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It's a love-hate-thing

GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P18 / Gen
Ashton Irwin Luke Hemmings OC (Own Character)
28.09.2015
04.09.2017
67
249.552
21
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Dieses Kapitel
1 Review
 
21.12.2016 4.033
 
Kapitel Achtundfünfzig - „Sorry, ich bin vergeben!“


Obwohl Nora und Luke sich wirklich seltsam benahmen, sprach Michael sie nicht noch einmal darauf an. Dazu hatte er zu viel Angst, dass Nora auch vor ihm zu heulen anfangen würde und mit weinenden Mädchen konnte er absolut nicht umgehen. Ehrlich gesagt überkam ihn bei dem bloßen Gedanken daran die reinste Panik, deshalb bemühte er sich, sie mit dummen Witzen und unsinnigen Sticheleien aufzumuntern.
Luke blieb ungewöhnlich ruhig, aber er hatte sich neben Nora gesetzt und einen Arm um sie gelegt. Das an sich war noch nicht komisch, aber dass Nora so ruhig und zufrieden damit war, verwunderte Michael doch ein bisschen.
„Okay, jetzt aber warum ich eigentlich hier bin“, begann Michael schließlich, wurde aber unterbrochen.
„Was, nicht um uns zu nerven?“, warf Luke gespielt ungläubig ein.
Nora lachte auf und hieb ihm mit dem Ellbogen in die Seite, aber er grinste sie nur an.
„Haha. Macht ruhig weiter Witze auf meine Kosten, ihr gefühllosen Ignoranten. Verletzt ruhig weiter meine Gefühle, kein Problem!“
„Oh, okay. Wenn du meinst. Also Nora, findest du Michaels neue Haarfarbe nicht auch-...“
„Kein Wort gegen meine Haarfarbe!“, rief Mikey sofort dazwischen und funkelte Luke böse an.
Nora lehnte sich an Luke und legte leicht den Kopf schief, dann lächelte sie. „Hat Leonie sie dir gefärbt?“
„Mhm.“ Er zupfte an einer blauen Haarsträhne, sodass er sie sehen konnte, aber das gestaltete sich ein wenig schwierig. „Und geschnitten.“
„Das sieht man“, antwortete Nora. „Steht dir aber wirklich gut.“
Luke zog sie näher an sich und seine Hand rutschte auf ihre nackte Schulter, eine beinahe besitzergreifende Geste. Nora erkannte es nicht als solche, der blauhaarige Gitarrist aber sehr wohl. Da er aber entschieden hatte heute besonders sozial zu sein, sagte er einfach nichts.
Michael winkte ab und zuckte nur mit den Schultern. „Meine Freundin hat's eben echt drauf.“
„Ach was!“ Nora lehnte sich vor und stützte sich mit den Armen auf ihren Oberschenkeln ab. „Deine Freundin?“
Jetzt grinste er über beide Ohren und nickte mehrmals. „Jep. Meine Freundin.“
„Ich muss unbedingt Leonie anrufen“, verkündete Nora, aber Luke hielt sie auf ihrem Platz.
„Denk an die Zeitverschiebung Kleine“, feixte er und sie ließ sich seufzend wieder gegen ihn fallen.
Einfach so, ohne ihn irgendwie anzumeckern oder ihn zumindest böse anzufunkeln. Michael verstand die Welt nicht mehr.
Die beiden mussten wirklich so einiges geklärt haben.

