A long way down

GeschichteAllgemein / P16
Cpt. Sean Renard Det. Hank Griffin Det. Nick Burkhardt Eddie Monroe OC (Own Character) Rosalee Calvert
07.10.2015
09.02.2019
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07.10.2015 1.836
 
„Oh nein....“, Monroe ließ die Zeitung sinken und starrte ins Leere.
„Was ist denn?“, fragte Rosalee erschrocken.
Monroe faltete die Zeitung über dem runden Tisch aus und deutete, mit dem Zeigefinger auf eine bestimmte Anzeige. Rosalee beugte sich über das Schriftstück und riss sofort die Augen auf.
„Oh...bitte nicht...“, flüsterte sie und sah ihren Freund an.
„Ob er es schon weiß, was meinst du?“, fragte sie.
Monroe zuckte mit den Schultern und schlug die Zeitung wieder zu.
Juliette würde heiraten. Nicht in Portland und nicht Nick. Nachdem er ihr eröffnet hatte, dass er ein Grimm ist, ergriff die junge Frau die Flucht. Von heute auf morgen war Juliette einfach fort. Sie hatte Nick das Herz gebrochen und war, ohne sich von irgendjemandem zu verabschieden verschwunden. Knapp ein Jahr war dies nun her, Nick ging es besser und nun das. Diese Hochzeitsanzeige würde Nick´s Gefühlswelt einmal mehr über den Haufen werfen.
„Verdammter Mist!“, sagte Monroe laut.

Auf der anderen Seite der Stadt, war Nick, zusammen mit seinem Kollegen Hank auf dem Weg zu einem neuen Tatort.
„Ist alles in Ordnung?“, fragte Nick.
„Ja, wieso?“
„Weil du schon den ganzen Vormittag irgendwie komisch bist.“
Hank runzelte die Stirn: „Wie meinst du das?“
Nick zuckte mit den Schulter: „Wenn ich es wüsste, müsste ich nicht fragen.“
Wu kam auf die beide zu gestürmt, in seiner Hand, ein kleiner, gelber Notizblock.
„Guten Morgen, Gentleman!“, er zeigte auf eine junge Frau, die auf den Steinstufen zu einer kleinen Kapelle saß.
„Das, ist Miss Drake. Sie war gestern Nacht mit ihrem Freund unterwegs, hatten anscheinend auch ein paar der Früchte aus den Obstkörben hier stibitzt. Sie hörten Geräusche in den Büschen da hinten und rannten weg. Jedoch, als sich Miss Drake nach ihrem Freund umdrehte, war dieser spurlos verschwunden.“
Nick sah zu der Frau hinüber und nickte Hank kurz zu. Verteilt auf dem Boden lagen große und kleine Kürbisse, Gurken und Äpfel.
„Warum sollte jemand ihren Freund verschleppen, nur weil sie ein paar Äpfel gestohlen haben?“, fragte Hank leise, während sie auf Miss Drake zugingen.
„Das werden wir sicher gleich heraus finden.“
Nick war froh, dass Hank ebenfalls in die Grimm Sache eingeweiht war. Einiges wurde dadurch leichter.
„Miss Drake? Ich bin Detectiv Burkhardt, das ist Detectiv Griffin, wir sind vom Portland PD. Wir würden Ihnen gerne einige Fragen stellen.“
Die Frau nickte, ohne dabei aufzusehen.
Hank warf einen schnellen Blick auf die Notiz, die er von Wu in die Hand gedrückt bekommen hatte: „Sie sagten meinem Kollegen bereits, dass Sie gestern Nacht auf diesem kleinen Marktplatz waren, gemeinsam mit ihrem Freund. Was genau, haben sie hier gemacht?“
Sie sah auf: „Wir haben ein paar Äpfel geklaut, aber das ist doch kein Grund, um meinen Freund zu verschleppen!“, die junge Frau kniff ihre verquollenen Augen zu.
„Das ganz sicher nicht, Miss Drake! Von wo genau kam der Angreifer?“, fragte Nick.
Sie deutete auf eines der Gebüsche links von sich.
„Haben Sie etwas erkennen können?“
„Es war dunkel....“, sie begann zu schluchzen.
„Vielleicht sollten wir uns dort mal umsehen.“, flüsterte Hank und nickte zum Gebüsch hinüber.
„Vielen Dank, Miss Drake.“, sagte Nick lächelnd und ging seinem Kollegen hinterher.
„Da war so ein Knurren.“
Augenblicklich blieb Nick stehen, Hank, einige Schritte vor ihm ebenfalls.
„Wie bitte?“, fragte Nick, nachdem er sich umgedreht hatte.
Das Opfer schluchze heftiger als zuvor, rang nach Luft, bevor sie sagte: „...wie von einem Bären.“

