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It's a love-hate-thing

GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P18 / Gen
Ashton Irwin Luke Hemmings OC (Own Character)
28.09.2015
04.09.2017
67
249.552
21
Alle Kapitel
126 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
03.01.2017 4.086
 
Heya Brownies ^^
Entschuldigt, dass das Kapitel nicht schneller kam, ich hatte es eigentlich schon wieder ne Weile fertig, hatte dann aber ewig keine Zeit nochmal drüber zu lesen und war auch nicht ganz zufrieden mit dem Ende...
Lasst mich wissen, was ihr davon haltet :D
Hoffe es gefällt euch ^^
lG Schoko <3 ^^

P.S.: Und noch ein gutes neues Jahr!

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Kapitel Neunundfünfzig - „Kunstbanausen.“


„Spielen wir jetzt noch ne Runde oder was?“
„Aber sicher!“, antwortete Luke und ließ Nora wieder los.
Diese warf einen kurzen Blick auf ihr Handy, dann nickte sie lächelnd. „Eine Runde ist noch drin, denke ich.“
„Lasst uns lieber irgendeinen Film anschauen“, murrte Ashton.
„Ja, dafür wäre ich auch“, stimmte Calum ihm zu und legte den Controller aus der Hand.
„Ihr habt bloß Schiss, dass Nora und ich euch diesmal wirklich in die Pfanne hauen“, prahlte Luke und ließ sich grinsend wieder auf das Sofa fallen. „Aber ich komm auch damit klar, wenn wir einen Film schauen.“
Nora zuckte mit den Schultern und öffnete den Pferdeschwanz, zu dem sie ihre Haare gebunden hatte, um sie aus dem Weg zu haben. „Und welcher Film?“
„Damenwahl“, schoss es prompt aus Ashton heraus und sie lachte auf.
„Alles klar.“
Michael sprang aus dem Nichts plötzlich auf und verkündete lautstark: „Fangt schon mal ohne mich an, ich skype jetzt mit Leo!“ Und damit lief er breit grinsend mit dem Handy in der Hand aus dem Raum.
„Viel Spaß!“, rief Luke ihm hinterher, woraufhin es im provokanten Tonfall zurückhallte: „Danke, werd ich haben! Auf jeden Fall mehr als du!“
Die Jungs begannen zu johlen, während Nora sich schon mal vor das Regal stellte, in dem sich die bereitgestellte Filmauswahl des Hotels befand, und sich krampfhaft das Grinsen verbiss.
Wenn sie neulich nicht alles falsch gemacht hatte, dann hatte Luke sogar verdammt viel Spaß gehabt...
„Bist du dann mal so weit, Golden?“, rief Ashton nach fast fünf Minuten, aber sie verdrehte nur die Augen und winkte ab.
„Jetzt hetz mich doch nicht.“ Schließlich wählte sie doch noch einen Film aus und präsentierte ihn den Jungs mit stolzer Miene.
„Du magst Marvel?“, erkundigte Calum sich überrascht und nahm den Film, um die DVD einzulegen.
„Ich hab ehrlich gesagt noch nie einen der Filme gesehen“, gestand sie und setzte sich neben Ash.
„Dann wird' ja Zeit“, antwortete der Bassist und schnappte sich im Zurückgehen die Fernbedienung die auf dem niedrigen Couchtisch lag.
Er setzte sich neben Nora, drehte die Lautstärke nach oben und lehnte sich dann entspannt zurück.
Nora dagegen hoffte einfach, dass sie überhaupt lange genug wach bleiben würde, um etwas von dem Film mitzukriegen.

Obwohl der Film wirklich spannend war, wurde es mit der Zeit doch immer anstrengender für Nora auf den Bildschirm zu starren und die Augen dabei auch wirklich offen zu lassen.
Sie lehnte sich zurück und legte den Kopf in den Nacken, dann atmete sie tief durch und versuchte ein Seufzen zu unterdrücken.