Luke malte mit dem Daumen kleine Kreise auf Noras Schulter, stoppte dann aber und runzelte die Stirn.
„Ist dir kalt?“
„Ein bisschen bloß“, erwiderte sie und zuckte mit den Schultern, aber Luke stand schon auf und durchquerte den Raum, um dann im Schlafzimmer zu verschwinden.
„Was war das denn?“, fragte Nora irritiert, aber Mikey hatte darauf ebenso wenig eine Antwort wie sie.
„Keine Ahnung, sag du's mir. Was ist mit euch beiden passiert? Ihr seid ja wie ausgewechselt!“
Langsam sah sie wieder zu ihm zurück und strich sich unruhig die Haare hinter die Ohren. „Wir...naja, wir haben...geredet, ohne uns ständig zu streiten. Und so haben wir ein paar Dinge klären können und jetzt...“ Sie seufzte schwer und schüttelte den Kopf. „Ich weiß doch auch nicht, Mikey.“
„Okay, nicht so schlimm“, plapperte er sofort drauf los, als er ihre feuchten Augen bemerkte. „Also Leo und ich haben echt ein paar witzige Sachen in Australien gemacht, wir waren sogar in einem Vergnügungspark und haben all diese kitschigen Pärchen-Sachen gemacht, aber am Ende haben wir uns selber ausgelacht. Ich hatte sogar Zuckerwatte in den Haaren kleben, was du auf Leos Konto buchen kannst. Und wir sind Karussell gefahren, weil Leo unbedingt wollte, also bin ich natürlich mitgefahren. Und dann, kannst du dir das vorstellen, hat so ein kleiner Zwerg mit ihr geflirtet, vor meinen Augen! Der war vielleicht zehn Jahre alt, wenn's hoch kommt, ich meine, was zur Hölle wollte der?“
Sein Ablenkungsversuch war ein voller Erfolg, denn Nora hielt sich vor Lachen den Bauch und schien sich auch in nächster Zeit nicht einzukriegen.
„Ich glaube, Leonies Liebe ist dir sicher, mach dir da mal keine Sorgen“, giggelte sie und schüttelte den Kopf. „Und ein Zehnjähriger ist doch keine ernstzunehmende Konkurrenz für einen Michael Clifford.“
„Richtig“, stimmte er ihr grinsend zu, erleichtert, dass sie nicht mehr kurz davor war zu heulen.
Langsam beruhigte sie sich wieder und sah ihn dann beinahe besorgt an. „Und...die Presse? Wie geht’s euch damit? Sind schon irgendwelche Bilder oder Berichte aufgetaucht? Ich hab die letzten Tage leider überhaupt nichts mitgekriegt.“
Michael seufzte und zuckte mit den Schultern. „Keine Ahnung, schon irgendwie...also, bis jetzt hat so viel ich weiß noch niemand bis auf die Hardcore-Fans irgendwelche Geschichten über uns verbreitet. Fotos sind blöderweise schon einige im Internet, obwohl ich mich in Sydney jedes Mal verkleidet habe, bevor ich überhaupt das Haus verlassen habe. Und Leo hat mir sogar die Haare nochmal gefärbt, bevor wir auf den Vergnügungspark sind. Aber irgendwie haben uns doch immer wieder ein paar Fans gefunden und scheinbar leider auch ein paar Paparazzo.“ Er verzog das Gesicht und verschränkte die Arme vor der Brust. „Ich will nicht, dass so dämliche Gerüchte über Leo in den Umlauf kommen. Sie sagt zwar, es macht ihr nichts aus, aber das glaube ich ihr nicht. Und jetzt bin ich immer noch auf Tour und kann nicht bei ihr bleiben, bis sich das ganze Drama gelegt hat und irgendwie ist das einfach alles scheiße gerade.“
Nora stand auf und kam zu ihm herüber und er machte ihr bereitwillig ein wenig Platz, sodass sie sich auf die Armlehne des Sessels setzen konnte.
„Hör mal, das wird schon wieder“, begann sie vorsichtig und legte eine Hand auf seine Schulter. „Die Presse und die Fans werden sich wieder beruhigen und du und Leo könnt euch in ein paar Monaten wieder sehen. Du kannst sie jederzeit einfliegen lassen, das weißt du, und ich glaube nicht, dass Leonie sich so sehr dagegen wehren würde. Das wird sich schon alles finden.“
„Hm“, machte er nur und lehnte dann den Kopf an die Lehne. „Hast ja Recht.“
Langsam schien Nora wieder zu ihrem alten Ich zurückzufinden, denn sie grinste ihn provozierend an und warf gespielt arrogant die Haare in den Nacken. „Ich habe immer Recht, Mikey.“
„Ach komm, halt die Klappe“, lachte er und schubste sie von der Armlehne.
Stolpernd landete sie auf den Füßen und warf ihm einen bösen Blick zu, als er sich vor Lachen in seinem Sessel kringelte.
„Du bist ein Arsch, Clifford.“
„Und du eine alte Hexe“, giggelte er, worauf sie ihm liebevoll den Mittelfinger zeigte.
Endlich kam Luke wieder zurück und sah einen Moment verwirrt zwischen ihnen hin und her, dann schüttelte er einfach den Kopf und reichte Nora kommentarlos ein komisches Bündel.
Es stellte sich als eine Sweatshirt-Jacke von Luke heraus und sie sah ihn verwundert an.
„Naja, dir war kalt“, erklärte er schulterzuckend und sie konnte gar nicht anders als ihn anzulächeln.
Vielleicht war das alles wirklich eine gute Entscheidung gewesen.
Sie schlüpfte in die übergroße Jacke hinein und zog so unauffällig wie möglich den Geruch ein, der daran haftete.
„Dankeschön.“
„Jederzeit, für dich“, scherzte er und zwinkerte ihr zu, worauf sie nur mit den Augen rollte, dann aber lachte.

