die Bewohner teils sehr sexistisch. Bestes Beispiel: das Mäuschen. Auch er konnte, wenn er denn wollte, aber eigentlich gab es nie einen Grund, aufreizend oder derartiges zu sein. Für wen denn auch? Für die Herzkönigin ganz sicher nicht...
"Ist gut, nur irgendwie musst du das teure Porzellan, das ich der Königin abgeknöpft habe, bezahlen", gab Mad Hatter zu bedenken und blickte die Frau mit den hellbraunen Haaren durchdringlich an. Ein Kichern drang aus seiner Kehle.
So viel zu Sexismus!
"Das werde ich", erwiderte die Maus zwinkernd, kicherte und verschwand schließlich auffällig mit den Hüften schwingend im Haus.
Er fand es fast schon lustig, wie die Schleife an ihrem Rücken dabei durch die Gegend hüpfte. Die Maus war hübsch, durchaus, und auch ihr kokettes Verhalten konnte einen sehr schnell rattig machen. Dennoch: wirkliches Interesse an ihr hatte die Grinsekatze nicht. Wahrscheinlich war das Mäuschen dem Hutmacher schon voll und ganz verfallen und war deswegen eh nicht mehr zu haben. Aber wer den Hutmacher kannte, wusste, dass er mindestens genauso viel mit anderen Kreaturen spielte, wie er selbst. Zwar spielte er mit Gefühlen, wie Liebe, aber im Pinzip lief es auf dasselbe hinaus.
"Viel Glück zum Nichtgeburtstag..."
Grinsend sang er mit und ließ seine Augen wieder zufallen.
Die plötzliche, zarte Berühung an seinen Katzenohren ließ ihn zusammenzucken. Verdattert blickte er sich um und musste schlucken, als er den Besitzer der Hand an seinem Ohr sah. Es war niemand anderes, als der Hutmacher, der mit seinen behandschuhten Händen das Fell entlangstrich und ihm damit ein leises Keuchen entlockte.
"W-was machst du da?!", fragte die Grinsekatze erschrocken, nahm nervös einen Schluck Tee.
Sein Gegenüber verstärkte den Druck an seinem rechten Öhrchen, was seinen Atem augenblicklich verschnellerte.
"Wonach sieht es denn aus?"
Der Kleinere war wie betört von der tiefen Stimme, war nicht in der Lage, einen anständigen Satz von sich zu geben. Der Mann mit dem Hut hatte sich auf den Stuhl gegenüber der Katze fallen gelassen und war ein wenig näher gerutscht, sodass er problemlos sein Kinn erreichen konnte. An diesem drückte er das Gesicht der Grinsekatze, das die Farbe einer Kirsche angenommen hatte, nach oben und zwang ihn damit, ihn anzuschauen. Der Hutmacher strich provokant seinen Hals entlang. Er presste seine Lippen zusammen, blickte in die dunkelrot schimmernden Augen vor ihm. Als der Kleinere plötzlich die zarten Lippen des Mannes auf seinen spürte, schaltete sein Gehirn augenblicklich aus. Eigentlich hätte er ihn wegdrücken, sich wehren oder sonst etwas dergleichen tun müssen, aber nein, er erwiderte den Kuss. Erst sanft, dann immer stürmischer, sein Verstand war vollkommen vernebelt, er konnte sich mur auf diese unglaublich weichen Lippen konzentrieren. Die Hand des Größeren wanderte währenddessen weiter, vom Schlüsselbein der Katze, zu seinen Ohren, bis hin zur Hüfte, an dem er sie (Die Grinsekatze) vorsichtig, aber mit einer Dominanz, die sie ganz wuschig machte, auf seinen Schoss zog.  Die Grinsekatze seufzte lüstern in den Kuss, als der Hutmacher seine Katzenohren weiter bearbeitete und sachte hineinkniff. Gott, es fühlte sich so gut an und doch loderte etwas in ihm, er wusste, dass er nur spielte, aber das war ihm egal, zumindest konnte er sich nicht lange mit dem Gedanken befassen. Der Kleinere schubste den Hut von seinem Platz und vergrub seine Hände in den dunklen Haaren, während er sich mit ein wenig Druck auf dem Hutmacher bewegte. Allein die ständige Bearbeitungen seiner Ohren hatte ihn schon so hart gemacht, dass dem anderen bei der Berührung ihrer Becken ein erregtes Keuchen entfuhr. Es war wie Musik in den Ohren der Katze, sie wollte mehr davon hören, ihre Hände bahnten sich ihren Weg unter das Hemd des Hutmachers. Als sie die Muskeln des Größeren entlangstrich, drang wieder das betörende Seufzen an sein Ohr. Das reichte ihr allerdings nicht. Der Kleinere wollte diesen Mann stöhnen hören.

