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I still dream of you - Minho und Cassy

GeschichteAbenteuer, Sci-Fi / P16 / Gen
Gally Minho Newt Thomas
07.10.2015
22.11.2015
68
146.207
49
Alle Kapitel
150 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
28.10.2015 2.589
 
Neues Kapi. :)
Diesmal war Latein nicht so schlimm... Ich werde euch darüber auf dem Laufenden zu halten, allein um etwas Mitleid zu bekommen :D
Übrigens tun mir diverse Rechtschreib-, Grammatik- und Kommafehler Leid :/ Mit letzterem habe ich es überhaupt nicht und das andere passiert einfach im Affekt und nicht alles zeigt mit mein Laptop an. Tut mir Leid :o
Und nun viel Spaß und ganz viel Liebe *-*
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Kapitel (41) Lachen und ausrasten

Ich schlich mich von hinten an ihn heran und stellte den Wasserschlauch an. Dann öffnete ich die Schleusen und schrie: "Wasser Marsch!"
Wau bellte aufgeschreckt – er hatte bis eben in der Sonne gelegen und geschlafen – und Newt sprang ebenfalls erschrocken herum. Versuchte den Wasserstrahl mit den bloßen Händen abzuhalten. Ich hatte die Brombeerbüsche gießen sollen, weil es so verdammt warm geworden war. Aber das war zu langweilig.
"Cassandra! Ich bringe dich um!", schrie Newt und sprang durch das Wasser hindurch auf mich zu. Wir rangen um den Schlauch und ich wurde ebenfalls klitschnass dabei. Die Felder verwandelten sich in ein Schlammbad und da wir die neu angepflanzten Gemüsearten nicht ertränken wollten, stolperten wir immerhin auf den Rasen. Dieser war jedoch so glitschig, dass ich wegrutschte, Newt mit mir zog und mit einem gehörigen Schlag auf den Boden fiel. Der Schlauch landete neben uns und sprühte uns beiden direkt ins Gesicht. Bis Newt über mich griff und ihn abstellte. Er sah mich mit einem finsteren Gewitterwolken-Blick an und ich versuchte möglichst viel Reue zu zeigen, was mit meinen zuckenden Mundwinkeln eher weniger gut funktionierte.
"Was genau ist so schwer daran einfach ein paar Büsche zu gießen?", fragte er und ließ sich auf den Rücken fallen.
"Es ist nicht schwer. Aber langweilig." Ich grinste und musste dann lachen. Newt sah einfach im wahrsten Sinne des Wortes betröpelt aus.
Plötzlich sprang er auf – nun ja, mit einem kaputten Bein sprang er natürlich nicht auf, aber er versuchte es zumindest – und hielt mir die Hand hin. "Komm, ich will dir etwas zeigen."
Misstrauisch ergriff ich seine Hand und ließ mich hochziehen. Newt zog mich aufs Feld und zeigte zu einem Baum hoch. "Sieh mal da!"
Ich legte den Kopf in den Nacken und kniff die Augen zusammen. "Was genau soll da sein?" Ich bekam keine Antwort und drehte mich um. Bekam eine dicke Schlammkugel direkt aufs Dekolleté geworfen. Mein armer Stein.
Newt grinste mich an. "Wir sind quitt."
"Ach?", fragte ich und bückte mich.
"Cassandra, nei...!" Er verstummte, um keinen Schlamm in den Mund zu bekommen.
Wenige Minuten später sahen wir aus wie Schwein Berta. Meine blonden Haare waren nun braun und verklumpt, meine Bluse nur noch ein Haufen undefinierbarer Stoff und in meinen Schuhen quietschte das Wasser. Newt sah etwas besser aus, aber er war auch nicht einmal der Länge nach in den Schlamm gefallen.
Trotzdem, unsere Wangen waren gerötet und meine Wangenmuskeln taten vom Lachen weh.
"Seid ihr von allen guten Geistern verlassen!?", brüllte Zart als er seinen Garten sah. Oder das, was davon noch übrig war. Hoffentlich blieb es so warm, sonst hätten wir eine gesamte Ernte ertränkt. Obwohl wir dies eigentlich hatten vermeiden wollen...
"Wir haben das Feld umgepflügt", sagte ich und grinste.
"Das Feld umgepflügt?", wiederholte Zart. "Ich glaube, ihr habt sie nicht mehr alle!"
Ich musste lachen und auch Newt versuchte sein Grinsen zu verbergen. "Wir richten morgen alles wieder", versprach er.
"Und wie ihr das werdet!", fauchte Zart. "Geht duschen!"
Ich hob abwehrend de Hände. "Klar, Boss."
Zusammen schlugen wir den Weg zu den Duschen ein.
