Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Josephine Klick Staffel 3

von bichi
Kurzbeschreibung
GeschichteKrimi, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Fritz Munro Josephine Klick
20.10.2015
26.05.2016
38
86.642
3
Alle Kapitel
130 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
27.01.2016 2.610
 
Das heutige Kapitel finde ich zwar nicht ganz so gelungen, aber ich hoffe dennoch, dass es euch ein wenig gefällt.



(Josie) "Zwitscha Zwitscha" -  drang von außen in mein Schlafzimmer. War etwa schon Morgen? Och menno. Gegen eine Stunde zusätzlichen Schlaf hätte ich nichts dagegen gehabt. Nachdem ich mich ausgiebig gestreckt hatte, rieb ich mir meine Augen,  welche ich kurz darauf öffnete. Mein Blick scannte das Zimmer, in dem ich mich befand und mir fiel sofort auf, dass ich nicht zu Hause war. Als diese Nachricht in mein Gehirn gedrungen war, wurde mir erst die Bedeutung dieses Faktes klar. Ich war nicht in meinem Bett, war nicht in meinem Zimmer. Aber wo war ich dann?! Schnurrstracks setzte ich mich gerade hin und versuchte, irgendwelche Hinweise zu meinem Aufenthaltsort zu finden. Doch außer einer geschlossenen Tür und einem Bett, in dem ich mich gerade befand, konnte ich nichts erkennen. Abgesehen von einer kleinen Puppe, die sich neben dem Nachttischchen befand. Ich runzelte die Stirn. Puppe.... da war doch etwas. Als hätte ich einen Geistesblitz vor Augen, fiel mir alles wieder ein. Ich ließ ich die gestrige Nacht noch einmal Revü passieren. Herr Neustätter. Er hatte Drogen geschmuggelt ... in Puppen. Ich hatte das entdeckt und danach sah ich nur noch schwarz. Was er wohl vor hatte? Was war das hier für ein Ort? Würde er mich umbringen? Würde mich überhaupt jemand hier entdecken?

Frustriert und verzweifelt zugleich strich ich mir mit meiner Hand einmal halb übers Gesicht, hielt in meiner Bewegung jedoch kurz inne, als ich etwas Merkwürdiges an meinem Finger gespürt hatte. Verwirrt blickte ich darauf und erkannte, dass sich ein Ring auf meinem Finger befand. Wieso zum Teufel hatte ich denn jetzt bitte einen Schmuck?! Ich hatte gestern keinen getragen. Hatte Herr Neustätter ihn mir etwa angesteckt? Aber wieso sollte er das machen? Das ergab keinen Sinn. "Hallo Schlafmütze. Auch schon wach?" hörte ich neben mir die Stimme, die mein Herz schneller schlagen ließ. A ... aber das war doch ...... Ich atmete tief ein, um mich zu beruhigen. Halluzinierte ich etwa? Mit aufgerissenen überraschten Augen drehte ich meinen Kopf wie in Zeitlupe in die Richtung, von wo die Stimme kam. "Fritz" sagte ich ein paar Mal augenblinzelnd. Ich fühlte mich als wäre ich im Film. Irgendetwas stimmte hier doch nicht. Fritz schien meinen verwirrten Gesichtsausdruck zu gefallen. Denn er fing an zu grinsen und strich mir eine Haarsträhne zurück.

„Hey Schatz. Etwa noch müde?“ Mir klappte der Mund auf nach seinen Worten.
„Ssschatz?!“ Seit wann war ich denn bitte sein Schatz?! War der etwa high? Oder war ich vielleicht diejenige, die nicht mehr ganz dicht war?
Besorgt sah er mich an. „Klar Schatz. So nenne ich dich doch schon seit unserer Hochzeit.“ Ho  …........ Hochzeit?! Mein Blick wanderte geschockt auf meinen Finger, welche ein Ring zierte. Ein Ehering? Das war also ein verfluchter Ehering. Wann hatte ich bitteschön geheiratet? Generell wann hab ich mich eigentlich von Greg getrennt und bin zu seinem Bruder gegangen? Und was ist überhaupt mit Herrn Neustätter und seinen …... mein Blick wanderte automatisch auf das Nachtkästchen, worauf sich die Puppe befand. Ob das hier wohl so ein Teil war? Aber wieso hatten wir die Zuhause? Hatten wir von den Drogen genommen?

„Gefällt sie dir? Meine Mutter war mal wieder ein wenig voreilig. Noch nicht einmal auf der Welt und schon verwöhnt sie sie. Tja. Ich fürchte unsere Tochter wird mal gerne bei ihrer Oma übernachten. Genauso wie ihr Bruder es bereits mit seinen drei Jahren tut.“ Fritz schenkte mir ein verträumtes Lächeln, während er mir immer näher kam.
Mir stockte der Atem. Geschockt versuchte ich, all diese Infos zu verarbeiten. Meinte er etwa gerade … das war doch ein Scherz oder?! Ich musste mir das alles einbilden. Ich merkte, wie ich mich immer mehr hineinsteigerte. Meine Atmung wurde nun schneller und ich hatte Mühe, um nicht gleich zu hyperventilieren. Würde ich jetzt etwa sterben? Waren das die letzten Hirngespinste, bevor es zu Ende ging? Ich schloss die Augen und probierte, in Ruhe ein- und auszuatmen. Eine wohlige Wärme breitete sich auf meiner Wange aus, als sich plötzlich eine warme Hand zärtlich auf meine Wange legte. Gefühlte fünf Minuten saßen wir einfach so da, bevor ich Fritz schließlich ansah. Dieser blickte mich ein wenig besorgt an. „Ist alles okay?“ Wie automatisch schüttelte ich den Kopf. „Nein. Nichts ist okay. Ich …. ich sollte doch gar nicht hier sein. Das … das hier ist nicht real.“ stotterte ich wirr herum, was meinen Ehemann scheinbar sehr amüsierte. Er fing kurz an zu lachen, ehe er mir einen Kuss auf die Stirn drückte und mich liebevoll ansah. Mein Herz raste wie verrückt. Dieser Mann blickte mich mit einem dermaßen verliebten Blick an, der mir den Atem raubte. Wieso nur konnte er das in Wirklichkeit nicht auch?!

Gröll. Ich zuckte zusammen, als ich erbarmungslos aus meinen Gedanken gerissen worden war. Ein Blick aus dem Fenster verriet mir, dass ein gewaltiges Gewitter auf dem Weg war. Dementsprechend hatte sich auch die Temperatur hier drinnen verändert. Jedenfalls kam es mir so vor. „Hey!“ hörte ich eine Stimme, die ich nicht wirklich zuordnen konnte. Perplex blickte ich Fritz an, doch dieser hatte scheinbar keinen Ton gesagt. Fragend sah ich ihn an und fragte mich, weshalb er nun so ernst aussah. Lag es an dem Wetter? Gerade als ich ihn darauf ansprechen wollte, ertönte ein erneutes „Hey!!!“. Dieses Mal aber war es lauter, bestimmter. Gleichzeitig spürte ich eine Eiseskälte in mir aufsteigen. Hilfesuchend richtete ich meine Aufmerksamkeit Fritz zu mit der Hoffnung, dass er wüsste, was Sache war und scheinbar tat er das auch. Zumindest warf er mir einen beruhigenden Blick zu. „Hab keine Angst. Alles wird gut. Alles gut. Ich bin da, hörst du? Ich bin hier bei dir und lass dich nicht allein.“ Was …. was sollten seine Worte bedeuten? Irgendetwas packte mich an den Schultern und schüttelte mich heftig durch. Voller Panik klammerte ich mich an Fritz und versuchte, in seinen Augen zu lesen. Doch eine Antwort blieb er mir schuldig.


Keuchend fuhr ich zusammen, als ich einen kräftigen Tritt gegen meinen Bauch verspürte. Als der Schmerz sich ausbreitete, krümmte ich mich so gut es ging zusammen. Reflexartig wollte ich mir meine Hände auf die schmerzende Stelle legen, doch irgendetwas hinderte mich dabei. Nach meinem erneuten Versuch erkannte ich, dass ich bei einer Art Eisenstange angekettet war. Toll. Vermutlich sogar mit meinen eigenen Handschellen. Ich stöhnte, als ich wieder in der Wirklichkeit eingetroffen war. Wieso konnte ich denn nicht in dieser anderen Welt bleiben? Da war es mir definitiv lieber. „Guten Morgen.“ hörte ich eine höhnische Stimme sagen, die ich eindeutig Herrn Neustätter zuordnen konnte. Zack. Erneut verspürte ich einen Schlag, weshalb ich verärgert die Augen öffnete und zu einer Standpauke ansetzen wollte. Doch mein Ärger war in Vergessenheit geraten, nachdem meine Augen etwas in seiner Hand entdeckt hatten. Etwas, das sehr gefährlich werden konnte. Etwas, das mein Leben von einer Sekunde zur nächsten beenden konnte. Eine Gänsehaut legte sich auf meinen Körper, welcher aufgrund des Adrenalins in höchster Bereitschaft war. Am liebsten hätte ich bereits die Flucht ergriffen. Doch das sollte sich als schwierig erweisen – immerhin war ich hier angekettet. Und wer weiß, wo wir hier überhaupt waren. Ich brauchte dringend einen Plan, sonst wäre ich tot. „Tja. Hattest Glück, dass mein Alter gestern in der Firma war. Sonst hätte ich dich schon gestern abgeknallt.“ Ängstlich versuchte ich trotz Handschellen mich von ihm zu entfernen. Mir wurde speiübel bei dem Gedanken daran, wie er diese Worte ausgesprochen hatte. Als würden sie ihm Freude bereiten. Als hätte er die ganze Nacht nur auf diesen Moment gewartet. Immer mehr drückte ich mich gegen die Wand, dass ich zu schwach war, um diese umzureißen und somit die Distanz zu Herrn Neustätter zu bewahren, war mir innerlich bewusst und dennoch hatte ich eine kleine Hoffnung gehabt, ich könnte mich irgendwie in Sicherheit bringen.

Freudestrahlend hockte er sich zu mir und nahm grob mein Kinn in seine rechte Hand. „Hmm. Fast hättest du mich gehabt weißt du? Beinahe hätte ich an der Richtigkeit meines Tuns und an den moralischen Aspekt, einen Polizisten zu töten, gezweifelt. Aber wie gesagt, nur fast. Noch ein zwei Millionen und dann wäre ich sowieso abgehauen. Was musste sich diese Elisabeth denn auch einmischen diese dumme Kuh.“ fluchte er mehr zu sich selbst, sah mich danach jedoch angewidert an und verfestigte seinen Griff. „Und du hm? Hättest du nicht einfach diesen trotteligen Mauer verhaften können? Der wär ohnehin nach ein paar Jahren Klapste wieder draußen gewesen. Hätte ihm bestimmt nicht geschadet und ich hätte jetzt ein schönes Leben. Aber nein. Du musstest dich ja unbedingt einmischen. Tja jetzt hast du die Quittung dafür. Ich bin schon viel zu weit gekommen, um jetzt einfach aufzugeben.“ Nachdem er geendet hatte, ließ er mich los und stellte sich vor mich. Mein Herzklopfen wurde immer lauter, ich fühlte mich wie gelähmt.

Ich erinnerte mich an den Traum zurück. „Ich bin hier. Ich lass dich nicht allein.“ Fritz. Ob er wirklich auf dem Weg war? Ob er mich wohl wirklich wieder rechtzeitig retten würde? Ein kleines Lächeln huschte über meine Lippen. Ja er war wirklich mein Retter gewesen, gleichzeitig aber auch quasi mein Peiniger.

„Nun steh endlich auf!“ forderte er mich dominant auf. In der Zwischenzeit hatte er bereits seine Waffe auf mich gerichtet und zwang mich somit, seine Befehle nachzukommen. Ich schluckte. Das musste wohl die Tatwaffe sein. Sie hatte bereits ein Leben beendet. Und nun würde sie es ein zweites Mal tun, wenn meine Kollegen es nicht rechtzeitig mehr schaffen sollten. Mit zittrigen Knien kam ich seiner Anordnung nach und versuchte, mich an der Wand ein wenig abzustützen. Nachdem ich dies geschafft hatte, grinste er mich höhnisch an und fragte mich, ob ich noch ein paar letzte Worte sagen wollte. Gott dieser Typ hatte eindeutig zu viele Westernfilme angesehen. Dennoch nahm ich das Angebot an. Immerhin konnte ich so vielleicht ein wenig mehr Zeit schinden. Ich bat ihn, mir zu erzählen, wie er überhaupt auf diese Idee mit dem Schmuggeln kam und weshalb die Sache mit Elisabeth so eskalierte. Nach meiner Bitte zögerte er, mit solchen Worten hatte er wohl nicht gerechnet. Kurz geriet auch ich aus meinem Konzept, meine Gedanken drifteten weg. Was genau hatte er sich denn bitte vorgestellt, was ich jetzt sagen würde? Oder besser noch, WIE ich reagieren würde.

Och ne du, kein Problem, dass du mich abknallst. Aber hey, könntest du danach vielleicht noch Fritz Munro anrufen und ihm sagen, dass ich meine Berlinzeit und ihn nie vergessen werde?! Hallo?!?!?! Ich meine das wäre doch …. okay stop. Zurück zum Thema. Vielleicht konnte ich die Situation ja doch noch irgendwie retten. „Was haben sie schon zu verlieren, wenn sie es mir sagen?“ fragte ich möglichst beiläufig.
„Wieso willste das bitte wissen?!“ hakte er nach und ich musste mich echt zusammenreißen um nicht laut loszuschreien.
Gleichgültig zuckte ich die Schultern. „Nur so. Bin eben neugierig.“
Diese Antwort schien er dann zu akzeptieren. „Naja kannst es ja sowieso niemandem mehr erzähln.“ Ich zuckte bei seinen Worten kurz zusammen, was ihm große Freude bereitete, ihm jedoch auch gleichzeitig Ansporn gab, mir seine Lebensgeschichte in Zusammenfassung zu schildern. Wie hypnotisiert ging er dabei hektisch im Raum umher und diskutierte dabei auch immer mit seinen Händen. Dankbar Zeit gewonnen zu haben, versuchte ich unauffällig, mit meinen Händen meine schwarze Schiebespange zu erwischen. Wie auch bei einer Atemkontrolle, versuchte ich, den Kopf so weit wie möglich zu überstrecken, um endlich an meine Spange zu gelangen. Während ich meinen Hals Kopf immer weiter streckte, versuchte ich auch meine Hände immer näher nach oben zu schieben. Ich biss meine Zähne zusammen und versuchte mich zu konzentrieren. Nur noch ein kleines bisschen. Gleich würde ich es schaffen. Lächerliche Millimeter trennten mich noch von meinem Retter, als sich Herr Neustätter just in diesem Moment umdrehte und mich wütend ansah. „Was soll das werden? Was machen sie da!!!“ brüllte er mich an.
„Iiiich wollte nur meinen Kopf kratzen. Es juckt.“ Mein Entführer hielt in seiner Bewegung inne. Ich konnte ihm ansehen, dass er mir nicht ganz Glauben schenken konnte. Trotzdem kaufte er mir diese Story ab, beschloss aber scheinbar, es kurz zu machen. Zumindest redete er seit diesem Vorfall viel schneller, kommt immer gleich zur Sache. Bravo. Das hieß also, dass ich nicht mehr viel Zeit hatte.

