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Future Rider

GeschichteFreundschaft, Sci-Fi / P16 / Gen
23.10.2015
11.02.2016
6
10.869
 
Alle Kapitel
1 Review
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
13.01.2016 2.245
 
Ich muss mich noch einmal herzlich bei Ranja bedanken, für das tolle Review :3
ich freue mich jederzeit über weitere. Für Ideen und Verbesserungen bin ich immer offen.
LG Avi


Kapitel 3

Ich hatte meine Jeans und mein blaues Hemd wieder an. Vor dem Eingang des Krankenhauses wartete ich auf A.C.

Nach Zehn Minuten warten kam der Schwebewagen endlich angesaust.

"Tut mir leid, Mr Knight. Die Straßen waren so voll und wenn Sie mir eher Bescheid gesagt hätten...", entschuldigte sich A.C. als ich auf dem Fahrersitz Platz einnahm.

"Du brauchst Dich nicht zu entschuldigen. Ich konnte ja auch nicht ahnen, dass ich ne Woche im Krankenhaus verbringe.", tätschelte ich auf das Lenkrad.

"Mr Knight. Ihre Stimme hat sich verändert.", warf der Wagen ein.

"Ja nerv nicht, fahr zum Flughaufen und sag Mu.C.A., dass er meine Wintersachen heraussuchen sollen und ordentlich in einem Koffer packen soll."

"Möchten Sie verreisen?"

"Nicht wirklich, aber der Doc meinte, es würde meinem Körper besser gehen, wenn ich ein paar Wochen Bergluft atme.", plötzlich sah ich schwarz vor Augen.

"Das glauben auch nur Sie, Knight. Aber das war ja schon immer so, dass Sie alles glauben, was man Ihnen sagt.", die Stimme sprach wieder zu mir.
Es riss wieder ab und nach und nach kam ich wieder zu mir. Etwas chaotisch krallte ich meine Hände in das Lenkrad.

"Mr Knight. Die automatische Prognose zeigt an, dass Sie sich noch nicht in einem guten Zustand befinden. Was war passiert?"

"A.C. FAHR LOS!", schnauzte ich ihn an.

Ohne Widerrede brachte der blöde Wagen mich zum Flughafen.


Direkt vor dem Haupteingang stieg ich aus.

"Sei in einer halben Stunde wieder hier.", rief ich dem silbernen fliegenden Subaru WRX STI zu. An dem Platz, wo vor 15 Jahren noch Räder waren, glitzerten blaue Flammen aus irgendso einem mir unbekannten Stoff. Ich sag doch ich bin als Chemielehrer unfähig.

Mit schnellen Schritten begab ich mich in die Eingangshalle. Wie immer war halb Las Vegas hier anwesend. Mein Ziel waren die Last Minute Flüge, die ihre Informationsstände gleich gegenüber hatten.

"Guten Tag, Madame. Wann gehen die nächsten Flüge nach Kanada? Oder Alaska? Von mir aus ist Norwegen oder so auch in Ordnung. Nur der Arzt meinte, ich solle schnell fliegen.", sprach die mit meiner Computersimulierten Stimme zu der Blondine hinter dem Tresen.

"Der nächste Kälteflug geht nach Alaska, dort wären noch drei Plätze frei. Das Flugzeug würde in drei Stunden starten.", antwortete sie.

"Gut einmal Ticket bitte."

"Moment. Das macht 587 Dollar. Hotel und alles müssen Sie selbst suchen.", hielt sie mir ein Geldkassiergerät unter die Nase.

Ich hob meine echte Hand und wollte gerade den Fingerabdruckscan bestätigen als ich einen Schwächeanfall bekam.

Wieder stand ich im Schwarzen. Das gelbe Licht strahlte mich an.

"Verflixt! Wer bist Du eigentlich?", schrie ich es an.

"Knight. Sie haben mich wirklich vergessen? Das FBI hat gute Arbeit geleistet. Ich bin KARR. Ihr früheres Fahrzeug, bis Sie mit zerstört haben. Nun bin ich in Ihnen gefangen.", die Stimme war etwas erregt, aber der Motor lief weiterhin im Leerlauf.

Schnell sammelte ich meine Gedanken und versuchte zu sortieren.