„Wahnsinn, das Gebäude ist ja...gigantisch!“, stöhnte Hank schon beinahe beim Anblick des Hauses im alten, viktorianischen Stil.
Die beiden hatten sich den Weg durch das Gestrüpp gekämpft und waren nun, auf der anderen Seite des kleinen Waldes heraus gekommen.
Auch Nick stand der Mund offen beim Anblick des Hauses.
„Kann ich Ihnen behilflich sein?!“, fragte eine aggressive Männerstimme hinter ihnen.
Hank fuhr herum: „Allerdings. Griffin und Burkhardt vom Portland PD. Wir hätten ein paar Fragen an Sie, Sir.“
„Tz....und welche Art von Fragen?“
Nick fixierte den Mann, machte sich bereit, vielleicht mehr zu sehen als seinem Gegenüber lieb war zu zeigen.
„Gestern Nacht ist auf der anderen Seite des Waldes ein junger Mann verschwunden. Vielleicht haben Sie etwas gesehen oder gehört, das uns vielleicht weiter....“
Der Mann unterbrach Hank abrupt: „Weder noch! Und jetzt entschuldigen Sie mich, ich habe zu tun!“
Hank und Nick sahen dem Mann nach, der in seinem Haus verschwand und die Tür laut ins Schloss knallen ließ.
„Na, wenn der mal keinen Dreck am Stecken hat.“, merkte Hank an.

