Ich will das ihr feiert!

SongficAllgemein / P12
23.10.2015
23.10.2015
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Wenn der Tag gekommen ist
und ich meine Augen schließe
und mich mein Löwenmut verlässt.
Wenn der Tag gekommen ist
und ich mit dem Wasser fließe,
hoffe ich, dass ihr mich nicht vergesst


"Sie schafft das!", sagte er und sah ihrer besten Freundin ins Gesicht. Sie war extra aus New York angereist. "Das hoffe ich. Sie war schon immer stark, aber die Krankheit schwächt sie.", meinte Vivien. Bruno nickte und sah aus dem Fenster. Er hoffte, dass seine Frau das alles überlebte. Die Tür öffnete sich und eine Schwester schob die geschwächte Feli ins Zimmer. "Hey warum schaut ihr denn so traurig?", fragte sie leise und sah ihren beiden Lieblingsmenschen die Trauer an. "Wie geht es dir?", fragte Bruno hoffnungsvoll. Feli lag wieder in dem Krankenhausbett und sah zu ihrem Mann und meinte: "Es ging mir schon mal besser, aber ich schaff das schon. Denk daran, egal was passiert, ich werde immer bei euch sein." Sie klang traurig, denn sie sah wie ihrer besten Freundin Tränen von den Wangen liefen. Ganz langsam stand Feli auf und ging zu ihren Lieblingen. "Vivien?", fragte sie ganz leise und legte ihr eine Hand auf die Schulter. Vivien sah ihre beste Freundin fragend an. "Egal was passiert, darfst du nie vergessen, dass ich immer bei dir bin. Und außerdem bist du die stärkste Frau, die ich kenne.", flüsterte Feli und nahm Vivien in den Arm. "Feli, du bist meine beste Freundin und ich weiß nicht, wen ich anrufen soll, wenn Tom mich mal wieder um den Verstand bringt oder meine Mutter mal wieder am Rad dreht. Was soll ich bloß machen ohne dich?", fragte die Wahl-New Yorkerin verzweifelt. Feli löste sich von Vivien und sah zu Brumo: "Noch bin ich hier, aber selbst wenn ich es nicht schaffe, möchte ich nicht, dass ihr mich vergesst. Denkt an die schönen Zeiten, die wir hatten."

Ich will keine Trauerreden,
ich will keine Tränen sehen,
kein Chor, der Hallelujah singt.
Ich will, dass ihr feiert,
ich will, dass ihr tanzt,
mit 'nem Lächelndenblick
und 'nem Drink in der Hand,
'nen Heißluftballon, auf dem riesen groß steht:
Das Leben ist schön,
auch wenn es vergeht.
Und wenn ihr schon weint,
dann bitte vor Glück.
Dann bin ich da oben
und ich sing' mit euch mit.


Bruno und Vivien saßen schlafend in den unbequemen Stühlen, die in dem Krankenzimmer standen. Feli beobachtete die beiden und musste unwillkürlich lächeln. Sie und Bruno kannten sie schon so lange und hatten so viel erlebt. Es war die schönste Zeit ihres Lebens gewesen. Doch der schönste Tag war vor drei Jahren in New York.
Feli und Vivien schlenderten durch New York in Richtung Central Park. "Du hast es gut. Es ist wirklich schön hier.", bemerkte Feli und sah sich um. Vivien verdrehte die Augen und meinte: "Du hast es auch schön in Deutschland.  Oder gefällt dir deine Werkstatt nicht mehr."  "Doch doch, aber es ist schon anstrengend. Immer wenn jemand den Chef sprechen will und ich dann kommen, dann mustern mich immer alle so skeptisch.", Feli klang leicht traurig. Vivien blieb stehen: "Aber davon wird sich doch eine Felicitas Ferber nicht abhalten, oder?", fragte Vivien. Jetzt musste Feli lächeln. Natürlich hielt sie das nicht davon ab, denn auch wenn sie in ihrem Blaumann und ölverschmiert vor den Kunden tritt skeptische Blicke erntete, lief ihre Werkstatt super.
Plötzlich wurde es dunkel. "Vivien?", fragte Feli verwirrt. "Ja?", machte sich die Angesprochene bemerkbar. "Ganz ruhig, das muss sein! Vertrau mir!", meinte Vivien und führte ihre beste Freundin weiter in Richtung Park. "Vivien? Ich dachte wir wollten uns im ein Musical ansehen?", fragte Feli verwirrt, denn Vivien hatte ihr erzählt, dass sie sich in einer Theaterhalle neben dem Park ein Musical ansehen würden, doch was Feli nicht wusste, dass es so eine Halle neben dem Central Park gar nicht gab. Vivien bog mir Feli in den Park ein und lächelte, denn der Weg war mit Kerzen gesäumt. Sie gingen weiter und da stand er auch schon in einem Anzug. Die Musik setzte ein und Spax begann zu rappen. "Was? Was ist das?", fragte Feli verwirrt, denn der Rapper sang ´Für dich´. Vivien ließ sie los und er ging auf seine Feli zu. Er nahm ihr die Augenbinde ab und sah ihr in die Augen. Sie schwieg und sah sich um. Als das Lied zuende war begann Bruno an zu reden: "Feli, weißt du, dass ich diesen Song damals gecovert habe, weil er mich an dich erinnerte. Verdammt Feli, du bist das Beste, was mir je passiert ist und bin so stolz auf dich, deshalb mus ich dich etwas fragen.", er kniete sich hin und zog eine Schachtel aus seiner Tasche, "Felicitas Ferber, möchtest du meine...", weiter kam er nicht, denn er wurde unterbrochen: "Ja ich will deine Frau werden!", rief Feli. Bruno steckte ihr den ring an und küsste seine Verlobte. Plötzlich ertönte lauter Jubel um die beiden und alle alten Freunde traten aus dem Schatten, der Nacht in den Schein der Kerzen. Coco, Berti, Kim, Phillip, Hannes, Tim, Julia, Max, Ronja, Justus, Jo, Sandor und Tamas und natürlich Vivien und Tom, sie alle waren da und gratulierten dem glücklichen Paar.

