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Verbannt

GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P12 Slash
Brenda Jorge Gallparga Minho Newt OC (Own Character) Thomas
26.09.2015
01.11.2015
50
80.825
14
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12.10.2015 1.299
 
Erschrocken über das was er gerade getan hatte, kniete Newt sich neben Alex und hob leicht ihren Kopf an. An ihrer Stirn befand sich eine Platzwunde, aus der Blut strömte und auf der selben Seite, unter ihrem linken Auge war bereits ein dunkelblau bis roter Bluterguss, entlang des Wangenknochens, zu sehen, wo er sie geschlagen hatte. Sein Herz zog sich bei dem Anblick zusammen.
"Es tut mir so unendlich leid.", flüsterte und eine Träne lief ihm über das Gesicht, als er das Mädchen vorsichtig hochhob und zum Bad trug. Er öffnete die Tür kompliziert mit dem Ellenbogen und stieß sie mit dem Rücken auf. So vorsichtig, als wäre sie aus Glas, setzte er sie hinter der in den Raum stehenden Wand in der Dusche ab, sodass ihr Körper aufrecht saß. Er hob ihren Kopf, und lehnte ihn auch sachte an die Wand, damit sie sich nicht den Nacken verrenkte und sah sie mit feuchten Augen an.
"Leb wohl Lexi.", er nahm ihr Gesicht in seine Hände und küsste sie sanft auf die Stirn.
Als er sich löste, strich er ihr mit dem Daumen eine einzelne Träne weg, die auf ihrer Wange glänzte, dann wandte er den Blick ab und ging zur Tür. Sein Herz tat so furchtbar weh und es fühlte sich so an, als hätte es ihm jemand herausgerissen, und einen Dolch hinein gestochen.
Von draußen verbarrikadierte er die Tür und hing dann eine Decke aus dem Wohnzimmer davor, dass man sie nicht sah.
Gerade als die Decke hing, hörte er noch ein lautes Poltern und darauf folgten donnernde schnelle Schritte. Keine Minute später strömten die ersten bewaffneten Männer durch die Tür. Sie trugen rote Hemden und merkwürdig aussehende Gas- oder Atemmasken.
Der erste kam auf Newt zugestürmt und drehte ihm ohne Fragen den Arm schmerzhaft auf den Rücken.
Newt keuchte und ließ sich von dem Mann zurück ins Wohnzimmer führen.
"Durchsucht den Rest des Berks!", befahl der Mann, der Newt im Polizeigriff hatte und drückte diesen zu Boden.
"Wer bist du und warum versteckst du dich hier auf dem Schiff?", fragte er aggressiv.
"Ist das verboten?", entgegnete Newt provozierend, stöhnte jedoch schmerzhaft auf, als ihm beinahe die Schulter ausgekugelt wurde.
"Das wird sich gleich zeigen.", sagte der Mann mit der Maske bedrohlich, ließ ihn los und holte ein merkwürdig aussehendes Gerät hervor.
"Schau da rein.", befahl er dem Jungen und Newt tat wie geheißen. Vor seinen Augen schienen kleine Blitze zu leuchten und er spürte einen leichten Picks im Nacken. Dann war es vorbei.
Der Mann in Maske nahm das Gerät weg und untersuchte die Ergebnisse. Als er sah, was auf dem Monitor zu lesen war, erschrak er, packte das Gerät weg und hielt seine Waffe auf Newts Kopf gerichtet.
"Wir haben einen Infizierten. Durchsucht dass Schiff, ob sonst noch jemand hier ist und bringt ihn weg!", erteilte Maskenmann wieder seine Befehle. "Du wirst bei den anderen Cranks viele neue Freunde finden."
Er lächelte grimmig.
"Wartet!", rief Newt hektisch und stand auf. Sofort wurden an die zehn Granatwerfer auf ihn gerichtet. "ich wollte hier auf meine Freunde warten, die in die Stadt gegangen sind um....einen Bekannten zu besuchen. Ich komme ohne mich zu wehren mit euch, nur lasst mich meinen Freunden noch eine Nachricht schreiben."
Maskenmann zögerte, doch schließlich nickte er einer Frau, ebenfalls in rotem Hemd zu, die einen Notizblock und einen Stift zückte und ihn Newt unter die Nase hielt.
"Hier, machs kurz.", sagte die Frau genervt und Newt begann die Botschaft an die anderen zu schreiben. Sein Herz wurde schwer, als er ihnen in diesem letzten Brief versuchte es zu erklären und sich verabschiedete.
Danke, dass ihr meine Freunde wart.
