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The Lying Game Staffel 3: Geheimnisse, Lügen und Verrat

von mariner
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / Het
Emma Becker Ethan Whitehorse Rebecca Sewell Sutton Mercer Ted Mercer Thayer Rybak
17.10.2015
21.03.2016
32
36.493
2
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17.10.2015 1.017
 
I KNOW WHAT YOU DID LAST SEASON (TEIL 1/3)


Dan stürmte auf das Dach, ein Kader Polizeibeamter direkt hinter ihm, von denen viele ihre Waffen gezogen hatten. Immerhin waren viele von ihnen bei Theresas Gedenkfeier gewesen. Er sah eine einzelne Person neben dem Loch im Dach stehen und jede Waffe in der Gruppe richtete sich auf sie. »Keine Bewegung!«, bellte er.

Er konnte sehen, dass es Rebecca war. Sie zitterte und stotterte. »Er ist gesprungen... ich habe das nicht getan... ich drohte, ihn zu entlarven... er meinte, dass er sicherstellen würde, dass ich weggesperrt werde... ich habe nichts getan...«

In dem Wissen, dass sie wahrscheinlich Theresa getötet hatte, stellte sich Dan eine Kugel, die in ihren Kopf eindrang, vor, die Befriedigung, sie für alle Zeiten fort zu sehen. Doch das war nicht die Art und Weise, auf die er es tun sollte. Das wusste er. »Keine Bewegung«, wiederholte er. Er trat hinter sie und legte ihr Handschellen an. »Rebecca Sewell, Sie sind verhaftet wegen der Morde an Derek Rogers, Theresa Lopez... und Alec Rybak.«

~


Eine große Gruppe von Leuten stand draußen. Vielen war danach zumute, als sollten sie nicht hier sein, und begannen, davon zu fahren. Ted, Kristin, Sutton und Laurel waren dicht am Rettungswagen, als die Leiche hinein geladen wurde. Alec war am Tatort für tot erklärt worden.

Kristin blickte Ted an. »Ich sollte die Mädchen nach Hause bringen.«

»Okay«, sagte Ted kurz. Er hielt betreten inne, das Gefühl habend, als sollte er noch mehr sagen. »Solltest du irgendwas brauchen...«

»Danke.« Kristins Antwort war knapp, nüchtern. Er hatte das Gefühl, dass sie ihr Bestes tat, vor ihm keine Schwäche zu zeigen. Sie schaute sich nach Sutton und Laurel um. »Ich hole das Auto.«

Sutton rückte näher an ihren Vater heran, in gedämpften Tönen sprechend. »Was ist mit Emma?«

»Nicht jetzt«, entgegnete Ted. Sutton setzte an zu protestieren, und er schüttelte bestimmt den Kopf. »Nicht jetzt. Deine Mutter hat genug, worüber sie heute Nacht nachdenken muss, wir wollen nicht auch noch das auf ihr abladen. Wir sagen ihr es ein andermal.«

Schweigen fiel über die Menge. Sutton drehte sich um, um zu sehen, wie Rebecca in Handschellen von Dan und zwei uniformierten Beamten zu einem Auto geführt wurde. Rebecca wandte sich zu ihr und begegnete ihrem Blick. Sutton konnte nicht sagen, ob ihre Mutter sie anklagte oder um Hilfe bat. Sie schaute weg, ihren Blick nicht hebend, bis Rebecca im Auto außer Sicht war.

Ethan war auf einmal hinter ihr. »Jemand sollte das Emma erzählen«, bemerkte er.

»Nun, du eignest dich meistens am besten dafür«, entgegnete Sutton. Sie registrierte Ethans unbehaglichen Gesichtsausdruck und verdrehte die Augen. »Aber wenn das ein zu großes Problem für dich ist...«

»Okay, ich verspreche nichts«, insistierte Ethan. »Aber... ich sehe, was ich tun kann.«

Laurel blickte sich in der Gruppe um. »Wo ist Mads?«

Sutton schaute sich ebenfalls um. Mads war nirgendwo zu sehen.

