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Die Liebe einer Schwester

von meme-chan
Kurzbeschreibung
GeschichteSchmerz/Trost, Übernatürlich / P16 / Gen
Gai Tsutsugami
28.09.2015
07.08.2017
4
7.643
 
Alle Kapitel
4 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
04.10.2015 2.061
 
2. Kapitel here we go :D
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Sie war mittlerweile schon langer in Funeral Parlor und obwohl sie kaum Kontakt zur Außenwelt hatte, gefiel es ihr sehr, immerhin konnte sie nun endlich Zeit mit ihrem Bruder verbringen. außerdem hatte sie vor kurzem begonnen an den ersten Missionen teilzunehmen und es schien manchmal schien ihr Leben normal und perfekt. Nur leider war dem nicht so.
Es war ein normaler Morgen. Sie stand auf und zog sich wie vor jeder Mission ihre Multifunktionskleidung an. Darüber trug sie eine Bluse, einen Rock und lange Socken die bis unter ihren Rock reichten. Gegen Abend machte sie sich auf den Weg ins Zentrum um sich ein wenig die Zeit zu vertreiben, bevor sie sich in ein paar Stunden am Treffpunkt einfinden würde. Sie erreichte das Zentrum nach kurzer Zeit und schlenderte zunächst durch die Straßen, während sie die lachenden Familien und Pärchen um sich herum beobachtete. "Warum sind wir nicht so eine Familie?“, fragte sie sich innerlich. Sie schüttelte den Kopf, um ihr Gedanken zu ordnen. "Einmal Nudeln mit Currysauce bitte!", bestellte sie bei einem kleinen Stand am Straßenrand.
Sie blickte erneut über den mit Menschen gefüllten Platz, als sie plötzlich Soldaten der GHQ entdeckte, die die Pässe der Passanten zu kontrollieren schienen. Sie bezahlte schnell ihr Essen und versuchte eine kleine Seitengasse zu erreichen, immer im dem Wissen, dass die Soldaten vermutlich sie suchten. "Entschuldigen sie Miss?", sprach sie jemand hinter ihr an, „Eine Routinekontrolle. Dürfte ich bitte ihren Pass sehen?“ Sie rammte dem Soldaten ihren Ellbogen in die Rippen und rannte ohne eine Sekunde zu verlieren los. Hinter ihr hörte sie den Soldaten: "Fangt sie ab!", rufen, worauf hin sich links und rechts von ihr Soldaten durch die Menschenmassen zwängten, um zu ihr durch zu kommen. "Diesmal nicht!", sprach sie sich Mut zu und erreichte kurz darauf eine Seitengasse, der sie folgte, bis sie hinter einer Ecke auf eine Wand stoß. Sie drehte sich um und beäugte ihre Verfolger. 12 Soldaten, alle bewaffnet und bereit sie bei jeder falschen Bewegung abzuschießen. "Nein!!", sagte sie sich, „Nie wieder lasse ich euch mich kriegen. Ich bin besser als letztes Mal!" Blau leuchtete die ganze Gasse auf und nur Augenblicke später verließ sie die nun rot gefärbte Gasse.

Kugeln flogen durch die Luft und Raketenwerfer trafen lautstark ihr Ziel. "Shu jetzt!", kam der Befehl über Funk. Der Angesprochene blickte Inori an und zog ihr Void aus dem bläulich leuchtendem Loch in ihrer Brust. Ein riesiges Schwert, das sie immer wieder beeindruckte, egal wie oft sie es sah. Sie setze sich neben den reglosen Körper von Inori, während Shu mit einem lauten Kampfschrei auf die erste Endlave der GHQ losging. Ihr Job war es Inori zu sichern, bis Shu ihr Void wieder zurücktat. Alles was sie hörte war der Kampflärm. Mehr hatte sie nie gehört, denn sie hatte sich geweigert zu kämpfen. Sie hatte nur eine Pistole mit 8 Schuss bei sich, um sich wehren zu können falls sie jemand finden sollte.
Sie war noch auf den Kampflärm konzentriert, als plötzlich der Schuss einer Endlave knapp über ihrem Kopf eintraf.  Ohne zu zögern schnappte sie sich Inori und rannte los, während weitere Schüsse in ihre Richtung kamen und sie nur knapp verfehlten. Sie verließ notgedrungen den Schutz des Hauseingangs, in dem sie sich versteckt hatte und lief auf eine offene Fläche, immer darauf bedacht dem Gegner kein leichtes Ziel zu sein. Allerdings traf einer der Schüsse auf eine Mauer neben ihr und lies diese direkt neben ihr einstürzten. Ihr rechtes Bein wurde schmerzhaft unter einem Stein eingeklemmt. "Sie haben uns gefunden! Ich bin etwa 100m entfernt vom Ausgangspunkt", meldete sie den Anderen „Kommst du damit allein klar.", kam über Funk die Rückfrage von Gai. "Nein, ich sitz in der Falle" "Ayase kannst du dich um sie kümmern." "Ja, aber es dauert etwas bis ich da bin, ich hab hier noch zu tun.", antwortete diese. "Hältst du es bis dahin noch aus?" Stille.... "Yumi kannst du mich hören?" Immer noch Stille....