„Gefällt dir der Film etwa nicht, Kleines?“, hörte sie eine tiefe, unverkennbare Stimme und sie drehte den Kopf etwas nach links, um Luke zu zeigen, dass er ihre Aufmerksamkeit hatte.
„Doch“, antwortete sie schließlich und öffnete die Augen schwerfällig wieder.
Ashton, der zwischen ihnen saß, hatte sich gespannt vorgelehnt und langte nach der Fernbedienung, um den Ton noch lauter zu stellen.
Luke wandte sich Nora nun ganz zu und legte einen Arm auf die Lehne, wohl um es bequemer zu haben. „Besonders begeistert siehst du aber nicht aus.“
„Mmm...“ Sie hielt sich die Hand vor den Mund als sie gähnte und kuschelte sich dann tiefer in Lukes Sweatshirt-Jacke. „Ich bin todmüde.“
Schmunzelnd schüttelte er den Kopf und setzte an etwas zu erwidern, als er recht grob von einem erbosten „Psst!“ von Ashton unterbrochen wurde.
Dem folgte ein gegrummeltes „Kunstbanausen“ was Nora und Luke nach einem kurzen Blick in unterdrücktes Lachen ausbrechen ließ.
Nach dieser kurzen Unterbrechung konzentrierten sich wieder alle auf den Film – naja, bis auf Nora.
Sie versuchte es wirklich, aber ständig lenkte sie etwas ab, ob es eine kleine Bewegung aus dem Augenwinkel oder nur der Geruch von Lukes Jacke war, der sie aus dem Konzept brachte.
Als sie einen kurzen Blick an Ashtons Rücken vorbei auf Luke warf, drehte der plötzlich den Kopf und lächelte sie an.
Beschämt, weil er sie beim Starren erwischt hatte, erwiderte sie das Lächeln mit roten Wangen und starrte dann auf ihre Knie. Sie meinte Luke leise lachen zu hören, aber als sie wieder zu ihm schielte, verfolgte er das Geschehen auf dem Bildschirm.
Irgendwann kam auch Michael wieder zurück, der sich zwischen Nora und Calum quetschte.
„Was hab ich verpasst?“, fragte er, nachdem er sich ächzend Platz verschafft hatte.
„Frag nicht Nora, die schläft schon seit dem ersten Drittel“, erwiderte Ashton trocken, was ihm einen leichten Schlag gegen den Oberarm von dem Mädchen einbrachte.
„Stimmt doch überhaupt nicht!“
„Ach ja?“ Mit einem provokanten Grinsen im Gesicht drehte Ashton den Kopf in ihre Richtung. „Dann fang mal an Mike zu erklären, was bis jetzt so passiert ist.“
„Ähm, also...da war...dieser eine Typ und der-...“
„Dieser eine Typ!“, unterbrach Ash sie höhnend. „Da fängt's ja schon an.“
Nora sah ihn verständnislos an und schüttelte dann bloß den Kopf. „Alter, du bist so eine Drama Queen, Irwin.“
Calum verschluckte sich beinahe an dem Wasser, das er gerade trinken wollte und kicherte dann in sich hinein. Luke machte sich die Mühe gar nicht erst, er lachte einfach laut los und kassierte dafür einen Schlag von Ash.
„Was? Was hat sie gesagt?“, wollte Michael wissen und Nora wiederholte ihre Worte ein bisschen lauter.
Das trug nicht gerade dazu bei, dass Luke oder Calum sich beruhigten.

Schließlich konzentrierten sie sich wieder auf den Film, nachdem Ash sich beschwert hatte, dass sie sowieso schon total viel verpasst hatten und dass es allein Noras Schuld war.
„Und du nennst dich mein bester Freund? Tzz!“, hatte sie gespielt beleidigt von sich gegeben, aber Ashton hatte scheinbar desinteressiert mit den Schultern gezuckt.
