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It's a love-hate-thing

GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P18 / Gen
Ashton Irwin Luke Hemmings OC (Own Character)
28.09.2015
04.09.2017
67
249.552
21
Alle Kapitel
126 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
01.10.2016 4.761
 
Hey Brownies ^^
Es tut mir schrecklich Leid, dass letzte Woche schon wieder kein Update kam, ich bin einfach nicht dazugekommen.
Dafür kriegt ihr heute eins und ich muss euch schon mal warnen:
Das ist das Lora-Kapitel schlecht hin. Also, wirklich, es geht nur um Nora und Luke und es geht ziemlich heiß her, also...
Wem das nicht gefällt, der sollte am Besten einfach das ganze Kapitel auslassen XD
Ich hoffe aber denen, die sich das Kapitel antun, gefällt's und ich bemühe mich, bis nächsten Samstag das nächste Kapitel fertig zu haben ^^
lg Schoko <3

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Kapitel Vierundfünfzig - „Wir haben die ganze Nacht.“


„Siehst du? Hab ich doch gesagt.“
Lukes Stimme riss Nora wieder aus ihren Gedanken ihr kam beinahe die Galle hoch.
„Scheiße, verpiss dich einfach!“, schrie sie ihn an und schlug ihm mit so viel Kraft, wie sie noch aufbringen konnte gegen den breiten Brustkorb. Er sollte sie in Ruhe lassen, sie wollte ihn nicht mehr sehen! Er sollte ihr bloß nicht zu nahe kommen, sie hatte genug.
„Nein“, erwiderte er fast empört, griff nach ihren Handgelenken und drückte sie neben ihrem Kopf an die Wand. „Nicht schon wieder!“
Nora hatte gerade noch überlegt, ob sie ihm den Fuß in die Weichteile rammen sollte, aber die beiden kleinen Wörter „Schon wieder“ unterbrachen ihren Gedankenfluss und ließen sie erstarren.
„Nicht schon wieder was?“, fragte sie nach. Sie klang heiser und sprach leise, weil sie Angst hatte in Tränen auszubrechen, sobald sie die Stimme hob.
„Das“, erwiderte er und kam ihr näher. Unwillig drehte sie den Kopf zur Seite und kniff die Augen fest zusammen um die Tränen zurückzuhalten.
Erleichtert atmete sie aus, als er wieder etwas zurückwich.
„Zuerst lässt du es zu, dass ich dir nahe komme, aber im nächsten Moment stoßt du mich wieder von dir weg. Du bist kein Stück besser als ich, Golden.“
„Hör auf, verdammt, ich bin nicht halb so schlimm wie du!“, fauchte sie. Wut überschwemmte sie in einer großen Welle und riss sie mit sich. Das war gut. Die Wut war soviel besser als die Trauer. „Erst küsst du mich und dann bist du wieder ein totaler Arsch!“
„Das ist nicht-...“
Darfich dich daran erinnern“, unterbrach sie ihn grob, „wie du mich behandelt hast, nachdem wir miteinander geschlafen haben?“
„Es tut mir Leid, okay?!“
„Nein, tut es nicht! Halt einfach deine verdammte Klappe und lass mich in Ruhe!“
Sie versuchte gegen seinen Griff anzukommen, aber Luke schien es kaum zu bemerken.
„Das kann ich nicht“, erwiderte er und ihre Bewegungen stockten.
„Was, mich in Ruhe lassen? Ja, das hab ich schon bemerkt“, ätzte sie sarkastisch und hätte sie gekonnt, hätte sie die Arme vor der Brust verschränkt. Sie wollte ihn verletzen, so wie er sie verletzt hatte und es noch immer tat, aber ihr fiel nichts ein, was dem Schmerz in ihrem Herzen gerecht wurde. Die Wut brodelte noch immer in ihr und sie trat ihm fest auf den Fuß, aber da sie flache Schuhe trug, hatte es nicht den gewünschten Effekt, stattdessen kam er ihr nur näher.
„Mann, jetzt hör auf damit“, zischte er und sie grinste halb, wie ein trotziges Kind.
„Dann lass mich los.“

Er schüttelte den Kopf und sah ihr weiter in die Augen. Ihr wurde ganz anders und schnell sagte sie das Einzige, von dem sie wusste, dass es Luke störte. „Ich hab jetzt keine Zeit, Ashton wartet auf mich, wir wollten uns noch die Stadt anschauen.“
„Das ist gelogen“, grollte er und rückte noch näher an sie heran.