Er fühlte sich benutzt, nicht nur, dass er seine Unschuld verloren hatte, nein, das mit den Schmerzen hätte man ihm doch sagen können! Nachdem dieses bezaubernde Gefühl nachgelassen hatte, wurde ihm bewusst, was er da gerade getan hatte und diese Tatdache brannte sich in sein Gehirn ein, würde ihn wohl auf ewig verfolgen. So hing er nun an seinem geliebten Ast und bemitleidete sich selbst. Aber wer verübelte ihm das schon? Schließlich wurde er vom Hutmacher höchst persönlich durchgenommen. Und da wieder eine Tatsache, die ihn störte: er war der, der unten lag! Nicht, dass er sich für besonders dominant oder kräftig hielt und sicher hatte es auch seine Vorteile, unten zu sein, aber dem Hutmacher zu unterliegen war schon ziemluh demütigend. Aber auch ziemlich erregend, wie er fand. Ein Seufzen verließ seine Kehle, vorsichtig rieb er sich über den Hintern. Verdammt! Er würde wohl die nächsten Tage am Ast hängen.
Plötzlich ertönten laute Trompeten, die ihn zusammenschrecken ließen - natürlich flog er dabei vom Baum und landete, wie könnte es anders sein, auf seinem Hintern. Die Königin, schoß es ihm durch den Kopf, wahrscheinlich eineVersammlung. Und während er noch daran dachte, spürte er, wie er sich langsan auflöste und einen Augenschlag später auf dem Nebenpodest des Richtsaals lag.
"Weswegen die Aufruhr, Königin?", fragte er gelassen, aber mit zusammengebissenen Zähnen die Frau, die zerstreut den Tüll ihres voluminösen Kleides glatt strich.
"Wenn du nicht sofort ruhig bist, ist dein Kopf ab!!", zischte sie, richtete ihre herzförmige Krone und ließ sich auf dem provisorischem Thron nieder. Eigentlich war es nur ein Podest, daas ein wenig höher war, als die anderen, aber wenn sie auf diesem saß, hatte sie wohl am meisten Macht, schließlich verhängte sie hier in diesem Raum Urteile. Auch, wenn sie eigentlich immer mit einem Geköpften endeten, war es für die Grinsekatze immer wieder amüsant.
"Wo bleibt der verrückte Hutmacher!?"
Ein Lachen seitens der Katze erfüllte den Raum:"Wen nennt Ihr hier verrückt?"
Genaugenommen waren sie alle verrückt, trotzdem erschien es ihm für einen kleinen Moment absurd, wenn eine Frau, die jedem Unruhestifter den Kopf abschlug, meinte jemand, der Tee trank und gelegentlich seine Kellnerin - in dem Fall die Maus - flachlegte sei, verrückt.
"Was fällt dir ein, so mit mir zu reden?!", schrie die Königin hysterisch, wobei ihr Gesicht die Farbe der Rosen in ihrem Garten annahm.
Während sie ihrer Wut fteien Lauf ließ, schritt ein recht zufrieden aussehender Hutmacher in den Saal.
"Beruhigen Sie sich, da kommt er doch schon."
Langsam trudelten alle - alle, die in der Lage dazu waren - Bewohner des Wunderlands ein und die Herzkönigin konnte die Besprechung für eröffnet erklären. Dass sie so formell sein konnte, war ihm fremd. Es ging darum, dass Alice, das Mädchen aus den Prophezeihungen, bald eintreffen würde. Jeder wusste, was seine Aufgabe war. Das weiße Kaninchen musste den Lockvogel spielen, er sollte ihr den Weg weisen und so weiter und so fort... Wofür das Mädchen allerdings auserwählt worden war, wusste niemand so recht. Vielleicht soll sie uns aus den grausamen Machenschaften der Königinbefreien, kam es ihm in den Sinn. Nun, war amn die Grinsekatze, hatte man viele Vorteile. Nicht nur, dass man sich ab und an im Ton vergreifen konnte, ohne gleich einen Kopf kürzer gemacht zu werden.
Dieses Privileg hatten nicht alle; zurückblickend war das ganze aus dem Ruder gelaufen: Humpty Dumpty hatte seinen Kopf verloren, die Königin hatte 2 weitere Hinrichtungen für die nächsten 3 Tage angesetzt und der Hutmacher hatte die Grinsekatze so lange provoziert, bis sie sich mit einem Ständer verziehen musste. Und da saß sie nun auf ihrem gepunkteten Baum und schob ihre Hand Stück für Stück tiefer unter ihre Hose. Gott, der Hutmacher machte die Katze verrückt!..

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Hallu Menschlein :3
Wenn ihr das bis hier hin gelesen habt, Respekt! Ich weiß echt nicht, was ich davom halten soll xD
Übrigens hey an die, die mich eigentlich aus dem Youtuber-Fandom kennen und hey an die, die mich noch nie irgendwo gesehen haben xD
Ich entschuldige mich für diesen Oneshot! Es tut mir leid, wirklich!
Naja... Schreibt eure Meinung gerne in die Reviews, würde mich freuen :P
*Snickers verteil und wegrenn*
Alles Liebe
Anni ^.~
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