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I still dream of you - Minho und Cassy

GeschichteAbenteuer, Sci-Fi / P16 / Gen
Gally Minho Newt Thomas
07.10.2015
22.11.2015
68
146.207
49
Alle Kapitel
150 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
26.10.2015 2.111
 
OH man, ich komme gerade aus dem Latein-Unterricht (ja um 21:00, bitte habt Mitleid) und ich bin so am Boden zerstört, da ich wirklich NICHTS begriffen habe :( Wirklich, macht niemals Latein an der Uni. Niemals. Niemals, niemals, niemals. Daher auch ein etwas späteres Kapi...

So genug geheult :D
Vielen, vielen Dank für die Reviews! Ich wünschte, ich könnte mehr darauf antworten, aber das ist momentan leider nicht drin. Fühlt euch alle gedrückt und geherzt <3 :**

Und... die Story wurde mittlerweile 2.000  angeklickt (ja, es gibt wahrscheinlich Storys, die das toppen, aber darum geht es mir nicht) und ich finde das Wahnsinn :o

Viel Spaß und tut mir Leid, falls meine Latein-Trauer etwas in die Story mit hineingeschwappt ist...
*-*
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Kapitel (39) Erdbeeren schneiden und Äpfel essen

"Oh man."
"Absolut. Komm." Newt zog mich hoch und zusammen gingen wir zur Box, wo bereits Alby stand. Nach und nach kamen auch die anderen Lichter dazu. Alby und Gally öffneten die Box und schlugen die Gitter zurück. Ich musste suchen, bis ich den Frischling ausgemacht hatte. Er war leicht mit einem der Lebensmittelsäcke zu vergleichen, so gekrümmt, wie er da lag.
"Ist er tot?", fragte jemand.
Ich verdrehte die Augen. Ja klar. Neuerdings wurden uns Tote geschickt. Alby sprang hinein und rüttelte den Jungen an der Schulter. "Hey, Frischling, alles klar?"
Das Bündel bewegte sich und ich sah in ein dickes Gesicht, mit strahlend blauen Augen und vielen braunen Haaren, die in das Gesicht hingen. Und ich sah die vielen Tränenspuren auf den Wangen.
"Hey, willkommen", sagte Alby noch einmal. "Magst du hinaufkommen?"
Die blauen Augen weiteten sich schreckensstarr. Ach herrje.
"Hey, Boss, lass mich mal", sagte ich und winkte Alby hinaus. Reichte ihm die Hand. Zog ihn hoch. "Lass eine Frau das regeln."
Geschmeidig sprang ich in die Kiste und ging neben dem Jungen in die Hocke. "Ich bin Cassandra. Erkennst du etwas, oder blendet dich das Licht noch?"
Er schüttelte den Kopf.
Okay... "Mhmm... wir hatten gerade Mittag, hast du Hunger? Ich könnte versuchen dir noch ein Brot zu beschaffen?"
Vorsichtiges Nicken.
"Magst du draußen essen?"
Die Augen huschten zu der Menschenmasse draußen. Ich sah Alby an und zog abwartend die Augenbraue hoch.
"Okay, ihr Strünke, Abmarsch!", rief dieser und verjagte alle. "Los, los, hopp, hopp."
"Besser?", fragte ich leise und diesmal nickte der Junge sofort.
"Ich kann mich nicht erinnern", flüsterte er. "Warum kann ich mich an nichts erinnern?"
"Das konnte niemand von uns", sagte ich leise. "Das ist normal. Dein Name wird dir noch einfallen und dann wird alles besser. Versprochen." Ich hielt ihm die Hand hin. "Komm. Lass uns etwas essen gehen."
Während ich in der Küche etwas zu Essen zusammensuchte, stellte sich Newt mit nachdenklichem Gesichtsausdruck neben mich. Der Greenie saß draußen auf einer der Bänke und sah sich total verängstigt um. Er kam mir wie eine kleine verängstige Kröte vor. Hach!
"Er ist verdammt jung, oder?", murmelte Newt.
"Absolut." Ich schüttelte den Kopf. "Warum schicken sie ein Kind?" Schnell suchte ich einen Löffel für den Eintopf.
"Da fragst du den Falschen." Er atmete tief ein. "Mal schauen ob er die nächsten Tage überlebt."
Ich sah ihn entsetzt an. Und schlug ihn mit dem Löffel hart auf den Oberarm. "Himmel, hör doch auf!"
"Au!" Newt funkelte mich wütend an. "Sag mal!"
"Wie hast du dich gefühlt, als du in der Box hochkamst?", fauchte ich. "Wahrscheinlich ebenso verlassen und verwirrt und verängstigt. Und du warst mindestens drei Jahre älter als er. Was auch immer man die an Erinnerungen geraubt hat, deine Psyche war reifer! Also reiß dich am Riemen!"
Wütend stapfte ich davon. Diese Läufer. Arrogantes Pack!
Am Abend saß ich mit dem Frischling noch immer auf der Bank. Newt und die anderen Hackenhauer – wobei er dieses Wort nicht auf sich bezog – hatten die Erdbeeren geerntet und wir begannen sie zu waschen, schneiden und zuckern. Heute Abend würde es auf jeden Fall einen tollen Nachtisch geben.
"Wo genau ist das Waschbecken?", fragte der Kleine und ich deutete in die Küche. "Einfach geradeaus. Rechts neben der Anrichte. Und lass dich von Bratpfanne nicht einschüchtern, er redet nicht gerne."
