Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Transformers 4 - Zeichen aus der Zukunft

GeschichteLiebesgeschichte / P18
Optimus Prime
09.10.2015
20.01.2021
40
55.047
2
Alle Kapitel
13 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 
09.10.2015 1.622
 
Optimus: „Schon seit fünf Jahren sind wir auf der Erde. Viele von uns haben einen Menschlichen Partner, mit dem sie entweder gemeinsam in die Schlacht ziehen oder diesen beschützen. Diese Partnerschaften haben uns verändert und lassen uns so noch mehr um die Zukunft der Erde kämpfen, die die Decepticons für sich gewinnen wollen. Die Zukunft der Erde ist nach wie vor ungewiss, solange die Decepticons hier sind. Aber wir werden alles tun, um die Zukunft der Erde zu sichern.“

New York:
Hier lebt eine junge Frau. Sie heißt Miracle, was im deutschen soviel wie Wunder bedeutet. Sie bekam diesen Namen, weil sie als Baby ausgesetzt worden war. Im tiefsten, kältesten Winter nur in eine Windel gepackt. Das arme erst wenige Tage alte Baby weinte herzzerreißend, bis jemand es in dem Park, in dem das Baby ausgesetzt worden war, fand und mitnahm. Das Kind hatte nur einen Smaragd bei sich, von dem offensichtlich ein Teil abgebrochen war. Diesen Smaragd trug Miracle immer eng am Körper. Sie hatte die Hoffnung, dass sie durch diesen Smaragd irgendwann ihre Eltern finden konnte.
Eine ältere Dame, die obdachlos war, hatte Miracle im Central Park gefunden. Die Dame hatte nur Lumpen am Körper aber sie nahm dennoch das Baby an sich. Von ihr bekam  Miracle ihren Namen, weil es wirklich ein Wunder war, dass sie in der Kälte überlebt hatte. Obwohl die obdachlose Dame, die alle unter dem Namen Elisabeth kannten, kein Geld hatte, tat sie dennoch alles für das kleine Mädchen. Hin und wieder bekam Elisabeth von mildtätigen Menschen etwas zugesteckt, damit das kleine Mädchen und sie etwas zu Essen hatten. Es war kein  leichtes Leben auf der Straße, aber Miracle kannte nichts anderes. Sie war es gewohnt, mal einen oder zwei Tage ohne essen auszukommen. Demzufolge war sie sehr dünn und zierlich. Ihr Gesicht war fast schwarz, da sie kaum Möglichkeit hatte, sich zu waschen. Ihre Haare, die ursprünglich braun waren, waren so ungepflegt, verknotet und fettig, sodass sie eher schwarz wirkten und ihr am Kopf klebten und juckten. Sie trug ein Kleid, dass ihr etwas zu groß war und am Saum war das Kleid ziemlich zerrissen und ein Paar Flicken waren auf dem Rock. Doch trotz des harten Lebens auf der Straße liebte Miracle ihre Oma Elisabeth sehr. Als sie fünf Jahre alt war, fand Miracle auf der Straße einen eigenartigen Stift, der aussah als wäre er ganz neu. Sie blickte sich ein paar mal um, ob jemand den Stift verloren hatte. Dem schien aber nicht so zu sein und sie steckte den Stift ein. In derselben Nacht dann hatte Miracle einen furchtbaren Traum. Sie träumte, dass ihre Oma schlief und nicht mehr aufwachte. Egal was sie tat, ihre Oma wachte nicht auf. Miracle wachte schweißgebadet auf und stürzte sogleich zu ihrer Oma. Sie schüttelte sie an der Schulter, um ihre Oma aufzuwecken. Hustend erwachte sie und Miracle atmete erleichtert auf. Die beiden wohnten in einer kleinen Nische in einer Seitengasse, die nur von einem Holzbrett überdacht war. Das war mit der