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Talking to the moon

von smaragdia
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P12 / Het
Nymphadora Tonks Remus "Moony" Lupin
11.10.2015
24.01.2021
119
316.261
131
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Dieses Kapitel
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11.10.2015 700
 
Seit die Weasleys mitsamt ihren Kindern eingezogen waren,  war es sehr wuselig im Hauptquartier des Orden des Phönix geworden.

Remus Lupin liebte diese Geschäftigkeit. Sie gab ihm die Sicherheit, dass etwas vor sich ging, dass sie sich wehrten.  Seit den Ereignissen beim Trimagischen Turnier hatten sie sich neu formiert, den Orden neu aufgebaut und neue Mitglieder geworben. Er setzte einen Kessel mit Wasser auf den Herd, um Tee zu kochen.

Dumbledore hatte eine Sondersitzung einberufen, da Harry unerlaubt außerhalb der Schule gezaubert hatte. Angeblich hatten ihn Dementoren angegriffen und Remus brannte darauf mehr zu erfahren.

Über ihm rumpelte es und er hörte Kinderlachen. „Teenagerlachen“, verbesserte er sich in Gedanken und lächelte. Er konnte zu gut verstehen, warum sie sich immer wieder neckten und durchs Haus jagten. Er selbst fühlte sich in dem Haus am Grimmauldplatz 12 manchmal etwas eingeengt und das obwohl er es gewohnt war, gar kein zuhause zu haben. Dennoch verstand er sich gut mit den Kindern. Nicht umsonst hatte er seinen Lehrerjob in Hogwarts geliebt. Er stellte gerade Tassen und Becher bereit, als Sirius Black, sein bester Freund die Küche betrat. Dieser war nur das Tüpfelchen auf dem i, damit Remus sich wohlfühlte. Zusammen zu wohnen, das hatten sie sich früher immer vorgestellt. Nur war ihre Vorstellung davon leicht weniger chaotisch, kalt und fade gewesen.

„Die Zwillinge ärgern die Mädchen schon wieder!“ sagte Sirius und lehnte sich lässig gegen die Küchentheke. Remus lachte leise. „Nun, Hermine wirkt eigentlich nicht wie jemand, der sich ärgern lässt.“

„Sie sind in den Ferien – sie … spielen.“ Erwiderte Sirius und ließ den Zuckertopf auf den Tisch schweben.

„Spielen?“ antwortete Remus lachend. Sie kamen nicht dazu, das auszudiskutieren, denn die Tür zur Küche ging auf und die ersten Ordensmitglieder kamen wild gestikulierend in die Küche. Sie nickten den beiden ehemaligen Rumtreibern zu und setzten sich. Es waren Emmeline Vance, Hestia Jones, Dädalus Diggel und Kingsley Shaklebolt. Molly und Arthur Weasley stießen nur wenige Minuten später hinzu, dicht gefolgt von Dumbledore. Der Schulleiter begrüßte die Anwesenden und zählte durch. Einige fehlten, da sie arbeiten mussten oder besondere Aufträge hatten.

Dumbledore eröffnete die Sitzung und Remus teilte Tee und Kekse aus, bevor er sich auf den letzten freien Platz mit dem Rücken zur Tür setzte.

„Mad-Eye fehlt noch. Er bringt ein neues Mitglied mit.“ Erwähnte Dumbledore und erweckte damit das Interesse des gesamten Ordens.

„Ein neues Mitglied?“ fragte Molly Weasley und reckte neugierig den Hals empor. Dumbledore nickte.  

„Ihr Name ist Nymphadora Tonks, deine Großcousine Sirius. Sie ist ausgebildete Aurorin und im Grunde Mad-Eyes Schützling. Sie hatte gute Noten und ist Feuer und Flamme. Jedenfalls kann es nicht schaden neue Leute zu empfangen.“

Remus fiel auf, dass Dumbledore niemals das Wort „rekrutieren“ verwendete, auch wenn sie das im Grunde  taten. Es kam eben auf die Sichtweise an, überlegte er und dann schoss ihm ein weiterer Gedanke durch den Kopf.

Er kannte Nymphadora Tonks. Ihre Eltern hatten früher ab und an mit seinen Eltern Kaffeeklatsch gehalten und während er sich furchtbar bei den Erwachsenen langweilte, so erinnerte er sich, brachte er dem kleinen dreijährigen Mädchen im Garten bei, auf einem Besen zu fliegen. Er selbst war etwa sechzehn Jahre alt gewesen. Sie musste furchtbar jung sein. Ohne weiter darüber nachzudenken, äußerte er diese Bedenken laut.

„Was meinst du damit?“ fragte Sirius und sah ihn perplex an. „Wir können jede Hilfe brauchen in diesem Krieg!"

Remus nickte und sackte leicht in sich zusammen, weil alle ihn ansahen. „Natürlich, das bestreite ich auch nicht. Aber ich frage lediglich, ob es sicher ist, dass sie ein festes Mitglied wird. Wenn sie gerade ihre Ausbildung beendet hat, ist sie furchtbar jung.“ Erklärte er sich. Niemals hätte er einem freiwilligen Mitglied den Zutritt zum Orden verwehrt, aber er fand, dass es die Pflicht der Älteren war, die junge Zaubererschaft zu schützen und ihnen ein normales und entspanntes Leben zu ermöglichen. In wie weit das mit dem aufkeimenden Krieg noch möglich war, wusste er nicht, aber er hatte kurzzeitig die leichte Hoffnung, dass sie es konnten.

„Eigentlich…“ ertönte eine Frauenstimme hinter ihm und er wirbelte unter einem Raumen und Getuschel der anderen Ordensmitglieder herum. „Eigentlich, bin ich schon lange volljährig und weiß sehr wohl, was ich hier tue.“
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