"Ich muss erst nach Chuck sehen", sagte ich. "Ich habe es ihm versprochen."
"Pass auf, ich bin nicht so dreckig wie du", meinte Newt. "Ich gehe nach ihm schauen und du duschst in der Zeit. Brauchst du Klamotten?"
"Nein, ich wollte heute eh noch duschen und da habe ich mir bereits welche hingelegt."
"Gut. Du sagst mir Bescheid, wenn du fertig bist, in Ordnung?"
Ich nickte und winkte ihm lächelnd zum Abschied zu.
"Blume!", hielt er mich noch einmal zurück. "Du hast gelacht. Mehr wollte ich nicht."
Mein Lächeln wurde breiter und ich pilgerte zu den Duschen.
Himmel ich sah wirklich sehr... interessant aus. Meine Bluse landete sogleich im Müll und meine Schuhe würden in stundenlanger Arbeit gewaschen werden müssen. Ob der See danach noch die Farbe Blau hatte, war fraglich.
Ich band mir die Schuhe auf und kickte sie unter eines der Waschbecken, wo ich meine dreckige Kleidung hineinwarf. So konzentriert auf meine eklige Arbeit, bekam ich nicht mit, wie die Tür zu den Duschen aufging und eine Person hinein huschte. Erst als sich zwei Hände über meine Augen legte und ich mich beinahe zu Tode erschreckte, vernahm ich den Läufer-Geruch.
Ich drehte mich um und lächelte. "Minho!" Ich umarmte ihn. "Du riechst nach Schweiß."
"Vielen Dank, so eine Begrüßung hatte ich mir erhofft", grinste er.
Sein Lächeln, Grinsen und Lachen hatte ich so sehr vermisst, dass ich mich sofort vorbeugte und ihm einen schlammigen Kuss auf die Wange drückte. Mit dem Zeigefinger zeichnete ich ein Schlammmuster nach.
"Hör auf, das ist eklig!", grollte er und ich musste grinsen.
"Ich habe dich vermisst", flüsterte ich.
"Ich dich auch, Blume." Er beugte sich vorsichtig vor und küsste mich. Seine Hand legte sich in meinen Nacken und ich schlang die Arme um seinen Hals.
"Magst du mit duschen?", fragte ich mit einem gefährlichen Glitzern in den Augen.
"Du Biest", knurrte Minho. "Warum siehst du eigentlich so aus, wie du aussiehst?"
"Weil ich mir mit Newt eine Schlammschlacht geliefert habe."
Er verdrehte die Augen. "Kindergarten."
"Nein. Mit einem Kind dürftest du nicht schlafen", erwiderte ich mir anzüglicher Stimme und zog mir das Top über den Kopf.
Bevor Minho weiter reagieren konnte zog ich ihn wieder an mich und küsste ihn tief. Automatisch spürte ich seine Arme in meinem Rücken, seine Hände, die über meine Schulterblätter wanderten und über meinen Bauch.
"Nicht hier, Cassy", murmelte in mein Ohr, während ich sein Hemd aufknöpfte.
"Da drüben sind Kabinen."
"Cassandra, nicht hier in der Dusche..."
Ich verschloss seinen Mund mit einem Kuss.
"Minho, du hast mich zwei Monate total im Regen stehen lassen. Ich hätte dich gebraucht und du warst nicht da und ich hätte allen Grund dich im See zu ertränken."
"Das ist ein Teich..."
"Aber ich sehe dich jeden Morgen in dieses Labyrinth laufen und weiß nicht, ob du am Abend wiederkommen wirst. Und daher kann ich nicht länger als nötig auf dich sauer sein oder mich verletzt fühlen, weil ich sonst den Verstand verlieren würde, wenn du stirbst und wir im Streit liegen." Ich schluckte und versuchte meine eher melancholischen Emotionen zu verdrängen. "Ich muss jede Sekunde mit dir genießen. Und wenn es nur ein paar Minuten in der Dusche sind. Also bitte, stell dein Hüter-Denken ab."
Das Waschbecken drückte mir unangenehm in den Rücken, als Minho mich dagegen drängte und mir statt einer Antwort einen Kuss auf die Lippen drückte, der mich in Flammen aufgehen ließ. Mich interessierten nur seine Hände, sein Atem, seine Zunge. Alles nur nicht dieser Raum, dieser Ort. Ich hatte ihn nicht nur seelisch vermisst, sondern auch körperlich. Seine Ruhe nachts, wenn ich in seinen Armen lag, während er schon längst schlief. Seine Finger, wenn mir den Arm um die Schulter legte oder meine Hand nahm. Und eben auch dieses hier.
