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Verbannt

GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P12 Slash
Brenda Jorge Gallparga Minho Newt OC (Own Character) Thomas
26.09.2015
01.11.2015
50
80.825
14
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31.10.2015 1.558
 
Ein ohrenbetäubendes Donnern ertönte und eine der Labyrinthwände stürzte krachend ein. Ein riesiger Felsbrocken fiel zu Boden und begrub eine Gruppe Leute unter sich. An den Rändern des Steins bildeten sich rote Blutlachen und ich schlug mir eine Hand vor den Mund um einen Schrei zu unterdrücken.
"Wir müssen hier verschwinden!", schrie ich Thomas zu, der sich schon an Sonya wandte und ihr zubrüllte, sie solle loslaufen.
Die Leute aus ihrer Reihe ließen sich das nicht zweimal sagen und folgten ihr panisch.
Thomas wandte sich an Minho. "Sucht die letzten Gruppen zusammen, Teresa Brenda und ich müssen an die Spitze!"
Minho nickte und er drehte um und lief mit den beiden Mädchen ebenfalls in die Gänge.
Die Windschiefe Hütte in der einen Ecke der Lichtung brach mit lautem Krachen in der Mitte auseinander und fiel in sich zusammen.
Minho, Gally und ich versuchten die Menschen zu beruhigen und zu ordnen, doch das war leichter gesagt, als getan. Die Menge glich einem panischen Mob und sie versuchten alle soweit wie möglich von den Wänden zu fliehen.
Eine Gruppe nach der nächsten verschwand hechelnd im Labyrinth, bis auch die letzte los lief.
"Los kommt!", brüllte Minho und rannte den letzten Leuten hinterher.
Gally und ich folgten so schnell wir konnten. Ich hatte so panische Todesangst, meine Füße fühlten sich an, als würden sie fliegen, so schnell rannte ich.
Immer wieder wurde das Labyrinth von einer Explosion erschüttert und das Dröhnen hatte gar keine Chance zu verebben.
Direkt vor uns krachte eine ganze Wand ein und begrub mindestens zwanzig Leute unter sich.
"Verdammt!", zischte ich und begann über die Steinbrocken zu klettern, während ich mir versuchte nicht auszumahlen, wie die zermatschten Körper der Menschen darunter jetzt wohl aussehen mochten.
Direkt vor mir stolperte ein kleines Mädchen und fiel den Steinhaufen wieder herunter. Minho und Gally hatten es nicht bemerkt und auch wenn alles in mir danach schrie es nicht zu tun, sprang ich trotzdem noch einmal zurück um dem Mädchen zu helfen.
Ich landete neben ihr auf den Füßen und packte sie unter den Armen um ihr aufzuhelfen.
"Komm, steh auf!", rief ich verzweifelt und das Kind richtete sich zitternd auf. "Los kletter hoch, ich bin direkt hinter dir!"
Die kleine begann erneut mit dem Aufstieg und ich schob sie von unten immer wieder ein Stück hoch, weil sie einfach zu klein war, um da ohne Hilfe hoch zukommen.
Hinter uns brach eine weitere Mauer ein, als wir gerade wieder über die Steine nach unten kletterten. Unten angekommen rannten wir los, aber die kleine war einfach zu langsam. Ich blieb stehen.
"Los, auf meinen Rücken!", befahl ich und half ihr auf meinen Rücken zu klettern. "Halt dich ja fest!"
Ich spürte ihren Ängstlichen Griff um meine Schultern und ich rannte los. So ging das schneller.
Ich kam an eine Abzweigung und blien panisch stehen. Verdammt, wo lang ging es jetzt?!
"Shit, shit, shit!", fluchte ich und mein Blick huschte panisch zwischen den zwei Wegen hin und her.
"Alex, hier hin!", brüllte aus der rechten Richtung eine Stimme und ich sah erleichtert Minho und Gally. "Na komm schon."
Ich rannte los, so schnell ich mit der Kleinen auf dem Rücken konnte und holte sie ein.
"Was sollte denn das?!", schrie Minho beim Laufen, während uns immer noch das Labyrinth um die Ohren flog.
"Ich konnte sie ja wohl kaum allein lassen!", rief ich zurück.
Ich merkte, wie ich durch die zusätzliche Last auf meinem Rücken langsamer wurde und Minho nahm mir die Kleine ab. Er war stärker und schneller und wir kamen besser voran. Ich blieb jedoch trotzdem immer in der Nähe der beiden, nur um sicher zu gehen.
Direkt neben uns explodierte etwas und Felsbrocken regneten auf uns nieder.
"LAUFT!", schrie Gally. Das lies ich mir nicht zweimal sagen.
Plötzlich sah ich im Augenwinkel, dass ein Stück der Mauer dabei war, Minho und das Mädchen unter sich zu begraben. Entsetzt machte ich einen Satz und schubste die beiden gerade noch im richtigen Moment aus dem Weg und wir landeten alle drei auf dem Boden.
"Los weiter!", schrie ich und Minho sammelte das Kind wieder auf, während ich versuchte aufzustehen.
"Verdammt!", fluchte ich und sah zu meinem linken Fuß, der zwischen zwei Steinen eingeklemmt war.
"Alex!", rief Minho und Gally lief zu mir, um mir zu helfen.
"Nein! Lauft, beeilt euch, gleich fliegt hier alles in die Luft!"
"Kannst du vergessen!", sagte Gally und rüttelte an den Brocken, während über uns der Himmel drohte einzustürzen.