„Kannst dich ja auch neben Luke setzen, wenn das so viel besser ist...?“
„Weißt du was, das werd ich auch“, hatte sie zur Überraschung aller Anwesenden – einschließlich sich selbst – verkündet, war aufgestanden und hatte sich auf die Armlehne neben Luke gesetzt.
„Hallo neue Sitznachbarin“, begrüßte er sie verschmitzt lächelnd und sie biss sich auf die Unterlippe um sich das Grinsen zu verkneifen.
„Hey Luke“, erwiderte sie amüsiert.
„Du hast das jetzt nicht wirklich machen müssen, Nora“, ruderte Ashton zurück, aber die Schwarzhaarige warf die Haare in den Nacken und wandte den Blick ab.
„Ich wollte aber.“
„Ah ja. Leute, in welchem Paralleluniversum sind wir gerade gelandet?“, wendete der Drummer sich an die Jungs.
„Halt die Klappe“, lachte Nora und Luke versetzte Ash an ihrer Stelle einen Stoß in die Seite.
Ashton ließ sich das nur nicht so gefallen, wie er es vielleicht getan hätte, wäre Nora an Lukes Stelle gewesen. Es folgte eine kurze Rangelei, die damit beendet wurde, dass Nora beinahe vom Sofa fiel.
Am Ende war Ash auf dem Sofa gerutscht, sodass Luke Nora ein wenig mehr Platz machen und sie sich daraufhin zwischen ihn und die Armlehne quetschen konnte.
Luke schien das zu gefallen, zumindest dem breiten, selbstzufriedenen Grinsen auf seinem Gesicht nach zu schließen. Als der Blonde plötzlich den Kopf drehte und Nora mit einem belustigten Funkeln in den Augen angrinste, bemerkte sie, dass sie ihn schon wieder angestarrt hatte.
Verlegen sah sie zurück auf den Bildschirm, aber sie begriff nichts von dem, was sich dort abspielte. Luke legte einen Arm auf die Lehne hinter Nora und sie rutschte aufgrund des plötzlich fehlenden Widerstands gegen den Leadsänger. Sein Grinsen wurde wenn möglich noch breiter und er ließ seinen Arm – ganz aus Versehen natürlich – auf ihre Schulter fallen.
Ihr Blick schoss zurück zu Luke, der beinahe ertappt den Kopf nach vorne drehte. Ihr wurde warm, als sie begriff, dass sie ihn gerade dabei erwischt hatte, wie er sie angesehen hatte.
Immerhin war sie nicht die Einzige.
Von dem Augenblick an achteten sie mehr aufeinander als auf den Film und lächelten sich immer wieder an, was jedes Mal dazu führte, dass Noras Puls in die Höhe sprang und das Blut in ihre Wangen schoss.
Nach einer Weile nahm die Müdigkeit wieder überhand und Nora konnte die Augen nur noch schwer offen lassen. Das Geschehen auf dem Bildschirm wurde immer unschärfer und sie unterdrückte ein Gähnen. Die weiche Sweatshirt-Jacke und die Wärme, die von Luke ausging lullten sie zusätzlich ein und sie kuschelte sich näher an Luke, der ihr einen überraschten Blick zuwarf.
Nora entschied für sich, dass es eine gute Idee war, die Augen einfach geschlossen zu lassen, nur für einen Moment...

„Nora?“, brummte Luke leise und stupste sie vorsichtig an, nachdem das Mädchen sich seit einer ganzen Weile nicht mehr gerührt hatte. Sie drehte den Kopf geringfügig, sodass er ihr ins Gesicht sehen konnte.
Er schüttelte grinsend den Kopf, als er bemerkte, dass sie eingeschlafen war. „Hey Leute, Nora ist eingeschlafen.“
„Was?“ Ashton schien regelrecht empört darüber, dass sie bei einem seiner Lieblingsfilme einfach eingeschlafen war.
