Future Rider

GeschichteFreundschaft, Sci-Fi / P16
23.10.2015
11.02.2016
6
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Aller Guten Dinge sind Drei, wie es so schön heißt :D
diesmal Knight Rider in der Zukunft, ich hoffe es ist ein wenig anspruchsvoller als meine letzten Storys. :)

Kurz genannt: Mir gehört nichts von all dem und ich verdiene damit auch nichts. Die vorkommenden Charakter gehören alleine den Erschaffern, diese Story ist nur frei ausgedacht und soll damit keine Beleidigung sein. (OC's hauptsächlich Nebencharakter)

Wenn sich jemand findet, der meine Storys überliest, Grammatik-  und andere Fehler korrigiert, wäre ich sehr dankbar. Auch wenn ich irgendwo falsche KR Daten angebe... bitte alles per Mail schreiben :) (falls sich jemand findet, der Lust darauf hat^^)

Viel Spaß,
Aventador



Kapitel 1

Mein Körper -  schon wieder so kalt. Diese Träume... Wenn das so weitergeht musste ich zum Psychiater...
Mit meinen ausgekühlten Fingern nahm ich die Bettdecke und zog sie mir bis über meinen Mund. Brr.

"Mu.C.A.! Stell die Heizung höher.", schrie ich umher.

"Wie sie wünschen. Wenn ich Sie erinnern darf, es kommt mir vor als ob ihre Körpertemperatur sinkt. In diesem Raum ist es bereits 26°C warm.", meinte  mein persönlicher Raum-Computer.  
Er ist genau einer der KIs, die immer alles verbessern was ihnen in den 'Sinn' kommt.

"Ich bin kein Klugscheißer, ich weiß es wirklich besser.", mauzte ich.

"Wiederholen Sie bitte Ihre Aussage.", piepte er.

"Vergiss es."

"Wie soll ich etwas vergessen, wenn ich alles speichern soll, was Menschen und auch andere Geräte übermitteln."

"Lösch die letzten Sätze aus Deinen überladenden Dioden."

"Verstanden, aktiviere Löschvorgang.", sprach die männliche Stimme laut und
deutlich. "Löschvorgang abgeschlossen."

Eigentlich ist es schon erstaunlich wie weit die Technik gekommen ist. Jeder einzelne Mensch besaß einen Multifunction Computer for All in seiner Wohnung...

Im Grunde genommen doch total überflüssiges Zeugs. Kein Wunder, dass viele Menschen in ihrem Fett einsinken, der Computer tut ja alles. Einkaufen, Autofahren und vieles mehr. Alles um den Menschen noch bequemlicher zu machen als er schon war. Nicht zu vergessen jede dämliche Frage, die man der Wand stellt, wird beantwortet.

"Wie spät?", als Beispiel.

"Es ist genau 11 PM 53 Minuten und 31 Sekunden am Montag den 05.06.2028."

"Danke. Dann versuch ich mal noch die Augen zu zu machen."

"Gute Nacht, Sir."

Diesmal sagte ich nichts mehr, denn jeden Abend die gleiche Diskussion. Ich wünsche ihm auch eine gute Nacht. Er antwortete, er bräuchte keinen Schlaf. Dann ich wieder, ich hätte nichts von schlafen gesagt, sondern ihm nur eine gute Nacht gewünscht. Er protestiert, es wäre das Gleiche. Täglich korrigier ich ihn, dass Schlaf und Nacht nicht das Gleiche wäre. Genau wie die Kinder in der Schule. Ganz genau gleiches Benehmen... Zumindest auf die Diskussionen in der Klugscheißerei bezogen.
Mit vielen verwirbelten Gedanken schlief ich [endlich] doch ein.

Alles um mich herum war schwarz. Plötzlich! Das Umfeld verschwom und bildete ein neues Bild.
Ich saß hinter einem Lenkrad, zumindest sah es danach aus. Ein Auto...Meine Hände... Ich hielt sie hoch...
Das Lenkrad bewegte sich von alleine...
Irgendwas sprach ich, aber sehr undeutlich und auch nicht zu einem fixierten Punkt. Ich sprach wirklich mit der Luft im Auto... Aber nach einem AC sah es nicht aus...
Plötzlich wurde alles schwarz. Blickdicht schwarz. Es formte sich ein Gesicht. Auch undeutlich... Lange Haare fielen an den Seiten des Kopfes herunter...Schwarz.
Zwei rote Streifen... Alles war so unscharf... Und alles so einfarbig und doch schwach bunt.
Schwarz!


Mit seinem Schrecken wachte ich auf und setzte mich hin. Mit einem schnellem Griff an meine Brust merkte ich, dass mein Herz noch schlugt.

Ein Glück. Seit diesem Autounfall stand ich kurz vor einem Herzwechsel. Meins gegen eine Maschine. Ich konnte froh sein, dass ich nur meine Hand mit dem Auto verloren hatte.

Ich starrte auf meine linke Hand. Jeden einzelnen Finger konnte ich so bewegen, sah auch natürlich aus.  Das erstaunliche war, ich konnte kleine Dinge wie, dass eine Herdplatte heiß war oder Schnee kalt, mit geschlossenen Augen erkennen. Mit dieser Maschine als Hand konnte ich alles spüren. Selbst wenn ich anderen davon erzählen, dass die Hand nicht echt war, glaubten die es nicht, durch das authentische Aussehen.

Nun denn, mit einem Stöhnen kippte ich wieder auf mein weiches Kopfkissen und betrachtete die weißgestrichene Decke.

"Mu.C.A. Wie spät?", fragte ich die Luft.

"5:59 AM. Wie schön, dass Sie schon wach sind. Haben Sie gut geschlafen? Was wollen Sie frühstücken?", versuchte MuCA freundlich zu sein.