Die Steine lösten sich ein wenig und ich zog meinen Fuß hervor. Gally zog mich auf die Füße und stützte mich, als wir weiter liefen, da ich leicht humpelte.
Ich konnte nach der nächsten Ecke schon das Ende des Ganges sehen und das Loch, dass uns aus diesem Horror holen würde.
Vor uns prasselten Basketball große Steine zu Boden und wir sprangen darüber. Man, hoffentlich erwischt mich keins der Scheißdinger am Kopf, dachte ich.
Wir kamen an dem Holzsteg an und Minho kletterte bereits hinter dem Mädchen her nach unten. Ich donnerte über die Bretter und sprang einfach an der Leiter vorbei nach unten.
Mein Knöchel gab nach und ich fiel zu Seite um, doch ich hatte mich schnell wieder aufgerappelt und humpelte weiter zu der Leiter.
Es donnerte wieder heftig und ich konnte gerade noch durch das Loch sehen, wie die letzte Mauer des Labyrinths einstürzte, ehe ich die Leiter hinab stieg.
Wir kamen wieder in den Raum und hatten scheinbar die anderen Leute eingeholt, die dabei waren sich durch die Tür und dahinter die enge Wendeltreppe hochzuquetschen.
Ich schickte das kleine Mädchen durch die Tür und kam nach dem Mädchen in den Raum. Verwirrt blieb ich stehen, als ich die Deckel der komischen Kapsel geöffnet sah und Thomas,der von einer zur nächsten hechtete.
Er war fast bei der letzten angekommen, als sich ein widerliches schleimiges Etwas daraus erhob und hinausrollte. Ich verzog das Gesicht. Sowas hatte ich noch nie gesehen. Das Ding hatte lange Greifarme mit allen möglichen Werkzeugen dran, die es einzog und sich mithilfe von kleinen spitzen Spikes in Richtung der Menschen rollte.
"ACHTUNG!", brüllte Thomas, wollte einen Mann warnen, doch das Ding fuhr eine Messerartige Spitze aus und durchbohrte seine Brust, sodass der Mann Blut souckend zu Boden ging.
"Minho!", befahl er seinem Freund. "Schaff die Leute hier raus! Sag Brenda, sie soll sie zum Wartungsraum führen!"
"Los, komm!" Minho packte mich am Arm und zog mich ein Stück hinter sich her, als ich wie erstarrt dieses Ding anstarrte. Ich löste mich aus meiner Starre und rannte los, die Treppe hoch und immer den Leuten hinterher. Minho lies ich hinter mir, da er noch auf Thomas und Teresa warten wollte.
Wieder ging es durch zahllose Gänge, bis wir schließlich durch eine Tür rannten, wo sich die Leute wieder gequetscht sammelten.
Warumblieben sie stehen?
Thomas quetschte sich an mir vorbei und verschwand zwischen den Leuten. Teresa folgte ihnen.
Ein paar Augenblicke später liefen wir wieder los. Die Gänge waren noch dunkler als vorhin und bei jeder Erschütterung durch die Explosion zersprang eine weitere Glühbirne.
Eine Explosion, die näher zu sein schien, als die anderen riss mich von den Füßen und lies alles um uns herum erbeben. Schnell sprang ich wieder auf die Füße und auch alle anderen rappelten sich wieder auf.
"Alle Okay?", hörte ich Thomas Stimme von vorne rufen und ich sah mich kurz um.
"Ja!", rief ich zurück. Und die Gruppe, oder wohl eher Menge setzte sich wieder in Bewegung.
"Der Wartungsraum ist nicht mehr weit!", meinte Thomas von vorne und ich konnte nur hoffen, dass er recht hatte.
Meine Lungen brannten, mein Herz hämmerte und mein Knöchel pochte. Ich war mir fast sicher, dass er weder gebrochen, noch verstaucht war, doch er war mindestens heftig verdreht und verknackst.
Der Wartungsraum befand sich am Ende einer Lagerhalle in der schön ordentlich sortierte Kisten in den Regalen standen. Dass die noch so schön standen verwunderte mich sowieso, bei den Erschütterungen.
Die Leute verschwanden nacheinander darin und ich war unheimlich erleichtert, dass wenigstens das etwas schneller ging. Über die Menge hinweg, konnte ich an einer Wand etwas hellgrau schimmern sehen. Der Flat Trans. Wahnsinn.
Langsam konnte ich mich auch hereinquetschen und Thomas drängte sich ganz nach hinten zu uns. Immer wieder erbebte der Boden und droht mich beinah wieder von den Füßen zu reißen.
"Das muss schneller gehen, die Explosionen kommen immer näher.", stellte Minho fest und richtete sich an Thomas.
"Der ganze Laden kracht bald in sich zusammen.", bestätigte Gally und Thomas sah zur Decke hoch.
"Ich weis.", entgegnete er und sah uns mit Optimismus in den Augen an. "Ich hab ihnen gesagt, sie sollen sich beeilen. In ein paar Minuten sind wir~"
"Wen haben wir denn da?", unterbrach ihn eine höhnische Stimme vom Eingang der Lagerhalle und wir wirbelten alle gleichzeitig herum.
Janson. Und er war nicht allein. Er war umringt von Wärtern, sieben, wenn ich richtig zählte, das hieß wir waren in der Überzahl.
Ich erstarrte, als neben Rattengesicht eine Frau auftauchte. Wie konnte sie nur?!
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