„Wir müssen sie nochmal aufwecken, damit sie in ihr Zimmer gehen kann“, mischte Calum sich ein und fing dann an zu grinsen. „Naja, allerdings...so müde wie sie war, fällt sie auf dem Weg übers Treppengeländer oder sowas.“
„Hey, das war fies“, verteidigte Ashton seine beste Freundin pflichtbewusst, musste sich aber das Grinsen verkneifen.
„Nora?“ Luke bewegte den Arm etwas, sodass sie ein wenig durch gerüttelt wurde.
„Hm?“, murmelte sie schlaftrunken und kuschelte sich näher an ihn, was zur deutlichen Belustigung der Jungs führte.
„Komm schon, du musst aufstehen“, redete Luke leise auf sie ein, ohne seine Freunde weiter zu beachten, und half ihr, sich aufzurichten.
Irgendwann kam die Nachricht auch in Noras Gehirn an und mit einem Schlag setzte sie sich kerzengerade auf und griff haltsuchend neben sich.
„Oh Gott, ich bin eingeschlafen oder? Wie spät ist es?“
„Du hast keine fünf Minuten geschlafen, kein Stress“, beruhigte Ash sie grinsend.
Erleichtert atmete sie aus und ihre Hand glitt wieder von Lukes Oberschenkel in den sie reflexartig ihre Fingernägel gekrallt hatte. „Ich muss jetzt echt los“, verkündete sie ohne etwas davon zu bemerken, dass Luke sich verstohlen über seinen Oberschenkel rieb, und erhob sich aufstöhnend.
„Du kannst hier schlafen“, bot Ashton prompt an.
Calum räusperte sich lautstark und pausierte den Film. „Einverstanden, aber in deinem Bett, Irwin. Ich teile mein Bett mit niemanden.“
„Eher der besitzergreifende Typ, hm?“, fragte Michael mitfühlend und Calum schnitt ihm eine Grimasse.
Ashton grinste und stupste Nora in die Seite. Sie taumelte ein wenig und streckte sich dann gähnend, wobei sie noch nicht einmal bemerkte, dass Lukes Augen auf ihr klebten.
„Nein, ich geh in mein Zimmer, das passt schon.“
„Quatsch, du kannst doch hier schlafen. Mein Bett ist groß genug. Bevor du jetzt runter in dein Zimmer rennst durch das dunkle Treppenhaus...ne, echt nicht. Du bleibst mal schön hier bei uns.“
Sie setzte an zu widersprechen aber mit einem Mal redete nicht nur Ashton sondern alle vier gleichzeitig auf sie ein.
„Okay, okay!“, kapitulierte sie und hob abwehrend die Arme. „Ich bleibe hier. Danke.“
„Keine Ursache.“
„Aber ich muss mir den Wecker stellen, damit ich nicht verpenne noch zu packen...“
„Kein Stress, wir wecken dich schon früh genug. Du kannst hier duschen, du darfst sogar mein Duschgel hernehmen, frische Handtücher sind da und ich such dir sogar noch ein Oberteil raus, das du zum Schlafen anziehen kannst“, versprach Ashton ihr grinsend und wuschelte ihr durch die Haare bevor er ins Schlafzimmer voran ging. „Siehst du? Kein Grund zur Sorge.“
Nora folgte ihm geschlagen und im Vorbeigehen fiel ihr Blick auf Luke, der ihr direkt in die Augen sah. Sie glaubte einen Moment lang einen Funken Eifersucht in seinem Blick zu erkennen, aber dann wandte er den Kopf zur Seite und sie schrieb es ihren müden Augen zu.
„Okay, dann also...gute Nacht, Jungs.“
„Schlaf gut, Kleine.“
„Gute Nacht.“

Sobald sie alles hatte, was sie brauchte, scheuchte Nora Ashton aus dem Badezimmer, was er ohne großen Protest geschehen ließ.
