Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Projekt 20: All is possible

von Karolina
GeschichteLiebesgeschichte / P18 / Gen
22.10.2015
29.05.2020
14
18.571
 
Alle Kapitel
1 Review
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
25.10.2015 1.386
 
„Bitte stellen sie ihre Sitzlehnen gerade und klappen sie ihre Tische nach oben. In Kürze landen wir in Neo Domino City.“
Verschlafen setze ich mich auf. Ich glaube ich habe fast den ganzen Flug verpennt. Wehmütig denke ich dann an das letzte Jahr. Spanien, Frankreich und England. Überall war ich 4 Monate und habe als Aupair oder Übersetzerin gearbeitet. Nun bleibe ich das letzte Jahr in Japan um meinen Abschluss zu machen. Bei meinem Vater wird es mir zu eng. Da ziehe ich lieber zu Tante Zora. Außerdem ist in Domino viel mehr los und ich kann viel selbstständiger sein. Das was ich mir an Freiheit die letzten Monate erkämpft habe gebe ich nicht wieder auf. Plötzlich sackt das Flugzeug ein Stück nach Unten. Luftloch! Ich hasse es zu fliegen! Wenn es sein muss fliege ich, aber ich mag es nicht. Aber es muss sein und das ist so und dann muss es eben sein.
„Willkommen in Neo Domino City.“
Endlich! Fester Boden unter den Füßen. Bin ich froh. Die letzten sieben Stunden waren scheußlich. Und vorher die fünf waren auch nicht besser. Leider gab es von London aus keinen Direktflug. Als wir andocken und alle los stürzen bleibe ich erst noch sitzen. Ich habe alle Zeit der Welt. Jetzt sind erst noch Semesterferien. Dementsprechend fängt die Uni erst in acht Wochen wieder an. Das Flugzeug ist fast leer. Ich stehe auf und ziehe meinen Rucksack runter. Gemächlich mache ich mich auf den Weg nach Draußen. Dadurch das wir direkt am Gebäude angedockt haben gehe ich durch den klimatisierten Tunnel in das Gebäude. Draußen scheint die Sonne heiß vom Himmel runter. Der Himmel ist strahlend blau. Es wird verdammt heiß sein. Auf den Gepäckbänder ist noch nicht ein Koffer. Da das ein Internationaler Flug war, wird es auch noch etwas dauern bis die Koffer rauskommen. Ich gehe nochmal auf die Toilette. Dort ziehe ich mir die Leggins aus die ich unter meinen Shorts anhatte. Sie sind jeansblau. Dazu trage ich ein einfaches schwarzes Tanktop. Meine Haare binde ich noch hoch zu einem Pferdeschwanz. Meine Augen sind noch ganz in Ordnung. Weder Kajal, Wimperntusche, noch Lidstrich sind verwischt. Ich stopfe meine Bürste und die Leggins in meinen Rucksack und gehe nach draußen zu den Gepäckbändern. Die sind auch schon angerollt und voll mit Gepäck beladen. Leider nur mit dem von den anderen. Nach einer gefühlten Ewigkeit erkenne ich schließlich meine Tasche. Ich ziehe sie schniefend runter. Die ist so verdammt schwer. Zum Glück hat sie Rollen. Draußen ist schon alles leer. Nur Tante Zora steht dort. Ich kann an ihrem Gesicht ablesen, dass sie mich gesehen hat. Sie fängt richtig an zu strahlen vor Freude.
„Alex!“
Fest schließt sie mich in die Arme.
„Tìa Zora. Iam so glad to see you.“
Verwundert sieht sie mich an. Mist. Ich muss ja jetzt wieder japanisch reden. Oder noch besser keinen Mischmasch aus allem.
„Entschuldige. Tante Zora. Ich freue mich so dich zu sehen.“
„Ich auch, ich auch. Komm wir gehen jetzt nach Hause. Lass mich deinen Rucksack nehmen. Du hast schon die schwere Tasche.“
„Geht schon.“
Sie will aber nicht locker lassen und schließlich muss ich nachgeben. Der ist auch nicht so sehr schwer wir meine Tasche. Die würde ich ihr auch nie geben. Zusammen gehen wir zu der U-Bahnstation die hier angrenzt. Noch zehn Minuten, dann ist unsere Bahn da.
„Du wirst nicht allein wohnen.“
Ich hatte mich auf die Menschen ringsherum konzentriert, deshalb habe ich nicht gehört, was sie gesagt hat.
„Tut mir leid, ich war abgelenkt. Was hast du gesagt?“
„Du wirst dort nicht alleine wohnen.“
„Schön du und Lyndon habt euch wieder vertragen.“
Ich lächle sie an. Da hat sie ihre Familie wieder zum Teil zusammen. Außerdem mag ich meinen Cousin. Ein bisschen...doof ist er manchmal, aber das Herz hat er auf dem rechten Fleck.
„Nein. Drei andere Jungs. Sie sind von Martha aufgezogen worden.“