"Ich liebe euch!", flüsterte Feli und betrachtete das Foto von dem Tag.


Sucht die schönsten Kleider aus
und kommt in den hellsten Farben,
wie tausend Lichter in der Nacht.
Jeden einzelnen von euch,
werd ich immer bei mir tragen,
auch wenn ich euch irgendwann verlass'


Am nächsten Morgen wachten Vivien und Bruno mit Rückenschmerzen auf. Sie beachteten Feli im ersten Moment gar nicht. "Verdammt habe ich schlecht geschlafen.", beschwerte sich Vivien. Bruno lachte: "Ich hab doch gesagt, dass du zu Hause schlafen sollst. Schon allein wegen der Kleinen.", sagte er und strich über ihren Bauch. Vivien nickte. Vivien lächelte und sah zu dem Bett rüber. Sie ging näher: "Ähm Bruno? Ich glaube Feli atmet nicht mehr.", flüsteterte Vivien heiser. "Nein!", hauchte Bruno und trat an das Bett seiner Frau. Aber zu spät, sie atmete nicht mehr. Da sie nicht an Monitore angeschlossen war und noch keine Schwester zur Kontrolle da gewesen war, wusste das Personal noch nichts, deshalb drückte Bruno jetzt auf den Notknopf.
Der Arzt bestätigte den Tod. Vivien brach in Tränen aus und niemand schaffte es sie zu beruhigen. Doch dann fielen ihr die Worte von Felicitas wieder ein. Sie wollte doch, dass keiner trauerte. Bruno schien ziemlich gefasst zu sein. "Bruno? Alles ist gut.", sagte Vivien leise und nahm den Mann ihrer besten Freundin in den Arm. "Das waren die schönsten 10 Jahre meines Lebens.", schluchzte der sonst so starke Bruno. "Ich weiß und sie denkt das auch, glaub mir.", beruhigend strich Vivien ihm über den Rücken. Die Tür öffnete sich und Jo trat in das Zimmer. "Hey Bruno, alles ist gut.", flüsterte Jo beruhigend und nahm ihren besten Freund in den Arm. Sie wusste, dass es ihm schwer fiel sie gehen zu lassen, denn sie war seine große Liebe. "Papa, nicht weinen.", ertönte plötzlich eine Stimme. Die kleine Johanna Viviana Schneider lief auf ihren Vater zu. Sie war gerade mal zwei Jahre alt und konnte schon richtig gut sprechen. "Es geht schon wieder mein Engel. Es nur, weißt du, die Mama ist vorhin eingeschlafen, aber weißt du jetzt ist sie im Himmel und passt immer auf dich auf.", flüsterte Bruno und zog seine Tochter in seine Arme. Die Kleine bereicherte sein Leben seit sie nicht mal ein Jahr nach der Hochzeit auf die Welt kam. "Wir werden sie nie vergessen.", sagte Vivien leise und fügte hinzu: "Und damit das auch wirklich so bleibt, habe ich gerade einen Namen gefunden." Alle sahen sie an: "Meine Tochter wird Felicitas heißen.", flüsterte sie und strich liebevoll über ihren Bauch.

Ich will keine Trauerreden,
ich will keine Tränen sehen,
kein Chor, der Hallelujah singt.
Ich will, dass ihr feiert,
ich will, dass ihr tanzt,
mit 'nem Lächelndenblick
und 'nem Drink in der Hand,
'nen Heißluftballon, auf dem riesen groß steht:
Das Leben ist schön,
auch wenn es vergeht.
Und wenn ihr schon weint,
dann bitte vor Glück.
Dann bin ich da oben
und ich sing' mit euch mit


Und wie Feli es gewollt hatte, kamen alle in hellen und bunten Farben zu der Beerdigung, doch das mit dem Tanzen war irgendwie bnicht drin. Den ganzen Tag erzählten sich Alle gegenseitig Geschichten. Sie lachten viel und allen wurde bewusst, dass Feli immer bei ihnen sein würde. Die kleine Johanna saß auf dem Schoß ihrer Patentante und hörte sich gerade eine Geschichte über ihre Mutter an. Bruno beobachtete ihre beste Freundin mit seiner Tochter und musste lächeln. Feli würde immer bei ihm sein, schon allein, weil die Kleine so viel von ihr hatte. erst gestern hatte sie ihre Puppen in eine Kiste gepackt und gesagt, dass sie diese in den Keller bringen wolle zu dem anderen Müll.
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