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Weglaufen kann eine Lösung sein - Muss aber Nicht

GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Charlotte Slättberg /Sprotte Frieda Goldmann Friedrich Baldwein / Fred Stevan Domaschke / Steve Trudhild Bogolowski / Trude Wilhelm Blödorn / Willi
08.10.2015
22.03.2021
45
63.449
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22.03.2021 685
 
Kapitel 45

Gute Erklärungen von Nöten

- Friedas Sicht -

Ich sehe Sprotte die Straße entlang spazieren und bemerke, wie sie abrupt stehen bleibt und etwas fokussiert auf der gegenüberliegenden Straßenseite.

Ich versuche herauszufinden was es ist und erblicke Sabrina mit einem Mann in dem Café sitzen. Ich drehe mich zu Fred um und frage verdutzt: „Wusstest du, dass Sabrina wieder hier ist. Schau mal, sie sitzt drüben im Café.“
Er dreht seinen Kopf und schaut kurz rüber. „Nein, das wusste ich nicht. Aber was macht Sprotte denn da?“

Sie rennt mit Tränen in den Augen am Blumenladen vorbei, in dem wir beide mit Emily stehen. Wir stürmen beiden raus und rufen ihr hinterher, doch sie hört uns Beide nicht. Fred schaut mich verwundert an.

„Wir müssen ihr hinterher.“, kommt es plötzlich von ihm und er rennt mit den Blumen los. Ich stürme nochmal schnell rein, bezahle den Strauß und renn ihm mit Emily auf dem Arm hinterher. Ich habe keine Ahnung, was das gerade bei Sprotte war. Eigentlich versteht sie sich doch mit Sabrina. Oder hatte es gar nichts mit ihr zu tun?

Schweißgebadet komme ich mit Emily bei der Wohnung der beiden an. Ich höre Sprotte schon von draußen schreien. Und es sind keine netten Worte. Laute wie: „Verschwinde. Wie konntest du nur? Warum?“, dringen zu mir. Ich gehe rein und sehe eine total verheulte Sprotte wild umher laufen, die auf einen total verdutzten Fred einredet.
„Was hab ich denn gemacht?“, kommt es von Fred völlig verwirrt. Auch ich stelle mir gerade diese Frage.

„Nach allem was wir zwei durchgemacht haben, tust du mir das wieder an?“, schreit Sprotte ihn an.
„Bitte beruhig dich erstmal und wir setzen uns hier hin und reden.“, versuche ich sie etwas zu besänftigen.
„Bist du etwa auf seiner Seite?“, werde nun auch ich von ihr angeschrien.
„Hey, was ist dein Problem, Oberhuhn? Frieda hat nichts gemacht. Sie hat sich heute extra die Zeit genommen, um mit mir die schönsten Blumen für die schönste Frau auszusuchen.“, versucht er es erst etwas lauter, aber dann wieder ruhiger.
Sprotte schaut erst uns beide und dann die etwas mitgenommenen Blumen in Freds Händen verdutzt an.
„Was soll das heißen?“, fragt sie dann etwas kleinlaut.
„Fred hat mir gestern Abend geschrieben, ob ich mich heute kurzfristig mit ihm im Blumenladen treffen würde, wenn du unterwegs bist. Er würde dir gerne die schönsten Blumen kaufen, die es gibt. Einfach weil du es verdient hast. Und deswegen waren wir eben im Blumenladen, an dem du wie eine Irre vorbei gerannt bist. Hast du uns denn nicht gesehen?“, versuche ich ihr alles zu erklären.

An ihrem Gesicht kann man erkennen, dass sie uns nicht gesehen hat und doch sehr verwirrt ist. Sie schaut im Wechsel zu Fred, den Blumen und dann zu mir.

„Also warst du gar nicht im Café?“, kriegt sie nur ganz leise an Fred gerichtet heraus.
„Nein, wie du siehst, war ich im Blumenladen.“, erklärt er mit den Blumen in den Händen.
„Und du hast dich gar nicht mit Sabrina getroffen?“, ergänzt sie ihre erste Frage.

„Du hast Sabrina auch gesehen?“, mische ich mich wieder in die Unterhaltung ein.
Sie nickt nur und steht wie versteinert vor uns.

Jetzt fängt sie erst richtig an zu weinen und fällt Fred erleichtert um den Hals.
Dieser ist sichtlich verunsichert und legt ganz zaghaft die Arme und seine Verlobte. Auch ich weiß gerade nicht so recht, was hier gerade passiert.

„Kannst du uns vielleicht mal aufklären, was hier eben los war?“, möchte ich nun doch wissen.

Sie beginnt schluchzend alles zu erzählen und stoppt immer wieder vor lauter Tränen und entschuldigt sich unzählige Male bei uns.
„Ich weiß ja auch nicht, was gerade mit mir los war. Vielleicht sind es einfach die Hormone.“, beendet sie ihre Erzählung und schmiegt sich wieder an Fred der ihr zunickt und lächelt.

„Jetzt müsst ihr mich aber mal aufklären. Warum Hormone? Hast du wieder Probleme mit den Enzymen? Aber sonst wirst du doch ohnmächtig.“, stottere nun ich vor mich her.

Jetzt grinsen die beiden nur noch verrückter und nicken sich zu.

„Nein, wir sind schwanger.“, kommt es von beiden gleichzeitig.
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