Ihr Funkgerät lag zertrümmert vor ihr. Ein ihr schon bekannter Mann mit lila Haaren stand mit einer rauchenden Pistole einige Meter von ihr entfernt. Sie versuchte nun noch angestrengter ihr Bein zu befreien. "Komm schon!", flehte sie im Stillem. "Ergib dich und händige deine Begleiterin doch gleich mit aus! Schön euch beide gleich im Doppelpack zubekommen!", forderte der Mann. "Was denkst du von mir?", entgegnete sie wütend. Sie schaffte es ihr Bein zu befreien und stand wankend auf. Ihr Arm leuchtete in einem sanften hellen Blau. Kurz darauf löste er sich in Voidbänder auf. Eine Pistole bildete sich an ihrem Arm, bis das schwere metallische Geschütz ihn ersetzte. Ihre Haare fielen ihr ins Gesicht und verdeckten es, als sie die Pistole auf ihn richtete und schoss. Er wich aus, wodurch ihr Schuss nur weit hinter ihm eintraf.

*Schnipp*

Binnen weniger Sekunden tauchten mehrere Endlaves am Rand des offenen Platzes auf und umkreisten sie. Sieben Endlaves, zählte sie.  Zu einfach. Ihr verbleibender Arm und die Pistole leuchteten erneut auf und wurden zu zwei Klingen, die zunächst auf Grund ihres Gewichts und ihrer Größe auf dem Boden schleiften. „Man hat mich beauftragt dieses Mädchen zu beschützen!", begann sie, "Dann händige ich sie doch nicht einfach aus. Kapiert? „Die letzten Worte schrie sie, während sie sich auf ihre Gegner stürzte. Die erste Endlave konnte sie überraschen. Die Anderen zerstörte sie ohne großen Aufwand, während sie leichtfüßig ihren Schüssen auswich. Die letzte Endlave explodierte und sie fand sich in Mitten brennenden Schrottteilen wieder. Ihre Augen blickten kalt um sie.  Bis sie merkte wie ein einzelner Soldat, der am Rand positioniert war, seine Waffe auf Inori richtete, die immer noch reglos am Boden lag. Sie rannte zu ihr hin und kniete sich schützend vor sie.