Also doch nicht. Verbittert sieht sie zu Boden. Ich bin doof. Selbst die Fettnäpfe die Kilometer weit auseinander stehen treffe ich. Jetzt kümmere ich mich erst mal um sie. Ich weiß wie sauer oder böse sie werden kann, aber ich kenne sie auch so. Sie gehört zu den liebsten Menschen die ich kenne. Wenn man sie einmal erobert hat, dann das für immer. Als die Bahn einfährt steht sie auf. Es ist verdammt voll. Den einzigen Platz den es noch gibt nimmt sie. Ich stelle mich vor ihr hin.
„Wann fängt dein Studium wieder an?“
„In acht Wochen. Hat mein Vater noch was gesagt?“
Sie schüttelt den Kopf.
„Er hat mir einen Brief geschrieben, dass du zu mir kommst. Mehr nicht.“
Ich schnaube.
„Egal. Ich versorge mich schon lange alleine. Ohne dich würde es zwar nie gehen, aber da ich keine Miete zahlen muss kann ich gut von dem Geld leben was ich mit meinen Nebenjobs verdiene.“
„Vergesse aber nicht dein Studium.“
„Nein. Ich verspreche dir das ich das nicht vergesse.“
Mütterlich lächelt sie mich an. Ich fühle mich so wohl bei ihr. Es ist schon so lange her, dass ich   hier war. Da war ich noch ganz klein. Deswegen kenne ich mich in der Stadt nicht aus. Erst recht nicht seitdem Satellite an Domino wieder angegliedert wurde. Schließlich sind wir da. Von der U-Bahnstation aus müssen wir noch ein Stück laufen. An den Platz kann ich mich noch sehr gut erinnern. Lyndon und ich haben oft in dem Brunnen gespielt als wir noch klein waren. Ich wünsche mir so sehr, dass sie sich wieder vertragen würden.
„Da sind wir.“
Ich kenne die Garage und die Wohnung darüber in und auswendig. Sie klopft an der Tür. Stimmt, da wohnen ja jetzt drei Kerle noch mit. Ich platze in eine eingeschworenen Männerhaushalt. Ich werde jetzt öfters halbnackte Männer sehen. Dazu noch jede Menge Abwasch. Das kann was werden. Ich bin das Personifizierte Chaos. Von Innen hat jemand herein gerufen und Tante Zora ist schon eingetreten.
„Was ist denn hier los? Alle versammelt.“
Neugierig schaue ich an Zora vorbei. Acht Leute stehen da unten. Ein rothaariges Mädchen, eine blauhaarige Frau und ein grünhaariges Mädchen. Die Grünhaarige hat ihren männlichen Gegenpart. Das sind Zwillinge. Ich wollte auch immer einen Zwilling haben. Bei ihnen stehen noch ein Officer und ein Orangehaariger. Seine Sprengstofffrisur fasziniert mich. Die anderen beiden kenne ich. Selbst in Europa habe ich noch den Fortune Cup mitbekommen. Der amtierende König der Duelle Yusei und der ehemalige Jack Atlas. Das ich mit solchen Berühmtheiten zusammenwohnen werde hat mir meine Tante aber nicht gesagt.
„Es gab einen Roboter der Probleme auf der Autobahn gemacht hat. Er zog andere einfach in Duelle und hat sie dabei absichtlich verletzt.“
Roboter? Duelle? Absichtlich verletzt? Das kenne ich doch.
„Wie sah der aus?“
Sie sehen mich noch nicht. Ich trete vor.
„In Madrid, Paris und London gab es auch die Probleme. Meine Gastmutter in England war immer verdammt nervös wenn ich abends noch raus wollte.“
Der Officer schaut mich interessiert an.
„Was wissen sie darüber?“
„Nur das eben. Ich duelliere mich überhaupt nicht. Deswegen weiß ich nicht mehr.“
Sie sehen mich etwas ungläubig an.
„Ja, es gibt noch Menschen die das nicht machen.“
Schweigen. Der Officer und die Blauhaarige verabschieden sich wieder. Sie wollen etwas über das was in den europäischen Metropolen passiert ist erfahren. Tante Zora und ich stehen nun mit bei ihnen in der Werkstatt. Die Zwillinge heißen Leo und Luna. Der Kleine ist ganz schön munter. Seine Schwester ist viel ruhiger. Die Rothaarige heißt Akiza. Der mit Sprengstofffrisur heißt Crow. Mich nimmt aber noch keiner so wirklich wahr. Die Namen habe ich nur so nebenbei rausgehört, als sie miteinander redeten.
„Wer bist du eigentlich?“
Yusei sieht zu mir. Er lächelt mich nett an. Zora schreckt zusammen.
„Ach. Jetzt hätte ich fast vergessen. Das ist meine Nichte Alexandra. Ihr wisst ja schon, dass sie mit hier wohnen wird.“
Er kommt auf mich zu und reicht mir die Hand. Nach kurzem Zögern erwidere ich die Geste. Alle stellen sich nacheinander vor. Sie sind alle sehr nett. Schließlich gehen die zwei Mädchen und der Junge. Zora sieht sie streng an.
„Benehmt euch ihr gegenüber. Vor allem ihr Crow und Jack. Bei dir Yusei brauch ich mir ja keine Sorgen machen. Bis später.“
Yusei lächelt sie nett an. Jack und Crow sieht sie böse an. Irgendwie kann ich mir schon denken warum.
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast