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Göttliches Verlangen - Alte Zwietracht

von Fenikkusa
Kurzbeschreibung
GeschichteRomance, Fantasy / P18 / Het
12.10.2015
04.04.2019
73
190.039
41
Alle Kapitel
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10.11.2018 2.730
 
Göttliches Verlangen - Alte Zwietracht


Als ich hörte, wie meine Zimmertür aufgeschmissen wurde, zog ich mein Headset vom Kopf und drehte mich mit dem Stuhl herum. Vor mir stand meine beste Freundin und WG Mitbewohnerin, Freya Vesic. Ihr Gesichtsausdruck war düster, ihre blauen Augen funkelten mich erzürnt an und ihr blondes, lockiges Haar stand wirr ab. Zudem war sie komplett durchnässt. Ihre sonst so farbenfrohe, sehr weibliche Kleidung klebte an ihrem Körper und sie atmete leicht erschwert.

„Freya?“, begann ich vorsichtig fragend, doch sie ließ mir keine Chance weiter zu sprechen und fuhr mir sauer und impulsiv wie sie war, über den Mund: „Lucia! Als ob mein Tag nicht schon schlimm genug gewesen wäre! Nein! Jemand gewisses musste die Wohnung ja in einen grauenvollen Zustand versetzten! Eigentlich solltest du aufräumen und es nicht schlimmer machen! Zuerst komme ich zu spät zur Uni, dann passieren mir tausend dumme Dinge und dann laufe ich heim und es regnet in Strömen, während ich versuche dich zu erreichen und du gehst nicht an dein Handy und dann falle ich hier über alles Mögliche, bis ich endlich dein dunkles, total verschanztes Zimmer erreiche, wo du am Zocken bist, nichts hörst und nicht an dein scheiß Handy gehst!“
„Einen Moment noch, Freya. Ich mache den Raid noch fertig. Dann hast du meine volle Aufmerksamkeit“, antwortete ich trocken, setzte mein Headset wieder auf und kehrte ihr den Rücken zu.

Ich musste nichts hören und sehen, um zu wissen, dass Freya am Schimpfen war, doch das sie meine Zimmertüre erzürnt hinter sich zuschlug, bekam ich trotz allem mit. Es war kaum zu überhören gewesen, selbst durch die Headsets. Als ich den Raid beendet hatte, loggte ich mich aus, zog mein Headset vom Kopf und schaltete meinen Rechner aus. Dann machte ich mein Licht an, zog die Rollläden hoch und betrachtete stumm das Unwetter, welches draußen tobte. Der Himmel war pechschwarz und es blitzte und donnerte. Die Bäume nahe der Straße beugten sich dem Wind und der Regen prasselte gegen meine Fensterscheibe, während sich kleine Bäche über die Straße und den Gehweg schlängelten. Anschließend schob ich das ganze sinnlose Zeug von meinem Schreibtisch auf den Boden. Es handelte sich dabei um Pfandflaschen, Stifte und vereinzelte Blätter. Den Kram, der nun auf dem Boden, bei meinem anderen Zeug lag, schob ich erst mal gekonnt mit einem Fuß in eine Ecke und prüfte dann mein Handy.

„Sieben entgangene Anrufe von Freya und gefühlte tausend Nachrichten“, murmelte ich schuldbewusst und seufzte zu mir selbst: „Vielleicht hätte ich mal auf mein Handy schauen sollen, statt zu zocken…“

Leise öffnete ich meine Zimmertür und horchte. Ich hörte ein leises Weinen aus dem Wohnzimmer kommend und tapste dorthin.

Was hat sie nur? Das Freya schon immer sehr emotional war, weiß ich, aber das ist auch für sie zu viel des Guten...Da steckt mehr dahinter.