"Wie ich geschlafen habe, siehst du an den Körperdiagnosen und essen... Ein Rührei mit Bacon.", quälte ich aus meinen Lungen heraus.

Also setzte ich mich wieder hin und begann mich erstmal lauthals zu strecken und die Augen zu reiben. Mit einer unsportlichen Bewegung stand ich auf und schlüpfte in die warmen Hausschuhe.

Mit schlappen Schritten schlurrte ich zum Badezimmer. Die Zahnbürste kam mir schon entgegen geflogen.

"A.T.! Wie oft soll ich dir noch sagen, dass du mir nicht entgegen kommen sollst! Irgendwann brauche ich wegen dir noch ein künstliches Auge und dann bin ich ein Cyborg pur!", schrie ich die schwebende Zahnbürste an.

"Tut mir leid, Sir!", piepte sie als Antwort.

Nach einigen Minuten Zähne putzen, zog ich meinen Anzug an und nahm das Frühstück auf einem Tablet mit ins  Auto.

"Sir, ihre Tasche liegt im Handschuhfach.", meinte AC.

"Danke.", schmatzte ich.

Schließlich fuhr AC los zu der Schule, wo ich arbeitete oder besser versuche unnötige IT-Fachsprache Kindern beizubringen.


Nach 27 Minuten und 39 Sekunden, wie AC meinte, war ich vor der Schule. Es war ein Prachtexemplar noch von Vorkriegszeit.
In zwei Jahren wollten wir Hundertsten Geburtstag feiern, schlug der Direktor letztens mal vor.
Nun, dies lag das noch weit in der Zukunft, daher ich nahm erstmal meine Tasche und ging in das Gebäude herein. Es war inzwischen schon 7:30PM. In 30 Minuten fing der Unterricht an. Für mich stand als erstes Chemie auf dem Plan, danach IT-Fachkunde. Auf dem Flur waren schon einige Schüler, die ihren Kram aus den Spinten heraussuchten. Die meisten ignorierte ich und ein paar begrüßte ich. Im Lehrerzimmer angekommen, wurde ich herzlich willkommen gehießen.

"Und? Wie war ihr freier Tag gestern?", meinte Ms Underson.

"Hm... Gut.", dachte ich mir aus. Meine Arbeitskollegen und vor allem Ms Underson durfte nicht erfahren, dass ich immer von ab und zu schweren Depressionen litt, was auch der Grund war, für meine gestrige Freistellung. Mit großen Schritten ging ich zu meinem Tisch und starrte auf den Computerbildschirm.

"Ach Vertretung muss ich heute auch noch machen? In der 10b.", sprach ich leider meine Gedanken aus.

"Gefällt es ihnen nicht? Es sind auch ganz brave Schüler.", meinte die zickige Ms Underson. Kein Wunder, es war ja auch ihre Klasse.

"Mike, Rosella beruhigt euch. Bitte kein Streit am frühen Morgen.", jammerte die gutaussehende Lolea. Lolea McPrid.

"Das war doch kein Streit.", lachte ich, aber Lolea legte genervt ihren Kopf beiseite.

Plötzlich läutete es. Schnell griff ich wieder nach meinem Herz, es war zwar täglich der gleiche Gong, doch nicht vorbereitet, dass die Zeit so schnell verging.

"So es ist zwei Minuten vor, ich mach mich schon mal auf den Weg.", lächelte ich und nahm schnell meine Tasche.

Auf dem Flur waren gestresste Schüler, die schnell ihre Räume aufsuchten. Ich musste 2 Etagen hoch um in den Chemieraum zu gelangen

Als ich durch die Tür trat, wurde ich begrüßt.

"Guten Morgen, Mr Knight.", meinte die Klasse. Wie immer nickte ich und fuhr durch meine kurzen Haare, die nun auch langsam grau wurden.

"Nun gut, die heutige Stunde über, werden wir hauptsächlich Experimente durchführen und nächste Woche werden wir Noten besprechen. Ich bitte euch, macht zu jedem Merkmal Notizen, wie wir immer geübt haben.", meinte ich zu der Klasse. Was ich sagte, tat sie auch oder wie es auch heißt, ich kam, sah und siegte... Etwas umgeändert.


Nach der aufregenden Stunde, trug ich noch schnell die Noten ein. Bis mich unerwartet ein Schüler ansprach.

"Mr Knight?"

Ich blickte hoch, "Ja Jason?"

"Sie haben sich heute sehr zurückhaltend benommen.", informierte er mich.
"Ich weiß...", versank ich in Gedanken.

Doch der blonde Junge mit dem schwarz-weiß gestreiften T-Shirt lies nicht locker. "Ist alles okay mit ihnen?"

"Ja, es ist alles gut, und nun geh bitte in die Pause.", befahl ich ihm in einer strengeren Tonlage, sodass Jason leicht geschockt war.

"Tut mir leid, ich habe in der letzten Zeit nur wenig geschlafen.", entschuldigte ich mich.

"Nein es tut mir leid, dass ich mich in ihre Privatangelegenheiten gemischt habe, normaler Weise tu ich sowas auch nicht, aber Sie müssen wissen, sie sind mein liebster Lehrer und es wäre schade, wenn wir wegen Krankheitsfällen oder ähnliches einen anderen Lehrer bekommen.", versuchte er höflich zu sein.
Ich war nun etwas sprachlos, deswegen schaute ich kurz nach seiner Note, eine 3.

"Ich bin wirklich... Überrascht, das von dir zu hören, junger Mann. Mir wird es schon nicht schlechter werden als schon ist.", versicherte ich ihm, damit verschwand er auch in der Pause.

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A.T. = Automatic Toothbrush
A.C. = Automatic Car
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