Better off alone

von Theta Xi
GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P16
29.09.2015
17.01.2016
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29.09.2015 602
 
Erst einmal: Ja, die Ganze Geschichte wird aus der Sicht von Dave erzählt werden. (Bzw. etwas später wird auch seine Begleiterin ihren Platz auf seinem Audiorecorder finden.) Audioaufzeichnungen sind meiner Meinung nach eines der intensivsten Erzählmedien in den BioShock-spielen, weswegen ich dieses Feeling einfach einfangen und weiterspinnen wollte/will.
Des Weiteren sollte ich vielleicht erwähnen, dass ich selbst mit der Geschichte so gut wie fertig bin, aber bis dato nicht ernsthaft geplant hatte sie wirklich zu veröffentlichen. Was wohl daran liegt, dass ich nie wirklich zufrieden mit meinen Projekten bin, und sie gut und gerne mal eine Weile lang 'ziehen lasse', weswegen ich hier wohl auch eher immer mal wieder ein Paar kleine Häppchen einstreuen werde anstatt gleich den ganzen Brocken zu posten.
Und last but not least: Einen ganz herzlichen Dank an meine bessere Hälfte; meinen grossen Helden, der mich überhaupt erst dazu motiviert hat, etwas im BioShock-Universum angesiedeltes zu schreiben, um mir selbst eine kleine kreative Spielwiese zu schaffen. <3


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'Grässliche Kreaturen'
4. August 1967 ~ David 'Dave' Dillinger
„Heute habe ich zum ersten Mal eines von diesen... Dingern... Live gesehen... Immer wenn ich denke das reizende Leben in diesem Dreckloch umgeben von Psychopathen und Irren könnte nicht noch gruseliger werden...
Schon warnt 'Die Familie' davor, sich nicht mit ihnen anzulegen wenn einem der eigene Arsch teuer ist, und tauft sie liebevoll und werbewirksam 'Big Sister'.
...Ich weiss echt nicht, wer unheimlicher sein soll: Diese abgemagerten Big Sisters, von welchen ich lieber gar nicht erst zu ende denken will, was es mit ihnen auf sich hat, oder die Familie mit ihrer geisterhaft säuselnden Sprecherin, welche in ihrem gehirnwaschenden Unterton von Selbstlosigkeit faselt, aber ganz offenkundig noch nie einen Fuss in einen Slum gesetzt hat..
Und da sind wir wieder... Mein Revolver und ich, am Ende der Geschichte auf uns allein gestellt, weil alles und jeder um uns herum uns schlichtweg eine Scheiss-angst macht...
Wenn man wie ich als Aussenseiter aufwächst; als einer der wenigen die sich – nach dem was sie um sich herum so tag-täglich sehen – bewusst dafür entschieden haben sich nicht in der vagen Hoffnung auf irgendwelche taktischen Vorteile blind das Hirn wegzusplicen, dann wird einem früher oder später schlagartig bewusst, dass das Paradies von dem jeder einem sein ganzes Leben lang vorgeschwärmt hat, niemals existiert hat.
Ich erinnere mich noch, wie meine Eltern Beth und mir damals eingeimpft haben, was für ein ausnehmendes Glück wir doch hätten, an diesem Ort hier aufzuwachsen, und wie viel Elend und Monstrosität es doch an der Oberfläche – jenseits von Rapture – gäbe. Scheiss drauf... Entweder ist es dort wirklich schlimmer als ich es mir meinem bescheidenen Resthirn ausmalen kann, oder aber – und dessen bin ich mir sicher – Ich bin einfach nur, wie alle Rapturegeborenen, mit einer gehörigen Portion verzweifeltem Selbstbetrug erzogen worden.
Sein wir doch mal ehrlich... Man kann sich alles schönreden. Das merk' ich jedes Mal wieder, wenn ich diese gruselige Doctor Lamb von Erlösung und Paradies faseln höre.
Wie ich das so – nach meinen bisherigen 17 Jahren vor mich hin-überleben sehe – ist die einzige Erlösung wohl oder übel der Tod.
Ich hasse mein Leben, und diese mich umgebende Welt... Aber ganz offenbar hasse ich das alles noch nicht genug, denn sonst wäre wich wohl nicht noch immer am Leben.
Und dann... Schlagartig - fällt mir auf einmal wieder ein warum ich noch immer hier bin und weitermache...
Die vage, törichte, kindische Hoffnung, dass der einzige Mensch an dem mir etwas liegt noch irgendwo da draussen am Leben sein könnte, und auf mich wartet...“
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