Magic Rhymes

von Sev Snape
KurzgeschichteAbenteuer, Freundschaft / P12
Angus - Mystischer Ritter der Erde Deirdre - Mystischer Ritter der Luft Garrett - Mystischer Ritter des Waldes Ivar - Mystischer Ritter des Wassers Königin Maeve Rohan - Mystischer Ritter des Feuers
18.10.2015
04.01.2016
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18.10.2015 1.879
 
Hallo,
ja irgendwie komme ich gerade nicht so von One Shots los und daher mache ich nun eine Art Sammelbecken dafür.
Dieses mal bauen die One Shots nicht aufeinander auf.  Es werden unterschiedliche Sichten sein und auch nicht unbedingt zeitlich chronologisch geordnet.
Die One Shots können vor der Serie, während der Serie und auch nach der Serie ansetzen, je nach meinen Ideen.
Update Zeiten werden unterschiedlich sein. Je nach Lust und Ideen. Ich werde daher über jeden OS schreiben, wann er in etwa ansetzt, damit es nicht zu Verwirrungen kommt.

Ich hoffe es gefällt dem oder anderen was ich so schreibe, aber nun viel Spaß mit dem ersten One Shot.

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setzt nach Folge 46 Blutsbrüder an

Königin Maeve von Temra war in ihren privaten Räumen und dachte nach.
Es war zwar noch nicht spät, doch sie hatte etwas zum nachdenken bekommen, was sie durcheinander gebracht hatte.
Lugad hatte ihr gesagt, dass Rohan das gleiche Mal auf dem Arm trug wie er. Das Mal des Schicksals, welches auch auf ihrem rechten Oberarm zu sehen war. Das hatte sie niemanden gesagt und gezeigt.
Nicht mal Lugad wusste davon. Für Maeve war es besser so.
Sie war verletzt worden, als man ihr ihr Baby genommen hatte. Sie hatte bis heute keine Gewissheit wer dafür verantwortlich war. Ob es ihr Freund damals gewesen war, oder jemand anderes. Sie wusste nur, dass sie aufgewacht war und das Baby weg war.
Dies war ein großer Schock für die damals junge Frau gewesen. Sie hatte es überall in der Umgebung gesucht, doch vergebens. Sie erinnerte sich daran wie schwach sie gewesen war.
Sie hatte geweint und nach ihrem Kind geschrien, doch außer merkwürdigen Blicken hatte sie nichts gefunden.

Erst als es dunkel und bitterkalt geworden war, war sie ins Schloss zurück gekehrt und hatte sich aufgewärmt. Wie in Trance hatte sie damals da gesessen und nichts mehr gesagt.
Sie hatte nicht damit gerechnet, dass es ihr so viel Leid bringen würde, denn sie hatte nicht einmal ein Kind gewollt, doch als es in ihrem Bauch gewesen war und sie es so lange Zeit in sich getragen hatte, hatte sie Gefühle für dieses Kind bekommen, hatte Muttergefühle entwickelt und das ungeborene war ihr wichtig geworden.
Sie hatte vorher Nemain versprochen ihr das Baby anzuvertrauen, dafür, dass diese Maeve geholfen hatte in Not und ihr eine gute Lehrerin gewesen war. Sie hätte nicht gedacht, dass es ihr schwer fallen würde, daher hatte sie es ihrem Freund niemals gesagt.
Doch je näher die Geburt gerückt war, desto schwieriger war es für sie gewesen und sie hatte es schließlich doch gesagt. Sie hatte das Kind behalten wollen und Pläne dafür gemacht. Ob diese geklappt hätten, oder nicht, hatte sie jedoch nie erfahren, denn ihr Baby war ihr weggenommen worden.

Sie hatte es gesucht, mehrere Tage und Nächte, doch nach einer Woche hatte sie die Hoffnung aufgegeben, ihr Kind jemals wieder zu finden. Wahrscheinlich war es tot. Maeve hatte geweint und getrauert, bis sie sich ihrem Ziel verschrieben hatte.
Ihr Geburtsrecht - Kells - einzufordern.
Sie wurde eine gnadenlose Königin Temras und kannte seitdem nur dieses eine Ziel. Ja, sie war wahrscheinlich keine gute Königin, denn das Volk von Temra vernachlässigte sie schon wegen ihrem Plan.

Immer wieder machten die mystischen Ritter ihr einen Strich durch die Rechnung, ganz egal was sie sich auch einfallen ließ, um sie aus dem Weg zu räumen, sie schafften es immer die Monster zu besiegen, die sie auf die Ritter hetzte und auch Miders Zauber und Monster vermochten es nicht zu schaffen, die Ritter zu besiegen. Niederlagen der Ritter kamen zwar vor, doch sie schafften es dennoch Kells zu verteidigen und auch Lugad schaffte es nicht, endlich den Sieg für Temra klar zu machen.
Ohne Rohan wäre das ganze einfacher, doch Draganta war zäh und auch wenn man ihn alleine erwischte, schaffte er es immer zu gewinnen und sich der Situation zu entziehen.

Langsam wusste die Königin von Temra nicht mehr weiter und ihre Zeit wurde knapp. Wenn sie es nicht bald schaffte, Kells an sich zu reißen würde sie die Sklavin von Mider werden und das kam für sie natürlich überhaupt nicht in Frage. Sie musste schnell eine Lösung finden und hatte Lugad daher angewiesen Rohan endlich zu töten und dabei hatte er ihr gesagt, dass Rohan Lugads Bruder wäre.

Maeves lange verschollen geglaubtes Kind. Konnte das wirklich sein? War Rohan wirklich ihr eigen Fleisch und Blut, oder war dies nur eine Lüge? Ein Trick, um Lugad davon abzuhalten gegen Kells und vor allem gegen Rohan zu kämpfen?
Lugad schaffte es die Ritter an ihre Grenzen zu bringen, doch war dies wirklich nur eine Lüge?
Die Königin war unsicher. Sie wollte die Wahrheit wissen. Sie hatte nie ein Mal auf dem Arm des mystischen Ritters gesehen, doch hatte sie auch nie seinen nackten Oberarm gesehen, genauso wenig wie sie ihren gesehen hatten. Sie verbarg das Mal des Schicksals stets unter ihrer Kleidung und so auch Rohan.

Sie musste es versuchen, sie musste versuchen ihn auf ihre Seite zu bekommen. Wenn er wirklich ihr Sohn war, konnte er ihr sehr gefährlich werden, genauso wie Lugad. Die Königin brauchte beide auf ihrer Seite und so wie es aussah war die Familie für Rohan ein heikles Thema. Er wollte nicht gegen Lugad kämpfen, da er sein Bruder war. Wenn er rausbekam, dass sie, Maeve, seine Mutter war, würde er sicher gegen sie auch nicht mehr kämpfen können und das war ihr Trumpf und wahrscheinlich auch ihre einzige Chance.

Sie hatte lange damit abgeschlossen, dass sie ihr erstgeborenes Kind niemals sehen würde. Sie hatte sich gezwungen nicht mehr an diesen Verlust zu denken, denn das machte die stolze Frau schwach und diese Schwäche konnte sie bei ihrem Ziel nicht gebrauchen.
Doch diese Nachricht hatte sie aufgewühlt, weshalb sie aus dem Thronsaal gegangen war und ihre Räume aufgesucht hatte. Sie wollte lästige Fragen von Torc, Mider und den anderen vermeiden.

Tief in ihr waren diese Muttergefühle und dieser Schmerz den sie damals empfunden hatte noch vorhanden, doch sie hatte diese Gefühle vor langer Zeit verdrängt, zusammen mit der Hoffnung, jemals ihr Kind zu sehen.
Ausgerechnet Rohan, ihr größter Widersacher sollte dieses Kind sein, welches sie so lange vermisst hatte?

Die Königin erhob sich von dem Bett und lief hin und her. Sie konnte gerade keine Ruhe finden. Sie war zu aufgewühlt und zu unruhig gerade.
Kells zu erobern hatte oberste Priorität. Da war kein Platz für Sentimentalitäten. Sie hatte knallhart sein müssen und das war sie auch nicht bereit einfach aufzugeben.
Dennoch. Rohan auf ihrer Seite wäre der sichere Sieg für Temra.
Ohne ihren großen Helden Draganta, der meistens ihre Kräfte für sie entschied waren die anderen mystischen Ritter aufgeschmissen, zumal ihr fünfter nicht da war.

Es war egoistisch von ihr, ihren vermeintlichen Sohn dazu zu benutzen, doch hatte sie keine Wahl, wenn sie nicht bald als Sklavin ihr Dasein fristen wollte und wer weiß. Wenn sie endlich Kells hatte und Mider Tir Na Nog, dann würde sie vielleicht auch ihre Muttergefühle wieder bekommen, die sie selber verdrängt hatte, da sie keine Hoffnung mehr gesehen hatte, ihr Kind jemals zu sehen, geschweige denn es in die Arme schließen zu können.
Sie war kalt geworden und hatte nur ihr Ziel vor Augen gehabt. Das zu bekommen was ihr gestohlen worden war, denn Kells war ihr Geburtsrecht und ihr Kind wurde gestohlen, das war einfach zu viel gewesen für Maeve.

Sie hatte nicht mal wirklich mütterliche Gefühle für Lugad. Sie hatte ihn in Nemains Obhut gegeben, damit sie ihren Willen bekam und ein Kind von Maeve bekam, wenn schon nicht ihr erstes.
Sie hatte bei ihm nicht mehr den gleichen Fehler gemacht, sie hatte das Kind in ihrem Bauch gehabt, doch nicht mehr solch eine enge Bindung zu ihm zugelassen, da sie gewusst hatte, dass sie es nicht behalten würde. Es war besser so gewesen. Aus Lugad hatte ein starker Krieger werden sollen, damit sie ihr Ziel eines Tages erreichen würde. Der Halbdämon war ihre Geheimwaffe und sie hatte ihn schließlich geholt, als es nicht mehr anders ging und sie alles andere bereits versucht hatte, doch immer hatte sie verloren und versagt.
Die Königin von Temra hatte sich gefragt ob Nemain nicht auch ihr erstes  Kind hatte, es gestohlen hatte, um doch noch ihren Willen zu bekommen, doch dies war wohl nicht so, denn Rohan war in Kells aufgewachsen. Die ganze Zeit hatte sie ihren Sohn vor der Nase gehabt, ohne zu ahnen, wer er wirklich war.

Maeve wusste nicht was sie fühlen sollte. Sie war schon etwas überfordert mit dieser Situation, auch wenn sie es sich vor Lugad nicht hatte anmerken lassen, als er ihr dieses Geheimnis anvertraut hatte.
Ja, man sollte sie nicht so sehen. Sie würde nun nicht weich werden, denn sie hatte ein Ziel und dieses galt es zu erreichen.
Sie musste nur Rohan sagen, dass sie seine Mutter war und dann würde alles ein Ende haben, denn er würde dann sicher nicht mehr gegen sie kämpfen können. Die Familie war Rohans wunder Punkt und wenn Draganta nicht mehr ihr Feind war, würde alles einfacher werden.
Doch erst einmal musste sie ihn dazu bekommen hier her zu kommen, damit sie ihm dieses Geheimnis anvertrauen konnte.

Das würde sie mit einem einfachen Zauber schaffen, doch nicht jetzt. Nicht heute. Sie brauchte erst einmal Zeit diese Neuigkeit zu verdauen.
Die Königin ging zu ihrem Schrank und öffnete diesen. Sie nahm ein kleines Kästchen heraus und ging damit zu ihrem Bett. Vorsichtig ließ sie sich auf das Bett sinken und strich sanft über das Kästchen, ehe sie es öffnete und eine Locke hevorholte und gedankenverloren darüber strich. Das war das einzige, was ihr von ihrem Kind geblieben war, ehe man es ihr genommen hatte. Sie hatte es aufgehoben und in den Tiefen ihres Schrankes versteckt, damit es niemand finden konnte.

Ein Seufzen verließ ihre Kehle und nahm ein kleines Tuch ebenfalls heraus. Mit diesem hatte das kleine Baby immer gespielt, doch es lag auf dem Boden, als sie wieder gekommen war und das Baby fort war. Sie hatte nur diese Erinnerungsstücke und immer wenn das Baby stärker in ihre Gedanken gekommen war, hatte sie dieses Kästchen heraus geholt, sich aufs Bett gesetzt und hatte sie betrachtet.
Doch schon lange hatte sie es nicht mehr getan, da ihr Ziel mehr Priorität gehabt hatte und sie keine Zeit für Sentimentalitäten gehabt hatte, aber nun war dieser Gedanke an ihr Kind natürlich wieder präsent.

Ein leichtes Lächeln umspielte kurz die Züge der stolzen Königin. Wenigstens war ihr Kind der stärkste mystische Ritter. Mit ihm an ihrer Seite würde sie Kells auf jeden Mal bekommen, bevor die Zeit gegen sie ablief. Das war immerhin eine gute Nachricht. Sie packte die Sachen wieder zurück in das Kästchen und verschloss es sanft, ehe sie es wieder an seinen Platz stellte und den Schrank schloss.
Ihr Entschluss war gefasst. Nun musste sie Rohan nur noch davon überzeugen die Seiten zu wechseln, doch sie war sich sicher, dass sie dies schaffen würde und dann würde sie endlich ihr Geburtsrecht bekommen.
Die Zeit war bald da. Es würde nicht mehr lange dauern, bis Maeve ihr Ziel erreichen würde, da war sie sich sicher.
Die dunkelhaarige Frau wandte sich vom Schrank ab und verließ ihre Räume um sich frisch zu machen und Bettbereit zu machen.
Morgen würde ein großer Tag werden.
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