~


Emma saß in der Hütte, der leise Klang des Fernsehers das einzige für sie vernehmbare Geräusch. Sie gewöhnte sich an die Abgeschiedenheit und war sich bewusst, dass sie sich sogar noch mehr damit würde anfreunden müssen. Es schmerzte, die Mercer-Familie zu verlassen, doch es war besser als in einer Pflegeunterbringung zu sein, und angesichts der Tatsache, dass die halbe Stadt wusste, dass sie hier war, würde sie an Besuchern nicht zu kurz kommen.

Sie fragte sich, was auf der Gedenkfeier geschah. Hatte Ted Kristin von ihr erzählt? Würde Kristin sie richtig kennenlernen wollen oder wollen, dass sie die Stadt verlässt? Was war mit Ethan... Ethan, der, nach seinen Äußerungen zu urteilen, als sie ihn das letzte Mal gesehen hatte, sie wahrscheinlich nie wieder mit ihr reden wollte? Sie dachte auch an Thayer: Sie hätte ihn nicht verlassen sollen, während er aufgebracht war, aber etwas hatte ihr gesagt, dass es das Beste wäre, dass er alleine sein musste, um die Dinge zu verarbeiten.

Das nachdrückliche Klopfen an der Tür schreckte sie auf und sie wunderte sich, wer es war. Wusste jemand über sie Bescheid? Wussten jetzt alle über sie Bescheid? Oder war etwas Anderes passiert?

Sie öffnete die Tür und sah Mads dort stehen. Das Gesicht ihrer Freundin war tränenüberströmt, doch es flossen immer noch mehr ihr Gesicht hinab. Emma glaubte, noch nie jemanden so aufgelöst gesehen zu haben. »Mads, was ist los?«

Mads sagte nichts. Sie sank einfach in Emmas Armen zusammen, verzweifelt schluchzend. Emma hielt sie bloß so und bot ihr Trost für was auch immer sie so zugerichtet hatte.

~


Kristin stand in der Mitte des Wohnzimmers, als Sutton und Laurel das Haus nach ihr betraten. Sie hatte kaum ein Weg gesagt auf dem Weg nach Hause, ihre Gefühle weiterhin eindeutig unterdrückend. Für mehrere Augenblicke herrschte Schweigen, dann drehte sich Kristin um, um sich den Mädchen zuzuwenden. »Ihr, äh, geht jetzt lieber mal ins Bett, es wird spät.«

Laurel sah aus, als wollte sie etwas sagen, dann murmelte sie zustimmend und steuerte auf ihr Zimmer zu, Sutton direkt hinter sich. Sobald sie außer Hörweite waren, blieb sie stehen. »Denkst du eine von uns sollte mit ihr reden?«

Sutton schaute zurück zu Kristin, die in einen Stuhl gesunken war. »Sie kommt schon klar«, meinte sie abweisend.

»Emma wüsste, was zu tun ist.« Laurel blickte Sutton für einen Moment an und seufzte schließlich resigniert. »Ich seh dich dann morgen«, entschied sie und ging in ihr Zimmer.

Sutton sah frustriert erneut zu Kristin. Sie musste nun Emma sein? Warum hatte ihre Zwillingsschwester die Messlatte so hoch gesetzt? Sie holte tief Luft und lief zu ihrer Mutter herüber, sich neben ihren Stuhl stellend. »Wenn du gerne über die Sache reden willst...«

Kristin schenkte ihr ein kurzes Lächeln. »Ist schon gut.«

»Weil, ich mein, Alec war dein Freund und du warst ziemlich nah dran, eine Affäre mit ihm zu haben, also...«

»Sutton, es ist schon gut«, sagte Kristin fest. »Aber danke.«

»Richtig. Okay.« Sutton zögerte. »Hab dich lieb.« Die Worte fühlten sich seltsam in ihrem Mund an, dennoch hatte sie den Eindruck, dass sie sie ernst meinte. Sie machte sich auf zu ihrem Zimmer.

Hinter ihr vergrub Kristin ihr Gesicht in ihren Händen und schluchzte.
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