Zeit morsch geworden und konnte so nicht mehr vor starken Regen schützen. Was dazu führte, dass Elisabeth krank wurde. Der Zustand ihrer Oma verschlechterte sich von Woche zu Woche. Ein halbes Jahr nach ihrem Albtraum passierte es dann. Miracle wachte auf und ihre Oma war eiskalt und sie rührte sich nicht mehr. Miracle weinte furchtbar und lief los um Hilfe zu holen. Sie rannte dabei blind in einen Polizisten hinein, der sich bereit erklärte, dem armen, verweinten Mädchen zu helfen. Der Polizist konnte nur noch feststellen, dass ihre geliebte Oma tot war. Miracle verstand das Ganze nicht. Sie war noch nie mit dem Tod in Berührung gekommen. Und mit fünf Jahren hatte sie nun ihren einzigen geliebten Menschen verloren. Zu dieser Zeit wusste sie aber noch nicht von der außergewöhnlichen Gabe, die in ihr steckte. Sonst hätte sie ihrer Oma vielleicht noch retten können... Sie kam in ein Heim, wo ihr Leben nicht sonderlich leicht war. Die Heimleiterin versank im Alkohol, und zwang die Kinder, das Heim von morgens bis Abends zu putzen und in Ordnung zu halten. Es kam auch oft vor, dass ihr die Hand ausrutschte und Kinder geschlagen wurden. In diesem Haus des Grauens versank Miracle noch weiter in Traurigkeit. Sie war ein sehr stilles und ernstes Kind geworden. Sie hatte sich ihrem Schicksal ergeben und wartete nur noch darauf, davon erlöst zu werden. Das Glück schien nicht für sie bestimmt zu sein...
Ungefähr ein Jahr, nachdem Miracle in das Heim gekommen war, träumte sie von einem Großfeuer, dass das ganze Heim niederbrannte. Ein paar Wochen später sah Miracle wie die Heimleiterin im Suff eine brennende Zigarette auf eine Matratze warf. Miracle stürzte sogleich dorthin und schnappte sich die Zigarette, warf sie auf den Boden und trat sie aus. Doch viel half das nicht, die Matratze hatte bereits Feuer gefangen. Panisch rannte Miracle zu den anderen Kindern und warnte sie, aber keiner wollte auf sie hören. Einige machten sich sogar über sie lustig.
Miracle schossen die Tränen in die Augen. Wenn sie nicht schnell etwas unternahm, würden alle Kinder mit dem Haus verbrennen!
Irgendwann hatte sich das Feuer bis zu den Räumen der Kinder vorgekämpft. Es wurde unerträglich heiß und Qualm stieg in die Räume. Die Kinder husteten und gerieten in Panik. Jungen und Mädchen waren in getrennten Räumen untergebracht, es gab für Mädchen und Jungen jeweils zwei Räume zu 10 Bewohnern. Die Räume waren sehr klein, die Betten standen eng aneinander und der Gang, der an den Betten frei wurde war so eng, dass gerade mal ein Kind durchpasste. Die Jungen waren links und die Mädchen rechts im Gang untergebracht.
Da hallten von draußen Sirenen zu ihnen. Die Feuerwehr war eingetroffen. Sie breiteten sogleich ein Sprungtuch aus, um die Kinder aus dem Haus zu bekommen. Alle 40 Kinder drängten sich in einem der beiden Mädchenquatiere am Fenster. Die Feuerwehr rief den Kindern zu: „Los, springt! Habt keine Angst!“
Die Jungen waren in der Hinsicht natürlich mutiger als die Mädchen. Die Jungen sprangen einer nach dem anderen aus dem Fenster in das weiße federnde Tuch, dass mehrere Feuerwehrmänner auf der Straße ausgebreitet hatten. Die Mädchen hatten hingegen angst vor dem Sprung aus dem 2. Stockwerk und begannen zu weinen.
Da beschloss Miracle etwas zu tun: „Hört mir mal zu! Ich weiß, dass ihr nicht sterben wollt. Wenn ihr wollt, dass euch Eltern adoptieren, dann springt!“
Die Mädchen sahen Miracle erstaunt an. Sie hatte die ganze Zeit kaum ein Wort gesprochen. Miracle war oft nur mit ihren Zeichnungen beschäftigt. Und das konnte sie richtig gut. Sie hatte fast jedes Kind im Heim porträtiert und in einer Sammelmappe aufbewahrt. Es gab viele Kinder, die sie schlecht behandelt hatten. Aber es gab auch einige, die ihr künstlerisches Talent bewunderten und sich fast schon darum gestritten hatten, wen sie als nächstes zeichnen sollte. Dabei waren ihre Zeichnungen auf der Rückseite alter Poster von Kinofilmen oder Karton. Aber das war den Kindern egal gewesen. Sie hatte ihre Zeichnungen großherzig ihren Modellen geschenkt, wenn sie fertig war. Und das war sie immer sehr schnell.
Nun sprach die kleine 6 jährige Miracle so erwachsen mit ihnen, dass sie Mädchen taten, was Miracle sagte. Eines nach dem anderen kniff die Augen zu und sprang aus dem Fenster in das Sprungtuch. Das kleinste, Molly war gerade mal 4 und hatte immer noch furchtbare Angst. Sie blieb mit Miracle als letzte übrig. Miracle umfasste Molly an der Schulter: „Komm, wir springen zusammen.“
Die kleine Molly nickte schluchzend. Langsam stiegen sie auf das Fensterbrett. Das Fenster war so groß, dass die beiden Mädchen locker aufrecht stehen konnten.
„Sieh nicht nach unten.“, sagte Miracle, „Auf drei springen wir. Eins. Zwei. Drei!“
Und die beiden Mädchen sprangen aus dem Fenster. Dieses Gefühl dort hinunter zu fallen war so, wie sich Miracle das Fliegen immer vorgestellt hatte. Sie lächelte, als sie 5 Meter in die Tiefe fiel und dann sanft auf dem Sprungtuch landete. Miracle war beinahe etwas enttäuscht, dass es so schnell vorbei war.
Das Haus brannte komplett aus, mit der Heimleiterin. Als herauskam, wie die Kinder in dem Haus ihr Leben fristen mussten, war es einem Skandal gleich. Sogleich wurden die Überwachungsmaßnahmen für Kinder und Jugendheime verschärft. Die Kinder des Heims in dem auch Miracle gewesen war, wurden auf die umliegenden Heime verteilt. Miracle verbrachte ihr ganzes Leben im Heim. Mit 13 kam sie vom Kinder- in das Jugendheim. Hier war ihr Leben auch nicht leichter. Miracle war inzwischen bewusst, dass sie etwas Besonderes an sich hatte. Und das bewies sie in der Zukunft noch oft. Wenn mal jemand etwas verlor, wusste Miracle schon im Voraus, wo der betreffende Gegenstand war. Oder wenn jemand adoptiert werden sollte, wusste Miracle auch dies. Dadurch kam Neid auf, dass Miracle das Leben im Heim nicht erleichterte. Ihr wurde übel mitgespielt. So wurde sie zum Beispiel mit einem feuchten Lappen beworfen, oder  ihr wurde an den langen, braunen Haaren gezogen. Einmal hatte es ein Mädchen gewagt, Miracle ihren Zeichenstift, den sie mit fünf Jahren auf der Straße gefunden hatte, abzunehmen und sie damit zu ärgern. Der Zeichenstift war ihr ein und alles und Miracle war darüber so wütend, dass sie dem Mädchen mit einem Boxhieb die Nase brach. Damit wurde sie aus dem Heim geworfen und landete wieder auf der Straße. Alles, was sie hatte, war ihre Sammelmappe und ihr Zeichenstift, von dem sie als Kind immer gedacht hätte, er wäre etwas magisches. Von da an versuchte sie als Zeichnerin ihr Leben zu fristen, um etwas Geld zu verdienen. Mit 14 Jahren war das keineswegs leicht. Sie zeichnete Porträts für ein paar Cents und war damit nahe an der Armutsgrenze, denn viele Aufträge hatte sie nicht. Aber unter den anderen Straßenbewohnern hatte sie sich durch ihr Talent einen großen Namen gemacht.
Review schreiben
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast