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Bonds

GeschichteHumor, Romance / P16
Cana Alberona Laxus Dreyar
24.10.2015
03.12.2015
12
31.056
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22 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
24.10.2015 2.762
 
Da meine Fantasie nicht so mitspielt wie ich gerne hätte: Hier ist eine weitere Geschichte für alle Laxana-Liebhaber! Eigentlich schreibe ich gerade an einer etwas längeren, doch irgendwie hänge ich etwas, während mir diese Geschichte keine Ruhe gelassen hat. Ich bezweifle, dass sie wirklich lang wird, sie ist eher als eine Art Ablenkung gedacht. Meine anderen Geschichten sind im Moment etwas dramatisch und bevor ich total depri werde, wollte ich eine Art Ausgleich für mich schreiben :)
Viel Spaß beim Lesen, ich hoffe, ihr lacht genauso sehr beim Lesen wie ich beim Schreiben^^

~


Cana betrachtete grübelnd ihre Karten. Soeben hatte sie sie sich erneut ausgelegt, doch immer zeigten sie das gleiche Kartenbild. Sie schaute sich nachdenklich in der vollen Gildenhalle um und nahm abwesend einen Schluck aus ihrem Bierkrug. Doch noch nicht einmal das Bier schmeckte ihr heute, zu sehr war sie mit den Aussagen der Karten beschäftigt.

„Aus der großen Arkana: Das Gericht. Neubeginn, Ende der Leidenszeiten, Beginn einer neuen Phase… Soweit passend.“ Stirnrunzelnd schaute sie sich die zweite Karte an.

„Kleines Arkana: Die Königin der Kelche, Element Wasser… Erkenne die Macht der Emotionen und der Willenskraft; sich der Gefühle bewusst klar werden – wenn man will.“

Sie legte erschöpft den Kopf auf ihren Unterarm und schaute die Karten aus ihrer schiefen Perspektive aus an.

„Heute ist einfach nicht mein Tag.“

„Cana?“, hörte sie eine weibliche Stimme neben sich. Lucy. Sie grummelte nur.

„Stimmt etwas nicht mit deinen Karten?“ Leichte Panik schwang in der Stimme der Stellarmagierin mit. Denn Canas Auslegungen waren immer zu hundert Prozent korrekt, da sie ihre Magie mit einfließen ließ.

„Nein… Es ist nur merkwürdig.“

Lucy setzte sich zu ihrer Freundin. „Und was genau?“

Cana raufte sich die Haare. „Siehst du diese beiden Karten hier? Das ist die Auslegung für mich. Das Gericht und die Königin der Kelche.“

Sie vermischte die Karten wieder und begann, sie nahezu hektisch wieder auszulegen. Dann drehte sie zwei Karten um. Das Gericht und die Königin der Kelche.

„Das ist die Auslegung für dich. Und für Mira. Und für Levy, Juvia, Erza. Und für alle anderen hier in der Gildenhalle, die ich bis jetzt überprüft habe! Gray, Natsu, Freed, Gajeel, Gildarts – selbst für Jet und Droy! Das ist das letzte Mal passiert, als Phantom Lord angegriffen hat.“

Lucy biss sich auf die Lippen. Sie konnte die Sorgen ihrer Freundin gut nachvollziehen.

„Also bedeutet das etwas Ähnliches wie damals?“

Cana seufzte und begann, die Karten erneut zu mischen. „Ich versuche mal etwas anderes.“

Sie nahm den Stapel und legte die Karten sorgfältig übereinander, dann breitete sie den Kartenstapel vor sich aus und zog zehn Karten. Nachdem sie die Karten zu einem Muster gelegt hatte, atmete sie tief durch.