„Wie auch immer jetzt: Der Grund warum ich eigentlich hier bin, ohne Unterbrechung diesmal bitte.“ Michael fixierte Luke mit einem bösen Blick, welcher so tat, als würde er seine Lippen abschließen und den Schlüssel wegwerfen.
Sobald er sich sicher war, dass er nicht unterbrochen werden würde, redete Michael weiter. „Ich komme im Auftrag von Ashton und Cal, die wollen nämlich, dass du deinen Hintern mal zu ihnen rüber schwingst, Hemmings. Wir sehen dich ja kaum noch, Mann.“
„Sag mal, hast du das Konzert vor zwei Stunden irgendwie verpennt oder so? Wir sind nämlich die ganze Zeit nebeneinander gestanden“, antwortete Luke trocken.
„Naja, ich war damit beschäftigt Gitarre zu spielen und zu singen. Solltest du vielleicht auch mal probieren, statt ständig in den Backstage-Bereich zu starren und deine Einsätze zu versemmeln“, stichelte Michael.
„Das war einmal! Wie lange wollt ihr mir das noch vorhalten?!“, beschwerte Luke sich und Nora prustete los, nachdem sie aufgegeben hatte ihr Lachen unterdrücken zu wollen.
„Bis du alt und grau bist. Jetzt kommt endlich ihr zwei, na los!“
Er marschierte motiviert aus dem Raum und Luke folgte ihm schließlich seufzend, nachdem er nach Noras Hand gegriffen hatte.
Die Schwarzhaarige verschluckte sich beinahe und konnte nur auf ihre ineinander verschränkten Finger starren, während sie spürte, wie das Blut langsam in ihre Wangen floss.
Das war schlecht.
Ihr sollte nicht so warm werden, wenn Luke ihre Hand hielt und das Kribbeln in ihrem Bauch, das sie nur zu gut kannte, sollte auch besser wieder verschwinden.
Aber so leicht war es nicht, jetzt, wo Luke sich anders benahm.
Früher hatte es leichter funktioniert, weil Nora sich einreden hatte können, er wäre einfach bloß ein Arschloch. Jetzt wo sie wirklich mal miteinander geredet hatten, war ihre aufgestaute Wut plötzlich weg, ebenso wie ihre Tränenflüssigkeit.
Und das alles hatte Platz gemacht für die Schmetterlinge in ihrem Bauch, die Luke hervorrief. Sie schluckte schwer und verkniff sich ein Seufzen, denn das hätte ihr nur komische Blicke von Mikey und Luke eingebracht.
Vielleicht musste sie sich einfach erstmal an alles gewöhnen. Vielleicht wurde es mit der Zeit aber auch nur schlimmer...vorausgesetzt Luke und wie würden das wirklich irgendwie hinkriegen und sich nicht schon nach ein paar Tagen wieder gegenseitig in Fetzen reißen wollen.
Allerdings sah es bis jetzt nicht danach aus, so sehr wie es in Noras Bauch kribbelte wenn sie den Blick auf ihre ineinander verschränkten Hände warf.
Ich bin ein hoffnungsloser Fall, dachte sie resigniert, aber als Luke ihr einen kurzen Blick zuwarf hob sie zögernd die Mundwinkel.
Er erwiderte das Lächeln nicht halb so zögernd wie sie und ließ dann ihre Hand los, um sich seine Schuhe anzuziehen und sie tat es ihm gleich.