„Schlaf gut, Süße“, war alles was er noch sagte, bevor er die Tür mit Schwung ins Schloss schmiss.
Das war wohl lauter als beabsichtigt, denn sie hörte ihn draußen einen kurzen Fluch ausstoßen und dann eine Entschuldigung in ihre Richtung rufen.
Müde lächelnd fuhr Nora sich durch die Haare und entledigte sich dann ihrer Kleidung. Unter der Dusche wurde sie auch nicht unbedingt wacher, erst als das warme Wasser langsam weniger wurde.
Sie wickelte gerade ein Handtuch um ihren Körper, als es an der Tür klopfte.
„Nora?“, ertönte es gedämpft und sie runzelte verwirrt die Stirn, als sie versuchte herauszufinden mit welchem der Jungs sie es zu tun hatte.
„Ja?“
„Kann ich reinkommen?“
Sie betrachtete sich abschätzend in dem großen Spiegel über den Waschbecken und sah dann an sich herab, dann entschied sie, dass sie ganz bestimmt nichts hatte, was einer der Jungs noch nie gesehen hatte.
„Klar.“
Die Tür ging auf und sie hielt die Luft an, als Luke das Bad betrat.
Das war ja so klar, dachte sie innerlich, zwang sich aber zu einem kleinen Lächeln, um nicht in ihr altes Schema zurückzufallen.
Lukes Augen fanden sie und er stockte im Türrahmen. Sie erschauerte unfreiwillig als er seinen Blick langsam über sie wandern ließ, vom Kopf bis zu den Zehenspitzen. Es fielen kleine Wassertropfen von ihren Haarspitzen auf den Boden und auf ihre Haut, die nicht von einem Handtuch bedeckt wurde. Gebannt verfolgte Luke den Weg einer dieser Wassertropfen, der von Noras Hals über ihr Schlüsselbein wanderte bis er in dem Tal zwischen ihren Brüsten verschwand.
„Was gibt’s?“, fragte sie, um die förmlich knisternde Stille zu durchbrechen.
„Ich wollte nur...“, begann Luke, schweifte aber ab, als er den Blick abermals über sie wandern ließ.
Ihr wurde unter seiner eingehenden Betrachtung ganz warm und in ihrem Körper breitete sich langsam ein Kribbeln aus.
„Ich kann auch schnell rausgehen“, sagte sie hastig, als Luke einen Schritt in ihre Richtung machte.
Die Nervosität überfiel sie so plötzlich, dass sich ihr Puls beinahe um das doppelte erhöhte. Bevor Luke etwas erwidern konnte war sie schon aus der noch immer offen stehenden Tür gehuscht und hatte diese hinter sich geschlossen.
Ein wenig ratlos stand sie jetzt also im Schlafzimmer von Calum und Ash und wusste nicht wirklich etwas mit sich anzufangen.
Ein Wassertropfen fiel von einer ihrer kürzeren Strähnen in ihren Nacken und wanderte ihren Rücken hinab, was die feinen Härchen auf ihren Armen aufstehen ließ. Sie könnte Ashton nach einem zweiten Handtuch für ihre Haare fragen.
Also festigte sie ihren Griff um das Handtuch und marschierte aus dem Raum zurück in den Wohnzimmerbereich.

„Ash?“
„Oha!“, kam von dem nur zurück, während Calum ein langes, anerkennendes Pfeifen von sich gab, das Nora die Röte ins Gesicht trieb.
„Legst du jetzt etwa einen Striptease für uns hin?“, fragte Ashton ganz unschuldig, aber mit einem breiten Grinsen im Gesicht.
Die Schwarzhaarige hatte ihre gewohnte Schlagfertigkeit wieder zurück und zog lediglich unbeeindruckt lächelnd eine Augenbraue in die Höhe. „Wenn ihr mich anfeuert, wer weiß?“, schnurrte sie provokant.
Nicht, dass sie besonders viel auszuziehen hätte. Da war immerhin nur das knappe Handtuch, dass sie sich um den Körper gewickelt hatte. Sie machte gerade den Boden nass, da ihre Haare in regelmäßigen Abständen Wassertropfen nach unten schickten, was sie an den eigentlichen Grund erinnerte, warum sie halbnackt vor den Jungs stand.
„Oh, das kriegen wir hin, Jungs!“, rief Ash begeistert.
„Nein, Hilfe! Ich habe eine Freundin, ich will das nicht sehen!“, jammerte Michael lautstark und hielt sich demonstrativ die Hände vors Gesicht.
Nora lachte bloß und schüttelte den Kopf. „Keine Sorge Mikey, dafür bräuchte ich sowieso mehr Alkohol im Blut. Und gerade bin ich leider stocknüchtern und auch nicht bereit, mich abfüllen zu lassen, daher wohl eher kein Striptease.“
„Och Mann, und ich hab mich schon gefreut“, jammerte Calum gespielt und sie lachte.
„Nächstes Mal dann, ja?“
„Wo hast du eigentlich Luke gelassen?“, erkundigte Michael sich, nachdem er beschlossen hatte, dass es nun wieder sicher für ihn war, die Hände vom Gesicht zu nehmen.
„Oh, äh...im Bad. Deshalb bin ich ja hier.“
„Was, du hast ihm keine Gesellschaft geleistet? Ich bin enttäuscht“, stichelte der Blauhaarige weiter und fing sich dafür nur einen gespielt bösen Blick von Nora ein.
„Nein, stell dir vor. Wie auch immer, Ash, hast du vielleicht noch ein zweites, kleineres Handtuch für mich? Meine Haare-...“
„Sehen aus wie ein Wischmop. Klar, ich hol dir schnell eins.“ Gut gelaunt stand Ashton auf und verschwand im Schlafzimmer.
„Hat er mich gerade beleidigt?“, hakte Nora nach und drückte sich gespielt verletzt die Hand aufs Herz. „Autsch. Ich glaube, ich muss mir einen neuen besten Freund suchen.“
Während Michael sich vor Lachen kringelte, sah Cal die Schwarzhaarige gespielt mitleidig an. „Du Arme. Das hat er bestimmt nicht so gemeint, deine Haare sehen, ähm...“
„Ja?“
„Sag's nur Cal, sag's nur“, kicherte Michael, der langsam an Schnappatmung zu leiden schien.
„Naja also...sie sehen...interessant aus.“
Nora klappte empört den Mund auf. „Interessant?“, quietschte sie und Calum schrumpfte ein wenig in sich zusammen.
Sie hielten den Blickkontakt noch einen Moment, dann brachen sie alle drei in Lachen aus.
„Hier hast du dein Handtuch“, meldete Ashton sich wieder eine Sekunde bevor besagtes Handtuch auf Noras Kopf landete.
„Du bist unmöglich!“, schimpfte sie und zog sich den Stoff vom Kopf.
„Aaaw, ich hab dich auch lieb.“ Ashton wuschelte ihr grinsend durch die Haare und ließ sich dann wieder auf das Sofa fallen.
„Trotzdem danke.“ Nora winkte seufzend mit dem Handtuch in der Hand und verschwand dann wieder im Schlafzimmer.

Luke schien immer noch im Bad zu sein und sie näherte sich der Tür nur zögernd, dann klopfte sie schließlich.
„Luke? Kann ich reinkommen?“
„Mhm.“
Erleichtert öffnete sie die Tür, schlüpfte hindurch und schloss sie gleich wieder hinter sich. Keinen Moment später wurde sie fest gegen die Tür gedrückt und bevor auch nur ein Laut ihre Kehle verlassen konnte, spürte sie schon Lukes Lippen auf ihren.