„Red dir das ruhig ein“, erwiderte sie. Natürlich hatte er Recht, Ashton war viel zu besorgt um Michael gewesen um sich mit ihr zu einem Stadtbummel zu verabreden. Aber wenn es Luke wenigstens ein bisschen störte, dann schwindelte sie gerne.
Wütend schüttelte er den Kopf und drängte sich plötzlich an sie. Er legte die Lippen auf ihre, aber diesmal wehrte sie sich. Sie trat um sich, aber er stellte sich so hin, dass sie auch ihre Beine nicht mehr wirklich bewegen konnte.
Als er wenige Zentimeter zurückwich, nutzte sie das sofort aus.
„Lass den Scheiß, was-...“, begann sie wütend, aber er küsste sie einfach wieder.
Sie drehte den Kopf hin und her um ihm auszuweichen, aber er wandte sich einfach ihrem Hals zu. Sobald sie den Mund öffnete und begann ihn zu beschimpfen, küsste er sie wieder.
Das ging eine Weile hin und her, aber mit jedem Kuss schwand Noras Gegenwehr ein bisschen mehr und verstummte schließlich ganz.
Stattdessen lehnte sie sich weiter vor um Luke näher zu sein und er kam ihr entgegen, indem er sie wieder an die Wand drückte. Sie befreite eines ihrer Handgelenke aus seinem Griff, der sich ein wenig gelockert hatte, und vergrub ihre Hand in seinen Haaren.
Die Wut in ihrem Bauch wurde durch Leidenschaft ersetzt und plötzlich konnte sie Luke gar nicht nahe genug sein.
Es passiert wieder, dachte der kleine Teil ihres Gehirns, der noch funktionierte.
Luke ließ auch ihr anderes Handgelenk los und sie schlang die Arme um seinen Nacken. Er schob eine Hand unter ihr Shirt und legte sie auf ihre Taille. Der Kontakt ließ sie erschauern und ihr entkam ungewollt ein leises Seufzen.
Es war dumm von ihr, aber ihr kleines, naives Herz schlug noch immer für Luke und deshalb konnte sie nicht aufhören. Denn die klitzekleine Hoffnung, dass es dieses Mal anders sein würde blieb und Nora konnte nichts dagegen tun, es passierte ganz automatisch.
Luke fuhr mit der rechten Hand über ihre Hüfte und stoppte in ihrer Kniekehle, um ihr Bein um seine Hüfte zu legen, sodass sie die Beule in seiner Hose gegen ihren Schritt drücken spüren konnte.
Plötzlich fiel ihr ein, dass den Gang jederzeit jemand entlang kommen konnte und damit waren sie noch schlimmer als das Pärchen in dem Raum zuvor, gar nicht so weit von hier entfernt.
Sie drehte den Kopf weg und unterbrach so den Kuss, aber auch diesmal störte Luke das nicht, und seine Lippen wanderten einfach weiter ihren Hals hinab zu ihrem Schlüsselbein und dann zu ihrem Nacken. Es war schwer sich dabei zu konzentrieren, aber sie schaffte es irgendwie.
„Warte Luke“, sagte sie und legte die Hände auf seine Schultern um ihn von sich zu schieben, aber das funktionierte genauso wenig wie die Male davor, wo sie es probiert hatte.
„Nein“, brummte er mit tiefer Stimme und küsste sie wieder.
Ihre Knie wurden weich und ihr entkam ein Keuchen. Sie legte die Hände an seine Wangen und versuchte ihn wegzudrehen und unwillig ließ er es geschehen.
„Ich will aber nicht warten“, sagte er und schob seine linke Hand, die noch immer unter ihrem T-Shirt war, weiter nach oben.
„Aber ich will nicht, dass uns irgendwer sieht, wenn hier jemand vorbeikommt. Es ist zwar nicht dein Problem, aber ich könnte meinen Job verlieren, wenn uns jemand so sieht.“
Zu ihrer Überraschung ließ er nach kurzem Zögern von ihr ab ohne weiter zu meckern und seufzte. „Na schön.“
Sie löste ihren Pferdeschwanz, fuhr sich kurz durch die Haare und machte sich dann einen neuen.