Ich schnipperte in der Zwischenzeit weiter, bis sich plötzlich jemand neben mich setzte. In Erwartung Newt zu sehen, sah ich lächelnd auf. Doch mein Lächeln gefror, als ich stattdessen Minho neben mir sah. Er hatte sich rittlings auf die Bank geschwungen, seine Haare hingen ihm etwas zu lang ins Gesicht und sein Shirt starrte vor Dreck.
Alles in mir schrie sich in seine Arme zu werfen. Ich vermisste ihn so unfassbar stark, dass mein Herz brannte.
"Was tust du denn hier?", fragte ich perplex.
"Ben hat sich den Knöchel verknackst und ich musste ihn zurückbringen. Und da wurde ich von einem höchst wütenden Newt empfangen, der mich angeschrien hat wie ein Verrückter. Er sagte du fühlst dich einsam." Seine Augen richteten sich auf mich. "Er sagte, du hättest an Selbstmord gedacht."
So viele Worte hatte er die ganzen letzten Wochen nicht mit mir gewechselt und ich war heillos überfordert. Ich starrte auf das Messer in meiner Hand und begann es geistesabwesend in die Tischplatte zu rammen. "Selbst wenn, was interessiert es dich?", fragte ich leise.
Minho räusperte sich. "Cassandra, wenn ich auch nicht sehr aufmerksam die letzten Tage war, so wollte ich dich niemals tot sehen! Ich habe..."
"Die letzten Tage?", unterbrach ich ihn fassungslos.
Minho war sichtlich aus dem Takt gebracht und spitze verwirrt die Lippen.
"Du hast in den letzten acht Wochen – zwei Monate lang! - kaum ein Wort mit mir geredet!", sagte ich leise und gefährlich. "Und das nenne ich nicht unaufmerksam, sondern verdammt ignorant und desinteressiert!"
"Ich musste auch einiges verarbeiten!"
"Ach. Das ich lebe? Das Nick tot ist? Das Alby Anführer ist? Was genau musstest du denn verarbeiten?"
Er schluckte. "Cassy... du warst tot." Seine Stimme war nur ein Hauch. "Du hattest keinen Puls mehr! Und ich dachte dich verloren zu haben, weil ich dummer Strunk dich unbedingt hatte haben wollen. Weil ich dich küssen und berühren wollte. Meine Arroganz hat dich beinahe das Leben gekostet!"
"Ja, Minho, ich war tot!", sagte ich und das Messer wurde noch einmal härter in die Tischplatte gerammt. "Aber ich lebe wieder. Und trotzdem behandelst du mich wie ein Geist. Als würde ich nur existieren, nicht genug um.. keine Ahnung um mit Worten bedacht zu werden." Zum tausendsten Mal an diesem Tag stiegen mir die Tränen in die Augen.
"Cassy..." Seine Hand ergriff die meine und ich zuckte regelrecht zusammen. Minho zog seine Hand sofort wieder zurück. "Ich weiß, dass du daran zweifelst, aber..." Meine Augen erdolchten ihn beinahe, so intensiv sah ich Minho an und er musste schlucken. "Cassy, ich liebe dich. Ich liebe dich und als ich dich in den Armen hielt und deine Haut immer kühler wurde, ist ein Stück von mir zerbrochen. Und ich weiß nicht, wie ich es heilen kann."
"Auf jeden Fall nicht, indem du mich mit deiner Ignoranz jeden Tag aufs Neue verletzt", flüsterte ich.
"Es tut mir Leid", sagte er leise und meinte es tatsächlich ernst. In seinen Augen glomm ein bittendes und schmerzvolles Licht, das mich meine Hand ausstrecken lassen wollte. Ich wollte ihm über die Wange streichen, in die Haare hinein. Wollte ihm einen Kuss auf die Stirn drückten und mein Gesicht an seinen Hals graben. Wollte über seine trockenen Scherze lachen und mich abends an seine Brust kuscheln.
"Cassandra, Bratpfanne sagt er bräuchte noch Tomaten fürs Essen", ertönte die Stimme des Frischlings und ich zuckte erschrocken zusammen.
Minho kniff die Augen zusammen und starrte ihn wütend an. "Wer bist du denn, Wicht?", knurrte er und ich warf ihm einen warnenden Blick zu.
"Das ist unser Greenie für diesen Monat", sagte ich betont ruhig. Dann wandte ich mich an eben diesen. "Ich komme mit dir zu Newt. Der kümmert sich momentan mit Zart um die Gräten."
"Wo ich morgen arbeiten muss?"
"Ganz genau."
"Das wäre Zeitverschwendung", murrte Minho. "Du bist 'nen Schwapper eindeutig. Außer du willst mit ins Labyrinth und als Happen für die Griewer enden, die sind so nervös die letzten Tage..."
Kopfschüttelnd sah ich Minho an, der jetzt zu realisieren schien, was er gesagt hatte.
"Komm, Kleiner, wir gehen zu den Gärten. Lassen wir das elende Läufer-Pack allein."
Ich nahm den Greenie bei der Hand
"Cassy!", rief Minho mir hinterher. "So war das nicht gemeint!"
Stumm ging ich weiter, während ich hinter mir Minho fluchen hörte und vernahm, wie er das Messer mit einer Wucht in den Tisch trieb, wie ich es niemals hätte tun können.
"Ey der Tisch war frisch gewachst!", rief Bratpfanne empört aus.

Ich saß mit angezogenen Beinen auf Newts Bett und las ein paar Abschriften, welche die Läufer nicht hatten zuordnen können. Und da ich schon nicht hinaus konnte, wollte ich dem Labyrinth zumindest so nahe sein. Nebenbei aß ich Äpfel.
Die Tür ging auf und Newt kam hinein. Sah mich erstaunt an und lächelte. "Du hebst meine Laune gerade enorm."
"Das nehme ich als Kompliment. Und warum?"
"Weil... keine Ahnung." Er warf sich neben mich ins Bett und ich schwankte wie auf hoher See auf der Matratze hin und her.
"Wie geht es deinem Bein?" fragte ich und hielt ihm eine Apfelschnitze vor die Lippen.
"Wird immer besser", nuschelte er mit dem Essen im Mund und ich musste grinsen. "Auskauen, Läufer", sagte ich und wuschelte ihm durch die Haare.
Newt grummelte etwas und zog mich hinunter in seine Arme. Ich kuschelte mich hinein und knabberte selbst an einem Apfel.
"Du solltest zu ihm gehen", murmelte Newt irgendwo in meinen Haaren.
"Nein."
"Doch"
"Nein."
"Doch."
"N..."
"Okay, das reicht."
Ich lachte. "Was soll ich bei ihm?"
"Keine Ahnung. Aber er hat den ersten Schritt getan oder? Nun musst du auf ihn zugehen."
"Wo sind wir hier, bei einer Vermittlungsagentur für geschädigte Liebespaare?"
"Wer weiß?"
Seufzend setzte ich mich auf und strich mir die Haare aus der Stirn. "Newt ich... ich weiß nicht wie ich mit alldem umgehen soll."
"Das wissen wir ebenso wenig, Blume. Weil wir jeden Tag mit neuen Dingen auseinandergesetzt werden. Wir müssen eben Erfahrungen sammeln. Aber wenn ich eines weiß, sodass er vor deiner Krankheit extrem eifersüchtig war. Auf mich."
Ich sah Newt über die Schulter hinweg an.
Er zog eine Augenbraue hoch. "Geh zu ihm und wenn es nur ein Zeichen deinerseits ist, dass es dir um ihn geht und du nicht bereits Ersatz gefunden hast."
"Newt, du bist mein bester Freund", sagte ich ernst, "und wenn ich eines weiß dann, dass ich alles für dich tun würde. Ich würde erneut an meinem eigenen Blut ertrinken, wenn es sein muss. Ich würde die Welt in ihren Fundamenten auseinander reißen, nur damit ich dich sicher und gesund weiß. Ich würde mein Leben geben, wenn es dafür deines retten würde. Ich würde in keiner anderen Person einen Ersatz finden, sollte dir etwas zustoßen und das Gleiche gilt für Gally und Minho. Du bist mehr wert als nur ein simpler Ersatz für irgendjemanden zu sein."
Er sah mich etwas überrascht an, bevor sich ein wunderbares Lächeln auf sein Gesicht schlich. So wunderbar, dass es meine Sorgen allesamt für ein paar Sekunden lang verscheuchte. Ich schloss kurz die Augen.

Gedankennotiz: Für die Familie alles zu tun ist schön und gut, raubt einem aber so manchen Nerv.

"In Ordnung, ich gehe zu ihm", sagte ich und gab mich geschlagen.
"Braves Mädchen", lächelte Newt. "Und sag mir, wie es lief."
"Oh, ich werde heute Abend wieder an deiner Schulter lehnen und heulen", versprach ich trocken. "Nur weil ich zu ihm gehe, heißt das nicht, dass ich es ihm leicht machen werde."
Sein Lächeln wurde zu einem Grinsen. "Das wird ein Spaß."
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