"KARR?", langsam aber sicher bekam ich einen Lachanfall und stützte mich auf die Motorhaube des Fahrzeugs.

"Was ist so lustig daran? Fakten sind nicht lustig!", der Motor fing an etwas zu gröllen.

"Karr, du bist kein Fahrzeug. Du bist eine künstliche Intelligenz aus einer Fernsehserie aus den 1980iger Jahren. Und auch da hattest du nie einen Fahrer.", das lauter-werdende Grölen ignorierte ich.

"Ich bin K.A.R.R. Knights Automatisch Reagierender Roboter. Ich bin eine Echtheit im Gegensatz zu der Fernsehserie. Ich war KEINE Fernsehserie!", brüllte der Wagen.

"Ich glaubs ja nicht. Eine Filmfigur raubt mir meinen Verstand und stört meine Aktivitäten im Realen Leben. Krasse Nebenfunktion des halben Metallgehirn.", lachte ich weiterhin.

"Ich bin keine Filmfigur!", der Motor wurde lauter. Mit eine rauschenden Bewegung des Wagens wurde ich still. Er fuhr einige Meter nach hinten und lies dann die Räder durchdrehen, bevor er auf mich zu schoss. Ich schloss meine Augen und dachte nur, dass ich langsam irre werde, wenn schon eine Filmfigur meine Gedanken durcheinander bringt. Nein, er war nicht echt! Es gab ihn niemals! Einbildung!

"KNIGHT! Sie mögen diesmal über mir stehen, aber ich werde es schaffen! Ich LEBE!", schrie der Wagen als letzte Worte bis ich wieder das Bewusstsein wiedererlangte.

"Ist alles in Ordnung mit Ihnen?", fragte mich eine weibliche Stimme. Erst jetzt fiel mir wieder in den Sinn. Ich stützte mich auf den Tresen als ob ich tierische Bauchschmerzen hätte.

"Ja tut mir leid. Es war ein typischer Schwächeanfall. Aber jetzt ist alles geklärt.", versuchte ich zu grinsen.

"Wollen Sie wirklich fliegen? Und nicht zum Arzt gehen?", fragte sie noch einmal mit einer leichtzitternder Stimme.

"Ne! Jetzt geben Sie das Ding her.", meinte ich ganz gelassen und drückte meinen Daumen auf das Gerät.

"Sie bekommen das Ticket auf ihr Netpix geschickt. Bitte behalten Sie nachher alle Sachen bereit. Ansonst wünsche ich Ihnen einen angenehmen Flug, Mr Knight.", verabschiedete sich die Dame. Ich nickte und ging wieder zum Haupteingang und wartete auf Mu.C.A. Der mal wie immer zu spät kam.

Mit einer Vollbremsung blieb der fliegende Subaru vor mir stehen.

"Hat Muca meine Sachen gepackt, Ac?", fragte ich mich bei dem Niederlassen auf dem Sitz.

"Ja Sir, der Koffer steht bereits mit ihren Flugdaten in Ihrer Haustür. Ich werde Sie in den kommenden Wochen vermissen, Sir. Darf ich fragen, was Sie dort machen werden?"

"Ich weiß es noch nicht, ein bisschen wandern gehen vielleicht oder so. Such etwas über K.A.R.R. heraus. Ich will wissen, was es ist.",versuchte ich das Thema zu wechseln. Ich starrte aus den verdunkelten Fenstern. A.C. flog mit Höchstgeschwindigkeit über der Straße. Die übrigstehn gebliebenden Bäume verbogen sich mit der Zeit. Ab und zu guckte ich auf das Headupdisplay, A.C. tat seine Aufgabe. Nach einigen Minuten erschien ein Text.

"K.A.R.R. eine künstliche hochentwickelte Intelligenz aus der Fernsehserie 'Knight Rider'. Knights Automatischer Reagierender Roboter heißt die Abkürzung. Die Serie wurde von 1982 bis 1986 produziert, wo KARR zweimal insgesamt mitspielte. Nach dem zweiten Kontakt wurde er zerstört. Wollen Sie noch mehr hören?"

"Nein danke, das bedeutet doch, dass es ihn niemals gab oder?"

"Nein, Sir. Wir befinden uns übrings vor Ihrem Haus."

"Oh danke.", ich stieg aus. A.C. bewies auch noch einmal, dass es K.A.R.R. nie gab. Mein Gehirn war doch etwa nicht dabei, sich in zwei Personen aufzuspalten?! Automatisch fasste ich auf die Brust, ein weiteres Mal erschrak ich, da ich kein Schlagen spürte. Doch dann atmete ich langsam ein und aus. Mit Fingerabdruckscan öffnete ich die Haustür, vor mir stand mein alter Lederkoffer.

"Guten Abend, Mr Knight. Wie AC mir weitergeben hat, habe ich wie befohlen, Winterklamotten eingepackt. Ich wünsche Ihnen eine angenehme Reise.", auf einem LED-Bildschirm erschien eine Asiatische Figur, die sich verneigte. Leise fing ich an zu lachen wie sich die Computer um mich kümmerte. Ich nahm meinen Koffer und ging wieder in Richtung Subaru. Die Kofferraumklappe öffnete sich von alleine. Mit einem schnellen Ruck, schmiss ich den Lederkoffer darein.

"Aua, Sir. Bitte bevorziehen Sie doch das Hereinlegen.", meckerte der Wagen.

"Schnauze, Auto.", knallte ich die Kofferklappe zu. Mit einem Stöhner setzte ich mich auf die dunkelroten Polstersitze.

"Zurück zu dem Flughafen, Sir? Der Flug geht in einer Stunde und Zwölf Minuten.", fragte mich das Bordsystem.

"Nein, zuerst zu Lolea McPrid. Ich muss ihr nocheinmal auf Wiedersehen sagen.", schweifelte ich in Gedanken ab. Sie würde mich bestimmt nicht wieder erkennen. Doch ich fühlte mich verpflichtet ihr Bescheid zu sagen.

"Sir? Wir biegen gerade in die Straße ein. Bitte beeilen Sie sich. Ich habe keine Lust der Flughafencomputer Ausreden zu erzählen, warum Sie noch nicht da sind."

"Jaja ich werde auch nicht reingehen.", winkte ich ab. Im nächsten Moment hielt er auch schon an. Schnell stieg ich aus und stolperte erst mal.

"AC! Parkst du nächstes Mal tiefer?!", schrie ich.

"Tut mir leid, Sir. Eine mir unbekannte Energie strömt aus dem Haus, mein Höhenanzeiger zeigt Lottozahlen an. Bitte verzeihen Sie."

"Eine unbekannte Energie? Ist dein Strom schon wieder leer? Sobald du nachher zurückfliegst, soll Muca dich aufladen, okay?!", dann drehte ich mich um und ging zu dem Haus. Mit meiner rechten Hand streifte ich einmal durch meine Haare und drückte anschließend auf die Klingel.

Eine Stimme aus den kleinen Lautsprechern ertönte: "McPrid. Wer ist da?"

"Mike.", antwortete ich, mit Versuchen meine alte normale Stimme zu simulieren.
Dann ging ein Spalt der Tür auf.

"Mike? Sie hören sich nicht nach ihm an.", flüsterte sie.

"Ach komm schon. Ich habe künstliche Stimmbänder, daher ist auch meine Stimme verändert.", lachte ich und wurde ein wenig rot im Gesicht.

"Bitte verschwinden Sie wieder. Mike ist tot.", flüsterte sie weiterhin.
Was sollte das denn jetzt?! Mike war tot? Definitiv falsche Informationen bekommen. Um ihr ein Beweis zu liefern, holte ich mein kleines Netpix heraus und hielt es ihr hin.
Sie nahm es entgegen und öffnete die Tür etwas weiter. Außer ihrer Stimme und einer zarten Hand, die das Netpix entgegennahm, war der Rest dunkel.

"Bitte komm herein.", flüsterte sie.

Mit einem gezielten Schritt betrat ich das Haus.

"Könntest du etwas Licht anmachen?", fragte ich höflich.

"Nein Mike. Ich möchte nicht, dass Du mich so siehst. Warum hört sich Deine Stimme eigentlich so elektronisch an und wo warst du die letzte Woche? Mein MuCA hat versucht mit Deinem Kontakt aufzunehmen, doch er wusste nicht, wo Du bist.", flüsterte sie weiterhin.

