[Projekt ~ Oneshot-Alarm] No.1 - Komplexe

KurzgeschichteHumor / P12 Slash
Ran Fujimiya / Aya / Abyssinian Yohji Kudou / Ryo Ito / Balinese
12.10.2015
12.10.2015
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Disclaimer: Mir gehört nichts. Die Idee stammt aus dem Projekt. Lediglich der Text entspringt meinen Tasten und wirren Gedanken ^_~

A/N: Beitrag zum Projekt Oneshot-Alarm. 50 voneinander unabhängige Oneshots mit bestimmten Vorgaben, die der Reihe nach abgearbeitet werden müssen. Updates erfolgen unregelmäßig, je nach Laune...


~*~


 
OS 1: Im OS muss das ABC in Substantiv-Form vertreten sein; es müssen also mindestens 26 Substantive auftauchen, die das Alphabet abdecken – jawohl, auch X und Y müssen vorkommen ;-) aber die Reihenfolge des Alphabets muss nicht zwingend eingehalten werden



Komplexe




Gedankenverloren streifen seine Finger über den metallisch schimmernden Lack. Etwas Neues muss her... Etwas... Ausgefallenes. Etwas kraftstrotzendes, animalisches...
„Also ich weiß nicht...“, die kritische Stimme in seinem Nacken lässt ihn zusammenfahren. Warum nochmal hatte er ihn mitgenommen? Ach ja...
„Du kannst gerne gehen, Kudoh. Keiner hat dich gebeten, mir Gesellschaft zu leisten.“, knurrt er über seine Schulter und wirft dem älteren Assassin einen vernichtenden Blick zu. Yohji schnaubt belustigt und schiebt sich an ihm vorbei auf das hochglänzende Auto zu.
„Als ob man dich alleine ein Auto kaufen lassen könnte... Sieht man ja, was dabei rauskommt...“, er wirft einen Blick aus den gigantischen Fenstern auf den Parkplatz. Ayas weißer Porsche schaut schon ganz traurig. Vermutlich ahnt er sein Schicksal... oder eher sie? Yohji grinst.
„Wie kommts eigentlich, dass du ausgerechnet jetzt ein neues Auto kaufen willst? Irgendwas, das ich wissen sollte?“, unverhohlene Neugier steckt in seinen Worten und Aya schnaubt indigniert.
„Nichts, was ausgerechnet dich etwas angehen würde...“, Aya begibt sich in die Hocke und inspiziert die Alufelgen mit kritischem Blick.
„Aya... das ist genauso ein Tussiauto wie deines, dann kannst du es auch gleich lassen und die Sahneschnitte behalten.“, merkt Yohji an und grinst unverschämt über Ayas angefressenen Blick.
„Außerdem hat der noch Xenon... das ist total oldschool, kein Mensch kauft mehr ein Auto ohne LED... Schau mal, der da hinten, der ist toll!“
Der Weißleader verschränkt die Arme und folgt Yohjis ausgestrecktem Zeigefinger. Ein nachtschwarzes Ungetüm baut sich vor seinem Auge auf und er hebt ungnädig eine Augenbraue.
„Das sieht aus wie ein Quadrat, ich wollte etwas sportliches...“
„Der ist total sportlich! Und der Sound erst! Ein akustischer Orgasmus! Damit kriegst du jeden... äh, jede Tussi rum! Purer Sex auf vier Rädern!“, enthusiastisch nickend schiebt Yohji Aya auf das blitzende Gefährt zu. Zweifelnd hebt der Rothaarige eine Braue.
„Sehe ich aus, als hätte ich einen Minderwertigkeitskomplex? Ich will nur ein neues Auto, Kudoh!“, faucht Aya aufgebracht und Yohji mustert ihn langsam von oben bis unten.
„Naja... ich will dir ja nicht zu Nahe treten, aber... vielleicht ein Problem mit deiner Männlichkeit?“
Ayas Kinnlade klappt schockiert nach unten, bevor er sich schnaufend abwendet.
„Du hast echt nen Vogel! Sei froh dass wir in der Öffentlichkeit sind!“, knurrt er giftig und Yohji hebt abwehrend die Hände.
„Hey, entspann dich. Mach mal lieber wieder ne Runde Yoga, anstelle von deinen Katas...“, Aya verdreht die Augen und spart sich eine Antwort. Pah! Ein Problem mit seiner Männlichkeit! Woher denn??
„Der hat total Charakter. Und schau mal, die Innenausstattung... ein Traum!“, lässt Yohji sich nicht beirren und reißt die Fahrertür auf. Aya seufzt ergeben und schiebt sich auf den Sitz.
Ja, okay... so schlecht ist er wirklich nicht. Sein Porsche ist zwar erst drei Jahre alt, doch... gewisse Umstände nötigen ihn dazu, sich ein neues Auto zuzulegen. Aber Yohji muss ja nicht alles wissen. Und vermutlich hat der Ältere tatsächlich zielsicher das perfekte Auto heraus gesucht.
Ein Bulle... pure Kraft, monströs und beeindruckend. Ein schmutziger, feuchter Traum in Alu, Chrom und Leder...
Ob er etwas ahnt? Nein, gewiss nicht... Aya schiebt die Brauen zusammen und mustert ihn kritisch, bevor er sich wieder auf seine Inspektion konzentriert. Yohji beobachtet ihn amüsiert und Aya versucht das ungute Gefühl auszublenden, dass dieser inquisitorische Blick doch etwas bedeuten könnte.
Ja, doch... es ist zwar ein heftiger Sprung von weißer Stute auf schwarzen Stier, aber es erfüllt vermutlich seinen Zweck. Nicht das er irgendetwas damit bezwecken wollen würde, er braucht lediglich eine Abwechslung! Genau. Ein neuer Lebensabschnitt. Frauen schneiden sich die Haare, er kauft sich eben ein neues Auto. Völlig legitim und unauffällig. Zusammenhänge mit unpassenden Kommentaren gewisser Personen sind absolut ausgeschlossen und werden vehement abgestritten!
Leise Wut köchelt in ihm hoch... diese Demütigung... Oh, aber damit ist jetzt Schluss! Sabbernd hinterher kriechen wird er ihm! Und dann macht er sich mal über protzige, rote Sportwagen lustig, die sich ziemlich mit der Haarfarbe ihres Besitzers beißen.
„Okay. Ich nehm ihn.“
Yohji nickt begeistert und mit leuchtender Miene.
„Perfekt! Damit schindest du auf jeden Fall mächtig Eindruck bei Wir-nennen-jetzt-nicht-seinen-Namen...“, Yohjis süffisantes Grinsen schickt einen leisen Anflug von Panik durch seine Eingeweide.
„Ich weiß nicht, wovon du redest.“
„Mh. Natürlich nicht...“, Yohji nickt gönnerhaft.
„Ich mache das für mich!“
„Uh, wer ist dir denn aufs Pfötchen getreten?“
Ayas Lippen pressen sich zu einer schmalen Linie zusammen.
„Fick dich, Kudoh!“
Amüsiertes Gackern antwortet ihm.
„Oder eher auf den Schwanz? Dein Nackenfell sträubt sich schon...“
„Yohji!“
„Du brauchst eindeutig Sex! Du bist ja noch unausstehlicher als sonst... Kauf das Ding, sonst mach i... AUA! Hey, dass war doch nur... Au! Aya! Hör auf! Tob deine sadistische Ader woan... Aaaahhhh! Hilfeeee!“


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