Luke beobachtete sie dabei mit einem seltsamen Blick, den sie nicht einschätzen konnte, aber er hielt ihr lediglich die Hand hin, als sie fertig war. Verwirrt ergriff sie seine Hand und zuckte leicht zusammen, als er ihre Finger miteinander verflocht. Was sollte das denn? Ihr Herz machte einen albernen Sprung und sie ermahnte sich selbst, sich nicht zu viel auf diese Geste einzubilden.
Mit großen Schritten ging Luke den Gang entlang und zog sie mehr oder weniger hinter sich her, was sie irgendwie lustig fand.
„Warum hast du's denn so eilig?“, zog sie ihn auf, aber er schoss ihr bloß einen warnenden Blick zu und ging dann weiter.
Sie biss sich auf die Lippe um sich das Grinsen zu verkneifen. Zumindest in dieser Hinsicht waren sie gleich auf und es gefiel ihr, dass sie ihn nicht kalt ließ.

Sie schafften es tatsächlich ungesehen von der Halle zum Hotel zurück. Im Taxi musste Nora Luke zwar davon abhalten ihr an die Wäsche zu gehen, aber sie ließ gerne zu, dass er sie küsste. Gegen ein bisschen knutschen sprach ja nichts.
Sie schlichen sich durch den Hintereingang ins Hotel und liefen ins Treppenhaus, ohne besonders Beachtung geschenkt zu bekommen. Die ganze Aktion kickte ihren Adrenalinspiegel nochmal in die Höhe und sie liefen verstohlen die Treppen zu Lukes Apartment hoch.
„Warte!“, zischte Nora plötzlich und blieb abrupt stehen.
„Was ist jetzt wieder?“, fragte Luke und drehte sich zu ihr um. Er hatte bereits einen Fuß auf der nächsten Stufe, aber Nora stand mit dem Handy in der Hand da und tippte etwas.
„Okay, geht wieder“, sagte sie und lief bereits wieder los.
Er folgte ihr Sekunden später. „Was war das?“
„Ich hab Rachel geschrieben, dass ich bei euch bin“, antwortete sie schwer atmend, da sie die Treppen in einem ziemlichen Tempo hoch liefen.
„Achso.“ Er kicherte, als sie stolperte und sich an seinem Arm festhielt. „Soll ich dich tragen, Prinzessin?“
„Halt die Klappe, ich bin schneller als du“, behauptete sie, ließ seinen Arm los und zog das Tempo an.
Aufgrund seiner Überraschung hatte sie einen kleinen Vorsprung, aber sie hörte bereits keine zwei Sekunden später, wie er ihr fluchend nachsetzte.
„In welchem Stockwerk seid ihr nochmal?“, fragte Nora ihn, ohne sich umzudrehen oder langsamer zu werden.
Luke nahm zwei Stufen auf einmal und holte so schnell auf. „Sechstes“, antwortete er ihr grinsend, packte sie plötzlich an der Taille und hob sie hoch.
Ihr entkam ein spitzer Schrei und dann lachte sie los. Er setzte sie wieder auf dem Boden ab und zog sie nah an sich. Sie stand eine Stufe über ihm, sodass der Größenunterschied zwischen ihnen geschmälert war. Er musste sich trotzdem noch ein wenig zu ihr hinunterbeugen, als er sie küsste.
Sofort loderte die Leidenschaft wieder in Nora auf und sie schlang die Arme um seinen Nacken, um ihn näher an sich zu ziehen. Luke stieg auf ihre Stufe und drehte sich mit ihr, sodass sie das Treppengeländer im Rücken spürte.
„Bis du ungeduldig?“, neckte sie ihn in der kurzen Pause die er ihr gönnte, dann landeten seine Lippen wieder auf ihren und die nächsten paar Minuten schwiegen sie.
„Ein wenig“, murmelte er gegen ihre Lippen und ihr liefen abwechselnd heiße und kalte Schauer über den Rücken.