Nachdem ich endlich die Spange in meiner rechten Hand hielt, versuchte ich den Trick, den mir mein Opa mal gezeigt hatte, anzuwenden. Ob man durch diesen Trick wirklich ein Polizeischloss öffnen könnte? Scheinbar. Zumindest meinte mein Großvater mal, dass er es aus einer sicheren Quelle wüsste. Konnte ich mir nur zu gut vorstellen, wer genau sowas schon einmal ausprobiert hatte. Naja. Jeder hatte wohl ein schwarzes Schaf in der Familie. Doch ich konnte mich nicht beschweren. Ich liebte meinen Opa und immerhin brachte mir mein erlerntes Wissen ja jetzt etwas. Meine Nervosität ausblenden versuchte ich, meine Konzentration voll und ganz dem Schloss zu widmen. Wie war das nochmal? Links – links – nun rechts drehen. Genau. Und nun müsste es eigentlich auch schon ein wenig …. perfekt. Es war bereits ein klein wenig tiefer gerutscht. Diesen Vorgang noch ein paar Mal wiederholen und schon wäre ich fre..... „Schade für dich, dass deine Zeitschinderei nicht aufgeht. Tja Endstation.“ meinte Herr Neustätter, der sich nun wieder vor mich gestellt hatte und seine Waffe entsicherte. Ich musste kräftig schlucken, als er sie auch noch auf mich richtete. Mein Atem ging immer schneller, mein Herz drohte mir schon fast, herauszuspringen. Meine Hände und Knie zitterten und der Schweiß stieg mir auf die Stirn. Verdammte scheiße. Hätte er nicht noch fünf Minuten ein Egoist sein können?! Mehr hätte ich doch verflucht nochmal nicht gebraucht.

Hilfesuchend sah ich mich um, doch es war niemand zu sehen. Mein Gegenüber schien meine Gedanken zu erahnen, weshalb er spöttisch zu lachen begann. Und auch ich musste mir schließlich eingestehen, dass meine Kollegen wohl nicht mehr rechtzeitig kommen würden. Ob sie meine Nachricht zu spät erhalten hatten oder sie das Versteck nicht fanden war  mir einerlei.  Auch wenn ich jetzt gehen sollte, so nahm ich es ihnen nicht übel. Ich wusste immerhin, dass sie ihr Bestes getan hatten. Abermals lief mir ein kalter Schauer über den Rücken. Verdammt. Seit wann war ich bitte so ängstlich geworden? Ich war nie eine angsterfüllte Person gewesen. Früher in Bielefeld hatte ich auch immer alleine gearbeitet. Weil ich mich einfach auf mich selbst im Gegensatz zu meinen Kollegen immer verlassen konnte. Ob Privat oder Beruflich. Und nun. Meine Bielefelder Kollegen würden mich jetzt auslachen, wenn sie mich so sehen würden. Verdammt selbst mein damaliges ICH hätte mich ausgelacht, wenn ich mich so gesehen hätte. Berlin hatte mich verändert. Ob zum Guten oder Schlechten bleibt dahin gestellt aber eines wusste ich ganz sicher. Ich war nicht mehr die, die ich vor meinem Weggang war. Und das alles nur wegen meinem neuen Team. Durch ihnen hatte ich gelernt, wie wichtig es war, wenn man jemandem hatte, der hinter einem stand.

„Sieh mich gefälligst an, wenn ich dich erschieße!“ Ich wurde aus meinen Gedanken gerissen, als mein Kopf sich nichtsahnend zur Seite bewegte. Einige Sekunden später konnte ich es bereits spüren. Den Schmerz, das Brennen, konnte den roten runden Fleck auf meiner Wange erahnen, der sich wohl durch den Schlag mit der Waffe gebildet hatte.Trotz meiner Versuche des Unterdrückens konnte ich meine Tränen dennoch nicht aufhalten. Toll. Welch eine Genugtuung das mal wieder für ihn sein musste. Doch das war wohl mein kleinstes Problem. Erneut kamen mir Tränen, als ich an das Mögliche Ende dieser Situation dachte. Auch wenn ich es nicht gerne zugeben wollte, aber die Chancen auf einen guten Ausgang lag wohl bei zwei Prozent.



Und. Wie schätzt ihr Josephines Chancen ein? ;-)
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast