Wie das Leben spielt

von kweenron
KurzgeschichteAllgemein / P6
OC (Own Character) Puma D. Ace / Gol D. Ace
18.10.2015
18.10.2015
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Hallo meine lieben, treuen Leser.
Das hier ist ein älterer One Shot, denn ich einmal der lieben Elize- geschickt habe. Da meine Schreibblockade immer noch nicht vollständig überwunden ist, dachte ich mir ihn zu posten - auch sie hat mich auf die Idee gebracht.
Also habt viel Spaß damit!

<3

Er sah sie vor sich hin trotten. Ohne einen Funken Fröhlichkeit oder Enthusiasmus.
Vielleicht lag es an der Tatsache, dass es der erste Schultag der 10. Klasse war - Er konnte nur spekulieren.
Er hatte das Glück seit drei Jahren in einer Klasse mit ihr zu sein, jedoch hatten sie nie mehr als nötig miteinander geredet. Seine Freunde mochten sie nicht, warum auch immer, es musste vor seiner Zeit auf dieser Schule vorgefallen sein. Jedenfalls gehörte er zu den "Coolen" Jungs der Klasse und sie war eine Außenseiterin. Es waren ausgerechnet die Gruppen, die nie etwas miteinander zu tun hatten. In Gruppenarbeiten hatten sie manchmal Kontakt gehabt. Er stehts cool und desinteresiert, damit seinen "Freunden" nicht auffliehl wie er sie bewunderte. Sie hatte ihre Launen ausgelebt, manchmal genervt, aufgeregt oder auch kontaktfreudig und offen. Er bewunderte sie. Ihre Launen, ihre Haare und ihre Augen. Ja, ihre wunderschönen blauen Augen. Manchmal sah er in ihnen das Meer, manchmal den Himmel, wenn er vorsichtige Blicke wagte.
In den Ferien hatte er sich mit ein paar seiner Gruppe gezangt und deshalb war es nun seine Chance mit ihr in Konakt zu tretten. Mit ihr.
Extra hatte er gewartet, bevor er das Gebäude betretten hatte, nur um den Platz neben ihr zu ergattern. Schon beim ersten Blick hatte sein Herz begonnen schneller zu schlagen. Ihre Haare trug sie wie immer, geglättet zum Seitenscheitel. Ein weißes Top mit der Aufschrift "Keep Calm and Fuck you" zierte ihren Oberkörper und eine schwarze Leggins ihre Beine. Sicherlicht hatte sie keine Model Figur, doch für ihn war sie vollkommen.
In diesem Moment betrat sie das Klassenzimmer und dem Anschein nach waren sie die ersten. Für einen Moment schien sie sich zu fragen, ob dies der richtige Raum war, denn sie hielt in ihrer Bewegung inne. Dann ging sie weiter, in die zweite Reihe gegenüber dem Lehrerpult und setzte sich an die Wand, neben dem hüfthohem Schränkchen. Also sie aufsah bemerkte sie ihn. Den gutaussehnden Schwarzhaarigen, der immernoch in der Tür stand und sich nun in Bewegung setzte. Das helle Licht von draußen ließ sie Sommersprossen auf seinen Wangen tanzen, während er seinen Rucksack neben ihrem Platz fallen ließ und sich lässig gegen den Tisch lehnte.
"Hei." Sagte er. Hei. Einfach nur Hei. Was sollte sie jetzt schon sagen?
Es war ein sehr zögerliches und unsicheres "Hei". Wie sollte es auch anders sein? Seine Clique hatte immer über sie gelästert, auch wenn er sich so gut wie möglich im Hintergrund gehalten hatte. "Hast du dich im Platz geirrt?" fragte sie dann. Schon zu Anfang des wichtigsten Schuljahres ihres Lebens wollte sie nicht Mitten in der Hölle landen.
"Mein Navigationsgerät hat mich genau hier hin geführt." Antwortete er scherzend und für einen Moment huschte ihr ein Lächeln auf die Lippen.
"Ach so ist das." Daraufhin enstand eine Stille, in der sie sich auf den Tisch gegeüber von ihm setzte. Betrachtete ihn und blieb für einen Moment an seinen Augen hängen, bevor sie schnell nach draußen blickte.
"Wie waren deine Ferien?" Das war nichts was er normalerweiße sagen würde, das war nicht cool oder lässig, auch wenn er versuchte es so klingen zu lassen.
"Ganz okay, deine?" Sie verschluckte sich fast an den Worten, während sie darüber grübbelte, ob das gerade wohl wirklich passierte oder ob er sie nur verarschte um sich am Ende über sie und ihre Naivität lustig zu machen.
"Waren cool." Was für ein anspruchsvolles Gespräch. "Denkst du wir haben wieder Schunkler als Klassenlehrer?"
"Sicher, neunte und zehnte sich es meistens die gleichen Lehrer. Also warscheinlich auch Heber in Geschichte. Nur wenn wir in Deutsch bekommen würde ich gerne wissen, nachdem Herr Drogan letztes Jahr gegangen ist." Herr Drogan war der gutaussehende Referendar gewesen, alle - insbesondere der weilbliche Anteil der Klasse - hatten ihn sehr gemocht. Er war cool gewesen, nicht so alt wie die anderen Lehrer und viel persönlicher. Auch sie hatte ihn gemocht.
"Hoffendlich niemand, der stresst." So ging das anspruchsvolle Gespräch weiter während die anderen Schüler eintruddelnten und schließlich Herr Schunkler den Raum betrat und sich als Klassenlehrer vorstellte.
"Zuerst würde ich gerne wissen, wie es mit euren Bewerbungen aussieht. Könnte bitte jeder einen Satz dazu sagen?" In diesem Moment erlosch das Leuchten in ihren Augen, ihre Haltung wurde verkrampft und angespannt. Sie senkte den Kopf und faltete nervös die Hände ineinander.
"Ace?"
"Ja?" Er schüttelte die Verwunderung ab und riss sich von ihr los. "Ich habe noch keine feste Zusage."
"Und als was hast du dich beworben?"
"Als dies und das. Mechatoniker, Industriekaufman und sowas. Alles Querbeet."
"Sehr gut, und du Ronja?"
"Beworben habe ich mich als Industirekauffrau, Werkstoffprüferin und - mehr oder weniger freiwillig - als Mechatronikerin. Allerdings habe ich noch nicht wirklich eine Rückmeldung."
"Das wird schon." Und er ging zum nächsten Schüler über. Sie tat ihm Leid. Das Thema schien ihr zu missfallen.
Die nächste Stunde war eine Freistunde und Ace zerrrte sie Braunhaarige aus dem Klassenzimmer nach draußen an die angenehme Spätsommer Luft.
"Ich habe doch gesagt, dass ich nicht raus will. Was soll ich den hier? Hier kann ich nicht mal schreiben oder sowas."
"Deine Bewerbungen laufen wohl nicht so gut, was?"
"Lass stecken. Wenn du mich damit Ärgner willst, dann such dir jemand anderen."
"Nein, nein, so war das nicht gemeint!" platze die Wahrheit aus ihm heraus.
"Ach nein?" Sie betrachtete die schwarzen Strähnen, welche sein Gesicht umrahmten.
"Nein, ehrlich nicht. Ich merke nur, wie das Theme dich negativ stimmt."
"Wow, wer bist du und was hast du mit Ace gemacht? Kommt jetzt der Poet in dir durch?" sagte sie mit ernstem Ton "Woher kommt den diese gehobene Sprache?" Er muste grinsen.
"So wahrlich, in jedem menschlichen Wesen möchte ein Poet stecken. Die einen verstehen es nur ihn sicher zu verwahren."
"Okay, hör auf damit." ein Schmunzeln schlich sich ein. "Da bekommt man ja Angst."
"Führchtet euch nicht, gnädiges Fräulein. Ich bin nach wie vor der Ritter in der Not, welcher euch vor allen gespenstigen Figuren der Dunkelheit schützen würde. Sowahr ihr mir diese Dienste erlaubt."
"Entweder" lachte sie nun "du hörst sofort auf damit, oder du kannst in Zukunft Selbstgespräche führen."
Da war es wieder. Das Leuchten. Das Licht hinter ihren Augen, dass heller strahlte als die Sonne. Er beschloss, diese Licht zu beschützten und es keinen nehmen zu lassen.
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