Diese Worte schrieb er ganz am Schluss und setzte noch seine Unterschrift dazu. Dann faltete er den Zettel einmal, schrieb die Namen der fünf darauf und legte das Papier auf den kleinen Tisch.
Der Blond hob traurig den Blick. "Ich bin soweit."
Ein Mann heftete ihm den Granatwerfer an den Rücken und schob ihn voran.
Der Junge warf noch einen flüchtigen Blick zum anderen Ende der Tür, wo sich der Gang Richtung Bad befand und betete, sie würden Alex nicht finden. Das würde er nicht ertragen. Wenn er schon starb, dann wollte er wenigstens mit dem Wissen abtreten, dass sie in Sicherheit war. Ihr durfte einfach nichts passieren.
Umgeben von Wachen wurde Newt aus dem Frachtraum, die Luke hinunter und auf den Flugplatz geführt. Sie verfrachteten ihn in einen Fensterlosen Lader und er konnte nur schwarze Finsternis sehen. Er hörte, wie der Motor des Autos anging und spürte das stetige Vibrieren des Wagens, als dieser über den Asphalt rollte.
Newt bekam das meiste der Fahrt nicht richtig mit, da seine Gedanken sich immer noch um das eben Geschehene drehten. Er hatte Alex geschlagen! Er hatte sie ins Gesicht geschlagen und sie war bewusstlos geworden! Er konnte das dumpfe Geräusch noch deutlich in seinem Kopf nachhallen hören, als ihr Kopf auf den tisch aufgeprallt war. Er hatte sie einfach bewusstlos geschlagen! Was war, wenn sie das nicht überlebte? Wenn sie eine Gehirnerschütterung hatte und sterben würde, wenn sie nicht bald gefunden würde? Was wenn er sie umgebracht hatte?
Er kniff verzweifelt die Augen zusammen und eine Träne kullerte heraus.
Er würde Alex nie wieder sehen und er würde auch nie erfahren, was mit ihr geschehen war, oder ob sie überhaupt noch am Leben war. Er würde niemals erfahren, ob es ihr gut ging, doch er hoffte es sehr. Er wünschte es sich, denn er würde es sich selbst niemals verzeihen, wenn sie seinetwegen starb.
Er dachte an den Kuss und er spürte dieses merkwürdige, aber angenehme flattern in seinem Bauch. Sie hatte sich seinem Kuss nicht entzogen. Sie hatte ihn erwidert. Hieß das, dass sie das selbe fühlte wie er?
Er würde es nie erfahren. Er würde sie nie wieder sehen. Nicht ihr wunderschönes Lächeln, wenn sie glücklich war. Nicht ihre glänzenden Augen, wenn sie lachte. Nichts. Er würde Alex nie wieder sehen und sie würde ihn in Erinnerung behalten als de, Idioten, der sie erst küsste und dann zusammenschlug.
Eine Stimme in seinem Inneren sagte ihm, sie würde es verstehen, doch er war sich da nicht so sicher. Er glaubte es nicht. Glaubte nicht, dass sie ihm verzeihen konnte, denn er konnte es selber nicht. Doch alles was er sich in diesem Moment wünschte war, dass es ihr gut ging. Dass sie nicht von den Rothemden gefunden worden war. Dass sie noch lebte und dass die anderen bald wiederkamen und sie fanden. Und dann würden sie den Zettel sehen und einsehen, dass er sich entschieden hatte bei den Cranks zu wohnen. Wo er hingehörte. Wo er niemanden verletzen konnte, der noch eine Seele hatte.
Sie fuhren ungefähr eineinhalb Stunden, bis das Auto kurz zum stehen kam und dann langsam weiter fuhr. Nach ein paar weiteren Minuten blieb der Wgen endgültig stehen, die Türen wurden aufgerissen und kaltes Dämmerlicht strömte den Lader.
Newt stolperte hinaus und fand sich in einer komplett heruntergekommenen Siedlung wieder. Hier und da konnte er Leute aus eingeworfenen Fenstern luken sehen und zwischen zwei Häusern kauerte ein blutendes Etwas, das ihn mit wahnsinnigen Augen und psychohaftem Grinsen auf dem entstellten Gesicht anstarrte.
Ein Krachen hinter ihm leis Newt zusammenfahren. Der Lader setzte sich in Gang und donnerte die zerstörte Straße zurück. Hinter sich hörte der blonde Junge eine Stimme und er drehte sich um. Zwei Männer, der eine etwas größer als der andere, in einheitlicher Kleidung kamen auf ihn zu und auch wenn sie lächelten, konnte man in ihren Augen die pure 'Begeisterung' sehen, dass sie jetzt noch so einen mehr von der Sorte hatten.
"Willkommen im Crank-Palast!"
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