43 Stunden

von Na-chanX3
GeschichteKrimi, Tragödie / P16
A.D.A. Rafael Barba
20.10.2015
30.10.2016
20
40.852
3
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34 Reviews
Dieses Kapitel
4 Reviews
 
 Datenschutzinfo
 
20.10.2015 550
 
Hey Ho. Ich bins mal wieder :)
Alle Charaktere, abgesehen von Jonathan, Ellen, Peter, Jimmy und Robert und den Entführer dessen Namen ich noch nicht verrate, gehören Dick Wolf und ich verdiene hiermit kein Geld.

Also das erste Kapitel ist sehr kurz, ich versuche jeden Tag ein neues hochzuladen, kann aber nichts versprechen.

Jetzt erstmal viel Spaß mit dem ersten Kapitel ;)

PS: Diese Fanfiktion ist besonders empfehlenswert für Rafael Barba- Fans!

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43 Stunden

Stunde -1

Hohl klang das Widerhallen des Laufgeräusches, als ein kleiner brünetter Junge die enge dunkle Gasse flink durchquerte. Doch war er nicht von Lebensfreude und Mut angetrieben, sein Hecheln und Schnaufen, auch sein gelegentliches Wimmern verrieten was wirklich hinter seiner Hektik steckte.
Angst.
Todesangst.
Wie ein verletztes Tier irrte er umher, suchte keine bestimmte Richtung. Sein Weg war die Flucht. Sein Ziel das Entkommen. Tiefe Atemzüge erschwerten die Luft, er konnte nicht mehr. Von Pein getrieben, traute er sich nicht anzuhalten. Es wäre ein fataler Fehler. Kaum wurde er langsamer, konnte man schwach die Schritte eines Anderen vernehmen, das Geräusch näherte sich von hinten. Wieder weiteten sich die Pupillen des Jungen und er beschleunigte erneut unter Schmerzen.
Als hätte man einige Minuten seiner Flucht raus geschnitten, erschien auf einmal das Ende der Gasse. Ein Park wurde sichtbar. Es war der Central Park, eigentlich ein schönes Fleckchen, doch nicht unter diesen Bedingungen. Jonathan sah, wie eine kleine schwarze Katze über die Wiesen schlich und nach Beute Ausschau hielt. Das Auf- und Ab-Wippen seines Sichtfelds bedeutete, dass er vermutlich gleich das Bewusstsein verlieren würde, doch er kämpfte weiter, rannte durch einige Bäume hindurch, umging mehr oder weniger geschickt die Parkbänke und suchte vergeblich ein geeignetes Versteck oder irgendjemanden, der ihm helfen würde. Doch da war niemand. Der Verfolger würde ihn bald eingeholt haben, dann wird es zu spät sein und das grelle Mondlicht in dieser Nacht würde wahrscheinlich das Letzte sein, was er sieht.
Ein Stoßgebet nach dem anderen schickte er gen Himmel, doch er schien heute nicht mit ihm zu sein. Nur einige Augenblicke später prallte er gegen die harte Brust eines schwarz gekleideten Maskierten. Jonathan schrie, er schrie so viel wie nie zuvor, bis es unterging. Der Mann hielt ihm den Mund zu, als müsste er den Jungen ersticken, damit er endlich Ruhe geben würde. Aus seiner Jackentasche holte er etwas Seltsames. Jonathan konnte es aufblitzen sehen und erkannte sofort eine Nadel darunter. Er bekam die Spritze an den Hals gesetzt und versuchte sich zu wehren. Wie ein panisches Äffchen schlug er um sich, traf dabei tatsächlich seinen Peiniger und riss sich los, als dieser sich mit einem leichten Keuchen den Magen hielt.
«Du kleines Miststück!», zischte er wütend unter seiner schwarzen Ski-Maske und packte ihn an der Schlaufe seines Rucksackes, Jonathan warf diesen schnell ab und rannte weg. Doch der Mann war ihm einen Schritt voraus, stellte ihm ein Bein,  worauf dieser zu Boden ging und wimmerte.
«Sei jetzt lieber brav. Ich kann auch ganz anders, weißt du?», flüsterte der Maskierte bedrohlich und verabreichte ihm schnell das Mittel aus der Spritze, worauf der Junge das Bewusstsein verlor. Zufrieden lächelte der Mann, warf sich den Kleinen über die Schulter und machte sich leise davon. Ohne, dass man ihn sah.
Ab da begann Stunde 0.
Stunde 0 seit der Entführung des kleinen Jonathan Gallagher.
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