„Das ist das keltische Kreuz. Die Ausgangssituation: Die Welt. Die Situation ist verbessert, man hat die innere Reife für eine bestimmte Situation erreicht. Der Einfluss: Die Liebenden – Auf das Gefühl und das Herz hören. Bewusste Aspekte: Das Ass der Münzen. Hier geht es um die Selbstverwirklichung. Die frühere Situation: Der Gehängte… Warte die Veränderung ab, das ist der leichteste Weg. Kürzliche Ereignisse: Drei der Schwerter – lasse den Schmerz hinter dir, indem du die Ursache aus dir herausziehst. Das kommende Ereignis: Die Sonne. Eine glückliche Veränderung in Verbindung mit dem neuen Bewusstsein…“

Lucy blinzelte ratlos. „Kannst du es bitte so ausdrücken, dass es auch ich verstehe? Im Gegensatz zu dir kenne ich die Tarotkarten und ihre Zusammenhänge nicht in- und auswendig.“

Cana nickte. „Nun gut. Im Prinzip habe ich die Karten über die Zukunft der Gilde befragt, da die Karten der einzelnen Mitglieder alle dasselbe aussagen. Doch das Kreuz gibt mir nicht mehr Hinweise, was merkwürdig ist. So wie es aussieht, wird uns eine neue Situation erwarten, die die Zukunft der Gilde so sehr verändern wird, dass die Zukunft eines jeden von uns betroffen ist. Dabei werden es aber keine negativen Prüfungen, sondern eher eine Art Test für die Stärke des Inneren in jedem von uns. Und zwar eine, die mit Gefühlen zusammenhängt.“

Anstatt so ängstlich wie Cana zu wirken, strahlte Lucy begeistert über das ganze Gesicht.

„Stell dir vor, vielleicht wird es ein paar neue Paare geben! Ich weiß noch die Geschichten, die Macao uns über Bisca und Alzack erzählt hat – das waren genug Veränderungen! Weißt du auch, von wem die Veränderungen ausgehen werden?“

Cana überlegte. „Ich habe so ziemlich alle überprüft, die im Moment in der Gilde sind.“

„Kommt Laxus nicht in den nächsten Tagen wieder von seinem Auftrag zurück?“

Cana zuckte betont unauffällig mit den Schultern. „Kann sein.“ Sie kämpfte gegen ihr plötzliches Herzrasen an. Verdammt, seit der Sache mit Raven Tail bei den Magischen Spielen war ihr Laxus auf einmal in einem anderen Licht erschienen.

Als er dort für Fairy Tail – für seine Familie, für sie – gekämpft hatte, obwohl sie seine Rückkehr eher skeptisch gesehen hatten, war ihr eines klar geworden: Laxus liebte die Gilde so sehr wie jeder von ihnen. Und sie liebte Laxus dafür mehr als alle anderen.

Eigentlich hatte sie gehofft, dass ihr früherer Jugendschwarm sich irgendwann einmal in Luft auflösen würde. Laxus war der Grund, warum sie noch nie einen richtigen Freund gehabt hatte und das mit neunzehn Jahren. Keiner reichte an Laxus heran, egal wie sehr sie sich auch bemüht hatten. Mit siebzehn hatte sie es dann aufgegeben und ihren Frust regelrecht in Alkohol ertrunken. Seit sie Gildarts offiziell als ihren Vater bezeichnen konnte, ging es ihr zwar schon bei Weitem besser. Aber die innere Leere bei dem Anblick von glücklichen, verliebten Pärchen in- und außerhalb der Gilde war nicht kleiner oder weniger intensiv geworden.

„-überprüft?“

Cana blinzelte, als ihre blonde Freundin mit einer Hand vor ihrem Gesicht herumwirbelte. Die Stellarmagierin verzog das Gesicht.

„Lass mich raten: Du hast mir in den letzten Minuten nicht auch nur ein Ohr geschenkt.“

Cana blickte sie verlegen an. „Tut mir Leid… Die Karten beschäftigen mich wirklich.“

Ein Stöhnen war die Antwort. „Lege die Karten für Laxus aus.“

Die Kartenmagierin biss sich auf die Lippen. „Das kann ich nicht.“ Denn dabei würden ihre Gefühle mit in den Karten stehen, das war der Nachteil, wenn man Magie für das Kartenlegen verwendete.

„Hat er es dir verboten oder so?“

Cana nickte eilig, erleichtert für den Grund, den ihr Lucy geliefert hatte. Das war keineswegs der Fall, aber eine vernünftige Erklärung. Laxus konnte furchterregend sein, wenn er wütend war.

„Nun, dann mach dir keinen Kopf mehr darüber. Das wird schon werden.“ Mit diesen Worten stand die Stellarmagierin wieder auf und ging an den Tisch zurück, an dem Natsu wartete. Als der Feuer Dragon Slayer sah, dass seine Teamkameradin wieder zu ihnen stieß, grinste er über das ganze Gesicht und begann schon im nächsten Augenblick, Lucy mit Worten zu überschütten.

Cana betrachtete die Szene lächelnd. Lucy hatte Recht, sie sollte sich nicht so viele Gedanken über ein paar Karten machen, egal ob diese die Wahrheit enthielten oder nicht. Die Zukunft würde so oder so eintreffen, egal ob sie jetzt drei Nächte lang geschlafen hatte oder nicht.



Laxus kam wirklich am nächsten Tag von seinem Auftrag zurück. Er platzte wie immer einfach in die Gildenhalle hinein, im Schlepptau einen riesigen Flügel, der mit Edelsteinen besetzt war. Sofort herrschte Stille in der Halle, während alle den Flügel beäugten.

Cana kämpfte gegen das Erröten an, als Laxus den Blick durch die Halle schweifen ließ und ihrer Meinung nach etwas länger bei ihr verweilte. Dann richtete er das Wort an niemand bestimmten, sondern sprach einfach in die Stille hinein.

„Wo ist Jii… der Master?“ Cana verkniff sich ein verträumtes Lächeln. Laxus war es anscheinend immer noch peinlich, dass der Master vor den gesamten Gästen der Siegeszeremonie eine glühende Rede gehalten hatte, wie stolz er auf seinen Enkel wäre.

Niemand antwortete, da alle noch ehrfurchtsvoll auf den ledernen Flügel schauten, den er über die Schulter geworfen hatte.

„Der Master ist im Büro“, meldete sich Mira nach einer Weile lächelnd von der Bar aus.

Laxus nickte und lehnte den Flügel an die nächste Wand an.

„Was ist das, Laxus?“, meinte Droy zaghaft, als sich niemand anderes traute zu fragen.

Der Blitz Dragon Slayer zuckte mit den Schultern. „Keine Ahnung, wenn ich ehrlich bin. Das war Teil meiner Belohnung, das hing in dem Dorftempel, den ich von den Monstern befreien sollte. Anscheinend lockt der Flügel die Monster an, also waren sie froh, ihn los zu sein.“

„Und du bringst ihn hierher?“, quieckte Droy entsetzt. Laxus grinste nur.

„Ich entferne die Edelsteine und dann kann Natsu ihn verbrennen.“

„Wird gemacht!“, brüllte Natsu und stand schon mit flammenumhüllten Fäusten da. Erza, die erst jetzt ihren Erdbeerkuchen fertig gegessen hatte, schlug ihn ohne Hinzusehen mit voller Wucht auf den Hinterkopf, dass der Feuer Dragon Slayer mit dem Gesicht einen Abdruck in dem Holztisch hinterließ.

„Verdammt, was soll das?!“

Doch ein eisiger Blick von Titania brachte ihn zum Schweigen und er rutschte näher an Lucy heran, die nur die Augen verdrehte.

„Du sollst richtig zuhören und dann darüber nachdenken, was gesagt wurde“, stichelte Gray, der neben Erza saß. „Aber dein Hirn scheint dafür schon zu verbrannt zu sein.“

„Das nimmst du zurück, Frostbeule!“

„Das ist die Wahrheit, Hitzkopf!“

„Seid beide ruhig!“, zischte Erza gefährlich und die beiden sanken sofort widerstandslos auf ihre Plätze zurück, sich böse Blicke schenkend.

Cana schüttelte lachend den Kopf, dann warf sie einen letzten Blick auf Laxus. Beziehungsweise sie wollte es, doch er war anscheinend schon während der Auseinandersetzung der anderen zum Büro des Masters gelaufen. Sie seufzte, dann schüttelte sie über sich selbst den Kopf. So abhängig war sie nun auch nicht. Wobei die letzten Wochen ohne ihn wirklich eintönig und trübselig gewesen waren.



Sie war gerade in einen Artikel des Sorcerers vertieft, der sich mit einer gerade neu entwickelten Technik von Tarokartenauslegungen beschäftigte, als ein Schatten auf sie fiel und sich ihr gegenüber jemand hinsetzte. Sie murmelte geistesabwesend einen Gruß, zu vertieft in den Artikel.

Erst als ihr die Zeitschrift aus der Hand genommen wurde, schreckte sie auf und blitzte ihren Gegenüber wütend an. Aber nur in der ersten Sekunde, denn ihr Gegenüber war Laxus, der den Artikel gerade überflog und sie danach interessiert anschaute.

Ihr Mund wurde trocken und sie kämpfte abermals gegen das Erröten an. Dieses Mal gelang es ihr nicht ganz, doch der Blitz Dragon Slayer schien ihre rosa Wangen nicht zu bemerken. Hoffentlich tat das auch niemand anderes aus der Gildenhalle, denn so etwas würde keine zwei Stunden dauern, bis es zu allen Mitgliedern gelangt war.

„Willkommen zurück“, murmelte sie, um ihre Verlegenheit zu verbergen. Laxus hingegen grinste sie nur an.

„Was war hier in der Zeit los, in der ich weg war?“

Cana lachte. Langsam wich ihre Verlegenheit wieder der natürlichen Lockerheit, die sie bei dem Enkel des Masters schon immer gehabt hatte, im Gegensatz zu vielen anderen aus der Gilde.

„Nichts Außergewöhnliches“, meinte sie zuerst, doch dann musste sie an ihre Karten denken. Sollte sie es ihm erzählen, oder würde er nur über ihre übergroße Angst lachen? Wobei er sie gut genug kannte, um zu wissen, dass ihre Karten nie falschlagen.

„Irgendetwas ist“, riss sie seine Stimme wieder aus den Gedanken.

Sie winkte ab, dabei lachte sie bemüht unbekümmert. Doch sie hätte wissen müssen, dass diese Nummer bei Laxus noch nie funktioniert hat, denn er zog nur die Augenbrauen hoch und verschränkte die Arme vor der Brust.

„Ich warte.“

Sie seufzte. „Nur ein kleines Problem mit meinen Karten. Nichts Besonderes, nur etwas verwirrend beim Kartenlegen.“

Er schwieg weiterhin und sah sie abwartend an. Ganz offensichtlich war er mit ihren Erläuterungen nicht zufrieden.

„Etwas Wichtiges wird geschehen. Ich weiß nicht was, aber es wird die ganze Gilde beeinflussen… Es ist aber nichts Gefährliches, so viel haben mir die Karten verraten.“

Kurz blitzte in seinen Augen ein Funke auf, den sie nicht zu deuten wusste. Doch im nächsten Augenblick war er bereits wieder verschwunden und Laxus nickte langsam. Dann setzte er sich aufrecht hin und griff mit der Hand nach seinem Reiserucksack, der neben ihm lag.

„Ich hab dir was mitgebracht.“

Ohne es zu wollen, lächelte die Kartenmagierin überglücklich. Das war Tradition zwischen Laxus und ihr. Er hatte irgendwann angefangen, ihr etwas von seinen Aufträgen mitzubringen, wann immer er etwas passenden gefunden hatte und sie hatte ebenfalls damit angefangen.

„Hier.“ Er streckte die Hand aus und sie sah eine einfache, silberne Kette, die irgendwie zu funkeln schien. Neugierig beugte sie sich näher heran und sah, dass in die einzelnen Kettenglieder kleine Symbole eingearbeitet waren, in denen sich kleine, durchsichtige Edelsteine zu befinden schienen, die das Funkeln verursachten.

„Wow“, meinte sie ehrfürchtig und nahm die Kette in die Hand, um sie durch ihre Finger gleiten zu lassen. Sie war wirklich wunderschön und bestimmt wirklich teuer gewesen. Fragend sah sie den Blitz Dragon Slayer an, doch der schüttelte abwehrend den Kopf.

„Warte, ich ziehe sie dir an“, meinte er und nahm ihr die Kette aus der Hand. Er stand auf, sie ebenfalls. Als er den Verschluss in ihrem Nacken zumachte, kam es ihr so vor, als ob ein Hitzestrahl von der Kette ausgehen würde.

„Oh fuck“, murmelte Laxus hinter ihr und sie drehte sich alarmiert um. In seinen Augen las sie die gleiche Überraschung, die sie fühlte. Dann erst schaute sie hinunter – eine leuchtende Linie war zwischen ihr und Laxus erschienen, die von ihrer Kette ausging und bei ihm zu etwas unter seinem Hemd führte. Ohne ein weiteres Wort holte er dort eine ähnliche Kette hervor.

„Laxus, was sind das für Ketten?“, fragte Cana leicht panisch.

„Ich… eigentlich stand gar nichts Genaues dabei, nur, dass es ein Paar wäre“, murmelte der Blonde etwas überfordert.

„Und was bewirkt dieses… Ding da?“

„Wir sollten aus der Gilde gehen, um es zu testen. Du kennst die unverschämte Neugier der anderen“, murmelte er und setzte sich in Bewegung, ehe sie noch etwas erwidern konnte.

Kurz ließ Cana ihren Blick durch die Halle schweifen. Bisher hatte noch niemand etwas mitbekommen und das sollte auch so bleiben. Wusste Mavis, was für Gerüchte dann bis morgen in die Welt gesetzt worden waren.

Auf einmal spürte sie einen Ruck um ihren Hals. Sie schaute erschrocken hinunter und sah, dass die Kette von der leuchtenden Linie aus zu Laxus straff gezogen war, der ebenfalls stehengeblieben war. Doch scheinbar schien außer ihnen beiden niemand die magische Linie zu sehen. Betont unaufgeregt schlenderte sie zu ihrem erzwungenen Begleiter, der sich stöhnend den Hals hielt.

„Wir müssen zu einem Juwelier“, murmelte sie und er nickte, während er prüfend Luft holte. Dann setzten sie sich in Bewegung, jeder darauf achtend, sich nicht zu weit vom anderen zu entfernen. Scheinbar hatten sie einen Radius von zehn Metern, den diese Ketten zuließen. Danach fing das Ziehen und Zerren an den Ketten an.



„Interessant… wirklich sehr interessant“, murmelte der Juwelier, während er um die beiden Fairy Tail Magier herumlief und die Ketten mit einer Lupe beobachtete. Beide hatten festgestellt, dass sie die Ketten nicht mehr ausziehen konnten – der Verschluss war auf magische Weise verschwunden und sie waren zu eng, um sie einfach über den Kopf zu ziehen.

„Wo haben Sie die Ketten her, sagten Sie?“, fragte der kleine, alte Mann abwesend, während er Canas Kette prüfend abtastete.

„Aus einem Souvenirladen. In Krocus“, erwiderte Laxus mit gepresster Stimme, da die Frage schon zum dritten Mal gestellt worden war.

„Nun… Die Magie auf den Ketten ist wirklich außergewöhnlich“, begeisterte sich der Juwelier und ließ von beiden Ketten wieder ab. „Es ist ein Paar – Sie sind gezwungen, stets in der Nähe des anderen zu bleiben.“

„U-und wie lange?“, fragte Cana, während sie weiß wurde. Tage-, vielleicht wochenlang gezwungen sein, in der Nähe des Blitz Dragon Slayers zu verbringen? Wie sollte er da nicht bemerken, dass sie Gefühle für ihn hatte? Ihr Leben war vorbei. Sobald er es herausfinden würde, würde sie vor Scham sterben, ganz einfach.

„Das kann ich nicht sagen… Bis das Ziel des Zaubers erreicht wurde, welches mir leider unbekannt ist. – Wo sagten Sie, haben Sie die Ketten gekauft?“

„In einem Souvenirladen in Krocus“, erwiderten Cana und Laxus zusammen, wenn auch Cana weitaus freundlicher wie der vor Wut regelrecht brodelnde Blonde.

„Jaja, das weiß ich bereits… Doch in welcher Art von Souvenirladen? Wo befand er sich in der Stadt? Sie müssen wissen, in Krocus laufen wirklich merkwürdige Gestalten herum…“

Laxus runzelte die Stirn. „Abseits, am Stadtrand. Der Laden lag relativ unauffällig zwischen zwei einfachen Häusern… Wenn ich es mir genau überlege, verkaufte die Besitzerin allerlei Wahrsagekram und verschiedenste Zaubertränke.“

Das Gesicht des Juweliers hellte sich auf. „Ich glaube, ich kenne diesen Laden! Und jetzt küssen Sie die Dame neben Ihnen bitte!“
~

Ach ja, bevor ich es vergesse: Ich entschuldige mich für alle Rechtschreibfehler, die ich übersehen habe. Manchmal ist Word wirklich merkwürdig in seiner Rechtschreibung, ganz zu schweigen von der Grammatik...
 
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