Vollkommen überrumpelt entglitt ihr das Handtuch – sowohl das in ihrer Hand, als auch das um ihren Körper. Sie hatte überhaupt nicht damit gerechnet, Luke schon so bald wieder auf diese Weise nahe zu sein – der völlig überraschende Kuss, den er ihr bei der Runde SingStar aufgedrückt hatte nicht mitgezählt.
Eigentlich wollte sie ihn von sich drücken, weil das alles zu schnell ging. Erst stritten sie, dann versöhnten sie sich, danach verstanden sie sich auch noch gut und jetzt küssten sie sich schon wieder?
Das war einfach zu viel.
Aber bevor sie sich von Luke lösen konnte, tat er es schon. Er wich nur minimal zurück, sodass ihre Lippen sich beinahe wieder berührten und Nora erwischte sich selbst dabei, wie sie sich am Liebsten einfach nach vorne lehnen und den Abstand wieder überbrücken wollte.
Luke setzte an etwas zu sagen, aber dann bemerkte er, dass Noras Handtuch nur noch auf locker auf ihrer Hüfte hing und er atmete scharf ein.
Seine linke Hand strich langsam über die nackte Haut an ihrer Taille und Nora wurde beinahe schwindelig. Seine Lippen berührten ihre ganz leicht und als das Verlangen von diesem Punkt aus zäh in jede Zelle ihres Körpers floss hob sie das Kinn an und küsste ihn beinahe verzweifelt.
Sie musste nicht lange darauf warten, dass Luke reagierte.
Er drückte sie fester gegen die Tür und stützte sich mit dem rechten Unterarm neben ihrem Kopf ab, während er seine Lippen fordernd auf ihren bewegte.
Noras Atmung beschleunigte sich ebenso wie ihr Herzschlag und ihr wurde immer wärmer. Sie schlang die Arme um seinen Hals und zog ihn leise aufseufzend näher zu sich herunter, genoss es, wie seine Hand über die nackte Haut an ihrem Bauch strich.
Er schob seine Zunge in ihren Mund und das Kribbeln in ihrem Körper verstärkte sich augenblicklich um ein Vielfaches. Sie wollte nur noch immer mehr und mehr von Luke und drängte sich deshalb noch näher an ihn.
Luke ließ seine Hände über ihren Körper wandern und löste sich dann von ihren Lippen um stattdessen ihren Hals und ihr Dekolletee zu liebkosen.
Nora lehnte den Kopf an die Tür und blickte an die weiße Decke, aber das Bild wurde unscharf, als sich ihr Blick immer weiter verschleierte, je tiefer Lukes Küsse wanderten.
„Oh Gott, Luke“, entkam es ihr keuchend, als er dort ankam, wo sich die ganze Hitze zu sammeln schien.
Ihre Hand ertastete das Türschloss hinter sich und sie drehte den Schlüssel herum, dann vergrub sie die Hand in Lukes Haaren, als er begann seine Zunge einzusetzen.
Sie war ein einziges keuchendes, hungriges Nervenbündel und ihre Knie zitterten so sehr, dass sie Angst hatte, jeden Moment umzukippen.
Luke drückte sie fester gegen die Tür, als sie automatisch die Hüften etwas hob und er hielt sie fest, als die ersten süßen Wellen sie überrollten und sie tatsächlich nicht mehr stehen konnte.

Langsam erhob Luke sich wieder und grinste deutlich mit sich zufrieden auf Nora hinab, die völlig außer Atem zu ihm hinauf blickte.
„Ich-...“, begann sie, wusste dann aber selbst nicht weiter und schüttelte bloß den Kopf. Sie lehnte sich wieder gegen die Tür und schloss die Augen, versuchte ihre Atmung wieder zu beruhigen, aber Luke machte es ihr nicht besonders leicht, als er sich herabbeugte und sie direkt auf die Stelle küsste, wo ihre Halsschlagader schnell pulsierte.