„In welchem Stockwerk sind wir?“, flüsterte sie, als er ihren Hals mit Küssen übersäte. „So weit kann es nicht mehr sein.“
Seine Küsse wanderten wieder höher und er knabberte kurz an ihrem Ohrläppchen, dann küsste er sie noch einmal kurz auf die Lippen und löste sich schließlich seufzend von ihr. „Also gut.“

Sie huschten auf Zehenspitzen durch den Gang, darauf bedacht niemanden auf sich aufmerksam zu machen und spitzten die Ohren auf alle möglichen Geräusche. Luke hatte kurz Probleme mit seiner Zimmerkarte, weil Nora ungeduldig an ihm vorbeischaute und sich mit einer Hand auf seinem Rücken abstützte, was ihn ablenkte.
„Hast du's?“, fragte sie im selben Moment in dem die Tür auf glitt und sie in den Raum stolperten.
Luke lachte und wartete bis sie die Tür hinter sich geschlossen hatte, dann sperrte er ab.
Das Adrenalin wirkte immer noch nach und sie fielen übereinander her, kaum dass Luke die Schlüsselkarte beiseite gelegt hatte.
„Vielleicht sollten wir das Licht anmachen, damit wir nicht-...Au!“
Nora versuchte gar nicht ihr Lachen zu unterdrücken, als Luke das Gesicht verzog und sich die Hüfte rieb.
„...gegen irgendwelche Sachen stoßen“, beendete er seinen Satz. „Haha, echt witzig.“
Grinsend schüttelte Nora den Kopf und schlüpfte unter seinen Armen hindurch, die er wieder um sie legen wollte.
„Was machst du?“, fragte er und kniff die Augen etwas zusammen, da er sie im Dunkeln fast nicht ausmachen konnte.
Sie warf einen Blick über die Schulter zu ihm zurück und lächelte. „Na, was wohl?“ Dann drehte sie sich wieder um, und während sie in den Wohnzimmer-Bereich ging griff sie nach dem Saum ihres Shirts und zog es sich mit schnell schlagendem Herzen über den Kopf.
Luke war schneller wieder bei ihr, als sie dachte und schlang die Arme von hinten um sie.
„So kommen wir garantiert nicht schneller voran“, stellte sie fest, schloss aber genießerisch die Augen, als er viele kleine Küsse auf ihre Schulter und ihr Schlüsselbein setzte.
„Müssen wir ja nicht“, brummte er lediglich und ließ seine Hände über ihre weiche Haut wandern. „Wir haben die ganze Nacht Zeit.“
Nora ließ den Kopf zurückfallen und lehnte sich an ihn, weil er ihre Knie in Pudding verwandelte.
„Hmm...“, machte sie nur und fuhr mit den Fingerpitzen seine Arme, die er immer noch um sie geschlungen hatte auf und ab, was Luke eine Gänsehaut bescherte.
Sie wusste worauf das Ganze hinauslaufen würde und sie wusste auch, wie sehr sie es später bereuen würde, wenn Luke sie rausschmiss, aber sie würde einen Teufel tun und ihn jetzt bitten aufzuhören.
„Bist du denn sicher, dass du dir Zeit lassen willst?“, fragte sie und erschauerte wohlig, als er mit den Händen über ihre Seiten strich und dann zwei Finger unter den Bund ihrer engen Jeans wandern ließ. Ihre Beine trugen sie fast nicht mehr und sie glaubte nicht, noch lange stehen zu können als er sie durch die Unterhose streichelte.
Luke gab ein zustimmendes Brummen von sich und schob sie ganz langsam Richtung Couch.
Zu ihrer Beschämung gaben tatsächlich ihre Knie nach, noch bevor sie das Sofa erreicht hatten, und Luke musste sie festhalten, damit sie nicht auf den Boden fiel.
„Wow“, sagte er und unterdrückte sein Lachen. „Was war das denn?“
„Oh, halt die Klappe“, sagte sie und lehnte sich haltsuchend an ihn. „Du könntest auch nicht mehr stehen, wenn ich die Finger in deiner Hose hätte.“
„Denkst du das, ja?“, neckte er sie und drehte sie zu sich um. Er legte eine Hand auf ihre Wange und strich mit dem Daumen über ihre geschwollene Unterlippe, dann beugte er sich vor und küsste sie so, dass Noras Beine beinahe wieder unter ihr nachgaben.
Er löste sich ein wenig von ihr und kicherte gegen ihre Lippen.
„Sei bloß still“, warnte sie ihn peinlich berührt und boxte ihm gegen den Arm, was ihn nur noch mehr zum Lachen brachte.
