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Meine Eltern waren Flüchtlinge!

von Arielen
Kurzbeschreibung
GeschichteFamilie, Tragödie / P12 / Gen
07.10.2015
07.10.2015
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07.10.2015 207
 
Die Überschrift ist ein plakativer Satz der heute leicht in den falschen Hals geraten kann, das mag durchaus sein. Aber es ist nun mal eine Tatsache, die das Leben meiner Familie geprägt und noch bis heute Auswirkungen auf meinen Bruder und vor allem mich hat. Die Geschichte meiner Eltern hat durchaus Parallelen zur Gegenwart – gerade wenn ich an die aktuellen Diskussionen und Streitereien denke. Denn auch nach dem zweiten Weltkrieg hat es Angst vor einer „Überfremdung“ durch die Schlesier, Sudetendeutschen und Leute aus Pommern gegeben, die den Misstrauen der Einheimischen schürte. Und das, obwohl die Heimatlosen die gleiche Nationalität und Religion hatten.

Und dann ist da noch etwas anderes. Inzwischen hat es genügend Untersuchungen zum Thema „Die Kinder der Kriegskinder“ gegeben, Dennoch will ich mich nicht unbedingt darauf stützen, sondern hier meine ganz persönlichen Erfahrungen und das Wissen zusammentragen, ehe es ganz verloren geht oder in mir verblasst.

Aber gerade diese Erfahrungen und dieses Wissen lässt mich die Neuankömmlinge in Deutschland mit ganz eigenen Augen sehen, denn ich ziehe unbewusst immer wieder Parallelen zwischen damals  und heute, wünsche den Flüchtlingen und ihren Kindern – und auch der folgenden Generationen die aus ganzem Herzen, dass deren Wunden und Narben schneller verblassen werden können als die meiner Eltern.
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