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[OS] Die Welt aus Glas

von Snaps
Kurzbeschreibung
OneshotSchmerz/Trost / P12 / Gen
Lucy Carlyle
06.10.2015
06.10.2015
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Die Welt aus Glas


Kurzbeschreibung: [OS] Lucy wusste schon immer das sie früh sterben würde. Vielleicht wusste sie es, weil ihr Vater vor ihr, früh gestorben war, vielleicht wusste sie es da sie einen Beruf ohne lange Lebenserwartung gewählt hatte. Als ihr Leben auf der Kippe steht, und ein Mann in einem langen schwarzen Umhang fragt ob sie zurück will sieht sie was passiert falls sie es nicht tut. (Mehr oder weniger von FanLanthonys One Shot funeral eulogy“ inspiriert.)


Vorwort:
Ich weiß ich habe ungefähr 3.00000 Fanfics und Hausaufgaben und so unnötiges Zeug an dem ich gerade arbeiten sollte, aber nachdem ich Tonys OS gelesen hatte, musste ich einfach das hier schreiben. Man könnte es vielleicht als Prequel dazu sehen, auch wenn es keine Paralleln gibt.
Ich glaube einer der Gründe weshalb ich das hier geschrieben habe ist, das ich den Oktober schon immer gehasst habe.
Alle schlimmen Dinge passieren im Oktober. Jedenfalls bei mir.
Egal ich hoffe euch gefällt dieser seltsame kleiner OS...ich bin zu krank um weiter zu denken sry.
Liebe grüße an Tony übrigens <3

Cheers
Snaps

Stannar så länge det går


Vad kan vi ändra på?


Jag hör allting som är bakom mig skrika


Du måste välja nu


Förlåta eller svika


- Förlåta eller svika (Den Svenska Björnstammen & 047)




Ich hatte schon immer gewusst dass es nur eine Frage der Zeit sein würde, bis man mir die Lichter ausknipsen würde. Als ich nach London zog und anfing mit Lockwood und George zu arbeiten, wusste ich das sich die Gefahr eines plötzlichen Todes sogar noch steigerte.

An jeder Ecke lauerten Autos und Fahrräder und geisteskranke Psychopathen die beides oder nur ihre eigene Körpermasse verwendete um einen umzubringen. Während ich im Norden nur mit kleinen Geistern Typ 1 rechnen musste (oder verrückte Katzenladys die mit einem so starken Yorker Akzent sprachen das selbst ich, die nicht weiter im Norden Englands hätte aufwachsen können nicht verstand was sie eigentlich von mir wollten) musste ich mich in London nicht nur mit einem Sprachlichen Unterschieden auseinander setzten, sondern wöchentlich, wenn nicht sogar täglich, mit starken Typ 2 Geistern rumschlagen. (Und in meinem zweiten Jahr sogar mit einem Schädel der Stufe Typ 3, der nichts Besseres zu tun hatte, als mich zu nerven, und regelmäßig zu versuchen mich um zubringen. Andererseits war er ganz nützlich und irgendwie liebenswert.)

Ich würde nicht behaupten besonders tollpatschig zu sein, aber nach Jahren in den ich von Stühlen fiel, über Geländer stürzte, meine Hände auf Herdplatten legte und über meine eigenen Beine, Treppen runter stolperte war ich die ständige Angst um mein Leben gewohnt.

Ich hatte persönlich immer gehofft dass ich in einer coolen Explosion sterben würde. Die Realität war deshalb etwas…sagen wir enttäuschend. Dafür war der Schmerz nicht minder intensiv. (Und mein Opfer nicht weniger bedeutend.)

Als ich wach wurde, fand ich mich in einem endlos wirkenden, weiß leuchtenden Raum wieder. Zu meiner Überraschung fühlte ich gar nichts.

Ich trug immer noch den schwarzen Rock und mein schwarzes T-Shirt- die Kleidung in der ich gerade eben gestorben war. Oder lebte ich noch? War das hier das Leben nachdem tot?

Ich runzelte die Stirn und schaute mich verwirrt um. Ich war komplett allein, in diesem seltsamen, weißleuchtenden Raum. Um mich herum war alles still. Ich seufzte. Wenn so das Leben nachdem tot war, konnte es nur noch besser werden. Ich verschränkte die Arme vor der Brust.

„Ah, Lucy.“ ich zuckte zusammen und wirbelte herum. „Ich fragte mich schon wann du mich besuchen kommen würdest.“

Vor mir stand ein großer Mann, in einem schwarzen Mantel. Es war kein normales schwarz- jedenfalls keins das ich jemals gesehen hatte. Es war so dunkel und intensiv, und der Mantel schien zu atmen, und das verwirrte mich.

„W-Wer bist du?“ fragte ich und bemühte mich das zittern aus meiner Stimme zu verbannen. Obwohl er gutaussah, und mich charmant angrinste, machte er mir Angst.

Er lachte. „Ich glaube du kennst mich am ehesten unter dem Name Tod auch wenn ich den Namen Steve vorziehe.“

„Das heißt ich bin tot?“

Er schüttelte, beinahe bedauernd, den Kopf. „So sehr ich mich auf freuen würde, dich in meinen Reihen aufzunehmen- noch lebst du. Das hier-“ er wedelte mit den Armen wie ein Fisch an Land herum. „ist der Platz zwischen deiner Welt und naja…meiner Welt.“

Ich pfiff. „Nice.“

Er lachte erneut. „Das ist der Grund warum ich nicht darauf warten kann dass du stirbst.“

Das war ein sehr seltsamer Satz und ich hatte keine Ahnung ob ich lachen oder verstimmt sein sollte. Das war doch eine sehr seltsame Situation. Ich runzelte die Stirn.

„Also was mache ich hier?“

„Du entscheidest dich.“ Ich sah ihn fragend an.

„Gehst du weiter oder bleibst du hier.“

„Kann ich zurück?“ Er schüttelte den Kopf. Ich biss mir auf die Lippe. Ich wollte nicht sterben, aber ich wollte nicht bis alle Ewigkeit hier bleiben.

„Ich darf dich nicht zwingen oder beeinflussen, aber ich kann deine Entscheidung etwas leichter machen.“

Er deutete auf eine große Scheibe, die ich zuvor noch nicht bemerkt hatte. Ich lief darauf zu und schaute hinein.

„Wenn du hier bleibst wirst du zu dem was sie jagen…wenn du weiter gehst wird das passieren.“ ich schaute in die Scheibe, und es war wie ein Fenster. Zuerst war ich verwirrt, dann erkannte ich dass ich in mein eigenes, bleiches aber friedliches Gesicht blickte. Ich drehte mich zu Steve um (es fühlt sich einfach besser an Steve statt Tod zu sagen.), aber er war verschwunden.

Lockwood hielt meine Hand und George saß neben ihm, das Gesicht in Händen vergraben. Beide waren bleich und zitterten. Als ich mich genauer umsah, konnte ich Flo in einer Ecke ausmachen, wie sie stumm an der Wand auf und abrutschte.

Ein Arzt lief in das Zimmer und schüttelte bedauernd den Kopf. Er schluckte. „Die Stadt London und die BEPÜB wollen sie mit verschiedenen Orden ehren, für ihr tapferes Opfer….Sie sollten ihre Familie informieren.“

„Wir sind ihre Familie.“ ich hätte niemals erwartet das Lockwoods Stimme so brüchig klingen könnte.

„Dann tut es mir sehr leid.“ Flo stieß einen Laut aus den ich ihr niemals zugetraut hätte. George stöhnte und sank in einer seltsamen Bewegung von seinem Stuhl. Lockwood weinte nicht. Er schaute mich nur mit leerem Blick an und streichelte sanft über meine Hände. Es fühlte sich gerade so an als würde er sie wirklich halten.

Steve tauchte plötzlich hinter mir auf und legte eine Hand auf meine Schulter. „Das ist war gerade passiert…Wie hast du dich entschieden Lucy?“

Ich spürte wie meine Augenwinkel brannten. Sie hielten mich für tot. Ich starrte weiter auf die Scheibe und sah wie die Monitoren um mich herum ausgeschaltet wurden, und Schläuche aus meiner Brust gezogen wurde, und wie Lockwood weiter über meine Hand strich, als würde es mich zurück bringen.

„Lucy?“

Ich holte tief Luft und löste meinen Blick von der Scheibe. Mir fiel ein wie ich gestorben war (im verzweifelten Versuch George, Flo und Lockwood zu retten hatte ich meine einzige Verteidigung, in diesem Fall meinen Degen, auf die drei Geschleudert…der Rest war recht unschön gewesen.) und ein seltsames Gefühl über kam mich.

„Ich gehe zurück.“

„Lucy das geht nicht.“ sagte der Tod bedauernd und sein lächeln verschwand. „Du bist gerade offiziell gestorben. Du hast keinen Körper mehr-“

„Das ist mir egal! Ich gehe zurück.“ ich streifte seine Hand ab und schaute ihn feindselig an. „Und du wirst mich nicht aufhalten.“

„Das werde ich nicht.“ ich lief durch den Raum und schaute mich genau um. Hier musste es doch irgendwo eine verdammte Tür geben oder nicht?! „Denn es ist nicht möglich Lucy! Hörst du? Es geht nicht!“ den letzten Teil brüllte er beinahe.

Ich hopste auf und ab, wie ein bockiges Kind. „Ich will aber!“

„Es geht aber nicht!“

Die Hoffnung die in mir aufgekeimt war, verschwand so schnell wie sie gekommen war, und auf einmal schämte ich mich. Steve musste auch seinen Job machen und…

„Ich meine du kannst deine Freunde nicht retten, aber du wirst sie sowieso bald wieder sehen. Lockwood wird sein leben in gut zwei Stunden vorzeitig beenden also…“

Lockwood. Tot. Oh Gott-

Die Welt um mich herum löste sich auf. Steves Mund klappte auf. „Was zur Hölle?!“ brüllte er über das Geräusch von explodierenden Glases.

„Ich werde ihn nicht sterben lassen! Ich meine, das ist doch der Grund warum ich überhaupt hier bin oder?“

Dann explodierte die Welt in einem hellen Lichtblitz.

Ich hatte schon immer gewusst dass es nur eine Frage der Zeit sein würde, bis man mir die Lichter ausknipsen würde. Als ich nach London zog und anfing mit Lockwood und George zu arbeiten, wusste ich das sich die Gefahr eines plötzlichen Todes sogar noch steigerte.

Aber jener Mittwoch, an dem Ärzte mich offiziell für tot erklärten und ich mit einem Mann Names Steve sprach, war nicht der Tag. Und glücklicherweise sollte dieser Tag noch in ferner Zukunft liegen.
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