Ich knöpfte sein Hemd auf, während er meinen Hals und meinen Nacken küsste. Sofort fuhren meine Finger über seinen Bauch, hinunter zur Hose. Seine Finger verteilten Schlamm auf meinem Oberkörper von meiner Hose. Wie immer leicht und fließend hatte er mich auf das Waschbecken gehoben und ich zog ihn noch näher an mich heran.
Ich wusste nicht, wie ich es beschreiben sollte. Dieses Feuer. Diese Nähe. Dieses...
"Minho, Newt sagte du wärst hier, ich... Was zur Hölle tut ihr hier?"
Abrupt wich Minho von mir zurück und sah Alby geschockt an. "Wir.. Eh.." Er warf mir einen hilfesuchenden Blick zu.
"Duschen", antwortete ich. Glitt unauffällig vom Waschbecken herunter.
Der Anführer, der uns zuerst sehr geschockt angesehen hatte, wurde langsam wütend und ich hatte das blöde Gefühl, dass er vor allem auf mich wütend war. "Minho, geh schon einmal ins Gehöft, Cassandra kommt nach wenn sie geduscht hat. Und wenn sie wieder Kleidung trägt. Ich denke es ist Zeit für eine Versammlung."
Verdammt. Ich sah Minho an, der die Lippen fest aufeinander presste und sein Hemd zuknöpfte.
"Minho, ich..."
"Lass gut sein, Cassandra", murmelte er nur und verließ mit fliegenden Schritten und ohne mich noch einmal anzusehen den Raum.
Toll. So abrupt konnte man mein Feuer also löschen.

Er hatte tatsächlich alle geholt. Ins Gehöft. Gally, Minho, Bratpfanne, Zart, Winston, Jeff und Clint, selbst Newt. Ich würde mich vor meinem besten Freund erklären müssen. Tschüss Contenance, hallo Scham.
Newt empfing mich mit einem sorgenvollen Gesichtsausdruck. "Was hast du bloß gemacht?"
"Eh... Alby hat mich und Minho in der Dusche getroffen."
"Ja und?"
"In einer etwas... eh... prekären Situation."
Newt schloss fassungslos die Augen. "Manchmal zweifle ich an deiner Intelligenz."
"Ja, wem sagst du das..."
Ich machte mir schnell noch einen Dutt und wollte mich zu Minho stellen, der nur kurz den Kopf schüttelte.
Bitte. Nicht schon wieder dieses Kopf schütteln. Aber ich sah es ein. Wir waren quasi angeklagt und wir sollten die Situation nicht noch schlimmer machen.
"Nun, weshalb ich euch hergebeten habe", sagte Alby und sah einen nach dem anderen an, "ist folgender Grund: Die Beziehung zwischen Cassandra und Minho."
"Alby, das ist nicht unsere Sache", meinte Gally.
"Doch. Nick hat die Beziehung erlaubt, wenn sie nicht in der Öffentlichkeit ausgetragen wird. Die Duschen sind die Öffentlichkeit."
"Wir müssen manchmal zusammen in die duschen", sagte Bratpfanne. "Dafür sind wir zu viele Lichter und haben zu wenige Duschen."
"Ja, das sehe ich vollkommen ein. Aber was ich nicht einsehe ist, wenn man auf dem Waschbecken treibt."
Meine Zähne knirschten als alle Augenpaare sich auf mich richteten. Ich senkte den Blick.
Gally sah mich mit dem gleichen Gesichtsausdruck wie Newt an: Cassy, du dumme Blondine.
Ja, ich hatte es begriffen.
"Es ist nun Mal ein Regelverstoß", redetet Alby weiter, "und daher musste ich diese Versammlung einberufen und daher muss ich eine Strafe vorschlagen. Doch vorher müssen wir noch eine Sache klären: Wer von euch beiden hatte die Idee?"
Ich runzelte kurz die Stirn. Die Idee?
"Ich", sagte Minho sofort. "Testosteron."
"Hör auf", murmelte ich, "du musst das nicht machen." Ich hatte schnell überlegt wer weniger verlieren würde und das war definitiv ich. "Ich habe versucht Minho zu... verführen und habe es auch beinahe geschafft. Ich hätte es geschafft, wenn Alby nicht hineingekommen wäre." Die Blicke der anderen ließen mir die Röte ins Gesicht schießen.

Gedankennotiz: Sich nie wieder so gedemütigt fühlen.

Newt seufzte neben mir auf. "Mensch, Blume..."
"Was ist dein Vorschlag, Alby?", fragte Gally leise.
"Nun, wäre es von Minho ausgegangen hätte ich ihm ein paar Tage Bau verordnet. Wir brauchen ihn als Hüter. Aber Cassandra..." Alby sah mich an. Dann Minho. "Leute, wenn ihr euch nicht unter Kontrolle habt, dann muss ich eure Beziehung verbieten. Was wäre gewesen, wenn jemand anders euch gesehen hätte?"
