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Alice im Tollpatschland

GeschichteHumor, Fantasy / P12 / Gen
Alice
05.10.2015
03.11.2015
3
1.190
 
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05.10.2015 517
 
Hi, ich bin Alice und ich bin kein gewöhnliches Mädchen, aber das habt ihr euch sicherlich schon gedacht. Normalerweise tappe ich andauernd in irgendwelche Fallen oder laufe wo gegen. Sozusagen werde ich vom Pech verfolgt. Doch das tut hier nichts zur Sache.

Momentan fahre ich mit meinen Eltern zur restlichen buckligen Familie. Sie sind allesamt schrecklich! Meine Oma ist überfürsorglich und versucht alle zu bemuttern, mein Opa ist stets mies gelaunt, daher meckert er auch die ganze Zeit und spuckt der Verwandtschaft oder sonstigen Leuten, die er nicht leiden kann ins Glas, wenn sie gerade mal abgelenkt sind. Zu guter Letzt meine "liebste" Tante und mein "liebster" Onkel, welche beide immer nur mit ihrem Reichtum protzen und von ihren zahlreichen Geschäften erzählen. Wie langweilig! Doch trotzdem hab ich es bis jetzt überlebt. Ich hoffe, dass es auch dabei bleibt, doch in dieser Hinsicht bin ich mir nicht so sicher...

Die Fahrt dauerte 8 Stunden. In dieser Zeit nervte mich mein Vater damit, was ich einmal werden möchte und ob ich denn sein Immobiliengeschäft später einmal weiterführen würde. Dabei weiß er ganz genau, dass ich kein großer Fan von seiner Arbeit bin. In den nächsten paar Minuten hatte ich glücklicherweise meine Ruhe, bis meine Mutter mich fragte:"Möchtest du etwas essen, Schätzchen?" ."Nein danke, Mom."Ohne mich zu beachten, reichte mir meine Mutter einen großen Teller mit Milchreis. In diesem Augenblick fuhren wir eine   hucklige Straße entlang. Also geschah das, was geschehen musste.

Der Teller rutschte meiner Mom aus der Hand und ich bekam den ganzen Schmadder ab. Mein ganzes Gesicht bestand vollkommen aus Milchreis und auf meinem schönen hellblauen Kleid prangte ein riesiger roter Fleck (von der Kirschsoße). Wie gesagt, ich wurde vom Pech verfolgt...

Endlich waren wir da. Doch bevor ich überhaupt aussteigen konnte, riss mir meine Oma mein Kleid vom Leibe, um es von den vielen Flecken zu befreien. "Alice, Liebes, wie rennst du denn schonwieder rum? Aber keine Sorge, Oma macht das schon." Soviel zu der Begrüßung. Nun stand ich halbnackt vor unserem Auto und durfte meinen Koffer durch den gesamten Hof tragen, damit es auch ja jeder sehen konnte. Richtig klasse! Doch leider war das noch nicht alles. Da es die letzten Tage öfters geregnet hatte, waren natürlich auch viele Pfützen auf dem Hof. Da ich ein so großer Tollpatsch bin, rutschte ich natürlich prompt aus und landete im Matsch...

Im Anwesen meiner Großeltern suchte ich als allererstes das Bad auf, um mich zu reinigen. Leider hatte ich nicht beachtet, dass es auf dem Weg dorthin ein Glastür gibt, weswegen ich gegengerannt bin, was übrigens höllisch weh tat. Anschließend brachte mir meine Oma mein frisch gewaschenes Kleid vorbei, welches nebenbei gesagt, aussah wie neu. Als ich es jedoch anzog, bemerkte ich, dass es irgendwie eingegangen sein musste. 'Ich sehe aus, wie eine Presswurst', dachte ich auf dem Weg zum Speisesaal. Es dauerte ganze 10 min bis ich dort ankam. Alle warteten bereits auf mich. Ich spürte, wie ich von ihren Blicken durchbohrt wurde, verständlich, wenn man meinen Aufzug bedachte.
 
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