Herbstnacht

GeschichteRomanze, Freundschaft / P12
All of Love / Snow Lilly Lawless / Hyde Mahiru Shirota Sleepy Ash / Kuro
11.10.2015
26.06.2016
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Kapitel 1


Der erste Schrecken...

Die Wolken taten sich auf und ließen ein paar wenige, starke Sonnenstrahlen hinunter auf die Erde scheinen. Es war noch Frühling, jedoch zeigte sich langsam am Wetter, das es bald Sommer würde.
Ich stieß einen tiefen Seufzer aus und blickte unsicher zu der Schule zurück, an der ich meine kleine Schwester gelassen hatte. Ich hoffte inständig, dass sie am ersten Tag gleich Freunde gewann… Oder zumindest Personen hatte, mit denen sie sprechen konnte. Ich hatte einmal es an einer öffentlichen Schule versucht und war mehr oder weniger ausgegrenzt worden.
Was aber vielleicht daran gelegen hatte, dass ich anders aussah und nicht gerade oft zum Unterricht erschienen bin´, erinnerte ich mich. Kurz gesagt: ich war kein gutes Vorbild.
Ich schüttelte leicht den Kopf, um meine Gedanken loszuwerden, ehe ich mich auf den Weg in die Stadt machte – auf den Weg zu meiner neuen Arbeit. Wir waren erst kürzlich mit unseren älteren Bruder hierhergezogen… zuvor hatten wir in Amerika gelebt. Zurzeit lebten wir in einer Art Hotel? So eine richtige Ahnung hatte ich nicht, wie dies alles hier in Japan hieß, da ich nur ein paar Mal zu Besuch gewesen war. Und das waren nicht meine angenehmsten Erinnerungen, die ich hatte.
„Mensch, wegen dir komm ich fast zu spät, Kuro“, hörte ich jemanden schimpfen. Doch merkwürdigerweise hörte ich daraufhin keine Erwiderung… Telefonierte da etwa jemand? Ein Schüler vielleicht? Oder konnte es sogar ein Lehrer sein? Obwohl… Von der Stimme her, würde ich auf einen Schüler tippen. Sie war einfach zu jung.
Bevor ich mir noch weitere Gedanken darüber machen konnte, ob jemand Selbstgespräche führte oder nicht (kann ja alles sein…), lief ich mit voller Wucht gegen eine Wand. Nun, in Wirklichkeit war es keine Wand, sondern eher ein Schüler mit leicht zerzausten, braunen Haaren.
Ehe ich mich versah, befand ich mich mit meinem Hinterteil auf dem Boden und starrte mit großen Augen hinauf zu dem Übeltäter, welcher derzeit zurücktaumelte und sich nicht entscheiden konnte, ob auch er die Bekanntschaft mit dem ach so sauberen Schulhofboden machen wollte.
In einem Satz sprang ich auf und hielt ihn am Arm fest, bis er seine Balance wiederfand. Allerdings…
Aus den Augenwinkeln bemerkte ich die Bewegung einer schwarzen Katze und erstarrte innerlich. Nein, nein, das darf nicht wahr sein… Diese schwarze Katze – konnte es sein´, ging es mir wirr durch den Kopf. Wenn du weiterhin darüber nachdenkst, wird bestimmt ein Unglück passieren – also: nimm die Beine in die Hand, und verschwinde von hier, ehe er dich erkennt…
„Entschuldigung“, sagte der Braunhaarige zu mir und ich richtete meine Aufmerksamkeit für einen Augenblick auf ihn.
Ich konnte jedoch nichts erwidern, da ich innerlich wie festgefroren war. Das einzige, was ich derzeit konnte, war mich zu verbeugen, ehe ich unwillkürlich meine Kapuze mir tiefer ins Gesicht schob, die meine Haare verdecken sollte. Danach beeilte ich mich, von dem Schüler wegzukommen.
Erst als ich um die nächste Straßenecke gebogen war und somit außer Sichtweise, lehnte ich mich erleichtert gegen die Mauer und versuchte mein rasendes Herz zu beruhigen. Währenddessen spitzte ich jedoch die Ohren…
„Kuro, was hast du denn?“
Ich unterdrückte einen Seufzer, ehe ich die Augen schloss und mir einen Fluch verkniff. Daraufhin rannte ich weiter – in Richtung Stadt und hauptsächlich weit weg von hier. Diese Katze würde sich niemals soweit von seinem Eve fortbewegen…

Entspannt ging ich durch die Einkaufsstraßen. Mein Arbeitgeber hatte gestern gesagt, ich bräuchte erst nächste Woche anfangen und deshalb wollte ich mich erst einmal in Ruhe umsehen. Schließlich musste ich wissen, wo ich am besten zu Mittag essen konnte; ich konnte nicht hungrig nach Hause gehen und mir somit einen Anschiss von meinem großen Bruder antun – dazu waren mir meine empfindlichen Ohren viel zu heilig.
Apropos Ren… ob ich ihm vielleicht sagen sollte, dass ich beinahe von einem der Servamps entdeckt wurde? Oder lieber nicht? Er würde sich sowieso nur wieder aufregen, weil ich so unvorsichtig war…´, dachte ich, ehe sich mein Blick minimal verfinsterte. Nun ja, aber die Gefahr, entdeckt zu werden, ist sowieso schon viel zu groß… Schließlich wohnen wir derzeit bei einem Eve – und der ach so liebe Fledermaus-Servamp hatte mich schon mehr als einmal merkwürdig angesehen. Ob er vielleicht Verdacht geschöpft hatte?
In Gedanken vertieft viel mir gar nicht auf, das ich mich langsam in die Richtung der Hochhäuser bewegte…
Das nächste was ich wahrnahm, dass ich nun gerade zum zweiten Mal in jemanden hereingelaufen war und erneute Bekanntschaft –
Ich riss überrascht die Augen auf, als mich jemand an den Armen festhielt, um meinen Fall zu verhindern. Erstaunt blickte ich in das Gesicht eines gutaussehenden, blonden Mannes mit roten Augen. Das einzige übertriebene an ihm waren die Ohrringe und das breite Grinsen, welches er mir zeigte.
Moment mal… rote Augen? Sag mir nicht, dass…
„Oh, Entschuldigung, junge Dame“, lächelte er und blickte mir für einen Moment in die Augen.
Ein weiteres Mal für heute erstarrte ich, wandte meinen Kopf jedoch schnell ab – hoffentlich auch schnell genug, damit er nicht meine Augenfarbe erkannt hat. Die zweite Wirkung hiervon: Ich wirkte wie ein schüchterner Mensch… Aber warum junge Dame?
Unwillkürlich ging meine Hand zu meinem Nacken und ich musste erschrocken feststellen, dass die Kapuze nicht mehr oben war. Oh Gott, nein, bitte nicht… Finde etwas, das an mir auffälliger ist, als meine Augen und es werden die Haare sein… Warum habe ich nicht aufgepasst?
„Ähm… ja… schon gut“, stammelte ich leise aus mir heraus, jedoch bemerkte ich, dass er einen meiner Arme noch immer festhielt. Nicht gut.
„Kennen wir uns irgendwo-“
Bevor er die Frage zu Ende stellen konnte, wurde ich aus seinen Armen befreit und ich nahm einen vertrauten, beruhigenden Duft um mich herum wahr. Ren…
„Mensch Aki, ich hatte dich schon überall gesucht“, sagte mein Bruder und drehte mich zu sich um, um mir in die Augen zu sehen. Gespielt weiteten sich seine Augen, ehe er fortfuhr: „Und warum trägst du schon wieder diese Kontaktlinsen? Ich dachte, die Einlösung der Wette ist schon gestern abgeschlossen gewesen.“
Ich spürte eine Welle der Erleichterung in mir aufsteigen, als er dies sagte. Ich wusste zwar nicht, warum er ausgerechnet mich hier gefunden hatte – aber es war zu meinen Gunsten. Ich hatte ihm nämlich vor ein paar Jahren gesagt, dass ich nie wieder einen der Servamps sehen wollte… Dazu empfand ich den Schaden zu groß, den sie angerichtet hatten.

Heiho :3 Also, das einzige was ich zu der Story zu sagen
habe ist… Dass alles nacheinander erklärt wird^^ Es
kommen ein paar Flashbacks drin vor, jedoch versuche
ich diese in einem gewissen Rahmen zu halten :)

Lg eure Kiri
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