„Warum so wortkarg?“, neckte er sie und sie konnte sein Lächeln förmlich vor sich sehen.
Normalerweise sollten die Gedanken nur so in ihrem Kopf herumwirbeln und sie sollte sich fragen, was das sollte. Warum Luke das gemacht hatte, was das zu bedeuten hatte.
Ob Luke überhaupt noch etwas anderes von ihr wollte, als bloß Sex, denn sie wollte ganz sicher mehr von ihm als Sex.
Normalerweise würde sie sich all das und noch viel mehr fragen, aber stattdessen war ihr Kopf seltsam leer. Statt also Luke mit Fragen zu konfrontieren, die sie wahrscheinlich nur beide wieder wütend machen würde, schlang sie die Arme um seinen Nacken und küsste ihn auf die Lippen.
„Ich würde mich ja revanchieren, aber...“
„Die Jungs werden sowieso längst wissen was hier abgeht“, brummte er und küsste sie noch einmal, was ihr schon wieder einen Schauer über die Rücken laufen ließ, als hätte sie noch Nachbeben von ihrem Orgasmus.
„Schon, aber...ich bin müde und muss in ein paar Stunden wieder aufstehen. Bei Gelegenheit werde ich mich revanchieren“, versprach sie ihm.
„Natürlich wirst du das.“
Erneut legten sich seine Lippen auf ihre und ihre Augen fielen flatternd zu. Er vertiefte den Kuss und schaffte es damit, das Verlangen in Nora, das bis dahin nur noch eine schwache Glut gewesen war, wieder neu zu entzünden. Seine Finger wanderten über ihre nackten Bauch und legte sich auf ihren unteren Rücken, wo er sie noch näher an sich drückte.
Gerade als sie darüber nachdachte, dass es vielleicht doch keine so schlechte Idee war, sich jetzt sofort Lukes Lendengegend zu widmen, löste er sich wieder von ihr und drückte ihr einen letzten Kuss auf die Stirn.
Verwirrt blinzelte sie zu ihm hoch, als er ein paar Schritte von ihr zurücktrat und sie schief grinsend betrachtete.
„Wenn ich schon so“, er warf einen bedeutungsschweren Blick auf seine Hose, die im Schritt ziemlich ausgebeult war und Nora biss sich unwillkürlich auf die Lippe, „zurück zu den Jungs gehen muss, dann will ich wenigstens nicht der Einzige sein, der heute an nichts anderes mehr denken können wird. Gute Nacht, Kleine.“
Er schob sie sanft beiseite und griff bereits nach der Türklinke, als er nochmal inne hielt und sich das Shirt über den Kopf zog. „Ach ja, und nimm mein T-Shirt zum schlafen.“
Sie hinterfragte es noch nicht einmal sondern zog sich den Stoff einfach über den Kopf und grinste ihn dann provokant an. „Eifersüchtig, Hemmings?“
Keine Sekunde später stand er wieder unmittelbar vor ihr und seine Lippen wanderten über ihren Hals, was sie aufkeuchen ließ. Seine Finger fanden zielstrebig zurück zu ihrer Mitte und er drang mit dem Mittelfinger in sie ein, woraufhin sie sich an ihm festklammern musste um zu verhindern, dass ihr die Knie weg knickten und sie einfach auf den Boden fiel. In ihrem Bauch formte sich der vertraute Knoten und ihr Atem wurde schwerer, ebenso wie Lukes, aber dann hörte er plötzlich einfach auf.
Mit einem schelmischen Glitzern in den Augen, die sich während der letzten Minuten deutlich verdunkelt hatten und in denen immer noch das Verlangen brannte, küsste er sie auf die geschwollenen Lippen. „Schlaf gut.“ Dann zwinkerte er ihr zu und ging aus dem Raum.
Okay, so ganz offiziell? Luke Hemmings war immer noch irgendwie ein Arschloch, wenn auch anders als davor.
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