So pilgerten die drei also um kurz nach Mitternacht über den Gang zum Zimmer, das Ashton und Calum sich teilten.
Michael verwendete die sehr dezente und stilvolle Methode des eindringlichen „Auf-die-Tür-ein-Hämmerns“, bis sie schwungvoll geöffnet wurde und er statt der Tür beinahe Calums Nase getroffen hätte, der natürlich sehr begeistert davon war.
„Wow!“, rief Cal erschrocken und stolperte zurück. „Sag mal, geht’s noch?!“
„Sorry Mann.“ Grinsend lief Mikey an ihm vorbei. „Ich hab Nora und ihr Anhängsel mitgebracht.“
„Hast du mich grade allen Ernstes als Noras Anhängsel bezeichnet?“, brummte Luke und schwang einen Arm um Nora, die sich die Hand vor den Mund hielt um ihr Lachen zu dämpfen.
„Jaha“, schallte es zurück und Luke verdrehte die Augen.
„Wenn dann wäre schon Nora ein Fan von mir, nicht umgekehrt.“
„Träum weiter, Kumpel“, feixte Calum und zwinkerte Nora zu. „Wir wissen doch alle, dass du Nora in Wahrheit zu Füßen liegst.“
Luke sah auf Nora hinunter und grinste sie schelmisch an. „Hm, das stimmt allerdings.“
Die Schwarzhaarige lief knallrot an und wandte hastig den Blick ab.
„Wenigstens siehst du's ein“, frotzelte Calum weiter und lehnte sich lässig in den Türrahmen.
Dankbar für die Ablenkung ging Nora einen Schritt auf ihn zu und umarmte den Bassisten kurz zur Begrüßung. „Erstmal hallo Calum. Danke.“
Calum runzelte verwirrt die Stirn, weil sich ihr kurzes „Danke“ nach so viel mehr anhörte, als den kleinen Witz den er auf Lukes Kosten gemacht hatte, aber er beließ es dabei. Vorerst.
„Gern geschehen“, erwiderte er und grinste breit, als Luke ihm den Mittelfinger zeigte. „Aaw, Lukey, ich hab dich auch lieb.“
„Halt die Klappe“, meinte der belustigt, bevor er die beiden kurzerhand weiter in den Raum schob und die Tür hinter sich schloss.
Nora löste sich wieder von Calum und trat sich die Schuhe von den Füßen. „Ich kann übrigens nicht so lange bleiben, unser Bus fährt schon in ein paar Stunden wieder ab“, erklärte sie währenddessen.
„Warum schon so bald?“, erkundigte der Kiwi sich, als sie in den Wohnzimmer-Bereich gingen.
„Ich glaube es ist so eine dämliche Sightseeing-Tour geplant und zwar um zehn oder elf Uhr morgens, dementsprechend bald müssen wir fahren. Ganz ehrlich, wer braucht sowas? Ich ganz sicher nicht.“
„Eher der Zimmermensch, hm?“, neckte Calum das Mädchen und sie rempelte ihn scherzhaft an.
Vor ein paar Tagen hätte Luke sich noch darüber geärgert, dass Nora und Calum sich so gut verstanden, aber jetzt, wo sie ihm kurz einen Blick über die Schulter zuwarf und ihn dann zögernd anlächelte, da hatte er absolut nichts dagegen.
Stattdessen freute er sich innerlich wie ein Schneekönig, als er ihr zuzwinkerte und sie daraufhin mit roten Wangen den Blick wieder nach vorne richtete.

„Ich glaube ich träume!“, rief Ashton gespielt ungläubig aus und rieb sich die Augen. „Ist das wirklich Nora, die uns da mal wieder besuchen kommt?“
„Ach, ich konnte einfach nicht länger ohne euch“, konterte Nora schmachtend und schmiegte sich an Calum, welcher belustigt auf sie herab grinste, dann löste sie sich von ihm und setzte sich neben Ashton auf das Sofa.
Bevor einer der anderen Jungs auch nur einen Finger rühren konnte, hatte Luke sich schon den Platz neben Nora unter den Nagel gerissen. Wenn sie schon neben Ash sitzen musste, dann würde er gefälligst ihre andere Seite einnehmen, fand er.
„Aww, niedlich! Willst du ein Foto machen, Süße?“, feixte Ashton, der gar nicht richtig zur Kenntnis genommen hatte, dass Luke sich neben Nora geschmissen hatte.
Nora nickte strahlend. „Ja, bitte! Ein Foto mit den Rockstars.“
„Alles klar.“ Ashton holte sein Handy heraus und rutschte näher, sodass Nora bald zwischen ihm und Luke eingequetscht war.
„Ugh“, machte sie und lachte dann auf. „Oh Gott.“ Sie zog die Schultern hoch und schob die Hände in ihren Schoß um sich selbst mehr Platz zu schaffen, leider nur mit mäßigem Erfolg. Die beiden Männer waren einfach zu groß und zu breit.
„Hey, kommt auch rüber.“ Auffordernd sah Nora die beiden anderen Bandmitglieder an, aber die tauschten nur einen Blick miteinander aus und schüttelten dann synchron den Kopf.
„Ihr passt auch so schon niemals auf das Foto“, antwortete Michael trocken und setzte sich neben Calum, der einen Controller in der Hand hatte und immer wieder kurz vom Fernsehbildschirm zu den dreien rüber schaute.
„Glaube kann Berge versetzen“, erwiderte Ashton enthusiastisch und versuchte immer noch seinen Arm weit genug nach oben zu halten, um sie alle aufs Foto zu bringen.
„Jetzt könnte man einen Selfie-Stick gut gebrauchen“, lachte Nora und schüttelte gleichzeitig den Kopf über Ashtons Verrenkungen.
„Wartet mal“, brummte Luke währenddessen und legte einen Arm auf die Sofalehne hinter Nora, um das Platzproblem irgendwie zu lösen. Er rutschte näher und rückte Nora damit ziemlich auf die Pelle, aber sie ließ es kommentarlos geschehen.
Nur ihr Herz machte einen Satz und das Blut schoss ihr zum wiederholten Mal in die Wangen. Sein warmer Körper drückte sich an ihre rechte Seite und sein Gesicht war ihrem viel zu nahe, außerdem stieg ihr sein Geruch in die Nase und machte sie ganz schwindelig.
„Ah, jetzt aber!“ Ashton grinste breit und machte gleich mal ein Foto, was Nora erschrocken zusammenzucken ließ.
„Was? Hast du schon-...“
Klick.
„He!“ Klick klick.
Sie boxte Ashton in die Seite, aber er lachte nur und machte weiter Fotos, schneller als irgendein Paparazzi es wahrscheinlich könnte.
„Jetzt lach doch mal, Miesepeter“, forderte Luke und piekste ihr lächelnd in die Seite. Klick. Nora streckte ihm bloß gespielt beleidigt die Zunge raus. Als er die Geste nachahmte und danach ganz gekränkt tat, streckte sich etwas und drückte ihm für das nächste Foto die Lippen auf die Wange.
„Alles wieder gut, Schatz?“, zog sie ihn auf, aber er rutschte nur tiefer in seinen Sitz und zog sie näher an sich heran.
„Schatz?“, echote Ashton laut. „Haben wir was verpasst oder wie? Also, etwas wesentliches?“
„Äh, nein“, lachte Nora und schüttelte den Kopf.
„Verleugnest du etwa unsere Beziehung, Darling?“, wollte Luke empört wissen und legte eine Hand auf ihren Oberschenkel, woraufhin ihr das Lachen im Hals stecken blieb.
„Nora ist mit mirin einer Beziehung!“, rief Ash und legte seine Hand auf Noras anderen Oberschenkel.
„Leute, jetzt kommt mal wieder runter“, beschwerte Calum sich. „Ich kann mich nicht auf das Spiel konzentrieren. Im Übrigen würde Nora sich doch mit keinem von euch Hohlköpfen auf eine Beziehung einlassen. Dafür liebt sie mich viel zu sehr, nicht wahr Kleine?“
„Oh Jungs“, lachte diese bloß, griff nach Lukes und Ashtons Händen und entfernte sie von ihren Oberschenkeln. „Ich fühle mich geehrt, aber ich glaube ich bin in Mikey verliebt.“
„Sorry, ich bin vergeben!“ rief dieser breit grinsend von seiner Ecke aus.
„Ach, Mist aber auch.“
„Du hast immer noch uns“, beruhigte Luke sie grinsend.
„Sorry, ich hab keine Lust auf einen Dreier“, schoss sie zurück ohne Nachzudenken.
Die Jungs brachen sofort in Johlen und Lachen aus, während sie nur entsetzt die Hände vors Gesicht schlug.
„Hör gefälligst auf zu lachen, das ist deine Schuld!“, schimpfte sie Luke, der am Lautesten lachte.
„Wieso denn seine Schuld?“, giggelte Ashton und wuschelte ihr durch die Haare. „Das kam immerhin aus deinem Mund, nicht aus seinem.“
Darauf fiel ihr jetzt auch nichts mehr ein, also lachte sie einfach mit.

„Und was machen wir jetzt?“, fragte Luke schließlich, nachdem Ashton jetzt an die fünfzig Fotos auf dem Handy hatte und sie sich alle wieder eingekriegt hatten.
„Ich muss sowieso bald mal ins Bett“, warf Nora ein und erhob sich schon halb, aber ihre beiden Sitznachbarn drückten sie synchron in den Sitz zurück.
„Du bleibst mal schön da, Madame“, kommandierte Ashton und Luke kniff ihr in den Oberschenkel, knapp über den Knie, was sie einen seltsamen, hohen Ton von sich geben ließ und dazu führte, dass sie halb auf Ashtons Schoß sprang.
„Spinnst du? Lass das!“, schimpfte sie eine Oktave höher und rieb sich über den Oberschenkel, als hätte er ihr sonst was angetan.
Bei ihrem empörten Gesichtsausdruck und den knallroten Flecken auf ihren Wangen konnten ihre Sitznachbarn nicht anders als schon wieder loszulachen.
Nora versuchte genervt dreinzuschauen, aber dann musste sie selber lachen.
„Jetzt wissen wir immer noch nicht, was wir machen sollen.“ Calum sah in die Runde, aber seine Freunde schienen genauso einfallslos zu sein wie er.
„Wir könnten noch feiern gehen. In den meisten Clubs geht’s doch jetzt erst so richtig los“, schlug Ashton vor und erntete sofort ein Kopfschütteln von Nora.
„Ich muss in sechs Stunden auf meinem Zimmer sein und bin absolut nicht bereit einen Kater zu riskieren. Geht also nicht, zumindest nicht mit mir.“
„Langweilerin“, neckte Luke sie und seine Hand wanderte wieder zu ihrem Oberschenkel, allerdings zog sie sofort das Bein hoch und funkelte ihn an.
„Wag es nicht!“
Er grinste.
„Lasst uns irgendwas zocken“, meinte Mikey schließlich und durchsuchte gleich mal das Arsenal an Videospielen.
„Hey Leute, Sing Star!“
Zustimmung von allen Seiten bis auf Nora, die nur belustigt drein schaute.
„Das ist aber voll unfair“, beschwerte sie sich.
„Du darfst mit in mein Team“, versprach Luke ihr und zwinkerte ihr zu. „Wir wissen ja alle, dass ich der beste Sänger in dieser Band bin.“
„Wow, Hemmings!“
„Halt die Klappe!“
„Ja und nimm bitte dein gigantisches Ego aus meinem Gesicht, danke“, schallte es dreistimmig zurück.
„Die sind nur neidisch“, versicherte Luke der Schwarzhaarigen, die ihn vertrauensvoll anschaute und nickte.
„Ja, natürlich. Ich weiß.“
„Okay Luke, weißt du was, du kannst sie behalten. Ich will Nora nicht in meinem Team“, ätzte Michael und seine beiden besten Freunde stimmten ihm lautstark zu. Ashton sprang sogar wie von der Tarantel gestochen auf, streckte Nora und Luke die Zunge raus und schlenderte stattdessen zu Calum rüber.
„Autsch“, lachte Nora und grinste Luke dann an. „Schätze es liegt an uns, sie auf ihren Platz zu verweisen, was?“
Luke war sich gerade ziemlich sicher, dass es kein tolleres Mädchen als Nora geben konnte. Aus einer impulsiven Reaktion heraus beugte er sich vor und drückte ihr einen Schmatzer auf die Lippen, dann wich er wieder zurück und grinste einfach breit vor sich hin. Er wusste nicht, wo das Bedürfnis plötzlich hergekommen war, aber er bereute es ganz eindeutig nicht, dem nachgegeben zu haben.
„Jungs, ich glaube ich werde Nora heiraten“, verkündete er dann selbstbewusst.
„Ha, ja ihr passt perfekt zusammen. Euer Ego wird zusammen so hoch sein wie ein Wolkenkratzer“, feixte Calum, der zusammen mit Ash und Michael die Einstellungen auf der Konsole vornahm, um die Teams einzuteilen. „Ganz abgesehen davon, dass ihr euch gegenseitig umbringen würdet.“
Luke schielte aus den Augenwinkeln zu Nora, die mit roten Wangen stur nach vorne schaute und ihn ignorierte.
Er warf einen kurzen Blick zu den Jungs, aber die waren immer noch vertieft in die Teamaufteilung, also lehnte er sich näher zu Nora und murmelte nur kurz: „Sorry.“
Sie riss überrascht, dass er sich tatsächlich schon wieder entschuldigte, den Kopf zu ihm herum und machte große Augen. „Wird das jetzt etwa zur Gewohnheit?“, erwiderte sie in gedämpfter Lautstärke und er setzte an etwas zu erwidern, aber dann sah er das neckische Heben ihrer Mundwinkel und er schwieg verschmitzt lächelnd.
Stattdessen lehnte er sich zurück und legte einen Arm um ihre Schulter. Sein Herz schlug einen Takt schneller und er hielt beinahe die Luft an, bis Nora zögernd näher rutschte und sich ganz leicht an ihn lehnte.
Erst dann entspannte er sich wieder und das Lächeln kehrte auf seine Lippen zurück. Es war irgendwie seltsam, dass er nervös in Noras Nähe gewesen war.
Sowas war ihm seit der High School nicht mehr passiert.

Nora und Luke landeten auf Platz zwei was bei den Jungs sehr viel Schadenfreude und hämische Bemerkungen hervorrief. Platz eins belegten Calum und Michael, Ashton hatte sich entschieden einen auf Solo-Artist zu machen und damit den letzten Platz belegt.
Er sah es locker und machte sich lieber darüber lustig, dass „das Ego-Team“ nur auf Platz zwei war.
„Okay, wir haben's kapiert!“, rief Nora lachend aus und stemmte demonstrativ die Hände in die Hüften. „Luke und ich sind scheiße, alles klar. Aber ganz ehrlich, es war seine Schuld.“
„Darf ich dich an den schiefen Ton bei-...“
„Du hast mich geschubst?! Wie soll da denn noch was anderes rauskommen?“
„Was ich? Ich würde sowas nie tun, das weißt du doch.“
Sie zog eine Augenbraue in die Höhe und starrte ihm unbeeindruckt ins Gesicht, bis er sich lachend geschlagen gab.
„Okay, alles ist meine Schuld, ich gestehe. Jetzt hör auf mich so böse anzuschauen, Kleines“, giggelte er und als sie immer noch nicht reagierte schlang er die Arme um sie und wuschelte ihr durch die Haare bis sie nachgab und das Schmollen sein ließ.
Es war ein ganz komisches Gefühl, so leichtherzig mit Luke umzugehen, denn das hatte es bis vor wenigen Stunden mit ihm nie gegeben.
Zudem kam noch, dass Luke gleichzeitig der Junge war, in den sie sich verliebt hatte, weshalb ihr Herz so schnell schlug, dass er es eigentlich hören musste.
Die Jungs wechselten verwirrte Blicke, dann seufzte Michael, erleichtert, dass er seine soziale Phase abschließen, und den Jungs jetzt endlich von dem seltsamen Verhalten der zwei erzählen konnte.
„Die sind schon so, seit ich rüber gegangen bin“, erklärte er resigniert und zuckte mit den Schultern. „Sie haben irgendwas geklärt, meinte Nora.“
„Ist doch gut“, meinte Ashton und betrachtete die beiden nun mit neuer Aufmerksamkeit.
Calum zuckte nur mit den Schultern und schob die Hände in die Hosentaschen. „Ist mir ehrlich gesagt sogar lieber, als wenn sie sich die ganze Zeit anfauchen. Das hat richtig schlechte Stimmung verbreitet.“
„Da hast du Recht“, stimmte Mikey ihm zu und wandte sich dann den zwei neuen besten Freunden zu. „Hey ihr Turteltäubchen, spielen wir jetzt noch ne Runde oder was?“

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Heya Brownies ^^

Ich weiß, ich weiß, ich bin spät dran.
Aber hey, ich werde besser!
Immerhin nur ein Monat Wartezeit diesmal :D
Ich hoffe euch hat das Kapitel trotzdem gefallen.
Wie gesagt, ich hab einfach nicht mehr so viel Zeit, hoffe ihr könnt mir das verzeihen, die Story geht ja trotzdem weiter, wenn auch nur sehr, sehr zäh...
Btw, vielen Dank für die Reviews zum letzten Kapitel, hiermit kann ich alle offiziell beruhigen (oder beunruhigen, je nach dem XD), ich habe nicht vor die Geschichte abzubrechen :)

Ich wünsche euch wunderschöne Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr, bis dahin hab ich nämlich höchstwahrscheinlich noch kein Kapitel parat...^^'
Dann also im nächsten Jahr wieder ^.^

lG Schoko <3 ^^
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