"Ich war im Krankenhaus. Mir wurde mein halbes Gehirn ausgetauscht und meine Stimmbänder wurden ebenfalls ausgetauscht. In etwas mehr als einer Stunde fliege ich nach Alaska. Da werde ich ein paar Monate oder so bleiben. Und nun zu Dir.", erzählte ich ihr in Kurzformat.

"Dann bist Du also ein Cyborg? Dann verstehst du vielleicht mein Aussehen.", als sie von der Couch aufstand, berührte sie meinen Arm. Sie zog die Gardinen auf und es herschte ein reges Unwetter draußen. Blitze erstreckten sich am schwarzen Himmel. Für kurze Momente ließen sie das Zimmer aufhellen. Nach dem dritten Blitz glitt mein Blick ungefähr dorthin, wo sie stand.

Bei dem nächsten Blitz erschrak ich. Ihre Haut pellte sich ab und unter blutigen Schnitzern in der Haut rakten Kabel heraus.

Als ein weiterer Blitz das Zimmer aufhellte, grölte ein Donner auf und lies mich zusammenfallen. Ich spürte wie sie ihren Mund öffnete und ein Ultraschallhohes Geräusch herauslies.

Mit letzter Kraft stand ich auf und rannte zu der Haustür. Doch fast mit Warpgeschwindigkeit stellte sie sich vor mich.

"Knight. Du kannst Mir nicht entkommen!", bewegte eine mir bekannte Stimme ihre ehemals zarten Lippen. Ihre Haare sahen ungepflegt aus. Doch auch wie am Arm, ragten kleine bunte Kabel aus ihrer Wange.
Sie schloss ihren Mund und stürzte auf den Boden. Damit war das Geräusch auch erstummt.

"Mike, er zerstört mich... Das Antivirusprogramm ist ausgefallen und das Virus frisst sich durch.", keuchte sie, bis ihre Stimme ganze verstummte und sie regungslos auf dem Boden vor der Tür lag. Mit der Tür schob ich sie ein wenig weg. Hinter mir zog ich ebenfalls die Tür wieder zu.

Kräftig atmete ich die Luft ein und aus. Ein Blick in den Himmel blieb mir nicht erspart. Die Vögel sangen zu dem strahlenden blauen Himmel. Was war das eben?!

Mit schnellen Schritten ging ich auf den Subaru zu und stieg ein.

"Ac! Scanne das Haus mit Infrarot.", schluckte ich.

"Scann abgeschlossen. Eine weibliche Person steht unter der Dusche.", antwortete mir der Bordcomputer.

"Ac! Hast Du mich eben überwacht?"

"Sicher. Sie tranken innerhalb zwei Minuten einen Kaffee halbstark aus."

"Aber ich habe nix getrunken."

"Doch einen Kaffee."

"Nein! Diskussion beendet. Zum Flughafen!"

"Aye Sir."

Als er beschleunigte wurde ich in den Sitz gedrückt und verlor wieder das Bewusstsein.


Ich stand erneut im Dunklen, gegenüber KARR.

"Komm schon! Du bist daran Schuld, oder? Warum? Sie hat nichts getan und du strafst sie mit Schmerzen und Tod!", schrie ich aus meiner Kehle.

"Korrigiere. Ich strafe niemanden. Ich will nur Sie. Sie ging mir auf die Nerven."

"Auf die Nerven? Wie?"

"Sie tat nicht, dass was ich wollte."

"PONTIAC ZEIG DICH ENDLICH!", ich ballte meine Fäuste und spürte unendliche Macht in mir.

"Mike Traceur, so heißen Sie doch bevor Agent Carry Sie an der U-Bahnstation erschoss. Sie haben es ihrem Vater gleich getan. Den Namen gewechselt. In Michael Knight. Erinnern Sie sich?"

"Fuck, hör auf! Du lügst! Zeig dich! Wie kann ein Auto aus einer Serie meine Gedanken kontrollieren! Verflucht! ZEIG DICH!", ich war schon völlig außer Atem.

Dann waren ein paar Minuten totale Stille. Ein Motor wurde angeworfen und eine schwarze Karosserie lies sich endlich zeigen.
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