*Schuss*

Die Kugel bohrte sich schmerzhaft in ihre, noch nicht vollständig verheilte, Hüfte und riss die sich dort befindende Naht auf. Sie stoß einen hohen Schrei aus und zucke vor Schmerz zusammen. Ihr Blut tropfte auf den Boden und färbte ihn blutrot. "Nein! Es ist nicht vorbei! Das darf nicht sein." Ihr Körper zitterte schwach und ihr rechtes Bein verdrehte sich unangenehm, während sie aufstand.
Als sie sich umdrehte und ihrem Angreifer ins Gesicht sah, war jeder Schimmer aus ihren Augen verschwunden. Mit diesen hasserfüllten und leblosen Augen blickte sie ihn drohend an. „Verschwinde, wenn du deine Familie wiedersehen willst!", sagte sie ihm mit einer Stimme, die einem einen kalten Schauer den Rücken hinunterlaufen ließ. Überzeugender Weise hielt sie eine ihrer Klingenarme in seine Richtung. „Ich treffe ein Herz, wenn ich will." Die Augen ihres Gegenübers waren weitaufgerissen. Er rannte panisch davon. Der Commander stand immer noch dort an der gleichen Stelle und blickte sie an. Er drehte sich um und ging weg und überließ einer kleinen Gruppe Soldaten den Rest. Sie drehte ihm ebenfalls den Rücken zu, nahm Inori und brachte sie schnell hinter einer halb eingebrochenen Mauer in Sicherheit. Ihre Arme hatten vorher wieder die Form von Menschenarmen angenommen.
Sie brach neben Inori zusammen und beäugte ihre Schusswunde. Aus ihrer Hüfte quoll Blut hervor und färbte ihre Kleidung in ein Blutrot. Ihr Bein lag ungelenkig neben ihr. Sie konnte es nun kaum noch bewegen. Ihre Augen bekamen wieder Glanz und blickten ängstlich um sich. Sie nahm ihre Pistole, um auf die folgenden Angriffe vorbereitet zu sein. Als eine Silhouette vor ihr auftauchte, wollte sie beinahe abdrücken bis sie merkte, dass es Gai war, der gefolgt von Shu und Ayases Endlave auf sie zu kam.  
"Yumi!", schrie Gai und rannte auf sie zu, während er einige Angreifer abschoss, die die Neuankömmlinge weniger erfreut empfingen.  Ayase schoss ebenfalls einige ab, sodass es nur kurz dauerte bis die restlichen Gegner erledigt am Boden lagen. Sie drehte ihre Hüfte der Wand zu und verdeckte sie mit ihrer Jacke, als Gai und Shu auf sie zu kamen. "Ihr geht’s gut!", meldete sie den beiden und deutete dabei in Inoris Richtung die immer noch neben ihr lag. "Was ist passiert?", fragte Shu, als er sie erreichte. "Ich weiß nicht wie, aber sie haben uns irgendwie gefunden und verfolgt. Waren zwar nur die Soldaten aber trotzdem... ", log sie kurzer Hand." Nur Soldaten?", kam es von Gai, der das Schlachtfeld betrachtete, „das waren 5 oder mehr Endlaves nach den Teilen, die hier rumliegen." Er blickte sie ungläubig an. Shu tat grade Inoris Void zurück, als er aufsah und sie genauso ungläubig und fragend ansah. Sie blickte beschämt weg. "Das kann ich euch nicht erklären!" "Warum nicht?", kam es von Gai, „Das ist nicht normal, sowas kannst du nicht mit einer einfachen Pistole machen!" Sie sah immer noch weg und versuchte jeden Blickkontakt zu vermeiden.
"Sie hat auch mehr Waffen bei sich als diese lächerliche Pistole", kam es von einer neuen Stimme.
Ein Mann mit langem Mantel stand in kurzer Entfernung von ihnen. Seine schwarzen Haare hingen im in Gesicht. Allerdings waren seine grünen Augen noch deutlich zu sehen, da sie sich stark von seiner Haarfarbe abhoben. Sein Blick war auf Yumi gerichtet. Gai richtete seine Pistole auf den Mann, doch Yumi legte ihre Hand auf Gais Pistole und deutete ihm nicht zu schießen. Auch Shu bedeutete sie mit einem Kopfschütteln Inoris Void nicht heraus zu ziehen. Sie blickte den Mann an.
"Was willst du von mir?", fragte sie ihn herausfordernd. "Ich sollte nur gucken ob du ihn gefunden hast. Ist er das?" Er nickte in Gais Richtung und guckte diesen prüfend an. "Ja, aber ich glaube nicht, dass er will, also geh!", entgegnete sie. "Was will ich nicht?", kam die Rückfrage von Gai. "Du willst sicher nicht in einem Labor als Versuchskaninchen dienen, oder?", erklärte Yumi ihm kurz und eindeutig. "Moment mal! Du kennst den?", warf Shu dazwischen. "Ja! Das ist Lans. Er forscht daran weitere Void Genoms zu machen. Mit unseren Eltern. Daran erinnerst du dich auch nicht mehr, nicht?" "Woran?" Sie seufzte bevor sie begann zu sprechen: „Mama und Papa haben uns beiden an unserem ersten Geburtstag eine Probe eines von ihnen erstellten Void Genom gespritzt. Du kannst dadurch Voids sehen." "Und du?" "Sie kann die Voids von anderen in sich speichern und Sie aus sich selbst rausholen.", kam es von Lans, der immer noch vor ihnen stand. "Und sie kann selbst ein Void werden und dann zu den gespeicherten Voids werden oder in ihrer menschlichen Form Körperteile in die Voids verwandeln." Mittlerweile starrten Gai und Shu sie mit weiten Augen an und auch Ayase, die ihre Unterhaltung mitbekommen hatte und hörte nun überrascht zu. "Ich hab doch vorhin schon gesagt, dass du gehen sollt!", kam es wütend von Yumi, die Lans in die Augen blickte. Er drehte sich um und ging mit den Worten:" Du mochtest es ja noch nie, wenn man dich sieht, wenn du verletzt bist."

"Du bist verletzt?", kam es fast einstimmig von Gai und Shu. "Nur ein paar Kratzer", versuchte sie sich raus zu reden. Doch nach einem ungläubigen Blick von allen Anwesenden öffnete sie ihre Jacke und gab ihre tiefe stark blutende Schusswunde den entsetzten Blicken der Beiden hin und nickte auf ihr verdrehtes Bein. In diesem Moment wachte Inori auf und setzte sich langsam, ehe sie Yumi sah und ihre Augen sich weiteten. "Wir müssen hier weg, bevor die GHQ zurück kommt", befahl Gai und blickte auf die stark zugerichtete Yumi. Diese guckte etwas beschämt auf den Boden und gestand: „Ich kann nicht mehr aufstehen." Gai ging zu ihr und half ihr vorsichtig hoch und stütze sich, während sich versuchte ihrem linken Bein zu humpeln.
Es war raus. Wer sie war. Einfach alles was sie hatte geheim halten wollen war nun rausgekommen. Und nun machte sie die Angst in ihr breit, dass ihr Bruder doch ins Labor gebracht wurde. Sie wusste wie schrecklich die Versuche waren. Sie hatte gehört was ihm passiert war und sie war bereit alles zu geben um ihn nicht nochmal sowas erleiden zu lassen.
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