„Tut mir Leid, das ist nur echt krass, dass du wegen mir nicht mehr stehen kannst“, sagte er verschmitzt lächelnd und beugte sich vor, sodass er die empfindliche Stelle hinter ihrem Ohr küssen konnte.
Ihre Hände flogen zu seinen Schultern um sich daran festzuhalten und sie schloss seufzend die Augen.
„Aber“, flüsterte er ihr ins Ohr, „Ich kann mich nicht beschweren.“
Vorsichtig drückte er sie auf die Couch und grinste dann auf sie herab.
„Ist es jetzt besser?“, ärgerte er sie.
„Mhm...“ Nora hielt den Blickkontakt mit ihm als sie den Arm ausstreckte, einen Finger in seine Gürtelschnalle einhakte und ihn näher zu sich zog. Er folgte ihr anstandslos und hielt die Luft an, als sie sich an seinem Gürtel zu schaffen machte und ihm wenig später die Hose samt Boxershorts auszog.
Sie rutschte an die Kante des Sofas, legte eine Hand auf seinen Oberschenkel und die andere um seinen Penis.
Sie hörte ihn nach Luft schnappen und grinste ihn frech an. „Du bist dir immer noch sicher, dass du dir Zeit lassen willst?“, fragte sie und verstärkte den Druck ihrer Hand um ihn.  
Sie bildete sich ein ihn sogar kurz schwanken zu sehen.
Ermutigt von seiner Reaktion beugte sie sich vor und pustete sanft gegen seine Spitze.
Luke erschauerte, trat einen Schritt auf sie zu und umgriff ihr Handgelenk. Er zog mühelos ihre Hand weg und zog sie stattdessen auf die Beine, dann setzte er sich auf die Couch und bedeutete ihr mit einem kurzen Ziehen an ihrer Hand, sich auf seinen Schoß zu setzen.

Nora setzte sich ohne zu zögern rittlings auf seinen Schoß und rückte so nah an ihn heran wie möglich. Er hatte ihre Hose schneller aufgeknöpft als sie den Mund aufgebracht hatte und sie entschied sich dagegen, zu protestieren. Stattdessen drückte sie ihre Lippen auf Lukes und erkundete mit der Zunge seinen Mund, solange er es zuließ. Sie erschauderte und drückte sich näher an ihn, als er die Hände um ihre Brüste schloss.
„Gefällt dir das?“, murmelte er gegen ihre Lippen und sie gab ein zustimmendes Geräusch von sich, das sich in ein Stöhnen verwandelte, als sie sich an ihm rieb.
Ihr Schamgefühl löste sich in Luft auf und sie wusste gar nicht mehr wie ihr geschah. Luke ließ von ihr ab und sie grub protestierend die Finger in seine muskulösen Oberarme, um ihn zum weitermachen zu bewegen, hielt sich aber augenblicklich still, als er seine Finger zu ihrem BH-Verschluss gleiten ließ. Er kämpfte einen Moment damit, bis Nora sich unterdrückt lachend von seinen Lippen löste und den BH selbst öffnete. Sie streifte sich die Träger über die Arme und ließ den BH zu Boden fallen. Luke gab ihr gerademal eine Sekunde Zeit, dann schloss er die Lippen um ihre linke Brustwarze und massierte ihre rechte Brust mit einer Hand.
Nora stöhnte auf und ließ den Kopf in den Nacken fallen, während sie sich gleichzeitig immer noch an ihm rieb und die Finger in seinen Haaren vergrub, um ihn an Ort und Stelle zu halten.
Das erinnerte sie alles sehr an das letzte Mal, als sie miteinander geschlafen hatten, aber gleichzeitig war es so anders. Luke war anders.
Da war weniger Wut zwischen ihnen, viel weniger Wut, und dafür mehr Leidenschaft. Nora ahnte, dass es sie diesmal noch viel härter treffen würde, wenn Luke sie später raus warf. Vielleicht auch erst morgen früh, da er ja anscheinend die ganze Nacht mit ihr verbringen wollte. Und ehrlich gesagt hatte sich auch rein gar nichts dagegen.
„Baby, du musst damit aufhören, sonst platze ich“, murmelte er leise und biss leicht in ihren Nippel.
Ihr Stöhnen wurde lauter und seine Worte gingen in dem Rauschen in ihren Ohren unter, bis er sie plötzlich bei den Hüften packte und festhielt.
Enttäuscht sah sie ihn an und öffnete den Mund um ihn zu fragen, was das sollte, aber sein Blick ließ sie verstummen.
„Ich will mir diesmal wirklich Zeit lassen und das schaffe ich nicht, wenn du mich zum kommen bringst, bevor wir überhaupt so wirklich was gemacht haben“, erklärte er ihr, ließ die Hände aber langsam, genüsslich, wieder zu ihren Brüsten wandern.
„Du musst dir nicht Zeit lassen“, sagte sie und stieß die Hüften gegen seine.
Sie beobachtete wie Luke seine Augen schloss und sich auf die Lippe biss und dabei wurde ihr noch heißer. Sie legte die Arme um seinen Nacken und küsste sich an seinem Kiefer entlang zu seinem Hals und zu seinem Ohr.
„Wir haben die ganze Nacht“, hauchte sie ihm seine Worte ins Ohr und drückte einen weiteren hauchzarten Kuss auf die stoppelige Haut auf seiner Wange.
Mehr schien nicht nötig zu sein um Luke zu überreden, denn keinen Augenblick später schlang er die Arme um ihre Oberschenkel und stand mit ihr auf. Erschrocken klammerte sie sich an ihn, fing sich aber schnell wieder und bedeckte lächelnd seinen Hals mit Küssen, als er sie mit großen Schritten zum Bett trug.

Er legte sie auf den Rand des Betts und stützte sich mit den Armen über ihr ab. Nora seufzte laut auf und schlang die Beine um seine Hüften, um ihm näher zu sein.
Luke entkam das erste Stöhnen seit sie sein Zimmer betreten hatten und wurde dafür mit einem hungrigen Kuss von Nora belohnt.
Mit einem Mal schob sie ihn von sich herunter, sodass er neben ihr aufs Bett fiel. Überrumpelt richtete er sich auf die Ellbogen auf, aber da saß Nora bereits auf seinem Schoß und drückte die Lippen auf seine.
Das ist das letzte Mal, versprach sie sich selbst um ihr Gewissen zu beruhigen. Nach dieser Nacht werde ich noch nicht einmal mehr mit Luke flirten.
Und weil sie fest vorhatte, das durchzusetzen, wollte sie jetzt alles von ihm, was sie kriegen konnte.
Ungeduldig zerrte sie an Lukes T-Shirt, das er bereitwillig auszog und dann beide Arme fest um ihre Taille schlang.
Nora begann wieder sich auf und ab zu wiegen und ließ die Hände über seinen nackten Oberkörper gleiten. Dass Luke sie tatsächlich den Ton angeben ließ überraschte sie, störte sie aber kein bisschen.
Sie knabberte an seiner Unterlippe und leckte gleich darauf entschuldigend darüber. Lukes Hände wanderten sanft über ihren schmalen Rücken, aber ihre weiche Haut reagierte empfindlich auf seine schwieligen Fingerspitzen, sodass sie reflexartig den Rücken durchdrückte.
Als Nora plötzlich wieder Lukes Finger in ihrem Höschen hatte explodierten Sterne hinter ihren geschlossenen Augen und sie stöhnte auf. Ihre Bewegungen stockten und sie klammerte sich haltsuchend an ihn, schwer atmend und um Kontrolle ringend.
Grinsend zog Luke die Finger aus ihrer Hose und zog stattdessen am Bund der Jeans. „Zieh die aus“, raunte er mit heiserer Stimme und sie erschauderte wohlig.
Sie stieß ein beschämtes Lachen aus und stützte die Stirn auf seine Schulter. „Ich glaub nicht, dass ich stehen kann.“
Leise lachend drückte er sie an sich und drehte sich mit ihr um, peinlich darauf bedacht ihre erhitzte Mitte nicht mit seiner zu berühren. Er stand auf und zog ihr die bereits aufgeknöpfte, enge Hose über die Hüften. Nora hatte die Augen geschlossen und biss sich auf die Lippe.
„Mach deine Haare auf“, murmelte er und hakte die Finger in den Bund ihres Slips, der den selben Weg auf den Boden nahm, wie ihre Hose zuvor.
Nora räkelte sich wie eine Katze und löste dann gehorsam ihren zerzausten Pferdeschwanz ohne zu fragen warum er das wollte. Sie hob den Kopf ein wenig von der Matratze an und strich sich die langen Haare aus dem Nacken, sodass sie aufgefächert auf dem Laken über ihr lagen.
Sie sah verdammt verführerisch aus, wie sie da lag und auf ihn wartete.
Luke versprach sich innerlich, dass es nicht schlimm war, wenn er sich jetzt keine Zeit mehr lassen würde. Er hatte Nora immerhin die ganze Nacht für sich und danach noch genügend Zeit, ganz in Ruhe ihren Körper zu erkunden. Jetzt war er viel zu hart um sich noch lange zurückhalten zu können, und bevor er gleich hirnlos mit ihr schlafen würde, musste er Kondome heranschaffen, solange er noch klar denken konnte.
„Ich hol Kondome“, informierte er Nora kurz, als er aus dem Zimmer lief, damit sie sich keine Sorgen machte. Immerhin hatte er schon genug verbockt und er wollte auf jeden Fall verhindern, dass sie es sich plötzlich anders überlegte und wieder abhaute. Zur Hölle, nein, Nora würde mal schön hier bleiben!

Die Nacht mit Luke ähnelte dem letzten Mal, als sie miteinander geschlafen hatten und gleichzeitig war es ganz anders.
Der Sex war so fantastisch wie beim ersten Mal, nein, sogar noch besser, aber das war auch alles an Parallelen, die Nora zwischen den beiden Nächten nennen konnte.
Natürlich, dieses Mal hatte sie öfter mit Luke geschlafen. Insgesamt drei Mal, aber dabei hatte sie noch nicht die unzähligen Male mitgezählt, als sie sich nur mit den Händen und den Lippen befriedigt hatten, ohne miteinander zu schlafen...aber das war es nicht. Es hatte sich ganz anders angefühlt.
Trotzdem kam sie einfach nicht darauf, was sich so sehr vom ersten Mal unterschieden hatte.
Dieses Mal hatten sie beide gewusst, was sie erwartete, das spielte mit Sicherheit eine Rolle, außerdem war es keine halb so überstürzte Aktion gewesen wie das erste Mal. Aber diese Nacht...
Nora seufzte und schloss die Augen. Sie wollte nicht länger an die hohe Zimmerdecke blicken und grübeln, warum sie immer noch nackt in Lukes bequemen Bett lag und keine Anstalten machte aufzustehen, auch wenn sie das dringend sollte. Luke war vorhin ins Badezimmer unter die Dusche verschwunden, aber sie hörte schon eine Weile kein Wasserrauschen mehr. Das war die perfekte Entschuldigung, um zu verschwinden, aber sie konnte sich einfach nicht dazu aufraffen.
Frustriert drehte sich sich auf die Seite und zog die Beine an den Körper. Sie vergrub das Gesicht im Kissen und atmete tief den Geruch ein, den Luke darauf zurückgelassen hatte.
Luke war anders gewesen.
Sie kuschelte sich an das Kissen und öffnete die Augen wieder. Er war wirklich anders gewesen.
Die Frau, die denLuke, den Nora so selten sehen durfte, mal abkriegte konnte sich jetzt schon glücklich schätzen. Nora war schrecklich eifersüchtig auf diese Frau, aber sie unterdrückte das Gefühl seufzend wieder. Ihre Gefühle spielten völlig verrückt.
Auf ein bisschen Gefühlschaos war sie vorbereitet gewesen, aber nicht in dem Ausmaß, das Luke mit seinem Verhalten ausgelöst hatte.
Er war so viel sanfter und...ja, gefühlvoller, mit ihr umgegangen als sonst. Sie waren für den Moment all ihre unterdrückte Leidenschaft losgeworden und Nora hatte erwartet, dass Luke ungestüm und ein bisschen grob sein würde, aber das Gegenteil war der Fall gewesen.
Ja, das erste Mal in dieser Nacht waren sie ungeduldig übereinander hergefallen und hatten sich überhaupt keine Zeit genommen, wie Luke es eigentlich wollte, aber danach...
Oh Gott, er hatte sie ganz langsam und genüsslich in den Wahnsinn getrieben. Hatte sie geneckt und warten lassen, dann war er plötzlich wieder über ihr und sie stöhnte so laut, dass es ihr im Nachhinein fast peinlich war.
