Ein neues Königreich

GeschichteAllgemein / P18
Megumi Shimizu Natsuno Yuuki
23.10.2015
04.11.2015
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23.10.2015 987
 
Dienstag 8. November
6 Uhr in der früh. Entsetzt starrte Megumi auf die Uhr, die sie am Tempel Mizobes angebracht hatten. Bald würde die Sonne aufgehen und sie hatte kein Versteck, in dem sie den Tag verschlafen könnte. Möglichst unauffällig schlich die in der Stadt herum. Es war nervenaufreibend, nicht zu wissen wohin, aber nun war sie frei! Tatsumi und alle Anderen waren tot! Nun stand ihrem Leben in der Großstadt nichts mehr im Wege! Doch dafür musste sie erst verhindern, dass sie einfach verbrennt. In ihren Gedanken bemerkte sie gar nicht, wie der Mann, der gerade noch ganz weit weg war, sie aufeinmal anrempelte. "Das tut mir leid, in meiner Eile habe ich sie gar nicht bemerkt!" "Ach, schon gut!" Dieser Zufall kam Megumi sehr gelegen. Als wäre sie mit der Nacht verschmolzen, verfolgte sie ihn praktisch unsichtbar. Er bog auf den Hof eines großen Hauses ein. Das reichte ihr vollkommen. "Du hättest vorsichtiger sein sollen!" Das war das Letzte was er hörte, bevor er Megumis scharfe Zähne in seinem Hals spürte. Für's Erste bewusstlos, lag er in seiner eigenen Auffahrt. Dicht an die Wand gepresst, immer darauf bedacht, dass man sie aus dem Fenster nicht sehen konnte, klingelte sie. Langsam regte sich etwas im Haus. Die Tür schwang auf und hinter stand eine verschlafene Frau. Als sie jedoch ihren Mann reglos auf dem Boden liegen sah, war ihre Müdigkeit wie verschunden. Schnell wollte sie zu ihm, doch dazu sollte es nicht kommen. Megumi griff sie von hinten und rammte auch ihr ihre Zähne in den Hals. Sie hatte noch nie 2 Opfer gleichzeitig, aber was soll's? Widerwillig schleppte sie die Beiden nacheinander in ihr Schlafzimmer. Beim Erkunden des Hauses fiel ihr auf, dass in diesem Haus auch ein Kind lebte. Fantastisch! Dann hatte sie noch mehr, würde sie der Durst packen! Endlich entdeckte sie den Ort an dem sie heute sicher sein würde. Die Tür zum Keller war hinter einem großen  Schrank versteckt. Neugierig schlich sie leise in den Keller hinein. Größtenteils nicht besonderes, das was man im Keller halt so stehen hatte. Aber dass diese Leute Cannabispflanzen im Keller hatten, überraschte sie wirklich. "Scheiße, wenn die hier Yakuza-Mitglieder waren?" Nein, das würde sich nicht zwischen sie und ihr Traumleben stellen. Sie deckte das kleine Fenster mit Tüchern ab, die sie dort fand. Sie sah noch ein letztes Mal nach draußen, um zu sehen, dass die Dämmerung einsetzte. Sie wurde immer müder, bis ihr schließlich die Augen zufielen.

Mittwoch 9. November bis Donnerstag 10. November
Langsam wachte Megumi auf. Sie erinnerte sich an ihre erschlichene Unterbringung, woraufhin sie riesigen Durst bekam, als sie an ihre gestrige Mahlzeit zurückdachte. Noch war sie vorsichtig, da sie nicht wollte, dass die Kinder ihrer Opfer etwas mibekamen. Sie konnte einfach keine zusätzliche Aufmerksamkeit gebrauchen. Während sie so darüber nach dachte, was sie gerade alles zu tun hatte, fragte sie sich ob Yuuki-kun den Kampf überlebt hatte. Auferstanden war er ja, aber wenn die Dorfbewohner ihn haben leben lassen, weil er ein Jinrou war? Vorstellen konnte sie es sich, immerhin waren Jinrou sehr menschlich. Oder er ist genau wie alle anderen geflohen und getötet worden... Nein, sowas zu denken konnte sie sich nicht erlauben! Er war am Leben! Das wusste sie einfach! Irgenwie musste sie doch etwas herausfinden können... Da kam ihr die Idee ihres Lebens. Ja, so würde sie etwas herausfinden können! Mit dem Blut der Frau malte sie einen großen Kreis mitten ins Wohnzimmer. In den Kreis malte sie mit ihrem eigenem Blut nun einen Stern, während die Frau einfach in der Mitte herumstand so regungslos und versklavt wie jedes Opfer eines Shikis. Leise flüsterte Megumi immer wieder ihre Forderungen, als das Blutmuster zerlief und sich in Megumis Hand sammelte. Dasselbe Muster dass sich auf dem Boden befunden hatte, malte sie mit dem Blutgemisch auf die Stirn der eigentlichen Hausherrin, welche das Haus sofort verlies, als das Muster in ihre Haut gesickert war.
Die halbe Nacht wartete sie nur, während sie sich immer wieder mehrere Schlucke vom Blut des Mannes genehmigte. Sie hatte ein schwarzmagisches Ritual durchgeführt. Sie hatte Sunako und Chizuru darüber reden hören, wie Chizuru Sunako fragte, ob sie einem ihrer Opfer einen letzten Auftrag geben durfte. Sunako gestatte ihr es jedoch nicht. Dennoch war Megumi neugierig geworden und hatte tagsüber die Bibliothek der Kirishikis durchgestöbert. Dort hat sie ein altes Buch gefunden, indem viele solcher Rituale beschrieben wurden. Sie hatte nicht viel Zeit, daher hatte sie nur ein paar Seiten überflogen und die herausgerissen, die sie am interesantesten fand und sie in ihrem Kleid verschwinden lassen. Ihr größter Schatz war das Liebesritual, dass im Buch mehr als ausführlich beschrieben wurde. Natürlich wäre es unbrauchbar, wäre Natsuno nicht mehr am Leben, weshalb sie jetzt Gewissheit haben musste. Sie hätte auf die Frau auch einfache Hypnose stellen, aber das wäre aufgefallen, sie hätten ihr sofort eine Bluttransfusion gegeben und wäre sie dann wieder bei Verstand, hätte sie vielleicht ausplaudern können, was passiert ist. Deshalb war Megumi auf Nummer sicher gegangen und hatte das Ritual der verstärkten Hypnose angewandt. Sie war so gespannt auf das Ergebnis, welches die Frau bringen würde, dass sie kaum bemerkte, dass der Mann bereits verstorben war. Endlich hörte Megumi das sich drehende Schloss! "Meine Herrin, besagte Person soll nicht unter den Opfern gewesen sein. Die Polizei behauptete ihn in unsere Richtung laufen gesehen zu haben, allerdings müsste er schon weiter gegangen sein. Ich habe hier im Ort nachgefragt, man soll ihn am Tag vor eurer Ankunft hier gesehen haben." Megumis Freude über diese Nachricht war unfassbar. Sie könnte Natsuno wiedersehen und seine Liebe gewinnen, egal ob echt oder nicht! Zur Feier dieser erfolgreichen Nacht trank sie das Blut ihrer Dienerin, bis sie verstarb. Jetzt war nur noch das Mädchen übrig. Mist, nun müsste Megumi aufbleiben um sie zu stellen, bevor sie die Polizei oder so ruft...
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