"Tu das nicht, Alby, bitte", flüsterte ich. "Ich habe ihn erst wiederbekommen."
Er machte eine hilflose Geste. "Cassandra... Irgendwie müssen wir dich noch immer beschützen. Ich denke wir bestrafen dich zweifach: Erstens, du wirst nie wieder hinaus ins Labyrinth gehen. Minho hätte es wahrscheinlich grundsätzlich nicht zugelassen, aber naja. Du arbeitest ab sofort bei den Schwappern. Und zweitens, was auch eine indirekte Strafe an Minho ist, du wirst mit einem anderen Jungen nie wieder einen Raum allein, länger als zehn Minuten teilen. Diese Zeitspanne ist in Ordnung, ich will deine Beziehung zu irgendeinem Lichter wirklich nicht untersagen. Aber wir dürfen hier auch nicht alle Sittlichkeit sausen lassen."
Sittlichkeit sausen lassen? Bevor ich mich zurückhalten konnte flüsterte ich wütend: "Meinst du Nick hätte ebenso entschieden?"
"Cassy, nicht!" warnte Newt.
"Meinst du er hätte mich, die das Labyrinth in und auswendig kennt, auf der Lichtung eingesperrt, damit sie verrückt wird und ihr dann auch noch die einzig kostbaren Momente geraubt?"
Alby verschränkte die Arme und wollte etwas sagen, doch ich unterbrach ihn geradezu hasserfüllt. Meine Stimme war lauter und lauter geworden. "Nicht nur, dass wir hier bloß gestellt werden, nein, wir dürfen uns Dank deiner Gnade zehn Minuten sehen! Und dann machst du mich zur Schwapperin, was mir selbst die Zeit mit Newt stiehlt?" Ich schüttelte angewidert den Kopf.
"Cassandra, meines Erachtens nach kannst du dich glücklich schätzen, dass ich dich nicht verbanne", sagte Alby emotionslos.
"Für was das denn?", fragte Zart.
"Für den Mord an Nick."
Ich wurde kalkweiß.
"Ich hätte Newt jeden anderen das Messer ins Herz rammen lassen, nur nicht ihm. Aber alle hier sind so in dich vernarrt, dass sie lieber ihren Anführer sterben sehen als dich. Und egal was die anderen dir alles so zuflüstern... Du bist an seinem Tod Schuld. Nur du. Weil du dich für so besonders hältst, dass deine Beziehung zu Minho wichtiger ist als alles andere."
Ich blinzelte und versuchte meine Tränen zurückzuhalten. Newt hatte Nick umgebracht? Warum hatte er mir nie davon erzählt? Ich dachte er würde mir vertrauen...
Diejenigen, welche noch nicht von Nicks Art zu sterben gehört hatten, sahen mich geschockt an. Und verletzt. Ich konnte nichts zu meiner Verteidigung anheben. Rein gar nichts. Denn ich glaubte Albys Worten.
"Ich denke die Versammlung ist beendet", sagte Alby. Die neue Regel gilt mit sofortiger Wirkung."
Bevor mich irgendjemand aufhalten konnte, sprintete ich aus dem Versammlungsraum im Gehöft und rannte die Treppen hinauf. Mein Herz raste und ich spürte die Panik in meinen Adern brennen. Ich schnappte nach Luft und konnte vor Tränen kaum etwas sehen. Ich krümmte mich wie unter Bauchschmerzen zusammen.
Da wusste ich, wohin ich gehen musste. Rannte an allen Türen vorbei, bis ich bei Nicks Zimmer angekommen war und hineinstürmte. Ich schloss ab und sah mich um.
Als wäre er gerade erst gegangen. Ich wandte mich zur Tür, starrte sie an, flehte sie würde aufgehen und Nick würde, leicht in Gedanken versunken, hineinkommen.
Aber sie öffnete sich nicht. Das zerwühlte Bett würde weiterhin kalt bleiben. Staub würde sich auf dem Tisch und den Lampen sammeln, seine Kleidung würde ungetragen weiterhin unordentlich aus der Kiste hängen. Der Spiegel würde nie wieder sein Spiegelbild zeigen. Minho, Chuck und Newt hatten es für eine Woche geschafft mir meinen Schmerz zu nehmen. Jetzt kam er zurück.
Wie ein Tsunami rollte er über mich hinweg und machte mich blind. Blind vor Trauer, vor Wut, vor Hilflosigkeit und vor Schuld.
Ohne nachzudenken nahm ich den Spiegel vom Haken und schlug ihn an die Tischkante.
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