Dabei war sie beim Sex eigentlich immer recht leise gewesen, sie hatte auch nie das Bedürfnis danach verspürt laut zu stöhnen oder gar zu schreien.
Nora biss sich auf die Lippe und verdrängte die Gedanken an den Sex mit Luke und an seine Berührungen, um nicht schon wieder noch mehr zu wollen. Sie war sich ziemlich sicher, morgen nicht mehr richtig gehen zu können. Nicht dass es sie stören würde.
Es war nur seltsam...der Gedanke daran auch am nächsten Tag noch etwas zu haben, dass sie an die Nacht mit Luke erinnerte, einen so deutlichen Hinweis darauf, was sie getan hatten und wie sehr sie es genossen hatte...das war ihr fremd.
In dem Moment öffnete sich plötzlich die Zimmertür und sie schreckte hoch.
„Du bist noch da.“
Ihre Lippen öffneten sich, aber sie brachte keinen Ton heraus. Luke lächelte sie an und rieb sich mit einem kleinen Handtuch über die noch nassen Haare. Er trug enge, dunkle Boxershorts, sonst nichts und sie konnte sich nicht an ihm satt sehen, obwohl sie ihn erst kaum eine Stunde zuvor über und in ihr gespürt hatte. Luke war einer dieser Männer, von denen man nie genug bekommen konnte.
Das war's mit ihrem Vorsatz, nicht einmal mehr mit Luke zu flirten, sobald das hier vorbei war.
Vielleicht hatte sie sich deshalb nicht dazu bewegen können, das Bett und sein Zimmer zu verlassen. Sie wollte nicht, dass es schon zu Ende war.
„Ja, ich äh...ich geh gleich, keine Sorge“, murmelte sie und konnte sich nicht einmal dazu aufbringen, einen spöttischen oder genervten Tonfall anzuschlagen. Stattdessen wich sie niedergeschlagen seinem Blick aus und strich sich zerstreut die Haare aus dem Gesicht, als sie sich langsam erhob.
„Das glaube ich nicht“, widersprach er ihr beinahe drohend, aber mit einem Hauch Belustigung in der Stimme. „Wie spät ist es?“
Nora ließ sich ohne weiteren Protest zurück auf die Matratze fallen und wandte das Gesicht zu dem kleinen, elektronischen Wecker, der auf dem Nachttisch neben dem Bett stand.
„Oh Gott“, lachte sie und schüttelte den Kopf. „Drei Uhr morgens.“
„Siehst du, es bringt überhaupt nichts, wenn du jetzt noch zurück in dein Zimmer gehst“, argumentierte er zufrieden. „Da.“
Luke warf ihr ein Bündel in den Schoß, das sich bei genauerem Hinsehen als das T-Shirt entpuppte, das er heute getragen hatte. „Du kannst hier schlafen.“
Sie setzte an zu widersprechen, aber dann zog sie sich nur stumm und mit einem kleinen Lächeln das Shirt über den Kopf. „Okay.“
Sie hörte Luke etwas brummen, das sich wie „handzahm“ anhörte, ließ es aber unkommentiert.
Er legte sich neben sie auf das Bett, zog die Decke mit Schwung über sie und schnappte sich sein Kissen von ihr zurück.
„Hey!“, protestierte sie und versuchte ihn böse anzuschauen, aber sie fühlte sich so verletzlich und gleichzeitig so wohl und geborgen, dass sie nicht einmal das schaffte.
„Hör auf zu jammern“, zog er sie auf, legte einen Arm um ihre Taille und zog sie an sich, sodass ihr Rücken an seiner Brust lag.
Er winkelte den Arm an, sodass sie den Kopf darauf legen konnte und ließ die rechte Hand über ihren Oberkörper wandern.
„Ist das dein Ernst?“, fragte sie grinsend, als er die Hand um ihre linke Brust schloss und das Gesicht in ihren Haaren vergrub.
Er nuschelte etwas Unverständliches und drückte einmal kurz zu, woraufhin sie zusammenzuckte.
„Arsch“, murmelte sie und schloss seufzend die Augen. „Gute Nacht.“
„Gute Nacht, Kleines“, brummte er leise und küsste sie auf den Hinterkopf, was ihr eine Gänsehaut bescherte.
Morgen, versprach sie sich. Morgen schließe ich damit ab. Nur heute noch.
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