Am Abend trafen sich Hank, Nick, Rosalee und Monroe im Kräuterladen.
„Vielleicht ist es ja tatsächlich mal ein ´normaler´ Mord!“, sagte Monroe.
„Gut möglich. Ich habe jedenfalls nichts gesehen. Und ich glaube, ich wäre froh, wenn es mal einfach ´nur´ ein normaler Mord wäre.“, sagte Nick und nahm einen Schluck aus seiner Bierflasche.
Rosalee und Monroe tauschten einen, derart schlecht getarnten Blick aus, dass Nick sofort fragte: „Was ist los?“
Monroe hob abwehrend die Hände: „Was? Was soll denn sein?“
Nick zog die Augenbrauen nach oben.
Rosalee lächelte angestrengt, verlor es jedoch sofort wieder.
„Ach, scheiß drauf!“, eilig verließ sie das Zimmer und kam mit der Zeitung in der Hand zurück.
„Bist du Wahnsinnig?“, fragte Monroe leise, aber dennoch mit Nachdruck.
Sie drückte sich an ihm vorbei, schlug die Zeitung auf der gewünschten Seite auf und gab sie Nick in die Hand.
Für einen kurzen Moment war es totenstill. Nick ließ sich, durch seine Mimik nichts entlocken. Hank sah, von Monroe zu Rosalee und schüttelte den Kopf.
„ Das wusste ich bereits. „, sagte Nick kühl.
„Oh....“, Monroe sah wieder zu Rosalee, diesmal jedoch unauffälliger als zuvor.
Nick lachte: „Leute, wirklich! Es ist ok!“
Angespannt, presste Rosalee die Lippen aufeinander.
Hank´s Telefon meldete sich.
„Griffin?“
Kurzes Schweigen.
„Wir sind unterwegs.“; Hank legte auf und sah Nick, mit offenem Mund an.
„Das glaubst du nicht! Die Frau, Miss Drake. Sie wurde ebenfalls verschleppt!“
Rosalee und Monroe waren sich darüber einig, dass dies, sicher kein Zufall mehr war und um, vielleicht die Fährte eines Wesens aufzunehmen, ging Monroe mit den beiden mit.
Nachdem Nick und Hank, ohne den Blutbader im Schlepptau, offiziell am Tatort vorbei geschaut hatte um sich ein Bild davon zu machen, schlichen die drei Männer nun, von der anderen Seite des Waldes durch das Unterholz. Es war stockdunkel, doch nach einiger Zeit gewöhnte man sich daran.
„Was ist das für ein Haus?“, fragte Monroe leise und hob die Nase in die Luft.
Nick sah ebenfalls zum Haus: „Es gehört...“
Monroe riss die Augen auf und sagte: „Jäger Bären!“
„Was?“, Nick sah ihn an.
Monroe packte den Grimm fest am Arm und sagte eindringlich: „Wir wollten sofort von hier verschwinden!“
Doch es war bereits zu spät, das erste Bären Wesen sprang durch das dunkle Dickicht und warf Monroe nach hinten.
„Shit!“, schrie Hank und zog seine Waffe.
Doch auch er wurde zu Boden gerissen, noch bevor er sich, zu der lauernden Gefahr umdrehen konnte.
Nick war der Einzige, der noch stand. Noch. Denn aus dem Gebüsch, direkt vor ihm, blitzten gelbe, leuchtende Augen auf, schossen plötzlich aus den Blättern heraus und rissen den Grimm unsanft zu Boden.
Nick stöhnte schmerzerfüllt auf, als das Wesen, dessen schwere Pranken auf seinem Oberkörper lagen, ihn nach unten drückten. Sabberfäden, aus dem geöffneten Maul der Bestie, tropften auf Nick hinunter und er versuchte verzweifelt, sich aus dessen Griff zu befreien.
Plötzlich, wurde das Wesen über ihm von etwas getroffen und es fiel zur Seite. Die anderen Wesen sprangen ebenfalls aufgeschreckt von ihrer Beute und flüchteten in den dunklen Wald. Nick lag noch eine Weile auf dem Boden, hatte die Hand auf seinen Oberkörper gelegt und atmete hektisch ein und aus.
„Alles ok bei euch?“
Hank versuchte die Frauenstimme ein zuorndnen.
„Ja. Wer ist da?“, fragte er, nachdem er sich aufgerappelt hatte und Nick die Hand entgegen streckte.
Nick klopfte sich den Dreck von den Klamotten und drehte sich zu Monroe: „Alles ok?“,
über dem die Unbekannte stand, ihm die Hand entgegen hielt und Monroe wieder auf die Beine half.
„Danke..“, sagte er leise und senkte den Blick.
Erschrocken starrte Hank auf die Armbrust, die, die dunkelhaarige Frau in der Hand hielt.
„Was machen Sie hier draußen ganz allein?“, fragte er.
„Jagen.“, entgegnete sie grinsend.
Unerwartet überkam Monroe eine Aufwallung, nachdem er erneut einen der Bären gewittert hatte.
Die Frau fuhr herum: „Und wie ich sehe, bin ich hier anscheinend noch nicht fertig!“
Sie richtete die Armbrust auf Monroe.
„Oh, scheiße, Nick! Sie ist auch ein Grimm!“
Die Augen der Frau weiteten sich: „Wieso sagst du ´auch´?“
Monroe hielt noch immer die Hände nach oben, sein Herz schlug wild gegen seine Brust und er ließ, die Spitze des Pfeiles, welcher auf der Armbrust darauf wartete,abgefeuert zu werden, nicht aus den Augen. Er konnte nicht sehen, dass Nick, der hinter der Unbekannten stand, vorsichtig den Kopf schüttelte.
„Weil er auch ein Grimm ist..“
Die Frau fuhr herum und sah von Hank zu Nick: „Welcher?“
Nick presste die Lippen aufeinander, lächelte gequält und erhob die Hand.
Sie schnaubte ungläubig: „Beweise es!“
Noch bevor Nick fragen konnte, drehte die Frau sich wieder zu Monroe, erneut die gespannte Armbrust auf ihn gerichtet: „Zeig, was du drauf hast!“
Monroe sah mit fragendem Blick zu Nick.
Sie zuckte mit den Schultern und sagte kühl: „Ich könnte dir auch einfach den Pfeil ins Bein schießen, wenn dir das lieber wäre..“
Hank ging, einen vorsichtigen Schritt auf sie zu: „Hey, hey, ich denke wir sollten uns jetzt alle mal beruhigen...“
Während Hank versucht hatte, die Situation einigermaßen unter Kontrolle zu bringen, hatte Monroe sein wahres Gesicht zum Vorschein gebracht.
„Ich könnte dich in Stücke reißen!“, knurrte er leise.
Sie lächelte: „Nein. Könntest du nicht!“
Nick mischte sich ein: „Was soll die Aufwallung bringen?“
Die Unbekannte ließ ihre Waffe sinken, drehte sich zu Nick: „Man kann nie vorsichtig genug sein, Grimm.“
Hinter ihr, verwandelte sich Monroe zurück und signalisierte Nick, dass er vorsichtig walten lassen sollte.
„Ich bin Megan.“, sagte sie und hielt Nick die Hand entgegen.
„Nick Burkhardt.“
Sie drehte sich zu Hank und Monroe: „Tut mir leid, manchmal ist meine Art ein wenig...schroff. Aber es gibt genug Wesen UND Menschen, die mich gern tot sehen würden.“
„Ich denke, das ist bei allen Grimm´s so!“, warf Monroe scharf ein.
Megan sah Nick tief in die Augen während sie sagte: „Das und noch eine weitere Tatsache, wegen der ich mich auch hier in Portland aufhalte.“
„Und die wäre?“, fragte Nick.
„Ich habe einen der sieben Schlüssel!“:

Sieben Schlüssel, die etwas sehr gefährliches verschlossen halten sollten. Die Königsfamilien setzten alles daran, an diese sieben Schlüssel heran zu kommen, um das zu besitzt, was die Kreuzritter und zeitgleich Grimm´s, vor so vielen Jahren versteckten. Doch diese Schlüssel waren mehr als das; in Tinte getaucht und auf Papier gedrückt, wurden die Seiten davon zu einer Karte, die Monroe bereits früh, dem deutschen Schwarzewald zuordnen konnte. Natürlich benötigte man alle Schlüssel um die Karte vollständig lesen und deuten zu können.
Nick besaß, seit seinem Grimm Beginn zwei der Schlüssel, einen hatte nun Megan und der Rest war vermutlich bereits in den gefährlichen Händen der Königsfamilien.
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