Ich kämpfte mich durch unsere Unordnung, oder besser gesagt durch meine Unordnung, die Treppe hinab, bis ins Wohnzimmer, wo ich Freya auf dem Sofa kauernd vorfand. Sie hatte sich zusammengerollt und man konnte deutlich erkennen, dass sie weinte. Mir war durchaus bewusst, dass ich einiges verwüstet hatte, doch das aktuelle Chaos im Wohnzimmer stammte nicht von mir. Freya musste in ihrer Rage einfach Dinge gegriffen und in verschiedene Ecken gedonnert haben, woraus ich schloss, dass sie wirklich am Ende sein musste. Ein mitfühlendes Lächeln schlich sich über meine Lippen, ehe ich mich vorsichtig zu ihr setzte und ihr beruhigend über den Rücken streichelte.

„Hey Süße nicht weinen“, meinte ich heiser und zog meine beste Freundin sanft in meinen Arm.
„Geh weg! Du bist so scheiße, weißt du das eigentlich?!“, fragte Freya vollkommen zerstört, die mich mit ihren geröteten Augen verheult anblickte.
„Ist mir nicht neu“, grinste ich frech und fügte an: „Du wolltest mit mir zusammenziehen. Du wusstest, worauf du dich einlässt und das ich eine Macke habe. Wer sonst, außer mir, kann mit so viel Elan tagelang hinter dem Bildschirm hängen und zocken oder sich anderweitig beschäftigen und dabei gekonnt Arbeit und andere Menschen ignorieren?“
„Du bist manchmal einfach unausstehlich, Lu!“, fluchte Freya weiter, war mir aber schon lange nicht mehr böse und musste sogar kurz etwas lächeln.
„Okay, ich gebe es ja zu. Ich hätte die Sachen vielleicht unter dem Sofa verstecken sollen, statt gar nichts zu tun. Ich hätte so tun sollen, als hätte ich mein Handy gehört und dir grade dreist ins Gesicht lügen sollen, dass ich nicht rangehen konnte, weil ich geputzt habe. Aber du weißt, dass ich krank bin und ich dich niemals anlüge. Ich hätte auch nicht deinen Pudding essen sollen, aber ich hatte Hunger“, seufzte ich und strich beruhigend durch Freyas Haar.
„Du hast meinen Pudding gegessen?!“
„Nein...Habe ich Pudding gesagt?“, fragte ich unschuldig kichernd.
„Lucia, du…“, sie brach ab, da sie lachen musste und schlug mich einfach nur.
„Dir ist klar, dass das kein bisschen weh tut, oder?“, lachte ich verspielt und ließ mich schlagen, wenn man das überhaupt so nennen konnte.

Immerhin hatte ich es wirklich verdient und das sah ich auch ein. Ich hatte Freya das Leben heute echt unnötig erschwert.

„Ja, weiß ich, aber es ist mir egal! Nicht jeder kann so ein großes, unkaputtbares Etwas sein wie du!“
„Wenigstens lachst du wieder. Und jetzt erzähl mir, was los ist“, forderte ich sie auf und zog den schwarzen Rundschal um meinen Hals etwas fester.
„Ach weißt du Lu...Heute war einfach alles scheiße und ich wollte dich auch nicht so behandeln, aber du hast das Fass einfach zum Überlaufen gebracht...Es tut mir leid, Lu...“
„Das weiß ich doch und das heute alles scheiße bei dir ist, weiß ich auch schon, das habe ich mitbekommen. War nicht zu überhören“
„Klappe Lu! Schieb dir deinen triefenden Sarkasmus sonst wo hin...Erst habe ich mein ganzes Zeug vergessen, Geld, Laptop, Bücher und so weiter, du solltest es mir bringen, bist aber nicht an dein Handy gegangen. Dann bin ich in Lukas rein gerannt und er hat mir aufgeholfen. Die ganzen Studentinnen haben mich tötend angeschaut, weil er ja der Player und Schwarm schlechthin ist und sie meinten, ich würde mit ihm flirten und dann, grade auf dem Heimweg, habe ich meine Laune an Zach raus gelassen, bis er aufgelegt hat…“, erklärte Freya und war den Tränen wieder nahe.
„Es tut mir leid, Freya, aber du weißt, dass wenn ich krank bin, ich mich meistens am Rechner beschäftige und nicht ansprechbar bin. Du weißt ebenfalls, was ich von Lukas halte. Komm mir nicht mit dem an. Außerdem wissen die anderen Studentinnen doch alle, dass du seit, keine Ahnung, vier Jahren? Mit Zach zusammen bist. Warum solltest du also mit Lukas flirten? Die sind doch dumm. Das mit Zach wird wieder. Es ist doch immer so…Ihr streitet selten, aber wenn ihr mal streitet dann so richtig...Dann geht ihr euch auf den Sack, zickt beide rum und ignoriert euch und danach heult ihr und sagt ihr euch, dass ihr euch liebt und dann ist alles wieder gut. Wenn ihr euch irgendwann trennen solltet, verliere ich den Glauben an die Menschheit endgültig“, lächelte ich aufmunternd und tätschelte Freyas Kopf beruhigend.
„Fünf Jahre. Es sind mittlerweile fünf Jahre, Lu“
„Entschuldigung. Ich mache mir ein Kreuz im Kalender“, lachte ich und hob beschwichtigend beide Hände, woraufhin Freya mir wieder eine verpasste, weil ich sie wieder ärgerte.
„Du bist die beste, Lu“, lächelte meine beste Freundin mich dann an und fuhr fort: „Aber meinen Pudding hast du nicht wirklich gegessen oder?“
„Ich weiß, dass ich die beste bin! Und doch, hab ich...“, gestand ich kleinlaut und sprach schnell weiter: „Warte hier, ruf Zach an und vertragt euch wieder. Ich gehe dir einen Pudding kaufen."

Ich stand auf, schlüpfte in meine schwarzen Sneakers, griff meinen Schlüssel und ging zur Tür.

„Lucia Sommer! Wehe du verlässt mit deiner Erkältung dieses Haus ohne Schirm und Jacke!“, donnerte Freya mir nach, doch ich war schon raus gegangen und hatte die Tür zugemacht.

Der Regen prasselte auf mein langes, glattes, braunes Haar und ich lief, wie der letzte Assi, durch die Stadt. Die Straßen waren menschenleer und ich genoss die Ruhe und den jaulenden Wind. Mein schwarzer Kapuzenpullover und die schwarze Jogginghose waren schon bald genau so durchnässt, wie mein Haar und ich strich mir die pappenden Strähnen aus meinen grünen Augen. Ich genoss das kalte Wasser auf meiner vor Fieber glühenden Haut und beobachtete lächelnd die kleinen Wasserläufe, die sich ihren Weg bahnten und im mich herum schlängelten. Schließlich erreichte ich den nächsten Supermarkt und wurde von oben bis unten von jedem einzelnen gemustert. Mein Anblick war offensichtlich kein schöner und ich tropfte vor mich hin, während ich einfach finster zurück starrte. Als keiner hinschaute, wurden meine Schritte etwas schneller und ich rutschte grinsend auf meinen nassen Schuhen über den gefliesten Boden, bis zu den Puddings.

Ich bin so ein Spielkind...

Dort angekommen griff ich nach einem extra großen Schokopudding für Freya und ging dann normal, wie eine zivilisierte, junge Dame zur Kasse und bezahlte. Ich wollte gerade den Supermarkt verlassen, als ich erkannte, wie ein schwarzhaariger Mann mit eisblauen Augen auf mich zusteuerte.

Nicht Lukas Alizee. Der hat mir gerade noch gefehlt. Erst diese Erkältung, dann Freyas Tränen und jetzt der, wobei der das durchaus größte Übel ist.

Ich wollte einfach an ihm vorbeigehen, doch er hielt mich zurück.

„Was?“, fragte ich barsch und blickte ihn warnend an.
„Lucia…Tut Freya noch etwas weh? Ich habe sie heute aus Versehen umgelaufen, als wir beide nicht aufgepasst haben“
„Nein, ihr geht es bestens. Mach du dir da mal keine Sorgen“, entgegnete ich kühl und ging einen Schritt zurück, damit ich mich nicht so klein neben ihm fühlte.

Ich war es gewohnt, mit meinen stolzen 183cm, genauso groß, wie die meisten Männer oder sogar noch größer zu sein, doch einige, komischerweise in letzter Zeit immer mehr Männer in meinem Umfeld, waren noch größer als ich und Lukas zählte dazu.

„Sicher, Lucia? Freya wirkte heute wirklich aufgelöst“
„Pass mal auf Lukas, wenn ich sage, dass es ihr bestens geht, dann ist das so! Stell meine Aussagen nicht infrage oder frag mich nicht, wenn du es eh besser weißt, da habe ich keinen Nerv für und so freundlich mir gegenüber brauchst du gar nicht erst zu tun! Ich weiß, dass du mich auf den Tod nicht ausstehen kannst und ich dich ebenfalls nicht“
„Ist ja gut, Lucia…Ganz ruhig...Willst du meinen Schirm? Du wirkst nicht wirklich fit und bist sehr nass. Freya kann ihn mir ja montags wieder mitbringen, da du…“

Noch nie jemanden gesehen der krank durch den Regen läuft? Idiot. Er gehört zu den Menschen, denen man sagen kann, dass man sie scheiße findet und es interessiert sie einfach nicht. Sie reden weiter. Außerdem, was hat er dauernd mit Freya? Verdächtig...

„Nein, danke. Jetzt macht es auch keinen Unterschied mehr. Ich bin eh schon nass bis auf die Knochen“, lehnte ich ab und ließ Lukas stehen.

Den Pudding unter meinem Pulli schützend, lief ich zurück nach Hause. Ich sah in der Ferne schon die Straße, welche ich nur noch überqueren und dann nach rechts abbiegen musste, um meine geliebte, warme WG zu erreichen. Mir wurde langsam aber sicher doch etwas mulmig und ich spürte, wie mein Fieber mir erklärte, dass dies eine dumme Idee gewesen war. So wie immer, wenn ich eine Idee hatte. Mein Körper glühte und ich nahm die Kälte des Regens nicht mehr wirklich wahr. Ich begann zu laufen. Die Fußgängerampel zeigte rot, was mich kein bisschen störte. Ich schaute links und rechts. In der Ferne erkannte ich ein Auto, doch ich schätzte den Abstand als ausreichend ein und lief einfach über die Straße. Meiner Meinung nach war noch mehr als genug Platz, doch der Fahrer hupte mich trotzdem an, auch wenn er nicht mal abbremsen musste. Ich blickte ihn kurz finster an, mein Gesicht blass und rot vom Fieber, schenkte ich ihm eine abfällige Handbewegung und störte mich nicht weiter daran. Zu Hause angekommen zerrte Freya mich schimpfend ins Bad und schmiss mir ein Handtuch zu. Danach verschwand sie in meinem Zimmer und suchte frische Sachen für mich raus.

„Lu? Wo sind deine Kuschelsocken?“

Sie weiß immer genau, was ich jetzt brauche. Ich freue mich auf meine dicken, flauschigen Socken. Freya ist so ein Engel.

„Schieb die Kleider und Jacken und so zur Seite, dahinter ist das Sockenfach“, rief ich zurück.

Wenige Sekunden später warf Freya mir trockene Klamotten zu. Ich schloss die Badezimmertür, trocknete mich ab und zog mich um. Dann brachte ich meiner besten Freundin ihren Pudding.

„Du bist so ein Idiot, Lu“
„Warum das denn jetzt schon wieder? Ich habe nichts gemacht“
„Du sollst doch nicht immer so dumme Sachen machen! Dein Selbstzerstörungsdrang ist eindeutig zu hoch, was wenn dir etwas passiert wäre? Was wenn du zusammengebrochen wärst, irgendwo da draußen bei dem Unwetter?“
„Keine Sorge, um mich umzubringen, braucht es mehr als nur eine Grippe und ein bisschen Wasser“, lächelte ich Freya beruhigend an, während ich spürte, dass mein Körper genau das Gegenteil sagte.
„Am Arsch, Lu“, fuhr sie mich an und legte mir eine Hand auf die Stirn, ehe sie entsetzt feststellte, dass ich glühte.
„Jaja, Mama“, seufzte ich, ging an den Küchenschrank und nahm ein fiebersenkendes Mittel zu mir.
„So ist es gut Tochter“, lobte Freya mich lachend und verzehrte ihren Pudding.
„Hast du mit Zach gesprochen?“

Freya nickte freudig und mir fiel wirklich ein Stein vom Herzen. Die beiden waren wirklich süß zusammen und schon seit der Schulzeit zusammen. Durch das Studium hatten sich ihre Wege getrennt, doch nun führten die beiden eine sehr vorbildliche Fernbeziehung. Sie waren ein Paar, wie es im Buche stand und ich konnte Zach auch ganz gut leiden. Er war ein netter Kerl und passte gut zu Freya.

„Du? Lu?“, setzte meine beste Freundin zögerlich an und fuhr fort: „Ist es okay, wenn Zach in seinen Semesterferien für ein paar Wochen hier einzieht, also ab Morgen?“
„Das ist mir doch egal, solange ich euch nicht in jeder Situation hören muss“
„Was glaubst du eigentlich, wie laut wir sind?!"
„Keine Ahnung, ich weiß ja nicht, wie gut er ist“, grinste ich, woraufhin Freya ihren Löffel nach mir warf.
„Daneben“, bemerkte ich trocken, als er gegen die Wand flog und ich nicht mal ausweichen musste.
„Sowas liegt mir halt nicht...“
„Freyaaa“, quengelte ich, nachdem ich mich auf die Couch geworfen hatte und kopfüber herunter hing.
„Ja, Lu?"
„Mir ist langweilig“
„Toll!“, gab Freya ironisch begeistert zurück.
„Beschäftige mich!“, forderte ich, während ich durch das Fernsehprogramm blätterte.
„Lu, ich muss endlich meine Hausarbeit schreiben..."

Mein Blick schweifte über sie hinweg zur Uhr und dann wieder zurück zu Freya.

„Nein, musst du nicht“
„Doch Lu, muss ich“
„Nein, denn gleich kommt unser Lieblingsfilm im Fernsehen“
„Okay…Das…Das ist ein Argument…Morgen ist ja Wochenende…“, gab Freya nach und schmiss sich zu mir auf die Couch.
„Bist du scheiße, Freya? Ich habe auch ein Schmerzempfinden!“, beschwerte ich mich, als sie sich hatte auf mich fallen lassen.
„Na und? Du hältst das schon aus, Lu"
„Und wer steht jetzt auf und macht den Fernseher an? Und wer holt jetzt was zu trinken und die Chips?“
„Lu, geh du. Ich liege grade"
„Aber ich nicht oder was?! Niemals! Du gehst!"

Die Minuten vergingen, während wir herumlagen und uns anstarrten.

Wer sich zuerst bewegt verliert! Das ist ein ungeschriebenes Gesetz in dieser WG! Möge der Stärkere gewinnen!

„Lu?“
„Hm?“
„Wir sind so unglaublich faul..."
„Gut erkannt, Freya“
„Der Film fängt gleich an“
„Ich weiß…Wir brauchen eine Haushaltshilfe oder einen Butler…Nein einen Sklaven! Ein Sklave klingt gut, den muss man nicht bezahlen, den Rest schon...Wir sind arm...Wir sind Studenten..."
„Ja genau...Einen Sklaven. Was auch sonst?“, lachte Freya und trat mich von der Couch.
„Du blöde...“, murrte ich, als ich auf allen Vieren in die Küche krabbelte, mich an der Theke hoch zog, all das gewünschte Zeug sammelte und es ins Wohnzimmer schleppte.

Ich nahm die Fernbedienung mit auf die Couch und ließ mich halb auf meine kleine, zierliche, gebrechliche beste Freundin fallen. Ein gutes Stück ihrer stolzen 164cm war unter mir begraben.

„Boha, Lu!“, fluchte sie, als sie mich zu recht rückte und wir endlich beide bequem lagen.

Wir genossen unseren gammeligen Filmabend, bis wir vor dem Fernseher einschliefen und er sich irgendwann von selbst abstellte.



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Hierbei handelt sich um die Vorgeschichte zu Göttliches Verlangen-Alte Narben. Allerdings können beide Geschichten unabhängig voneinander gelesen werden :)
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